ornitho.de als neues Vogelbeobachter-Portal

 

 

 

Nach dem bekannten BirdNet und dem Naturbeobachter-Portal naturgucker.de soll in wenigen Tagen eine neues, anspruchsvolleres Vogelbeobachtungsportal ins Netz gestellt werden: ornitho.de. Dieses fachliche Portal wird vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) getragen. Wir [...]

Kohlendioxid-Endlager vom Bundesrat vorerst abgelehnt, Proteste an der Küste

Insel Langeoog: Protestzug gegen Kohlendioxid-Endlager

Es klang wie eine Drohung und Kampfansage gegen die Vernunft und wider bessres Wissen auf der Nationalen Maritimen Konferenz in Wilhelmshaven im Mai 2011: “Seien sie versichert, meine Damen und Herren, das werden wir auf jeden Fall machen” verlautet der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Hans-Joachim Otto (FDP), zur Endlagerung von C02 unter der Nordsee.

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Miesmuscheln im Wattenmeer bedroht

Muschelkutter ankert an Miesmuschelbank

Im “Weltnaturerbe” Wattenmeer ist nichts in Ordnung, neueste Hiobsbotschaft, aber eigentlich ein Dauerbrenner: Den Beständen der Miesmuscheln geht es schlecht. Noch immer dürfen eine handvoll Fischereibetriebe in den Wattenmeer-Nationalparks großflächig natürlich gewachsene Wildmuschelbänke mit schwerem Gerät abräumen, auch in den strengsten Schutzzonen. In Schleswig-Holstein wollen sie  ihre Fanggenehmigungen verlängern lassen, zum Schaden des Weltnaturerbes Wattenmeer. Dazu kommt die Konkurrenz durch die Pazifische Auster, die ebenfalls durch Fischereibetriebe aus den Niederlanden und Schleswig-Holstein schon vor Jahrzehnten künstlich in das Wattenmeer zur Profitsteigerung ausgebracht wurden,  sich hier dramatisch vermehrten und vermutlich die Bestände der heimischen Miesmuscheln verdrängen. Fischereitechnisch erschwert die Pazifische Auster die Entnahme von Miesmuscheln von den Muschelbänken.

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Offshore-Wind”parks”: Netzanbindung: Baumaßnahmen in der strengsten Schutzzone des Nationalparks

Die Leybucht in Ostfriesland, Teil der "Ruhezone" des Nationalparks

Zwischen Leyhörn und Pilsum im LK Aurich in der strengsten Schutzzone des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer (Weltnaturerbe) finden derzeit Baumaßnahmen mit Horizontalbohrungen für die Netzanbindung der Offshore-Windparks des Clusters “Dolwin” statt. Dieses Offshore-Planungsgebiet ist nur eines von vielen (siehe DENA-Karte)   in der südlichen Nordsee, die damit völlig durchindustrialisiert [...]

NABU: Falscher Amsel-Alarm(?)

Amsel, Foto: Andreas Trepte, www.photo-natur.de

#edit, 15. Sept.2011: Der Amsel-Alarm ist ist offensichtlich doch nicht so unbegründet, wie eine Meldung des  Bernhard-Nocht Instituts für Tropenmedizin am 14. Sept. 2011 nahelegt. In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg  seien in den letzten zwei Monaten viele tote Amseln gefunden wurden. In einer aus Hessen stammenden Amsel fanden die Wissenschaftler des Instituts das Usutu-Virus, das von Stechmücken übertragen wird. „Dass das Massensterben der Vögel durch das Usutu-Virus bedingt ist, bleibt jedoch noch zu beweisen“, sagte ein Institutsmitarbeiter. Die vollständige  Pressemitteilung des Instituts und eine Anmerkung finden Sie ganz unten.

#edit, 16. Sept. 2011: Der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) schreibt dazu am 16.09. 2001 sehr informativ Usutu-Virus: Amselsterben oder Panikmache?

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Dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) kommen die Vögel abhanden. Zuerst war es die Brandgans, die man für Gewinnchancen einer Verlosung zählen sollte, nun ist es gar die ungleich häufigere Amsel, die „rückläufig“ oder gar „verschwunden“ sein soll. Wie das? Der NABU ließ interessierte Vogelfreunde Vögel zählen, „Die Stunde der Gartenvögel“ heißt diese in jedem Jahr neu aufgelegte Marketingnummer. Im Mai 2011 ließ der NABU auch über Agenturen verlauten: „Bei der diesjährigen Aktion ‘Stunde der Gartenvögel’ zählten Vogelfreunde etwa 101.000 Amseln, wie der Naturschutzbund NABU am Dienstag in Berlin mitteilte. Das seien sieben Prozent weniger Sichtungen als im Vorjahr.“ Die exakten Prozentzahlen suggerieren gar einen wissenschaftlichen Anspruch, der aber nicht annähernd erfüllt ist. weiter »

Naturschutz in der Eifel: Raserei und Gewalt

Symptomatisch für die mentale Verfassung vieler Bundesbürger, die  ihre „Freiheit“ durch ungehemmte Raserei ausleben und ihr Ego über PS-starke Autos definieren, mag eine kleine Landesstraße in der Eifel sein. Dort wurde auf einer Länge von wenigen hundert Metern eine Geschwindigkeitsbegrenzung zum Schutze der dort häufig fliegenden Uhus eingerichtet, die vorher dort ebenso häufig durch zu schnell fahrende Fahrzeuge ums Leben kamen.

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Gerichtsarithmetik: 1x Jagdstörung = 4x Enten tottreten

Flügellahme Pfeifente an der Ems

 

Interessant, mit welchen verschiedenen Maßstäben ein und dasselbe Gericht bei Jagdverstößen urteilt: Unser Mitarbeiter Eilert Voß wurde vom Amtsgericht Emden zu einem Ordnungsgeld von 2.000 Euro, ersatzweise 20 Tage Haft verurteilt, weil er während einer Wasservogeljagd ohne Hund aus einer Deckung am Emsdeich in sein Nebelhorn blies, um auf sich aufmerksam zu machen und dabei Gänse verscheuchte. Die Strafe für diese “Jagdstörung” betrug das Vierfache des brutalen Umgangs eines Jägers mit einer Ente, der eine von ihm angeschossene Ente totgetreten haben soll und dafür wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz 500 Euro zahlen muss. Viermal eine Ente tottreten hat also die gleiche juristische Konsequenz wie einmal ins Nebelhorn blasen. Bemerkenswert auch, dass dieser Vorfall wieder nicht in der Straftatenstatistik der Jagd auftaucht, sondern als “Tierquälerei” behandelt wird. Der Anwalt des tierquälenden Entenjägers ist selber aktiver Jäger, der Kreisjägermeister von Emden ist als Amtsrat beim Amtsgericht in Emden angestellt.

 

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Seehunde sind schuld am Verfall der Krabbenpreise, sagen die Küstenfischer

Der Seehund ist wieder mal an allem schuld

Dirk Sander, Präsident des Landesfischereiverbandes Weser Ems und Vorsitzender der Erzeugergemeinschaft der Küstenfischer Weser-Ems e.V., hat den Verursacher des Preisverfalls bei Krabben ausgemacht: Es ist der Seehund, oder bezeichnender Weise auch der „Gemeine Seehund“ genannt, der sich nicht an die Marktregeln hält. Sanders simple Fischerlogik, vor CDU- Politikern unwidersprochen am 05. September 2011 in Neuharlingersiel im LK Wittmund geäußert, lautet so (der anwesende Europaabgeordnete Hans- Gerd Pöttering, CDU, soll fleißig mitgeschrieben haben):

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Ems-Kanal: BUND, NABU und WWF rücken von eigener “Schnapsidee” ab

01. Dez. 2009, Zollhaus in Leer: Verbandsfunktionäre sorgen für Unmut in Ostfriesland bei der Rechtfertigung ihres "Ems-Kanals"

Nun sind BUND, NABU und WWF endlich von der Idee des “Ems-Kanals”(.pdf_Projektmerkmale und Ziele des Emskanal_28082009) abgerückt, die sie Ende 2008 selbst mit Unterstützung des damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Wulff, CDU (heute Bundespräsident)  geboren hatten, abgerückt mit Hilfe eines Gutachtens, mit dem wieder viel öffentliches Geld verbrannt wurde. Der Kanal sollte die Ems entlasten und der Meyer Werft die Überführung noch größerer Kreuzfahrtschiffe ermöglichen. Welch´ späte und teure Erkenntnis! Nach Auffassung des Wattenrates und vieler Aktivisten der Region gehört eine Werft, die riesige Luxusliner im Binnenland baut, an die Küste, und nicht nach Papenburg. Noch im April 2011 waren die Verbändespitzen in Leer auf einem Workshop nicht bereit, die Verlegung der Meyer Werft an die Küste überhaupt zu diskutieren.

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Salzwiese zwischen Dornumersiel und Bensersiel hat sich erholt, aber wie lange?

Salzwiese bei Dornumersiel (LK Aurich): links Quecke, rechts Strandaster

Diese Salzwiese vor dem Seedeich östlich von Dornumersiel im LK Aurich hat sich  innerhalb nur eines Jahres prächtig entwickelt, auf einem Teilbereich.  Große Flächen des oberen Teils der Salzwiese waren und sind nach wie vor mit der Strandquecke ((Agropyron litorale) überwachsen und verdienen den Namen „Salzwiese“ gar nicht mehr, weil die typischen Pflanzen der Salzwiese weitgehend fehlen. Ursache ist die starke Entwässerung durch senkrecht zum Seedeich in Richtung  Watt verlaufende Gräben („Grüppen“) und die fehlende extensive Beweidung als „Pflegeschnitt“.

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