Klare Ansage: neues Surfverbotsschild in Wremen/KL Cuxhaven

Neues Kiteverbotsschild in Wremen, Januar 2018, Foto: privat

Am 09. Dezember berichteten wir über Kitesurfer, die in Wremen/LK Cuxhaven außerhalb der festgelegten Zeiten rechtswidrig ihren Sport im Nationalpark Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer ausübten. Zu dieser Zeit halten sich ziehende Rastvögel auch in diesem Surfbereich auf, die sehr empfindlich auf Störungen reagieren. Das Surfen ist deshalb dort nur von April bis Oktober erlaubt. Bisher war das Surfverbot von November bis März nicht eindeutig ausgeschildert.

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Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) als Laufbursche der Windenergiewirtschaft

Neubau von Windkraftanlagen (Ausschnitt) im Widdelswehrer Hammrich östlich von Emden in einem Nonnengans-Rastplatz, 14. Januar 2018. Foto (C): Eilert Voß

Da weiß man doch gleich, woher der politische Wind in Niedersachsen weht: Ex-Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD), nun Umweltminister (wie praktisch: Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz) des Landes in der GroKo, macht munter weiterhin den Wirtschaftsminister zum weiteren Ausbau der Windkraft an Land. Eine Bundesratsinitiative soll das Ausschreibungsvolumen für Windkraftanlagen erhöhen, dafür wäre eine Änderung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) nötig.

Lies, so seine Kritiker, ist ein unverkennbarer politischer Türöffner, Handlanger und sogar Laufbursche der Branche. Zitat Lies: „Wir im Norden haben die Unternehmen, die mit hoher fachlicher Kompetenz die notwendigen Anlagen bauen und installieren können“. Ein Unternehmen ist der Hersteller Enercon in Aurich, bei dem gerade die Inlandsaufträge massiv zurückgehen. weiter »

Silvesternachlese – Ostfriesland wie es stinkt und kracht: Same procedure as every year

Auch der Jahreswechsel 2017/2018 ließ die ostfriesische Küste und darüber hinaus wieder mit Böllerkrachen und explodierenden Feuerwerksraketen beben, trotz des schlechten Wetters. Abertausende geschützte arktische Zugvögel hatten eine Horrornacht auf ihren Nahrungs- und Schlafplätzen, sowohl im Watt als auch in den deichnahen Gebieten. Da war doch was: Weltnaturerbe, Nationalpark Wattenmeer, EU Vogelschutzgebiet, Biosphärenreservat? Aber eben nur auf dem Papier!

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Böllern auf Spiekeroog: Weichgespültes vom NDR, Richtiges und Falsches vom Verwaltungsgericht Oldenburg

Screenshot-Bildzitat, NDR-Fernsehen, Hallo Niedersachsen, 01. Jan. 2018: Der Spiekerooger Inselpolizist im Gespräch mit dem Gastronomen Christian Kiesow (Haus Möwe, de Balken)

Das NDR-Abendmagazin „Hallo Niedersachsen“ berichtete am 01. Januar 2018 über das eingeschränkte Böllerverbot auf Spiekeroog. Dabei kamen Details aus dem inseltypischen Soziotop ans Fernsehlicht. Der Gastronom Christian Kiesow (Ferienwohnungen Haus „Möwe“ und Restaurant „de Balken“), der vor dem Verwaltungsgericht Oldenburg eine Ausnahmegenehmigung vom Böllerverbot erstritten hatte, gab vor laufender Kamera an, dass dieses Verfahren so mit dem Bürgermeister und dem Kurdirektor abgesprochen worden sei. Im Herbst habe man gemeinsam vereinbart, dass er (Kiesow) nach dem erteilten Bußgeldbescheid von 100 Euro wegen Böllerns 2016/2017 vor Gericht ziehen solle, um die Lärmschutzverordnung rechtlich prüfen zu lassen, was dann auch geschah. Also eine Absprache oder gar Inszenierung nach dem Motto: „Baller Du mal ordentlich, bekommst einen Bußgeldbescheid, dagegen klagst Du und dann sehen wird klarer“?

Im NDR-Beitrag wird dann beiläufig von weiteren 18 Böller-Ausnahmegenehmigungen auf der Insel berichtet…

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Böllern auf Spiekeroog: Insulaner verliert vor Gericht

Böller und Raketen über dem „Weltnaturerbe“, hier auf Juist. Foto C): Eilert Voß

+++ aktualisiert am 29. Dez. 2017, bitte die Ergänzung am Ende des Beitrages beachten: Nun darf er doch… +++

Der Wattenrat Ostfriesland weist seit Jahren darauf hin, dass das Böllern auf den Inseln und am Festland direkt am Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer („Weltnaturerbe“ und EU-Vogelschutzgebiet) zu Silvester oder sogar mehrfach im Sommer zur Touristenbespaßung zu panikartigen Störungen der Zugvögel bzw. Brutvögel führt. Die vorsätzliche Störung dieser Arten ist bereits nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten. Nur die Insel Spiekeroog hat eine Lärmschutzverordnung erlassen, nach der das Böllern auf der Insel verboten ist:

㤠10
Pyrotechnik
Das Abbrennen von Feuerwerk oder Feuerwerkskörpern der Kategorien 2, 3, 4, P1, P2, T1 oder T2 sowie das Steigenlassen von sogenannten Himmelslaternen ist ganzjährig verboten. Dies gilt auch für Silvester und die Neujahrsnacht.“

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NABU will Schutzgebietsbetreuung in Ostfriesland übernehmen – mit welchem Personal?

Screenshot/Bildzitat: Ostfriesischer Kurier, Norden, 15. Dez. 2017

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) will die Schutzgebietsbetreuung auf 30.000 Hektar Fläche in Ostfriesland übernehmen. Dazu will der Naturschutzverband mit den Landkreisen Aurich, Wittmund und der Stadt Emden „kooperieren“. Das klingt aber nur zunächst gut. Naturschutz ist immer noch staatliche Aufgabe. Die Kontrolle über die Einhaltung der Natura-2000-Richtlinien, des Bundesnaturschutzgesetzes und der jeweiligen Verordnungen der Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete obliegt eigentlich den Landkreisen und dem niedersächsischen Umweltministerium.

Die Mittelbehörde, die Bezirksregierung Weser-Ems und Fachbehörde, das Niedersächsische Landesamt für Ökologie (NLÖ), wurden bereits mit Ablauf des Jahres 2004 von der damaligen CDU/FDP-Regierung aufgelöst, deklariert als „Strukturreform“. Die Unteren Naturschutzbehörden der Landkreise sind chronisch unterbesetzt, der fachliche Naturschutz ist in Niedersachsen immer noch ein Stiefkind. weiter »

Klimawandel: Die Eisbären-Lüge, von einer Zoologin entlarvt

Der nachfolgende Zeitungsbericht über einen verhungernden Eisbären offenbart wieder einmal die plumpe Klima- und Politpropaganda, verbreitet u.a. von der FAZ und anderen „Leitmedien“ wie dem „Spiegel“. Ein (!) offensichtlich stark abgemagerter und kranker Eisbär wird als vermeintliches Opfer des Klimawandels dargestellt, weil die arktische Vereisung angeblich den „zweitniedrigsten je gemessenen Wert“ aufwies.

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Krabbenfischer erhalten MSC-Zertifizierung, mit Unterstützung des NABU und WWF!

Krabbenkutter mit Baumkurren, Foto (C): Eilert Voß

Es geht immer weiter bergab mit dem Verbändenaturschutz im „Weltnaturerbe“ und den Wattenmeernationalparks. Nun machen WWF, NABU und die Schutzstation Wattenmeer gemeinsame Sache mit der Krabbenfischereiindustrie und der Zertifizierung mit dem Zertifikat des „Marine Stewardship Councils“ (MSC), das vorgeblich die „zertifizierte nachhaltige Fischerei“ bescheinigen soll. Gleichzeitig kritisieren WWF und NABU aber den MSC-Standard, geht´s noch? Der MSC wurde 1997 zunächst vom Unilever-Konzern zusammen mit dem World Wide Fund For Nature gegründet. 1999 schied der WWF aus, ist aber im Board des MSC immer noch vertreten. Die nachfolgende weichgespülte „gemeinsame Pressemitteilung“ von WWF und NABU zur MSC-Zertifizierung der eigentlich „nachhaltig“ naturschädigenden Krabbenfischerei im Wattenmeer sagt alles.

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Norddeich: toter Grindwal angespült

Grind- oder Pilotwal, Norddeich, 09. Dez. 2017, Foto: privat

Am 09. Dezember 2017 wurde ein ca. 4,5m langer Grindwal (auch Pilotwal) in Norddeich/LK Aurich angespült. Das Tier wies schon starke Verwesungsmerkmale auf. weiter »

Wasservogeljagd in Schutzgebieten: Niedersachsen kassiert Regelung der „Intervalljagd“

Flugbehinderte arktische Blässgänse, vier von insgesamt 19 verkrüppelten Gänsen am Schutzgebietsschild „Petkumer Deichvorland“ an der Ems, 11. Dez. 2017, Foto (C): Eilert Voß

Die Bauern- und Jagdlobby als Staat im Staate hat sich mal wieder durchgesetzt, ihr CDU-Arm im niedersächsischen Landtag hat den mühsam ausgehandelten „Kompromiss“ (der ohnehin umstritten war) der rot-grünen Vorgängerregierung zur sog. „Intervalljagd“ im 14-tägigen Turnus auf Gänse in EU-Vogelschutzgebieten (!) wieder kassiert und zu einer „Kann-Bestimmung“ gemacht. Verantwortlich ist die neue Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) in der SPD-CDU-Koalition. Damit können arktische Gänse (Zugvögel!) wieder stärker bejagt werden, in ihren Schutzgebieten. Nicht jagdbare Arten wie streng geschützte Watvögel werden dadurch von ihren Nahrungsflächen vertrieben; es kommt auch zu – strafbaren – Fehlabschüssen nicht jagdbarer Arten.

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