Strandbrüter: Ignoranz vs. Naturschutz

13. Mai 2018, Borkum, Südstrand, strengste Schutzzone im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer (Ruhezone, Zone I): Ignoranz trifft Strandbrüterschutz, zwei Brutpaare Zwergseeschwalben“erfolgreich“ vertrieben.  Foto (C): Eilert Voß (Bild zum Vergrößern anklicken)

Alltag im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und „Weltnaturerbe“: Hinweisschilder werden nicht beachtet, vermutlich auch deswegen, weil die Texte viel zu lang sind. Kurze, aussagekräftige Piktogramme mit dem Hinweis auf das BetretungsVERBOT sind wirksamer, eine „einfache Sprache“ mit wenig Text ist vermutlich leichter zu verstehen. Die Beschriftung (unten rechts) auf dem blauen Hinweisschild  auf Borkum ist zudem fehlerhaft: Ein „Niedersächsischer Landesbetrieb für Insel- und Küstenschutz“ ist ein Fehldruck (nimmt die Schilder vor dem Aufstellen niemand ab?). Korrekt muss es heißen: „Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz“ (NLWKN), wobei der Naturschutz, wer hätte das gedacht, an letzter Stelle steht…

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Rheiderland: Gänsefraß und Wiesenvögel – Bauernlamento auf hohem Niveau

Dieser Blechfuchs stiehlt keine Gänse, er soll sie nur vertreiben. Die Gänse stört er aber nicht: Emsdeich bei Jarßum. 25. April 2018 – Foto (C): Eilert Voß

Bitte den Nachtrag vom 10. Mai 2018 beachten (ganz unten).

Landwirt Amos Venema aus Jemgum im Rheiderland/LK Leer/NDS (Venema GbR) beklagt sich über den angeblich hohen Gänsefraß auf Grünland (siehe Facebook-Eintrag ganz unten). Gänsefachleute dagegen halten fest, dass es keine großen Unterschiede zwischen den „Exclosures“ (für Gänse eingerichtete unzugängliche Flächen zu Forschungszwecken) und den Äsungsflächen gäbe. Das Rheiderland ist Überwinterungsgebiet für arktische Gänse und gehört zum Jahreslebensraum der arktischen Zugvögel. Große Teile des Rheiderlandes sind als EU-Vogelschutzgebiet ausgewiesen und unterliegen dem Artenschutzregime der Europäischen Union. Zudem unterliegen Zugvögel wie die arktischen Gänse dem Schutz der Bonner Konvention für wandernde Tierarten. Zahlen- und flächenmäßig gehört also das Rheiderland zu den wichtigsten Gänserastgebieten in Deutschland, und fressen müssen sie. Und dabei entstehen auch Fraßschäden.

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NABU fordert zu Höchstleistungen heraus: „Vatertag bis Muttertag mit Vögeln verbringen“

Screenshot-Bildzitat, NABU-Webseite am 05. Mai 2018, 13:05h: https://www.nabu.de/news/2018/05/24382.html

Wer noch nichts Konkretes vorhat – das ist doch mal ein Vorschlag für die Ausdauernden:

Vatertag bis Muttertag mit Vögeln verbringen – „Stunde der Gartenvögel“ vom 10. bis 13. Mai

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Strandbrüter – Opfer des Massentourismus

Er ist dann mal weg: ein Sandregenpfeifer am Strand. Foto (C): Archiv Wattenrat

Strandbrütende Vogelarten waren nicht immer vom Aussterben bedroht. Natürliche Feinde der Bodenbrüter sind Springfluten oder Möwen, die die entdeckten Nester plündern können, aber damit konnten die Arten überleben. Dazu kommt nun der Mensch in Massen. Der Massentourismus an der Ostfriesischen Küste im „Weltnaturerbe“ und Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, zum größten Teil auch EU-Vogelschutzgebiet, fordert seine Opfer. Die kleinen, unscheinbaren und kaum bekannten Seeregenpfeifer, Sandregenpfeifer und Zwergseeschwalben sind die Leidtragenden der millionenfachen Tourismusübernachtungen vor allem auf den Inseln. Nicht nur ahnungslose Spaziergänger, auch freilaufende Hunde, Lenkdrachen,  Strandsportarten, Geocacher oder anlandende Kitesurfer oder Seekajakfahrer (diese auch mit Zelten) tun das Übrige, um diese Vogelarten von ihren Nestern zu vertreiben. Und alle „lieben“ vermutlich „die Natur“…

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Oberdeichrichter: „Gänse gefährden Schafe und Küstenschutz“

Gefährdete Deiche? Gänseköttel nach einer Nacht am Schlafplatz – Foto: privat/Wattenrat Ostfriesland

Die arktischen Wildgänse, die an Ostfrieslands Küste überwintern und sich hier ihren „Treibstoff“ für den Rückflug in die nordeuropäischen oder asiatischen Brutgebiete anfressen, werden seit Jahren von Bauern mit Hilfe der Lokalpresse dämonisiert. Sie fräßen Rindern oder Schafen das Futter weg, machten das Gras durch die Verkotung unbrauchbar oder verursachten Fraßschäden. Die Landwirtschaftslobby mit der stets offenen Hand macht inzwischen auch den Gänsefraß zu Geld. Jeder Landwirt, der am Vertragsnaturschutz teilnimmt, erhält Ausgleichzahlungen pro Jahr und Hektar, egal ob tatsächlich Fraßschäden durch Gänse aufgetreten sind oder nicht. Die neueste Horrornummer verbreiteten der Oberdeichrichter und Landwirt Heiko Albers von der Deichacht Moormerland im Landkreis Leer und sein Kolllege Alwin Brinkmann, ehemaliger SPD-Oberbürgermeister der Stadt Emden, der nun als Oberdeichrichter für die Krummhörn im Küstenschutz umgeht.

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Vortrag: „Reicht das Naturschutzrecht zur Sicherung der biologischen Vielfalt aus?“

Industrielandschaft bei Tergast/LK Leer/NDS, Foto (C): Eilert Voß

Der Natur- und Artenschutz ist immer noch das Stiefkind der Politik, nachfolgend schlagend vorgetragen von Dipl.Ing. Wilhelm Breuer am 16. März 2018 in der Hochschule Osnabrück:

Reicht das Naturschutzrecht zur Sicherung der biologischen Vielfalt aus?

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Klimaneutrales Tanzen auf Spiekeroog

Screenshot-Bildzitat, Spiekeroog News vom 09. Nov. 2017

Die Firma „Tango Fuego“ aus Osnabrück bietet Tanzreisen von St. Petersburg bis Südfrankreich an und fungiert dabei auch als Tanzpartnerbörse. Haben Sie schon etwas vor im Juni? Wollen Sie gar etwas Gutes tun und dabei auch noch Spaß haben? Dann wäre Spiekeroog die richtige Adresse für Sie! In der Zeit vom 10. bis 17. Juni 2018 wird von „Tango Fuego“ zum ersten Mal eine „klimaneutrale Tangoreise in Deutschland“ angeboten.

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Insel Juist: Schluss mit Klimaschutzkonzept

Grafik: Pixabay

Seit Jahren versucht sich die Insel Juist zeitgeistig korrekt als „CO2-neutrale“ Insel am Markt zu positionieren, mit viel Klimageschwurbel und Pressegetöse. Geatmet werden darf aber weiterhin auf der Insel. Nun ist erst mal Schluss mit Irrsinn. Die Maßnahmen des „Klimaschutzberaters“ sind „eher gering ausgefallen […] ein trauriges Ergebnis“. weiter »

Endlich: Das Klima wird stabilisiert – Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) der GroKo macht´s möglich

Die Klimastabilisatorin Svenja Schulze-Foto: Gerd Seidel (Rob Irgendwer) – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=29983731

von Manfred Knake

In der Antike gab es einen Religionsstifter, der aus Wasser Wein machen konnte; der Name ist bekannt. Im Mittelalter versuchten sich Alchimisten an der Umwandlung von Blei in Gold. In der Neuzeit – jetzt hier und heute – gibt es eine SPD-Politikerin, der es um den Schutz eines „stabilen“ Klimas geht, nicht mehr und nicht weniger! Die Rede ist von der neuen GroKo-Ministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Svenja Schulze aus NRW (SPD), Nachfolgerin von Barbara Hendricks, nicht verwandt mit dem ähnlich klingenden schrillen Rockmusiker Jimmy. Frau Schulzes Namen sollte man sich merken. weiter »