Böllern auf Spiekeroog: Insulaner verliert vor Gericht

Böller und Raketen über dem „Weltnaturerbe“, hier auf Juist. Foto C): Eilert Voß

+++ aktualisiert am 29. Dez. 2017, bitte die Ergänzung am Ende des Beitrages beachten: Nun darf er doch… +++

Der Wattenrat Ostfriesland weist seit Jahren darauf hin, dass das Böllern auf den Inseln und am Festland direkt am Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer („Weltnaturerbe“ und EU-Vogelschutzgebiet) zu Silvester oder sogar mehrfach im Sommer zur Touristenbespaßung zu panikartigen Störungen der Zugvögel bzw. Brutvögel führt. Die vorsätzliche Störung dieser Arten ist bereits nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten. Nur die Insel Spiekeroog hat eine Lärmschutzverordnung erlassen, nach der das Böllern auf der Insel verboten ist:

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Pyrotechnik
Das Abbrennen von Feuerwerk oder Feuerwerkskörpern der Kategorien 2, 3, 4, P1, P2, T1 oder T2 sowie das Steigenlassen von sogenannten Himmelslaternen ist ganzjährig verboten. Dies gilt auch für Silvester und die Neujahrsnacht.“

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NABU will Schutzgebietsbetreuung in Ostfriesland übernehmen – mit welchem Personal?

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) will die Schutzgebietsbetreuung auf 30.000 Hektar Fläche in Ostfriesland übernehmen. Er will mit den Landkreisen Aurich, Wittmund und der Stadt Emden „kooperieren“. Das klingt aber nur zunächst gut. Naturschutz ist immer noch staatliche Aufgabe. Die Kontrolle über die Einhaltung der Natura-2000-Richtlinien, des Bundesnaturschutzgesetzes und der jeweiligen Verordnungen der Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete obliegt eigentlich den Landkreisen und dem niedersächsischen Umweltministerium. […]

Klimawandel: Die Eisbären-Lüge, von einer Zoologin entlarvt

FAZ und andere „Leitmedien“ wie de r „Spiegel“ verbreiten Klimapropaganda. Ein (!) offensichtlich stark abgemagerter und kranker Eisbär wird als vermeintliches Opfer des Klimawandels dargestellt, weil die arktische Vereisung angeblich den „zweitniedrigsten je gemessenen Wert“ aufwies.

Tatsächlich war die Nordwest-Passage schon in der Vergangenheit bei arktischen Eisschmelzen passierbar, die sommerliche Eisschmelze gab es nachweislich schon in früheren Jahrhunderten, ganz ohne Klimahype. Eisbären haben schon lange Warmzeiten in der Erdgeschichte überlebt und sind auch nicht vom Aussterben bedroht. […]

Krabbenfischer erhalten MSC-Zertifizierung, mit Unterstützung des NABU und WWF!

WWF, NABU und die Schutzstation Wattenmeer machen nun gemeinsame Sache mit der Krabbenfischereiindustrie und der Zertifizierung mit dem Zertifikat des „Marine Stewardship Councils (MSC), das vorgeblich die „zertifizierter nachhaltige Fischerei“ bescheinigen soll. Gleichzeitig kritisieren WWF und NABU aber den MSC-Standard. Der MSC wurde 1997 zunächst vom Unilever-Konzern zusammen mit dem World Wide Fund For Nature gegründet. 1999 schied der WWF aus, ist aber im Board des MSC immer noch vertreten. […]

Norddeich: toter Grindwal angespült

Grind- oder Pilotwal, Norddeich, 09. Dez. 2017, Foto: privat

Am 09. Dezember 2017 wurde ein ca. 4,5m langer Grindwal (auch Pilotwal) in Norddeich/LK Aurich angespült. Das Tier wies schon starke Verwesungsmerkmale auf. weiter »

Wasservogeljagd in Schutzgebieten: Niedersachsen kassiert Regelung der „Intervalljagd“

Die Bauern- und Jagdlobby als Staat im Staate hat sich mal wieder durchgesetzt, ihr CDU-Arm im niedersächsischen Landtag hat den mühsam ausgehandelten „Kompromiss“ (der ohnehin umstritten war) der rot-grünen Vorgängerregierung zur sog. „Intervalljagd“ im 14-tägigen Turnus auf Gänse in EU-Vogelschutzgebieten (!) wieder kassiert und zu einer „Kann-Bestimmung“ gemacht. Verantwortlich ist die neue Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) in der SPD-CDU-Koalition. Damit können arktische Gänse (Zugvögel!) wieder stärker bejagt werden, in ihren Schutzgebieten. Nicht jagdbare Arten wie streng geschützte Watvögel werden dadurch von ihren Nahrungsflächen vertrieben; es kommt auch zu – strafbaren – Fehlabschüssen nicht jagdbarer Arten. […]

Wremen/LK Cuxhaven: illegales Kitesurfen außerhalb der festgelegten Zeiten

Am 10. November 2017 ignorierten mehrere Kitesurfer, die in Wremen/LK Cuxhaven ihren Sport ausübten, das dortige zeitliche befristete Kiteverbot von November bis März.

Die Begrenzung ist durch die Ansammlung von Rastvögeln im Winterhalbjahr begründet; die großen Kitesegel wirken weiträumig in die störempfindlichen Rastvogelbestände hinein und veranlassen die Vögel zur Flucht. Laut Kraftfahrzeugkennzeichen kamen die Kitesurfer u.a. aus Bremen, Paderborn, Itzehoe, Verden, Aurich und Nordfriesland. Das illegale Surfen wurde von einer ortskundigen Beobachterin telefonisch der Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven mitgeteilt, deren Mitarbeiter sie an die örtliche Polizeistation verwies. Die Polizei sah sich aber nicht in der Lage, dort einzuschreiten. Der Wattenrat wandte sich an die Nationlaparkverwaltung und bat um Aufklärung. […]

Beringte Baltrumer Brandseeschwalbe in Südafrika abgelesen – und Historisches von der ostfriesischen Vogelberingung

Am 30. Juni 2016 wurde auf Baltrum eine nicht flügge Brandseeschwalbe von Dr. Susanne Homma und Olaf Geiter (beide Schortens/LK Friesland) mit einem Ring der Vogelwarte Helgoland beringt. Am 13. November wurde der Ring des lebenden Vogels am Kap der Guten Hoffnung in Südafrika abgelesen. […]

Eilert Voß: Porträt in der Zeitschrift „Nationalpark“

Die Zeitschrift „Nationalpark“ aus dem Oekom Verlag berichtet in der aktuellen Ausgabe 4/2017 auf zwei Seiten über Eilert Voß: „Angefeindet und ausgezeichnet- Eilert Voß im Porträt“ heißt der Beitrag von Wilhelm Breuer, der auch als Geschäftsführer der „Europäischen Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen“ (EGE) tätig ist.
Eilert Voß ist auch im Wattenrat Ostfriesland tätig; bekannt wurde er als Gegner der Wasservogeljagd und für seine Fotos, die er auch dem Wattenrat zur Verfügung stellt. […]