Klare Ansage: neues Surfverbotsschild in Wremen/KL Cuxhaven

In Wremen wurde ein neues Kitesurfverbotsschild im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer aufgestellt. […]

Silvesternachlese – Ostfriesland wie es stinkt und kracht: Same procedure as every year

Auch der Jahreswechsel 2017/2018 ließ die ostfriesische Küste und darüber hinaus wieder mit Böllerkrachen und explodierenden Feuerwerksraketen beben, trotz des schlechten Wetters. Abertausende geschützte arktische Zugvögel hatten eine Horrornacht in ihren Nahrungs- und Schlafplätzen sowohl im Watt als auch in den deichnahen Gebieten. Da war doch was: Weltnaturerbe, Nationalpark Wattenmeer, EU Vogelschutzgebiet, Biosphärenreservat? Aber eben nur auf dem Papier!
Hier nur ein Beispiel zur angeblichen Akzeptanz dieses Großschutzgebietes: […]

Böllern auf Spiekeroog: Weichgespültes vom NDR, Richtiges und Falsches vom Verwaltungsgericht Oldenburg

Böllern auf Spiekeroog: Weichgespültes vom NDR, Richtiges und Falsches vom Verwaltungsgericht Oldenburg, Das NDR-Abendmagazin „Hallo Niedersachsen“ berichtete am 01. Januar 2018 über das eingeschränkte Böllerverbot auf Spiekeroog. Dabei kamen Details aus dem inseltypischen Soziotop ans Fernsehlicht. Der Gastronom Christian Kiesow (Ferienwohnungen Haus „Möwe“ und Restaurant „de Balken“), der vor dem Verwaltungsgericht Oldenburg eine Ausnahmegenehmigung vom Böllerverbot erstritten hatte, gab vor laufender Kamera an, dass dies Verfahren so mit dem Bürgermeister und dem Kurdirektor abgesprochen worden sei. Das Schreiben der Berichterstatterin des Verwaltungsgerichtes Oldenburg vom 18. Dez. 2017 an den Spiekerooger Bürgermeister wegen der Böllerklage gegen die Lärmschutzverordung der Gemeinde Spiekeroog veröffentlichen wird hier. […]

Böllern auf Spiekeroog: Insulaner verliert vor Gericht

Böller und Raketen über dem „Weltnaturerbe“, hier auf Juist. Foto C): Eilert Voß

+++ aktualisiert am 29. Dez. 2017, bitte die Ergänzung am Ende des Beitrages beachten: Nun darf er doch… +++

Der Wattenrat Ostfriesland weist seit Jahren darauf hin, dass das Böllern auf den Inseln und am Festland direkt am Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer („Weltnaturerbe“ und EU-Vogelschutzgebiet) zu Silvester oder sogar mehrfach im Sommer zur Touristenbespaßung zu panikartigen Störungen der Zugvögel bzw. Brutvögel führt. Die vorsätzliche Störung dieser Arten ist bereits nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten. Nur die Insel Spiekeroog hat eine Lärmschutzverordnung erlassen, nach der das Böllern auf der Insel verboten ist:

㤠10
Pyrotechnik
Das Abbrennen von Feuerwerk oder Feuerwerkskörpern der Kategorien 2, 3, 4, P1, P2, T1 oder T2 sowie das Steigenlassen von sogenannten Himmelslaternen ist ganzjährig verboten. Dies gilt auch für Silvester und die Neujahrsnacht.“

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Klimakonferenz in Bonn: Fidschi geht nicht unter, Langeoog schon eher

Dirk Maxeiner war viele Jahre Chefredakteur zur Monatszeitschrift „natur“. Jetzt schreibt er u.a. für das Internet-Blog „Die Achse des Guten“. Dort erschien gestern sein lesenswerter Beitrag „Der Fidschi-Report: Schnorchelkurs für Barbara Hendricks“ (Verlinkung ganz unten), zunächst unter dem missverständlichen Titel „Der Sonntagsfahrer: Schnorchelkurs für Barbara Hendriks“ veröffentlicht. Maxeiner entlarvt den Klimazirkus in Bonn, wo ab heute für zwei Wochen die Welt-Klimakonferenz stattfinden und garantiert wieder die Endzeit-Stimmung beschworen wird. Die Regierung der Fidschi-Inseln ist der Gastgeber der Konferenz, finanziert von der deutschen Bundesregierung. Das riecht nach einer gewaltigen Propagandanummer zur weiteren Klima-Volksverblödung. […]

9. Zugvogeltage: Vehikel zur touristischen Vermarkung des Nationalparks

Der Wattenrat Ostfriesland nimmt Stellung zu den „9. Zugvogeltagen“, die derzeit an der niedersächsischen Küste beworben werden. Zu begrüßen ist zunächst, so der Wattenrat, dass Zugvögel aus Nordeuropa und Asien eine große Aufmerksamkeit bekommen. Nur muss man den Eindruck haben, das es dabei weniger um die Zugvögel geht, sondern um die weitere touristischen Vermarktung der Küste mit dem Vehikel „Zugvögel“.

Wesentliche Belastungsfaktoren des Wattenmeeres und der Zugvögel werden bei der Propagierung der Zugvogeltage ausgeblendet. Der Vogelzug an der Küste beginnt bereits im Juli nach dem Abschluss der Brutzeit. In dieser Zeit boomt der Massentourismus an der Küste und auf den Inseln. Ruhige Rückzugsorte für die durchziehenden und rastenden Watvögel sind auch im Großschutzgebiet „Nationalpark Wattenmeer“ selten geworden. […]

Langeoog: Der Geist der Mirabelle…

Mirabellen, Foto: Wikipedia

…oder einfach nur Zeitgeist-Gesülze?

Die Urlaubsinsel Langeoog goes „Slow-Food“. Der erste – durchaus löbliche – „Slow-Food-Tag“ am 20. August 2017, bei dem in einigen Gaststätten auf der Insel „natürliche Produkte von regionalen Erzeugern“ angeboten wurden, bewarb die Lokalpresse nach der 1:1- Übernahme von der Langeooger WebSeite „Langeoog News“ mit unnachahmlicher Insellyrik, u.a. so:

„Für viele Insulaner, die schließlich mitten im Weltnaturerbe wohnen, ist ein Leben im Einklang mit der Natur und nachhaltiges Wirtschaften auch ohne jede Marketing-Komponente unabdingbar.“

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Kitesurfer gehen vor Gericht baden

Am 07. August 2017 fand vor dem Verwaltungsgericht in Oldenburg die Verhandlung über die Klage von Kitesurfern gegen Beschränkungen des Kitesurfens im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer statt. Kitesurfer von der Wurster Küste (LK Cuxhaven) beklagten die zeitlichen Einschränkungen für die dortigen Kiterflächen und stellten die Zuständigkeit der Nationalparkverwaltung in Frage, da es sich um eine Bundeswasserstraße handele. Anwalt der Kitesurfer war Prof. Dr. Schwemer aus Hamburg.
Auszug aus der Pressemitteilung des Gerichts vom 08. August 2017, die komplette Pressemitteilung finden Sie hier: Presse VG Oldenburg […]

Und wieder sommerlicher Bespaßungs-Krawall am „Weltnaturerbe“ Wattenmeer: Feuerwerke und Musik-Events

Feuerwerk am Hauptstrand von Langeoog, 23. Juli 2017. Das Feuerwerk im Rahmen des „Dörpfestes“ wurde auf der WebSeite „Langeoog News“ so angekündigt: „ca. 22.30 h wenn es dunkel ist, High-Light des Jahres“, das Wort „Feuerwerk“ wurde (verschämt?) vemieden. Foto:(C): privat/Wattenrat Ostfriesland

Wir haben es versucht. Die nachfolgende Pressemitteilung aus aktuellem Anlass ging an einige Zeitungen im Küstenbereich, gedruckt wurde sie aber nicht. Gerne dagegen werden in den Lokalmedien, mit Verlaub, gedruckte Blähungen zu allem und jedem aus dem touristischen, politischen oder behördlichen Bereich 1:1 übernommen. Während man sich an der Küste mit zahlreichen Veranstaltungen den jährlichen Sommerwolf feierte und immer noch feiert, war der Wattenrat mal wieder als Spaßbremse der Tourismusindustrie tätig. Seitdem es das Internet gibt, fällt aber nichts mehr so leicht unter den Tisch. Das Online- Magazin „europaticker“ hat unsere Pressemitteilung am 01. August 2017 veröffentlicht (s.u.), danke.

Nachtrag 09. August 2017: Am 09. August 2017 berichtet der „Ostfriesische Kurier“ aus Norden, dass in diesem Jahr „Kein Feuerwerk auf Juist“ stattfinden wird. Hintergrund ist laut Zeitungsbericht die Forderung der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Aurich nach einer „rechtlichen Prüfung“. Gemeint ist die eigentlich vorgeschriebene Verträglichkeitsprüfung nach dem Bundesnaturschutzgesetz für Natura-2000-Gebiete der Europäischen Union vor solchen Eingriffen. Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer ist Teil des Netzwerkes Natura-2000. Bisher hat auf keiner Insel und in keinem Küstenbadeort diese Verträglichkeitsprüfung vor Feuerwerken mit seinen bekannten Auswirkungen auf die Brut- oder Rastvögel stattgefunden. Diese rechtlichen Vorgaben werden einfach ignoriert und ausgesessen. Die Bespaßungsindustrie und gewählte „Volksvertreter“ nehmen bisher naturschutzrechtliche Vorgaben kaum zur Kenntnis, vermarkten dafür aber intensiv das Etikett „Weltnaturerbe“ Wattenmeer. Auf Juist, wie auch auf anderen Inseln, gibt es keine Einigkeit über Feuerwerke: Die Partei der Grünen spricht sich gegen Feuerwerke auf der Insel aus, die Ratsgruppe „Pro Juist“ ist dafür, mit der Begründung „Rund um uns zu ballern alle Feuerwerke in die Luft, Norderney sogar viermal“. Eine CDU-Politikerin wird so zitiert: Auf Nachfrage bei einer anderen Insel sei festgestellt worden, dass man dort nach dem Motto „Wer viel fragt, bekommt auch viel verboten“. Für 2018 will man nun auf Juist ein Genehmigungsverfahren auf den Weg bringen. Juist wirbt sonst mit viel leerem Pathos für eine „klimaneutrale“ Insel, was immer das auch sein mag.

europaticker: Wattenrat kritisiert Fremdenverkehrsindustrie: Feuerwerke und lautstarke „Events“ am Wattenmeer-„Weltnaturerbe“

Vögel fliehen in Massen vor Feuerwerken

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Wohnen müssen, wo andere Urlaub machen können

Foto (C): Eilert Voß, Wattenrat Ostfriesland

Wohnen müssen, wo andere Urlaub machen können:
Küstenbadeort Bensersiel im Landkreis Wittmund, Blick auf den Windpark Utgast, direkt am EU-Vogelschutzgebiet „Ostfriesische Seemarschen von Norden bis Esens“, aufgenommen im Juli 2017

Hinweis: Dieses Foto ist, wie alle beim Wattenrat veröffentlichten Fotos, urheberrechtlich geschützt! Evtl. Veröffentlichungsanfragen bitte an den Wattenrat richten, das […]