Orkan „Christian“ tobt über Norddeutschland

Tiefflug trotz Orkan: drei Pfeifenten auf der Unterems

Gestern, am 28. Oktober 2013, kachelte der Orkan „Christian“ als erster Herbststurm des Jahres über Norddeutschland. Die Nordsee schien zu kochen. Unseren wetterfesten Mitarbeiter Eilert Voß hielt es nicht am heimischen Herd, er fuhr an die Unterems, um zu fotografieren.

Der Orkan erreichte in Böen bemerkenswerte Spitzengeschwindigkeiten: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldete für die Messstation Sankt Peter Ording in Schleswig- Holstein mit einer Böe von 172 km/h den Maximalwert im Messnetz des Deutschen Wetterdienstes. weiter »

Windenergie und Fledermäuse: Massentod für das Investitionsklima

Tote Fledermaus unter Windkraftanlage, Foto (C): Archiv EGE

Von Januar 2007 bis Dezember 2009 untersuchten Wissenschaftler der Universität Hannover – Institut für Umweltplanung –  das Tötungsrisiko von Fledermäusen in dem Forschungsprojekt „Entwicklung von Methoden zur Untersuchung und Reduktion des Kollisionsrisikos von Fledermäusen an Onshore-Windenergieanlagen“. Einer der Kooperationspartner des Projektes war der Windkraftanlagenhersteller Enercon aus Aurich.

Gefördert wurde das Vorhaben mit öffentlichen Mitteln des Bundesumweltministeriums mit 1,1 Millionen Euro. An insgesamt 84 (vierundachtzig) bundesweit ausgewählten Windkraftanlagen- von derzeit mehr als 24.000 in Deutschland – wurden Fledermausaktivitäten und -verluste ermittelt weiter »

Nachrichten aus dem ostfriesischen Sommerloch 2013

von Manfred Knake

Wer in diesen Tagen die Lokalzeitungen an der ostfriesischen Küste liest, kann den Eindruck bekommen, in Ostfriesland ist Dauerjahrmarkt angesagt, man feiert sich einen Wolf: Schützenfest in Esens, Weinfest in Aurich, Bürgermarkt in Wittmund, Spiel ohne Grenzen in Spetzerfehn, Hafenfest in Emden, Stadtfest in Leer, um nur ein paar der zahlreichen Bespaßungsaktionen mit Massenauftrieben zu nennen.  Die Lokalpresse zelebriert derzeit überwiegend Brot und Spiele. Ist das schon eine Variante der „spätrömischen Dekadenz“ zur Sedierung des Volkes, die nun auch die ostfriesische Halbinsel erreicht hat?

Aber das Sommerloch bot bisher weitaus mehr, vor allem Politisches und Windiges: weiter »

Naturschutz in Niedersachsen: auch mit Rot-Grün auf keinem grünen Zweig

Ein Kommentar von Manfred Knake

Nach dem Ende der schwarz-gelben Koalition in Niedersachsen machte sich vorsichtige Hoffnung breit, die neue rot-grüne Landesregierung könnte den Naturschutz – wie sie vorgibt – tatsächlich stärken. Immerhin hatte es der neue Umweltminister Stefan Wenzel (Bündnis 90/Die Grünen) geschafft, den Leiter des bisher eigenständigen Naturschutzressorts im Umweltministerium kaltzustellen – jenen Leitenden Ministerialrat Bernd-Karl Hoffmann, der unter FDP-Umweltminister Hans-Heinrich Sander zum höchstbezahlten amtlichen Naturschützer aufgestiegen war und dann den Naturschutz ins Abseits manövriert hatte. Ein überfälliger erster Schritt, immerhin. In der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und beim Wattenrat wurde Hoffmann zudem als ehemaliger Informeller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR mit dem IM-Namen „Rene´“ enttarnt, was seiner Karriere in Niedersachsen aber nicht abträglich war und nur dem Chronisten ein später eingestelltes Ermittlungsverfahren des bundesrepublikanischen „Staatsschutzes“ einbrachte. weiter »

Offshore-Windenergie: „Alternative Einkommensquelle für Küstenfischer“ durch Überwachungsaufgaben

Energiegewendete Küstenfischer: Offshore-Euros statt Fisch?

Die Küstenfischerei hat bisher nur Nachteile durch den Bau von Offshore—Wind“parks“ und die damit verbundenen Anbindungen mit Kabeltrassen. Während der Bau- und Wartungsarbeiten müssen ehemalige Fanggebiete weiträumig umfahren werden, mit den daraus resultierenden Fangeinbußen. Nun will man die Fischer mit der „Energiewende“ und zusätzlichen Einkommenquellen ködern. weiter »

Fledermäuse und Windkraftanlagen: Sterben für den Klimaschutz

Windpark Utgast, Gem. Holtgast, LK Wittmund/NDS: nicht identifizierte Fledermausart unter einer Windkraftanlage

Es gibt ca. 23.000 Windkraftanlagen in Deutschland, Tendenz weiter rasant steigend. An den Windkonvertern sterben nicht nur abertausende Vögel, sondern auch Fledermäuse, entweder durch direkten Anflug oder das Barotrauma. Beim Barotrauma geraten Vögel oder Fledermäuse in die Luftdruckunterschiede vor und hinter dem Rotor, dadurch werden die inneren Organe zerfetzt. Ein Großteil der Kadaver wird wegen der geringen Größe der Fledermäuse gar nicht gefunden, die Fundrate entspricht nicht annähernd der tatsächlichen Todesrate. weiter »

„Energiewende“: Mutterboden, vom Winde verweht

Bodenerosion auf einem Maisacker im Borssumer Hammrich/ Emden

Auch das ist die „Energiewende“: Abgeerntete Maisäcker werden vom Winde verweht, Mutterboden weggeblasen. Eine hochtechnisierte Landwirtschaft verdichtet die Böden, sorgt mit der Gülleflut für Trinkwasserbelastungen und vermaist für hochsubventionierte Biogasbrüter ganze Landstriche. Grünland wird in Ackerland umgebrochen, Wiesenbrüter verlieren ihren Lebensraum, in dramatischer Schnelligkeit. Der Mais wird mit dieselfressenden Lastwagen und Treckern zu den Biogasanlagen z.T. weit über Land gekarrt. weiter »

„Vogelfrei“ durch Energiewende und Klimaschutz, eine Pflichtlektüre

Klimaschutzlandschaft im EU-Vogelschutzgebiet an der Ems: Im Hintergrund der Windpark "Wybelsumer Polder"

Ulli Kulke schreibt für „Die Welt“, unter anderem. Am 03. März erschien von ihm in der „Welt am Sonntag“ der bemerkenswerte Beitrag „Vogelfrei“ zur Energiewende, zu den Auswirkungen des sog. „Klimaschutzes“, zur Industrialisierung der Landschaft mit Windkraftwerken, zu Energiemaissteppen, zur Käuflichkeit und der unsäglichen Rolle vieler Naturschutzverbände, zu den Auswirkungen des Erneuerbare Energien Gesetz, zu den faktenresistenten Vorstellung von Politikern und vor allem zum Artenschutz, der unter diesem vorgeblich ökologischen Gemengelage besonders leidet. weiter »

Climate Crimes: Film über Umweltverbrechen im Namen des Klimaschutzes

Energielandschaft am Weltnaturerbe Wattenmeer: Campen/LK Aurich

„Was derzeit im Namen nicht nur des Klimaschutzes, sondern auch des grünen Wachstums vonstatten geht, würde ich als eine Art Amoklauf gegen die Natur und damit auch gegen den letzten Rest an ökologischer Vernunft bezeichnen.“ Niko Paech, Wirtschaftswissenschaftler.

Ulrich Eichelmann hat einen Film gemacht, den wir hier vorstellen: Climate Crimes (Klimaverbrechen). Im Januar 2013 lief diese Dokumentation über Umweltverbrechen im Namen des Klimaschutzes in Hamburg an. Eigentlich soll der „Klimaschutz“ oder das, was dafür gehalten wird, die Erde retten. Ob man das Klima überhaupt schützen oder gar „retten“ kann, ist mehr als fraglich. Auch Ebbe und Flut kann man nicht schützen, auch nicht das Wetter und daher auch nicht den statistischen Wert des Klimas. Aber die Klimapropaganda läuft auf Hochtouren, zentraler Punkt der Klimastrategien weltweit oder vor unserer Haustür sind der massive Ausbau der sog. erneuerbaren Energie. Entstanden ist ein Film, der deutlich die Auswirkungen des Klimawahns mit dem Bau von vorgeblich „ökologischen“ Wasserkraftwerken oder dem rasant angestiegenen Maisanbau für Biogasanlagen auf die Natur zeigt. Die Landschaftszerstörungen durch Windkraft- oder Solarkraftwerke lässt der Autor Eichelmann leider weitgehend aus. weiter »

Erneuerbare Energien Gesetz: Ziel verfehlt – aber Umverteilung des Geldes von unten nach oben

Verfehlte kommunale Selbstverwaltung- das EEG macht´s möglich: kaputte Landschaften, hier Heide/Schleswig-Holstein

Die „Lizenz zum Gelddrucken“, wie das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) auch spöttisch genannt wird, spült satte Renditen für Windkraft, Solar- und Biogasbetreiber auf die Konten. Bezahlt wird das von allen Stromkunden über zwangsweise erhöhte Stromkosten, eine haushaltsneutrale Subvention. Das spricht sich langsam herum. Energiefachmann und Dipl. Ing. Wilfried Heck, Betreiber der Internetseite „Naturstrom- und Windkrafteuphorie in Deutschland und ihre Folgen“ hat den teuren Naturstromwahn auf den Punkt gebracht:

29. Dez. 2012: Erneuerbare Energien sollten eigentlich das Klima schützen und herkömmlich betriebene Wärmekraftwerke ersetzten. EEG § 1: „(1) Zweck dieses Gesetzes ist es, insbesondere im Interesse des Klima- und Umweltschutzes eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen, die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung auch durch die Einbeziehung langfristiger externer Effekte zu verringern, fossile Energieressourcen zu schonen und die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien zu fördern. (2) Um den Zweck des Absatzes 1 zu erreichen, verfolgt dieses Gesetz das Ziel, den Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2020 auf mindestens 30 Prozent und danach kontinuierlich weiter zu erhöhen“. weiter »