Wasservogeljagd: Eklat im Emder Ratsausschuss

 

Verletzte flügellahme Blässgänse, nicht jagdbare Art in EU-Vogelschutzgebieten, hier NSG "Petkumer Deichvorland"/Ems, 25. Januar 2009

„Strafvereitelung im Amt“ war die vorsichtige Vermutung ausgerechnet eines Jägers zu den ständigen Jagdverstößen  im Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ an der Ems, hier auf den Wattenratseiten oft mit Bildern von Eilert Voß dokumentiert. Auf Antrag der Grünen wurde der Vorsitzende des Ökologischen Jagdverbandes Niedersachsen/Bremen (ÖJV), Jürgen Oppermann (Forstdirektor i.R), als Experte zum Thema Jagdaufsicht im Emder Ratsausschuss „für öffentliche Sicherheit, Ordnung und Bürgerservice“ am 21. März angehört. Nicht so sehr die fachlich begründete vorgetragenen Bedenken von Oppermann gegen die Jagd auf Wasservögel in einem Schutzgebiet, sondern der gute Eindruck beschäftigte die Stadtoberen und veranlasste sie zu Drohungen: „Ich fand das unverschämt”, wird der Erste Stadtrat von Emden von der Emder Zeitung zitiert. weiter »

Jagd: getarnte Krähenkiller

Screenshot  "Wild und Hund"

Screenshot aus Forum "Wild und Hund"

Man könnte meinen, es herrsche Krieg in Deutschland: In fleck-tarn gekleidete und vermummte bewaffnete Gestalten brüsten sich mit Leichen, die sie als „Strecke“ vor sich ausgelegt haben: Rabenkrähen. Diese „Eliteeinheiten“ haben ein klares Feindbild: Die ungeliebten schwarzen Vögel, die auch schon mal in Ostfriesland zu „wissenschaftlichen Zwecken“ in Fallen gefangen und dann zu abertausenden erschlagen wurden, wegen der vorgeblichen „Überpopulation“, die den Wiesenvögeln schaden soll. Nur schaden nicht die Krähen, sondern die industriealisierte Landwirtschaft mit ihrem frühen Walzen und Mähen des Grünlandes den Wiesenvögeln, sogar „nachhaltig“, und haben viele Arten an den Rand der Ausrottung gebracht. Und von der „Überpopulation“ von Jagdscheininhabern redet niemand.

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Ems: Flyer Gänsewacht und Gänsewinter

Die „Gänsewacht“, für die unser Mitarbeiter Eilert Voß unermüdlich bei Regen, Eis und Schnee auf Posten stand und dabei Jagdverstöße im Naturschutz- und EU-Vogelschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ dokumentierte, hat jetzt ein informatives Faltblatt, neudeutsch „Flyer“, erstellt, das wir hier vorstellen. Verwirklicht wurde das Faltblatt von Gänsewächtern und -wächterinnen von der anderen Emsseite im Rheiderland.

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Wasservogeljagd in EU-Vogelschutzgebieten: Pressetermin der Grünen in Petkum an der Ems

Pressekonferenz der Grünen im Sielwärtergebäude von Petkum

Wasservogeljagd in EU-Vogelschutzgebieten: Pressetermin der Grünen in Petkum an der Ems

Mit Naturschutzthemen tut sich die Lokalpresse oft schwer, wie der Pressetermin am 06. Januar 2012 in Petkum bei Emden an der Ems zum Thema Gänsejagd in EU-Vogelschutzgebieten wieder einmal beweist. Eingeladen hatten die Grünen aus Emden, die den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der niedersächsischen Landtagsfraktion und naturschutzpolitischen Sprecher der Grünen, Christian Meyer, nach Petkum geholt hatten, um sich ein Bild vom Ort des Geschehens zu machen.

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Horst Sterns röhrende Weihnacht 1971

Ja, auch beim Wattenrat ist bekannt, dass Rothirsche nicht zu den Tierarten des Wattenmeeres gehören. Ja, und trotz unserer häufigen jagdkritischen Beiträge sind wir, und das mag einige erstaunen, keine absoluten Jagdgegner. Wir wollen in diesem Zusammenhang eine denkwürdige Fernsehsendung am Heiligen Abend vor 40 Jahren in Erinnerung rufen. Der Fernsehjournalist und Publizist Horst Stern, der hier beim Wattenrat einen besonderen Platz einnimmt, hat an diesem bemerkenswerten Fernsehtag vielen Freizeit- und Trophäenjägern die Laune verdorben, als er mit seinen beißenden „Bemerkungen über den Rothirsch“ den unzureichenden Abschuss dieses Sinnbildes des deutschen Waldes beklagte.

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NSG “Petkumer Deichvorland” an der Ems: Nationalpark rein, Jagd raus!

Nonnengänse suchen nach dem Verlassen ihrer Schlafplätze die Äsungsflächen im NSG "Petkumer Deichvorland"auf, im Hintergrund das Emsstauwerk, 27. Nov. 2011, 08:11h

Wattenrat Ostfriesland, Pressemitteilung 29. November 2011

Foto: Nonnen- oder Weißwangengänse: Aufsuchen der Äsungsflächen nach Verlassen des Schlafplatzes  im NSG “Petkumer Deichvorland” am 27.Nov. 2011 bei Starkwind, im Hintergrund Emssperrwerk, Foto (C): Eilert Voß/Wattenrat

Aufgrund der hohen Rastvogeldichte von arktischen Gänsen an der Ems in den EU-Vogelschutzgebieten der Emsmarschen fordert der Wattenrat Ost-Friesland die Einstellung der Jagd auf diesen Flächen. Nach wie vor ist es legal, in diesen Schutzgebieten Gänse und Enten bestimmter Arten zu töten. Spaziergängern ist das Betreten der Schutzgebiete nicht erlaubt. Ein herausragendes Rastgebiet für Gänse an der Ems ist das Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ bei Emden, Teil des EU-Vogelschutzgebietes „V10 Emsmarschen Leer-Emden“, obwohl es nur 200 Hektar groß ist. Dieses Schutzgebiet schließt direkt an den Gesamtlebensraum für Wat- und Wasservögel „Dollart“ und das Wattenmeer an. Der Dollart als Meeresbucht gehört bereits teilweise zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.

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Gänsewacht an der Ems: Protokoll November 2011

Das ausführliche und aktuelle Gänsewacht-Protokoll der Jagdbeobachtungen im und am Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ an der Ems  ist optisch ansprechend aufbereitet und abgelegt auf der WebSeite der Gänsewacht, die von Werner Hupperich [...]

Gänsejagd an der Ems: Das bereinigte Internetforum „Wild und Hund“, oder der Schuss ins Brötchen

Waidmanns Revolutionssgeschwurbel: "WIR alle müssen bereit sein, zu wählen und abzuwählen, nicht mehr nach dem Sinn einer Wahl zu fragen sondern sie nur noch als Mittel des Machtentzuges zu begreifen. NUR das hilft notfalls, sonst NICHTS. Andernfalls wird hier schon bald eine tiefe Staatsverdrossenheit auch bei Mitgliedern der von mir genannten Gruppen noch weiter um sich greifen und diesen Staat hier letztlich durch Unterlassung töten."

Gestern machte der Wattenrat per Mail auf den neuen Beitrag „Gänseschießer an der Ems: Lokalpresse mauert, Jäger pöbeln“ im Jagdforum von “Wild und Hund”“ aufmerksam, eine Kopie ging auch an die Redaktion der Jagdzeitung „Wild und Hund“ im Paul-Parey-Verlag, die ein Internetforum für Jäger eingerichtet hat. Im Unterforum „Jagd in den Medien“ wurde das Thema „Gänsejagd an der Ems“ unter “Erneuter Zwischenfall bei der Gänsejagd in Petkum” ausführlich diskutiert, mit sehr harten Bandagen, also inklusive  persönlicher Beleidigungen und Pöbeleien gegen die Gänseschützer an der Ems.

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Gänseschießer an der Ems: Lokalpresse mauert, Jäger pöbeln im Jagdforum von “Wild und Hund”

Flügelverletzte Blässgans (nicht jagdbare Art), NSG "Petkumer Deichvorland"/Ems, 26. Nov. 2011

Die aktuellen jagdlichen Missstände bei der Wasservogeljagd an der Ems wurden hier auf den Wattenratseitenin den letzten Tagen ausführlich dargestellt. In der Lokalpresse findet diese skandalöse Jagdausübung kaum statt, es wird einfach darüber geschwiegen, die Leserschaft erfährt kaum etwas davon. Eine Ausnahme war die „Emder Zeitung“ vom 11. November 2011.

Danach war auch in der „EZ“ wieder Ruhe, obwohl sich inzwischen völlig neue Gesichtspunkte ergeben haben, z.B. der Nachweis einer geschossenen Blässgans als Schrotträger, dargestellt mit einem Röntgenbild und die damit verbundene Strafanzeige wegen eines Schonzeitvergehens gegen den bekannten Gänsejäger Take H. aus Petkum. Und im Jagdforum der Zeitung “Wild und Hund” wird von Gänseschießern gepöbelt, denen man auch als Mensch nicht im Dunkeln begegnen möchte, siehe weiter unten. [#edit 28. Nov. 2011: Alle Forenbeiträge zum Thema wurden heute gelöscht!] weiter »

Wasservogeljagd an der Ems: Gänsesafari bei Dunkelheit und Nebel, neue Kollateralschäden

Angeblich, aber nur gerüchteweise, plant die Stadt Emden einen Flyer, früher Faltblatt genannt, der für die Vorzüge der Gänsejagd im Naturschutzgebiet “Petkumer Deichvorland” an der Ems, Teil eines europäischen Vogelschutzgebietes, werben soll. Dem Wattenrat gelang es, über befreundete Jägerkreise einen Vorabdruck zu erhalten, den wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen!

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