Zur Todesursache bitte edit vom 18.Juni 2010 beachten (ganz unten)
Zwei weitere Männchen verschwunden (edit 17. Juli 2010 am Ende ganz unten)
Wiesenweihen (Circus pygargus) gehören zu den bestandsbedrohten Vogelarten in Deutschland und sind daher streng geschützt. In Deutschland gibt es nur noch ca. 400 Brutpaare, ein Verbreitungsschwerpunkt liegt in Ostfriesland in den küstennahen Bereichen und auf den Inseln. In Ostfriesland schossen in den letzten Jahren auf Grund der Zwangsabgabe aus dem Erneuerbaren Energiengesetz für alle Stromkunden, mit der die Windkraftbetreiber üppige Subventionen einstecken, viele Wind“parks“ mit hunderten Anlagen in den vorher nicht industriealisierten Marschenbereichen in die Höhe, auch in EU-Vogelschutzgebieten. Anfangs waren die Windkraftanlagen 40 bis 50 m hoch, wurden dann durch ca. 70 m hohe Anlagen ersetzt. Die neue Generation der Anlagen ist bis zu fast 200 m hoch. Der Anlagenhersteller ist überwiegend die Firma Enercon im ostfriesischen Aurich. weiter »
Im Juni 2009 berichtete der Wattenrat über die Schiffsüberführung der “Celebrity Equinox” und dem damit verbundenen schiffstechnisch notwendigen Sommerstau der Ems. Die Dokumentation finden Sie hier.
 "Celebrity Equinox" auf gestauter Ems gegen Rohrweihe
Durch das Aufstauen der Ems ertranken ungezählte Jungvögel in diesem EU-Vogelschutzgebiet, oder deren bodennahen Nester wurden weggespült. Landwirte beklagten Schäden auf ihren Grünlandbereichen. Nun soll die Meyer Werft für die angerichteten Schäden auf landwirtschaftlichen Flächen aufkommen.
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Der Beitrag des Wattenrates vom 15.Mai 2010 “Welt(w)erbe”-Etikett Wattenmeer: Vermarktung mit “Naturtourismus” fand breite Resonanz in den niedersächsischen Medien und darüberhinaus (mit üblicher Ausnahme der Ostfriesen Zeitung, die die Arbeit des Wattenrats weitgehend ignoriert). Bemerkenswert die Reaktion des Fraktionsvorsitzenden der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, David McAllister, der den Wattenrat Ostfriesland direkt anschrieb, um auf den Entschließungsantrag der Landtagsfraktionen von CDU und FDP zu “UNESCO-Weltnaturerbe: Das Wattenmeer-Chancen für den Tourismus nutzen-Naturschutz stärken” hinzuweisen. Das Letztere hört man beim Wattenrat gerne, gibt es doch seit Jahrzehnten erhebliche Defizite beim Schutz des Nationalparks Niedersächsisches Watttenmeer.
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Endlich einmal positive Nachrichten aus dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer: Immerhin, 24 Jahre nach der Einrichtung des Nationalparks wird nun mit der Entfernung des tödlichen Stacheldrahts begonnen. Gerade Greife und Eulen verfangen sich bei Suchflügen leicht im Stacheldraht und verenden darin kläglich. Größere Vögel wie Gänse können sich dabei erheblich Flügelverletzungen zufügen und werden dann flugunfähig. Es gibt aber noch viel zu tun: Weitere hunderte Kilometer Stacheldrahtabbau sind im Nationalpark noch zu bewältigen.
 Sumpfohreule im Stacheldraht
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In Dornumersiel im Landkreis Aurich betreibt der Bund Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) seit 1992 ein Nationalparkhaus (Nordseehaus Dornumersiel) zur Information der Besucher über den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, seit Juni 2009 „Weltnaturerbe“ der UNESCO.
 "Natur erleben", Naturschutz war gestern
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Na, geht doch! Die Bündnisgrünen im niedersächsischen Landtag haben das Thema “Freizeitpark Wattenmeer” aufgegegriffen. Im Unterschied zu den Bündnisgrünen geht der Wattenrat auf Grund seiner Ortsnähe jedoch davon aus, dass hier im Nationalpark Wattenmeer längst ein Freizeitpark entstanden ist, der “Sanfte Tourismus”, den die Bündnisgrünen als “Zukunft” erwähnen, ist leider nur ein Wunschbild bei derzeit 37 Millionen Übernachtungen von Emden bis Cuxhaven.
 Borkum: Seehunde und Kegelrobben auf der Flucht
Zwar werden Gefahren durch Ölbohrungen und neue Kohlekraftwerke im oder am Wattenmeer kritisch erwähnt; unerwähnt bleiben jedoch die Windparkplanungen “Nordergründe” im Watt zwischen Wangerooge und Cuxhaven und die gigantischen Windparks am Verkehrstrennungsgebiet in der südlichen Nordsee. Hier besteht ständig die Gefahr der Kollision durch havarierte Schiffe mit allen möglichen Auswirkungen auf das Wattenmeer.
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Bis vor kurzem war es der “Sanfte Tourismus”, der durch die Gazetten geisterte und dem knallharten Massentourismus einen “weichen” Anstrich geben sollte, nun ist es der “Naturtourismus”: Nach 24 Jahren Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer (eingerichtet 1986) tritt nun genau das ein, vor dem ausschließlich der Wattenrat (nicht etwa der WWF oder die Naturschutzverbände BUND, NABU etc.!) im Vorfeld der Ausweisung des Wattenmeeres als “UNESCO-Weltnaturerbe” im Jahr 2009 gewarnt hatte (siehe unser Beitrag: Ein politisch inszenierter Etikettenschwindel – Bärendienst der IUCN)
 Massentourismus: Naturschutz als Zielscheibe
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Rechtzeitig zur angekündigten Kundgebung gegen die Zerstörung von Mensch und Natur durch Windkraftanlagen am 15. Mai 2010 in Berlin macht auch der Bundesverband Windenergie (BWE) mobil: Für den weiteren Ausbau der Windenergie, selbstverständlich.
 Windenergie in Eemshaven/NL
Die Broschüre des BWE „A bis Z Fakten zur Windenergie“ verschweigt mehr, als sie propagandistisch herbeilügt:
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Der Wattenrat Ostfriesland ist Mitunterzeichner bei EPAW, der “European Platform Against Windfarms”, aus gutem Grund, wie man auf den Wattenratseiten nachlesen kann. Deshalb geben wird den Aufruf zur Kundgebung “gegen die Zerstörung von Mensch und Natur” am 15. Mai 2010 in Berlin am Brandenburger Tor hier gerne weiter. Nicht nur in Berlin, weltweit gibt es inzwischen Kundgebungen gegen diesen Wind”wahn”.
 "Am deutschen (Windwahn-) Wesen soll die Welt genesen!"
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Wir berichteten bereits am 03. Mai 2010 über einen Landwirt, der an der Ems in einem geschützten Vorlandbereich (Naturschutzgebiet Emsauen) Gülle ausbrachte, die kurze Zeit darauf durch ein Hochwasser in die Ems gespült wurde. Schlechte Beispiele verderben bekanntlich die guten Sitten: Ein Berufskollege am gegenüberliegenden Emsufer bei Critzum verteilte am 07. Oder 08. Mai 2010 im selben Naturschutzgebiet, Teil des EU-Vogelschutzgebietes „Emsmarschen Leer-Emden“, flächendeckend Rindermist Schafmist aus seiner Intensivhaltung auf der Brackwasser-Salzwiese, im Überflutungsbereich der Ems! Also ein erneuter Verstoß gegen die “gute fachliche Praxis” laut Düngeverordnung:
(6) Beim Aufbringen von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsstoffen mit wesentlichen Nährstoffgehalten an Stickstoff oder Phosphat ist
1. ein direkter Eintrag von Nährstoffen in oberirdische Gewässer durch Einhaltung eines Abstandes von mindestens drei Metern zwischen dem Rand der durch die Streubreite bestimmten Ausbringungsfläche und der Böschungsoberkante des jeweiligen oberirdischen Gewässers zu vermeiden,
2. dafür zu sorgen, dass kein Abschwemmen in oberirdische Gewässer erfolgt.
 Emsvorland bei Critzum: Flächendeckende Bemistung im Naturschutzgebiet
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