Windenergie: schlaflos in Roggenstede im Landkreis Aurich

YouTube-logo-full_colorDas Video wurde aus veröffentlichungsrechtlichen Gründen entfernt.

Das obige YouTube-Video zeigt die Umgebung des Ortes Roggenstede im Landkreis Aurich in Niedersachsen, ganz in der Nähe der Küste. Der Ort ist mit Windkraftanlagen umstellt. Anwohner leiden enorm unter dem Lärm der Anlagen, vor allem nachts. Die Werte der in Gutachten vorhergesagten Schallimmisionen stimmen nicht mit der Wirklichkeit überein. Einige Einwohner sind bereits weggezogen. Die Immobilien können durch die Auswirkungen der Windkraftanlagen nur mit einem Wertverlust verkauft werden. Nur ganz wenige Investoren der Region sind für die Anlagendichte verantwortlich, verdienen aber beträchtlich an der damit verbundenen Landschaftszerstörung und den gesundheitlichen Einbußen der Anwohner. Und es wird noch lauter werden: Die letzten freien Flächen um den Ort werden derzeit mit zusätzlichen Enercon-Windkraftanlagen zugebaut. weiter »

11. Wattenmeertag in Wilhelmshaven: Zugvögel sind Sorgenkinder – was wird getan?

Pfeifenten über dem Wattenmer, Foto (C): Eilert Voß

Pfeifenten über dem Wattenmeer, Foto (C): Eilert Voß

Am 25. August 2016 fand der 11. Wattenmeertag in Wilhelmshaven statt. Thema dieser Veranstaltung: Die negative Bestandsentwicklung der Zugvögel im Wattenmeer (Die Pressemitteilung dazu ganz unten).

Nichts Genaues zum z.T. dramatischen Rückgang einiger Zugvogelarten im Wattenmeer (Nationalpark und „Weltnaturerbe“) weiß man jedoch nicht, und das bringt wieder neuen Sprechblasennaturschutz zum Blühen. Zitat Peter Südbeck, Leiter des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer: „Die Anerkennung des Wattenmeeres als Weltnaturerbe im Jahre 2009 hat zu einer erhöhten Akzeptanz in der Region geführt, die einen noch wirksameren Naturschutz ermöglicht.“ Was für ein Unsinn. Das Weltnaturerbe wurde für die stärkere Tourismuswerbung eingerichtet, nicht für den Naturschutz. Wo dieser „noch wirksamere Naturschutz“ tatsächlich stattfinden soll, lässt er unerwähnt. Es gibt ihn nicht.  weiter »

Report Mainz: Bundesländer verzichten auf Millioneneinnahmen bei Windkraft-Ersatzzahlungen für den Naturschutz

Report Mainz berichtete am 23. August 2016 über rechtswidrige Tricksereien der Windenergiewirtschaft zur Reduzierung der lästigen gesetzlichen Ausgleichs- oder Ersatzzahlungen für den Naturschutz, diesmal in Zusammenarbeit mit der Regierung des Bundeslandes Rheinland-Pfalz, die „Rabatte“ in enormer Höhe für die Investoren zuließ. Dadurch gingen beträchtliche Summen für Naturschutzmaßnahmen verloren.  weiter »

Noch eine Nationalparkfeier: Propaganda statt Fakten

Drei_Affen_1Am 11. August 2016 fand in Cuxhaven die Festveranstaltung zum 30-jährigen Bestehen des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer statt, inszeniert vom Niedersächsischen Umweltministerium und der Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven.

Nun hat der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer angeblich sogar „Weltrang“ erreicht, die Berichterstattung  des gebührenfinanzierten Norddeutschen Rundfunks für das Abendmagazin „Hallo Niedersachsen“ aus Hannover zum Jubelfest war jedoch weitgehend recherchefrei. Der Evangelische Pressedienst (epd) interviewte den Festredner Uwe Garrels, Bürgermeister von Langeoog, ausgerechnet Langeoog. Es wurde sehr deutlich, dass es in diesem Nationalpark überwiegend um die Tourismusförderung geht, nichts anderes. Auch der Naturschutz im Wattenmeer hat eine Geschichte, die heute weitgehend vergessen ist, und die beginnt nicht mit der Ausweisung zum Nationalpark. Der Wattenrat Ostfriesland und die Vorläuferorganisation „Konferenz der Natur- und Umweltschutzverbände Ostfriesland“ sind oder waren die Chronisten der gezielten Entwicklung des Wattenmeeres und späteren Nationalparks zum Mega-Freizeitpark. Eine „naturpolitische Erfolgsgeschichte von Weltrang“ ist dieser Nationalpark aber mit Sicherheit nicht, wie uns die Propaganda des Umweltministeriums weismachen will, und das lässt sich belegen. weiter »

Luftnummer: Baltrums Bürgermeister will eine Seilbahn übers Watt

Da lacht sogar der Seehund! Foto (C): Eilert Voß

Da lacht sogar der Seehund! Foto (C): Eilert Voß

Nachtrag: Am 20. Sept. 2016 stimmte der Baltrumer Gemeinderat über das Seilbahnprojekt ab: Alle dagegen, bis auf den Bürgermeister. Damit wurde diese Schnapsidee zu den Akten gelegt.

Der Bürgermeister der Insel Baltrum, Berthold Tuitjer, hat ernsthaft eine Seilbahnverbindung vom Festland nach der Insel Baltrum vorgeschlagen, nicht am 1. April, sondern mitten im Sommerloch, gut platziert in der „Sauregurkenzeit“ vieler Medien. Nicht nur der Bürgermeister findet seinen Vorschlag gut, sondern auch der Wirtschaftsminister des Landes Niedersachsen, Olaf Lies (SPD). Der findet alles gut, was nach Profilierung klingt. Dieser Industriemarionetten-Politiker schwärmt auch für den milliardenteuren, aber nicht ausgelasteten Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven oder ist Politlobbyist des Auricher Windkraftanlagenherstellers, der nicht nur Ostfriesland mit Hilfe vieler Lokalpolitiker in eine rotierende und entstellte Industrielandschaft verwandelt hat. weiter »

Windenergie Hage in Ostfriesland: Schlechte Beispiele verderben die guten Sitten – Kommune und Kirche wollen Windkraftanlagen

aus dem "Ostfriesischen Kurier", Norden/NDS, 05. Aug. 2016

aus dem „Ostfriesischen Kurier“, Norden/NDS, 05. Aug. 2016

Schlechte Beispiele verderben bekanntlich die guten Sitten, dem Lockruf des schnellen Geldes aus dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) sind nicht nur viele Kommunalpolitiker, sondern auch die Kirche erlegen, zu Lasten von Menschen, Natur und Landschaft und – was die Kommunalpolitiker betrifft – sogar unter Missachtung geltenden Rechts.

Das aktuelle Beispiel kommt aus der Samtgemeinde Hage bei Norden in Ostfriesland; in diesem Landstrich an der niedersächsischen Küste von Leer bis Wittmund drehen sich schon mehr als 1300 Windkraftanlagen und haben ihn damit „nachhaltig“ entstellt. weiter »

„Ballermann“ und wertlose UNESCO-Nobilitierung auf Norderney

BUND_Norderney_OZ_03Aug2016

Bildzitat (Screenshot) Ostfriesen Zeitung online, 03. August 2016, https://www.oz-online.de/-news/artikel/210127/Neuer-Titel-fuer-die-Norderneyer-Watt-Welten

Fast jeden Tag kann man neue Etiketten-Propaganda im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und „Weltnaturerbe“ lesen, die aber ohne inhaltlichen Naturschutzwert ist. Am 03. August 2016 ließ sich das BUND-Nationalparkhaus (Watt Welten) auf der Insel Norderney von Umweltminister Stefan Wenzel adeln, mit einer nichtssagenden „Unesco-Zertifizierung“; nun ist das Haus ein „Unesco-Weltnaturerbe-Besucherzentrum“. Wem soll das neue Etikett nützen, nur dem BUND selbst? In der Tat, mit dem neuen Etikett ist auch eine neue Förderung des Hauses verbunden und erhält eine jährliche Förderung von 145.000 Euro, weiter »

BUND reagiert auf ARD-Beitrag „Kampf um die Windräder“

Nach der ARD-Sendung „Kampf um die Windräder“ am 01. August 2016 reagierte der darin kritisierte BUND den Beitrag der Report-Mainz-Redaktion mit einer Stellungnahme, die aber mehr als erbärmlich ist (hier als .pdf-Anlage einzusehen: BUND_ARD_WEA_01Aug2016). Auch Halbwahrheiten sind Lügen!

Der BUND stellt z.B. seine angeblichen Bemühungen um den Schallschutz für Meeressäuger bei Offshore-Windparks so heraus:

„An der Offshore-Windkraft lässt sich beispielhaft zeigen, dass BUND und Windkraftindustrie eben nicht ´verflochten´sind: Der BUND nutzt seine kritische Stimme hier immer wieder, um sich für Naturschutz und Lärmschutz einzusetzen und schädliche Entwicklungen in der Windkraftindustrie aufzuzeigen.“

Dem ist hinzuzufügen, dass der BUND sich zusammen mit der Offshore-Industrie für die nur technisch machbaren 160 Dezibel in 750 Metern von den Rammstellen eingesetzt hat. weiter »