24. November 2012

BUND-Hessen: Beim Ausbau der Windenergie müssen Naturschutzbelange zurückstehen

Schöne neue Energiewendewelt: Klimarettung oder Profit? Der BUND als hilfreicher Partner!

Der Landes-Arbeitskreis Energie im BUND Hessen hat sich wortreich und mit vielen verbalen Pirouetten für den Ausbau der Windkraft und gegen den Vorrang des Naturschutz positioniert. Eigentlich ist der BUND ein „anerkannter“ Naturschutzverband und kein Energieverband, macht aber in seinen Zielen gemeinsame Sache mit dem Lobbyverband „Bundesverband Windenergie“ (BWE). Der BUND Hessen unterstützt die politischen Ziele des Landesentwicklungsprogrammes Hessen (LEP) und den Windkrafterlass des hessischen Umweltministeriums zum weiteren Ausbau der Windenergie im Lande, auch zu Lasten des Naturschutzes! Fachliche Stellungnahmen werden zu Meinungen degradiert. Die „Energiewende“ wird zur Glaubenssache, in Jahrzehnten erkämpfte Naturschutzpositionen werden preisgegeben.

Brief vom 15. Nov. 2012: „[…] dass der BUND Hessen und der Landesverband Hessen des BWE sich auf eine gemeinsame Stellungnahme zum LEP-Entwurf verständigt haben, in der sich die Positionen des Landesvorstandes im Wesentlichen wiederfinden […] Der BUND Hessen will sich weiterhin mit ganzer Kraft für die Energiewende und den Ausbau der Windenergie in Hessen einsetzen. […] Und wenn der notwendige Ausbau der Windkraft es erforderlich macht, müssen Naturschutzbelange zurückstehen […] Die Meinung, die so genannten „Helgoländer–Empfehlungen“ der Vogelschutzwarten würden durch den Erlass eine andere Rechtswirkung erhalten, teilen wir ausdrücklich nicht. […]“ 

Das Schreiben des BUND vom 15. November 2012 können Sie hier vollständig im Wortlaut nachlesen: BUND-Hessen_AK-Energie_pdf

Nicht nur der BUND in Hessen hat sich als ernstzunehmender Naturschutzverband disqualifiziert, die Energiefraktionen bestimmen seit langem den Kurs dieses Verbandes, nicht nur in Hessen. Wem der fachliche Naturschutz als BUND-Mitglied nach wie vor am Herzen liegt, sollte sich überlegen, ob sie oder er sich noch vom BUND ausreichend vertreten fühlt.

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