20. August 2017

Zugvogelspektakel

Erst Zugvogeltage, dann Zugvogeljagd: Kollateralsschäden der Zugvogeljagd? Flugunfähige Blässganskrüppel, Foto (C): Eilert Voß

Die jährlichen „Zugvogeltage“ im Wattenmeer werfen mal wieder Ihre Schatten voraus. Das bietet Gelegenheit für die sonst im tatsächlichen Naturschutz eher träge Nationalparkverwaltung mit ihrem Chef Peter Südbeck, erneut zur Medien-Hochform aufzulaufen. Nun soll für die Zugvögel im nationalparkfernen Oldenburg Musik gemacht werden, mit Unterstützung einer Bank und einem Scheck über 10.000 Euro.

Es möge nützen, den Zugvögeln, wenn sie es denn bemerken. Die Zugvögel hätten jedoch mehr von ungestörten Nahrungs- und Rückzugsräumen in intakten Salzwiesen, ungestört von Höhenfeuerwerken zur Touristenbespaßung und ungestört von der Jagd auf arktische und heimische Gänse, die, weniger medienwirksam, gleich nach den Zugvogeltagen ab dem 01. November im Nationalpark beginnt.

Hier ist er wieder, ein echter Peter Südbeck, Leiter des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer im „Weltnaturerbe“, auch zum Einrahmen:

Zitat: „Peter Südbeck: ´Außergewöhnlich an diesem Projekt ist die Verbindung zwischen den Zugvögeln und den Menschen, zwischen ihren verschiedenen Heimatregionen und ihren Wanderungen, zwischen faszinierender Natur und Kultur, die sich entlang des Zugwegs und bald auch auf der Bühne des Staatstheaters zeigt. Daher bin ich dankbar und froh über die großzügige Unterstützung der Volksbank Oldenburg und der VR-Stiftung, so dass wir die ´Zugvogelmusik´ vielen interessierten Menschen präsentieren können.´ […]“

Das von der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer veranstaltete `Zugvogelmusik´-Konzert wird am 27. August 2017 um 19 Uhr im Oldenburgischen Staatstheater aufgeführt und verspricht ein großes, buntes Spektakel zu werden.“

Mehr hier: http://www.nationalpark-wattenmeer.de/nds/misc/vr-stiftung-unterstutzt-zugvogelmusik-mit-10000-euro/4371

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