25. März 2012

Müll im Meer verletzt und tötet

Kegelrobbe mit Netzrest, Wunde am Hals

In den Weltmeeren treiben riesige Mengen Müll, vor allem Plastikabfälle, die Tieren von Walen über Vögel bis zu Seehunden zum Verhängnis werden können. Auch vor unserer Haustür in der Nordsee werden jedes Jahr schätzungsweise 20.000 t nicht verrottende Abfälle eingebracht. Sehr gefährlich für Delfine oder Seehunde sind feine bis feinste Kunststoffnetze der Fischerei, wenn sie sich losreißen oder gekappt werden. Die nachfolgenden Bilder zeigen Kegelrobben, die sich in diesen Netzresten verfangen haben. Kegelrobben wandern von der Nordsee und in den angrenzenden Atlantik. Wattenrat-Mitarbeiter John de Boer, Kapitän und ehemaliger Umweltpolizist des niederländischen Landbauministeriums, der jetzt im Ruhestand in Frankreich lebt, schickte uns seine Bilder aus dem Wattenästuar der Somme am Ärmelkanal.

Plastiknetz am Hals einer Kegelrobbe

 

Kegelrobbe mit lästiger "Halskrause"

 

Blinker mit Haken: Reste einer Angelfahrt im Maul einer Kegelerobbe

Aber auch Seevögel enden immer wieder in  Netzen, wie dieser Basstölpel, der in ein Fischernetz tauchte und darin hängenblieb. Sein Kadaver wurde in einen Schafzaun an der Küste angetrieben.

Baßtölpel mit Netzresten

Comments are closed.