 Blaukrabbe (Callinectes sapidus), ursprünglich an der Atlantikküste Nord- und Südamerikas
Wattenmeertage haben schon Tradition. In früheren Jahren wurden sie vom WWF und anderen Naturschutzorganisationen organisiert, mit großer öffentlicher Resonanz. Themen waren damals die Salzwiesen, Ästuare, der sog. „Sanfte Tourismus“ oder Ranger in Schutzgebieten. Seitdem sich die Naturschutzorganisationen aus dem mühsamen Tagesgeschäft des Wattenmeernaturschutzes zurückgezogen haben und sich fachfremd mehr mit meteorologischen Themen wie dem Klima beschäftigen, wurde der Name „Wattenmeertag“ von staatlichen Institutionen übernommen. Der 5. Wattenmeertag dieser Art fand in Wilhelmshaven statt, mit dem etwas reißerischen Arbeitstitel „Gemeinsam gegen Aliens im Weltnaturerbe“.
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 Verstellter Blick durch "alternative" Energie
Derzeit wird die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke in Deutschland diskutiert. Die Windbranche fürchtet dadurch Ungemach, alleine schon die Diskussion darüber wirke sich negativ auf potenzielle Investoren, die finanzierenden Banken und die Versicherungsbranche aus.
Märchenonkel Aloys Wobben, Windmillardär und Chef der Herstellerfirma Enercon in Aurich, ließ dazu in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) verlauten, die Erneuerbaren Energien könnten auch ohne neue Kohlekraftwerke und weiter betriebene Atomkraftwerke eine sichere und zukunftsfähige Stromversorgung gewährleisten.
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Schon lange wird darüber gemunkelt, ob das Nationalparkhaus in Carolinensiel im LK Wittmund geschlossen werden soll oder nicht. Es gab Überlegungen seitens der Stadt Wittmund, die Einrichtung zu schließen und die Räume dem benachbarten Sielhafenmuseum zur Verfügung zu stellen.
Es geht, wie immer, ums Geld: Es ist nicht abzusehen, ob das Land Niedersachen in Zukunft den Betrieb des Hauses weiter unterstützen wird. Aufgrund einer Verwaltungsvereinbarung zwischen der Stadt Wittmund und dem Land Niedersachen wurden seit 1994 jährlich 68 700 Euro vom Land gezahlt. Den Landeszuschuss reduzierte die Landesregierung 2006 auf 55 000 Euro. Die Stadt Wittmund musste in den vergangenen zehn Jahren je 6 800 Euro jährlich als Zuschuss für Carolinensiel beizusteuern. Von den Ratsvertretern der Stadt Wittmund wird die mangelnde Attraktivität des Hauses bemängelt, 20000 Besucher im Jahr wären zu wenig, um kostendeckend zu arbeiten, das seien nur fünf bis zehn Prozent der Urlauber. Nun soll das Haus zunächst bis zum Auslaufen der Zuschüsse durch das Land weiterbetrieben werden.
Die Frage nach der wundersamen Vergrößerung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer führte hier zur etwas späten Erkenntnis, dass das Nationalparkgesetz von 2001 im März 2010 wieder novelliert wurde. Anlass war die Anpassung an das Bundesrecht, in diesem Fall an das Bundesnaturschutzgesetz, Wundersames gibt es also nicht mehr zu berichten.
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Wie groß ist er eigentlich, der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer?
(bitte edit ganz unten beachten!)
Laut „Nationalparkverordnung“ vom 13. September 1985, die am 01. Januar 1986 in Kraft trat, war er 240.000 Hektar, also 2.400 Quadratkilometer groß.
Im Jahre 1999 wurde aus der Verordnung ein Gesetz, ohne dass der Nationalpark vergrößert wurde. Schon 2001 wurde das Gesetz novelliert, eine Größenangabe findet sich nun nicht mehr, die Größe wird mit geographischen Koordinaten angegeben. Durch die Gesetzesnovellierung wurden mehr als 80 Gebiete aus dem Nationalpark herausgenommen oder in der Zonierung herabgestuft und der Fremdenverkehrsnutzung zugeführt. Dafür wurden Teile des Dollarts neu in den Nationalpark einbezogen und eine ausschließliche Wasserfläche vor Borkum in den Nationalpark aufgenommen.
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 Angeschossene Graugans "T16"
Auf der WebSeite der Gänsewacht ist eine angeschossene Graugans zu sehen, die augenscheinlich einen Schrot-Treffer in den Schnabel bekommen hat, und damit leben muss. Ob die Verletzung durch einen Jagdausübungsberechtigten verursacht wurde, lässt sich derzeit nicht nachweisen. Die Gans mit der Halsmarkierung “T16″ wurde von Mitarbeitern der TU München für ein Forschungsprojekt markiert, am 19. November 2009 wurde sie noch unverletzt beobachtet. Gänse werden in Deutschland stark bejagt, diese Jagd wird zu Recht mit der geächteten Zugvogeljagd in Italien verglichen. Graugänse, auch wenn sie in Deutschland brüten, sind Zugvögel.
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 Löffler über Borkum: Glück gehabt, diesmal
Windkraftanlagen wurden im wahrsten Sinne des Wortes ohne Rücksicht auf Verluste auch mitten in EU-Vogelschutzgebieten gebaut, an der ostfriesischen Küste drehen sich inzwischen hunderte der Vogelschredder. Nicht nur die Gefahr des Anfluges, auch der Scheucheffekt für bestimmte, nicht alle Arten, ist enorm. Watvögel wie Große Brachvögel oder Goldregenpfeifer, die jährlich in riesigen Scharen an der Küste entlangziehen und rasten, meiden die Anlagen im Umkreis von mehreren hundert Metern. So gingen viele traditionelle Rastplätze in der ostfriesischen Marsch verloren, das lässt sich gut beobachten. Anflugopfer werden dagegen nur selten gefunden. Die extra in die Wind“parks gebauten befestigten Schwerlaststraßen müssten regelmäßig abgelaufen werden, und zwar schon früh, bevor der Fuchs die Opfer findet. Im Wind“park“ Utgast im Landkreis Wittmund, nur ca. 1,5 km vom Nationalpark entfernt, wurden 10 km Straßen auf 2 qkm Windfläche gebaut. Die regelmäßige Kontrolle ist nur schwer zu organisieren, weil dann regelmäßig große Strecken abzulaufen wären, nicht nur in Utgast. In Offshore- “Parks” auf See wird man die Opfer nie finden.
 Natursportler im Weltnatuerbe Wattenmeer: Seekajakfahrer aus den Niederlanden auf Langeoog
Der gezielte Abbau von Naturschutzstandards ist seit Jahren Thema im Land Niedersachen. Nun setzt das niedersächsische Umweltministerium noch eins drauf: Die Pressemitteilung des Umweltministeriums propagiert „Outdoor-Sportarten“ im „Gleichklang mit der Natur“, was immer das heißen soll. Angeblich können „Sport und Naturschutz ein Team sein“, so das staatliche Geschwätz. Niemand käme auf die Idee, Naturschutz auf Rasenplätzen des Fußballs oder Tennis zu fordern, aber umgekehrt geht es.
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 Seehund im Dollart
Heute wird in der Tagespresse verkündet, dass es „noch nie so viele Seehunde im Wattenmeer“ gab, mit der Einschränkung „seit dem Beginn der Seehundzählungen 1958“. Die niedersächsische Jägerschaft, die die Erfassung finanziert, zählt seit Jahren aus Flugzeugen synchron mit Schleswig-Holstein, den Niederlanden und Dänemark den Seehundbestand im Wattenmeer. Koordiniert wird die Seehundzählung vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES). Im niedersächsischen Wattenmeer wurden in diesem Jahr 6623 Seehunde, davon 1648 Jungtiere gezählt. In den Meldungen wird nicht zwischen Seehunden und Kegelrobben unterschieden. Ein Grund zum Jubeln? Vergleicht man die Bestandszahlen über einen längeren Zeitraum, ist diese Zahl gar nicht so groß.
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Bundeskanzlerin Merkel ist gegenwärtig auf „Energiereise“ und hofiert die Windkraftindustrie, beim Hersteller „Nordex“ machte sie Station und wollte sich über die „erneuerbaren Energien“ informieren. Als promovierte Physikerin müsste sie das eigentlich ohnehin wissen.
 Neue deutsche Energielandschaft: vermaist und von Windkraft verspargelt, Utgast/LK Wittmund
Jochen Flasbarth, ex NABU-Präsident, hochgedienert als Abteilungsleiter in Trittins Umweltministerium und, als Sigmar Gabriel (SPD) Bundesumweltminister war, noch eins rauf, wieder Präsident, nämlich des Umweltbundesamtes. Flasbarth will wissen, dass 2050 Deutschland gänzlich mit „erneuerbaren Energien“ versorgt wird, dezentral. Wie das bei Windstille oder nachts, wenn es auch in Deutschland dunkel ist, funktionieren soll, hat er nicht gesagt. Das klingt nach einer Drohung und Kampfansage, nicht nur für Anlieger, die mit nervendem Rotorgedröhn leben müssen, sondern auch für den Naturschutz. Ganze Landstriche sind schon und werden noch unter den inzwischen riesigen Rotoren verschwinden, hier an der ostfriesischen Küste kann man erahnen, was auf den Rest der Republik zukommen wird.
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