20. Februar 2018

Zunahme von Stürmen und Sturmfluten? Keine Panik!

Foto: Pixabay

Wer den alarmistischen Presseberichten zur angeblichen Zunahme von Stürmen in der Nord- und Ostsee oder gar der Zunahme von Sturmfluten Glauben schenkt, kann beruhigt werden. Da ist nichts dran! Die Daten der Forschungsstationen FINO-1 in der Nordsee und FINO-2 in der Ostsee lassen keine Zunahme erkennen, im Gegenteil. Abgesehen vom „Ausreißer“ des Sturmtiefs „Herward“ am 27. Okt. 2017 geht der Trend eher abwärts.

Daten zusammengestellt von Dipl.Ing. Wilfried Heck: https://sites.google.com/site/naturstromeuphorie/ , 15. Febr. 2018

Daten zusammengestellt von Dipl.Ing. Wilfried Heck: https://sites.google.com/site/naturstromeuphorie/ , 15. Febr. 2018

Versicherer nehmen die gestiegenen Sturmschäden zum Anlass, diese auf den „Klimawandel“ zurückzuführen. Richtig ist jedoch, dass der Bauboom der letzten Jahre auch mehr Schäden bei Extremwettereignissen erwarten lässt, weil es mehr versicherte Objekte gibt.

Das Geschäft mit der Katastrophe – SPIEGEL ONLINE, 15.02.2018
„Sturmschäden bei der Bahn? Versicherungen wieder teurer? Konzerne geben gerne dem Klimawandel die Schuld, selbst wenn es dafür keine Belege gibt. Auch Wissenschaftler lassen sich dafür einspannen.“ …

Auch haben die Sturmfluten der Nordsee nicht zugenommen, wie die Daten von der Insel Norderney belegen:

Grafik nach Daten des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) erstellt

Der Pensionierte „Wetterfrosch“ und Meteorologe Klaus-Eckhart Puls, ehemaliger Leiter eines Wetteramtes in NRW, hat bereits 2009 in seinem Beitrag „Viel Wind um Nichts – Die prognostizierte Zunahme von Stürmen bleibt aus“ dargelegt, dass es keine Zunahme von Stürmen gibt: Viel-Wind-um-nichts_Puls_2010

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte bereits 2001 in seiner Veröffentlichung „Die Entwicklung der Sturmhäufigkeit in der Deutschen Bucht zwischen 1879 und 2000“ (pdf-Datei, ca. 128 KB) festgestellt DWD_2001_entwicklung_sturm:

„Mitte der 90er Jahre gab es umfangreiche Diskussionen im Küstenschutz, in denen der kontinuierliche Anstieg der Windgeschwindigkeit ab etwa 1970 als „Trend“ gedeutet wurde. Diese Ansicht wurde scheinbar unterstützt durch etliche Messreihen der Windgeschwindigkeit, die dieses Phänomen auch aufwiesen, die aber meist auch erst um 1970 begannen. Tatsächlich handelt es sich aber eben nur um einen kurzen Ausschnitt aus einer langen Reihe, der zufällig den Anstieg einer langen Schwingung umfasst. Einen ähnlichen Schluss hätte man für die Zeiten 1880-1910 oder 1930-60 ziehen können. Jetzt zeigt sich, dass der kontinuierliche Anstieg der letzten drei Jahrzehnte zunächst einmal beendet ist. Die letzten fünf Jahre unserer Reihe des geostrophischen Windes in der Deutschen Bucht gehören zu den windschwächsten Jahren des Jahrhunderts.“

Die Sturmfluthäufigkeit und -intensität in der Nord- und Ostsee hat nicht zugenommen, schrieb auch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in seiner Pressemitteilung vom 26. September 2007 (Die Pressemitteilung wurde inzwischen von der WeBSeite des BSH entfernt, die schriftliche Anfrage beim BSH nach der vollständigen Pressemitteilung blieb unbeantwortet!).

Auszug:
„[…] Es gibt in Norddeutschland nicht mehr Sturmfluten als vor 50 Jahren. Ein generell steigender Trend bei der Häufigkeit und Intensität von Sturmfluten als Vorbote des globalen Klimawandels ist gegenwärtig nicht erkennbar. Dies ist das Fazit, das Wissenschaftler des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) am Mittwoch in Hamburg zogen. Sie nutzten die Ruhe vor dem Sturm der bevorstehenden Hochsaison im Wasserstandsvorhersagedienst, um über Sturmfluten, die Grenzen ihrer Vorhersagbarkeit und langfristige Entwicklungen zu informieren.
Nach Angaben von Dr. Sylvin Müller-Navarra, BSH-Sturmflutexperte, sei zwar in den letzten 40 Jahren eine jahreszeitliche Verschiebung der Sturmflut-Aktivitäten vom Herbst hin zu den Wintermonaten Januar bis März zu beobachten. Doch dabei handle es sich nicht um durch den Klimawandel beeinflusste Schwankungen, sondern vermutlich um eine natürliche Variabilität, zeigte sich Müller-Navarra überzeugt. […]“

Und auch der Meeresspiegel steigt nicht „beschleunigt“, wie uns viele Katastrophenmeldungen weismachen wollen. In der Nordsee steigt der Meeresspiegel seit dem Ende der letzten Weichsel-Kaltzeit vor 12.000 Jahren kontinuierlich und unterschiedlich an, mit derzeit 1,7mm im Jahr oder 17cm im Jahrhundert. Der Nordsee-Meeresspiegel lag damals etwa 120m tiefer als heute. Im Pazifik beträgt der Anstieg zwischen 2mm und 3mm im Jahr, eine Beschleunigung ist nach den dortigen Messdaten nicht erkennbar. Computersimulierte Szenarien, Modellierung und Prognosen in die Zukunft, die in Horrorszenarien enden, sind da wenig beweiskräftig. Sie spucken nur das aus, was vorher an Daten eingegeben wurde, mit welcher Intention auch immer…

Nachtrag vom 26. Februar 2018 von der WebSeite https://sites.google.com/site/naturstromeuphorie/ (mit freundlicher Genehmigung)

Forschungsstation FINO 3 in der Nordsee: Maximale Windgeschwindigkeiten

Nimmt man die aus den Daten rechnerisch ermittelte negative Trendlinie (rot) zur Kenntnis, dann zeigt sich eine klitzekleine, in der Praxis aber nicht bemerkbare Neigung. Also keine Zunahme, eher eine Abnahme von Extremwindgeschwindigkeiten. Etwas anderes, als das, was uns offiziöse Experten und Institute ständig glaubhaft machen wollen. Die schwarzen Linien reflektieren den Verlauf der Windkraft-Blackoutphasen (Flauten mit Windgeschwindigkeiten <= 4 m/s). Ihr Anteil liegt bei 6,5% der Messdauer über die 8,2 Jahre = die dargestellte Phase vom 11.09.2009 14:20 Uhr – 30.11.2017 23:50 Uhr. Die Erfassung der Windgeschwindigkeiten erfolgt hierbei alle 10 Minuten. Die höchste an dieser Station gemessene Windgeschwindigkeit beträgt 44,28 m/s am – 28.10.2013 13:20 Uhr.

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