 Alpha Ventus: 45 km vor Borkum
Mit viel Pressegetöse wurde der Offshore-Wind“park“ Alpha-Ventus 45km nördlich von Borkum mit 12 Anlagen „eingeweiht“. 250 Millionen Euro statt der zunächst geplanten Investitionssumme von 180 Millionen Euro kostet der Bau des Windparks, mit 30 Millionen Steuergeldern vom Bund bezuschusst. Gegen diese Förderung legt die Wettbewerbskommission der EU ein Veto ein und blockiert das Geld. Die gleiche Summe soll noch einmal als Betriebskosten in den nächsten 20 Jahren anfallen. Dieses Turbinenfeld soll angeblich Strom für „50.000 Haushalte“ liefern, wäre da nicht der unbeständige Wind. Es müssen also ständig Wärmekraftwerke im Stand-bye-Betrieb mitlaufen, um bei Windschwankungen das Netz stabil zu halten. Ohne ein stabiles Stromnetz kann keine Windkraftanlage Strom ins Netz einspeisen. Dieser Wind“park“ kann also nicht eine einzige Glühbirne erhellen, wenn kein oder nur wenig Wind weht. Der Geschäftsführer der „Deutschen Offshore-Testfeld und Infrastruktur-GmbH & Co. KG“ (DOTI) brachte es auf den Punkt: «Für jedes Megawatt Windstrom muss auch ein Megawatt an Land als Ausgleich bereit stehen» (dpa/lni vom 27. April 2010).
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Kleckern und nicht klotzen: Die Ems wird durch die riesigen Meyer-Schiffe immer weiter zerstört, und nun entdeckt man den Umweltschutz auf der Papenburger Werft: 40 Gabelstapler werden auf Flüssiggas umgerüstet, das ist preisverdächtig! Aber was hat die Ems von diesem “Umweltschutz”?
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 Das Juister Watt, völlig verschlammt
Das Wattenmeer besteht, vereinfacht gesagt, bekanntermaßen aus Sand und Schlick.
Aber Schlick im Watt kann auch zu einem großen Problem werden, wenn er sich durch menschliches Handeln da absetzt, wo er natürlicher Weise nicht hingehört.
Im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, Teil eines UNESCO-Weltnaturerbes, gibt es acht Klappstellen, auf denen Baggergut aus Fahrwasserunterhaltungen und Hafenaushub verklappt wird.
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Fassungsloses Staunen überkommt einen, wenn man zur Kenntnis nehmen muss, dass die Leiterin des Nationalparkhauses Greetsiel (LK Aurich), Insa Steffens, der Steigerung der Übernachtungszahlen im ohnehin Massentourismus-Ort Greetsiel an der Leybucht das Wort redet. Das Nationalparkhaus wird in der Trägerschaft des Naturschutzbundes NABU(!) und der Gemeinde Krummhörn betrieben. Die Gemeinde unterstützt alles, um noch mehr touristische Nutzungen in diesem “Weltnaturerbe” zu etablieren, z.B. das Vogel verscheuchende Kitesurfen im Watt bei Upleward in einer Schutzzone. Das “Kerngeschäft” des Nationalparkhauses ist die Information über den Nationalpark, dazu gehören auch die Auswirkungen des Massentourismus auf die Tiere, Pflanzen und Lebensräume dieses Großschutzgebietes, nicht aber die Vermarktung für noch mehr Tourismus unter dem Etikett “Weltnaturerbe”.
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Hans-Heinrich Sander ist Umweltminister in Niedersachsen, und was für einer!
 Beratung zwecklos: Umweltminister Sander (r.), Manfred Knake (Wattenrat)
Mit dem organisierten Naturschutz hat er nichts am Hut. Sander ist gelernter Landwirt, wurde später Lehrer und Schulleiter und ab 2003 im Kabinett der niedersächsischen CDU-FDP-Landesregierung Umweltminister. Seitdem schreckt er vor keinen Attacken gegen den Naturschutz zurück.
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 Steinschüttungen am "Meyer-Kanal" Ems
Die Ems wird im Volksmund bereits „Meyer-Kanal“ genannt, weil sie in ein Korsett aus Steinschüttungen gezwängt wurde, um Uferabbrüche durch das ständige Baggern für die riesigen Musikdampfer der Meyer Werft zu verhindern. Diese Steinschüttungen werden alljährlich zu Todesfallen für Jungvögel, die an den Ufern der Ems in ihrem EU-Vogelschutzgebiet erbrütet wurden.
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An Land werden die Flächen für Windkraftanlagen knapp. Ca. 22.000 Anlagen drehen sich in Deutschland; der Bürgerprotest nimmt zu, je näher die Anlagen an die Wohnbereiche heranrücken. Der organisierte Naturschutz dagegen tut sich schwer, klar Stellung gegen den Zubau der Landschaft mit den riesigen Rotoren zu beziehen, Publikationen von BUND oder NABU lesen sich manchmal wie Werbebroschüren der Windkraftindustrie. Der Deutsche Naturschutzring (DNR) als Dachverband der deutschen Naturschutzverbände ist ein offensichtlicher Lobbyverband der Windkraft geworden. Günter Ratzbor ist “Projektleiter” für “Umwelt- und naturverträgliche Nutzung der Windenergie an Land” beim Deutschen Naturschutzring. Bereits 2005 berichtete der Wattenrat hier darüber. Und Günther Ratzbor ist Mitinhaber des Planungsbüros Schmal und Ratzbor in Lehrte und begutachtet gegen Bares potenzielle Windkraftstandorte. Dieser “Naturschützer” hat auch den “Wybelsumer Polder”, ein faktisches Vogelschutzgebiet an der Ems und am Dollart, positiv als Mega-Windkraftstandort für das Land Niedersachsen begutachtet, dort sieht es heute wie in einem Industriegebiet aus.
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Man glaubt es kaum: 24 Jahre nach der Einrichtung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer im Jahr 1986 lassen sich Tourismusmacher über die Inhalte eines „Weltnaturbes“ weiterbilden; der Nationalpark dagegen wurde anfangs heftigst bekämpft, Juist wollte damals gar aus dem Nationalpark austreten! Nun gibt es seit 2009 das neue Etikett „UNESCO-Weltnaturerbe“, das zwar keine neuen Naturschutzinhalte bringt, dafür aber noch mehr vermarktbaren Massentourismus verspricht; ca. 37 Millionen Touristen-Übernachtungen jährlich werden inzwischen zwischen Cuxhaven und Emden gezählt. Die Naturschutzinhalte in diesem Nationalpark-Verschnitt sind längst unter die Räder der Tourimusindustrie geraten. Die Nationalparkverwaltung, eigentlich zuständig für den Schutz der Tiere und Pflanzen vor dem Massenansturm der Touristen, ist nun wohl hauptsächlich zuständig für das touristischen „Leistungsangebot“. Offensichtlich sind die 24 Jahre Nationalpark Wattenmeer bisher spurlos an den Touristikern und der heimischen Bevölkerung vorbeigegangen!
Link: Tourismus: Das Wattenmeer als Beute
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 Illegal geschossene Nonnengans, Dollart, Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer
Aus Schleswig-Holstein wurden fragwürdige und illegale Jagpraktiken bekannt:
Im Naturschutzgebiet Beltringhader Koog (Kreis Nordfriesland) erlegte ein Jäger eine Nonnengans, durch den Einsatz eines Schlageisens im Dutener Moor bei Alt Duvenstedt (Kreis Rendsburg-Eckernförde) kam eine Rohrweihe zu Tode. Der NABU Schleswig-Holstein dokumentierte diese Fälle .
Die Deutsche Presseagentur (dpa/lno) berichtete darüber auch in überregionalen Tageszeitungen am 14. April 2010:
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Auch Langeoog beantragt Kitesurfer-Zone im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer
 Kitesurfer im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer
Nach Wremen, Horumersiel, Baltrum, Norderney, Norddeich und Krummhörn beantragte nun auch der Bürgermeister der Insel Langeoog eine 130 Hektar große Fläche in der zweitstrengsten Schutzzone, der Zwischenzone, im Nordwesten der Insel für die Ausübung der Funsportart Kitesurfen. Der Kitesurfbetrieb soll nach dem Willen der Inselgemeinde ganzjährig stattfinden. Begründet wird der Antrag (Inselgemeinde Langeoog, 26.02.2010, Az II/371) an die Nationalparkverwaltung u.a. damit:
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