30. August 2012

NABU und SPD: Klimageschwätz im „Weltnaturerbe“ Wattenmeer

Screenshot: Ostfriesen Zeitung, 28. August 2012

In Greetsiel trafen im dortigen NABU-Nationalparkhaus der NABU-Präsident Olaf Tschimpke (Berlin), der NABU-Landesvorsitzende Dr. Holger Buschmann (Hannover), der EU-Parlamentarier Matthias Groote, (SPD, MdEP) und der Gemeindebürgermeister Johann Saathoff (SPD) zusammen, und äußerten sich zur Gefährdung des „Weltnaturerbes“ Wattenmeer. Wer Fachliches und Details erwartete, wurde enttäuscht. Deutlich wurde nur wieder einmal der Tiefpunkt des fachlichen Verbändenaturschutzes in Verbindung mit plattestem Nachrichten-Junk zum „Klimawandel“ und der angeblichen „größten Gefährdung des Weltnaturerbes“ durch diesen. Was nachfolgend in der Ostfriesen Zeitung (nomen est omen?) zu diesem Treffen nachzulesen ist, ist die Zusammenfassung der „politisch korrekten“ Angsttrompeterei der „üblichen Verdächtigen“!

Es gibt keine „Prognosen“ des Klimawandels, es gibt lediglich politisch gesteuerte „Szenarien“, wie sich der ständige Klimawandel, natürlich ständig negativ, vielleicht auswirken könnte. Diese Szenarien werden aber wissenschaftlich sehr kontrovers bis zum Vorwurf der „junk science“ diskutiert. Der seit langem bekannte Anstieg des Meeresspiegels von 20 bis 25 cm im Jahrhundert (säkularer Anstieg) an der Nordseeküste ist ein nacheiszeitliches Phänomen. Durch den nacheiszeitlichen Meerespiegelanstieg ist das Wattenmeer entstanden.

Enorme Verluste mussten das Wattenmeer und die angrenzenden Salzwiesen erst durch die menschliche Besiedelung und die damit verbundenen Eindeichungen hinnehmen. Mit dem Klimahype, befeuert von Politik und der im Gleichschritt berichtenden Mainstream-Presse, hat dieser Meeresspiegelanstieg überhaupt nichts zu tun. Der Pegel von Norderney ist stabil und lässt keine Rückschlüsse auf irgendwelche dramatische Änderungen zu, der „säkulare“ Meeresspiegelanstieg wird längst mit Sicherheitszuschlägen in die Bemessungshöhen der Seedeiche mit eingerechnet.

Die „größte Gefahr für das Weltnaturerbe“ ist also nicht der „Klimawandel“, wie NABU-Präsident Tschimpke zeitgeistig korrekt schwätzt, sondern u.a. der Schiffsverkehr (z.B. Öltankerhavarien, die Gefahr vergrößert sich mit den künstlichen Riffen der Windparks im Meer) und der unkontrollierte Massentourismus mit seiner Totalvermarktung eben genau mit dem Etikett „Weltnaturerbe“ im Schutzgebiet der Wattenmeer-Nationalparks mit ca. 37 Millionen Übernachtungen jährlich allein in Niedersachsen zwischen Ems und Elbe, der alle Winkel erschließt und Tierarten bis zur Ausrottung gefährdet. Tschimpke und sein Naturschutzverband mit seiner Verflechtung mit der Berliner Republik unterlassen alles, um an dieser Problematik „nachhaltig“ und offensiv naturschutzfachlich zu arbeiten. Sein Vorgänger im Amt, Jochen Flasbarth, wurde Präsident des Umweltbundesamtes, da muss ja auch irgendwann mal ein Job für Tschimpke frei werden…

Matthias Groote (SPD) war vor seiner EU-Parlamentstätigkeit Vertriebsingenieur beim WKA-Hersteller Enercon in Aurich und ist jetzt politischer Lobbyist in Brüssel. Und Bürgermeister Saathoff (SPD) aus der Krummhörn im Landkreis Aurich möchte nun auch Karriere machen und in den Bundestag einziehen, als Nachfolger des ostfriesischen SPD-Politikers Garrelt Duin, Mitglied des Seeheimer Kreises, der in Nordrhein-Westfalen Wirtschafts- und Energieminister (Ausbau der Windenergie, klingelingeling!) geworden ist.

Bürgermeister Saathoff ist Naturschutzfresser und hat sich erfolgreich für Kitesurfer in einer eigentlich dafür verbotenen Schutzzone des Nationalparks in seiner Kommune eingesetzt (Upleward). Er sabbelte im Fernsehen auf NDR3 schon mal von „enteignungsgleichen Eingriffen“ wegen der amtlich verfügten zeitweiligen Abschaltung von Windkraftanlagen, an denen die Kommune finanziell beteiligt ist, als dort streng geschützte Wiesenweihen an den Rotoren zu Tode kamen.

Eine große Gefahr für das „Weltnaturerbe“ Wattenmeer sind denn auch die aus Naturschutzverbänden und Politik stammenden Schwätzer, die die realen, nachweisbaren Gefährdungen dieses Lebensraumes einfach ausblenden. An welchem gemeinsamen Strang ziehen also ein NABU-Präsident, ein NABU-Landesvorsitzender, ein Europaabgeordneter aus der Windenergiebranche und ein karrierebewusster Ortsbürgermeister, wenn es um das touristisch vermarktbare „Weltnaturerbe“ Wattenmeer geht? Nein, diese Herren sind keine echten, sondern nur Karriere- Klettersportler, sonst müsste man das „Seilschaft“ nennen!

Ostfriesen Zeitung, online

Greetsiel, 28. Aug.2012

Klimawandel könnte Wattenmeer fluten

[…] Der von Wissenschaftlern prognostizierte Klimawandel könnte auch das Wattenmeer bedrohen, fürchtet der Naturschutzbund (Nabu) Deutschland. Spitzenvertreter des Nabu trafen sich am Montag mit Matthias Groote und dem Krummhörner Bürgermeister Johann Saathoff (SPD) im Nationalparkhaus Greetsiel, um sich über das Thema auszutauschen. Der Klimawandel ist nach Ansicht des Präsidenten des Nabu Deutschland, Olaf Tschimpke, die „größte Gefahr für das Weltnaturerbe Wattenmeer“. Er werde auch für die an der Küste lebenden Menschen zu Problemen führen. „Vor allem der Anstieg des Meeresspiegels macht die Bedrohungen des Klimawandels für alle spürbar“, sagte Groote. Obwohl das Wattenmeer als Kohlenstoffspeicher und Wellenbrecher für die Küste wichtige Funktionen im Zusammenhang mit dem Klimawandel erfülle, würden die politisch Handelnden ihrer Verantwortung für den Lebensraum noch nicht gerecht, kritisierte Tschimpke. Das Watt drohe durch den steigenden Meeresspiegel zwischen der offenen Nordsee und der durch die Deiche begrenzten Küstenlinie zu verschwinden. […]

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