Windenergie: im Land der Riesen – oder ein Wintermärchen

Windpark Utgast/Gemeinde Holtgast/LK Wittmund, ehemaliger Rastplatz von Wat- und Wasservögeln

Die Kopie ist bekanntlich die höchste Form des Lobes. Und so kopiert die Wattenpresse auch diesmal einen Artikel der „Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen“ vom Februar 2012, mit deren Genehmigung selbstverständlich: „Deutschland ein Wintermärchen“. Der Beitrag der Eulenfreunde nimmt auch Bezug auf einen bemerkenswerten Artikel aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 05. Februar 2012: „Windräder in Deutschland- Durchs Land der Riesen“, von Wienand von Petersdorff. Der Artikel brachte es auf immerhin 134 Online-Kommentare.

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Meyer Werft: Micky-Maus-Musikdampfer geht die Ems runter, Umweltverbände tun besorgt

Die "Disney Fantasy" verlässt Papenburg, 20. Jan. 2012, Pressefoto (C): Meyer Werft

Und wieder wurde ein Meyer Dampfer die enge Ems hinunter an die offene Nordsee gequält: Diesmal war es die „Disney Fantasy“, für die die Ems auch diesmal mit dem Stauwerk in Gandersum auf Höhe gebracht werden musste, damit das Schiff überhaupt in den Fluss passte.
Und ausgerechnet die “üblichen Verdächtigen” BUND, NABU und WWF, die seit Jahren hinter verschlossenen Türen zusammen mit der Meyer Werft und der niedersächsischen Landesregierung um die Ems kungeln, einen “Generationenvertrag” mit der Meyer Werft über dreißig Jahre Ems-Aufstau in einem EU-Vogelschutzgebiet geschlossen haben (dessen Inhalt niemals vollständig öffentlich gemacht wurde), einen “Ems-Kanal” erfanden und diesen nach vielen Protesten wieder fallen ließen und nun sogar über Ems-Ausgleichsgelder eigene Stellen finanzieren, machen wieder in besorgt.

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NABU als Bestatter: unterirdische Spendenwerbung

Quelle: NABU

Betriebswirtschaft und Marketing anstelle eines offensiven und “nachhaltigen” Naturschutzes: Nach Drückerkolonnen mit verkleideten studentischen NABUben wirbt der „mitgliederstärkste Naturschutzverband“ in Deutschland nun auch von Hinterbliebenen Bares mit einer “Spenderbetreuung” ein. Diese Anzeige erschien bereits in zahlreichen Tageszeitungen. [...]

Wasservogeljagd in EU-Vogelschutzgebieten: Pressetermin der Grünen in Petkum an der Ems

Pressekonferenz der Grünen im Sielwärtergebäude von Petkum

Wasservogeljagd in EU-Vogelschutzgebieten: Pressetermin der Grünen in Petkum an der Ems

Mit Naturschutzthemen tut sich die Lokalpresse oft schwer, wie der Pressetermin am 06. Januar 2012 in Petkum bei Emden an der Ems zum Thema Gänsejagd in EU-Vogelschutzgebieten wieder einmal beweist. Eingeladen hatten die Grünen aus Emden, die den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der niedersächsischen Landtagsfraktion und naturschutzpolitischen Sprecher der Grünen, Christian Meyer, nach Petkum geholt hatten, um sich ein Bild vom Ort des Geschehens zu machen.

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Windenergie und Vögel: Der blinde “Falke”

Jagdfalke; Foto (C): Birgit Droste

“Der Falke” ist eine renommierte Zeitschrift für Vogelbeobachter, mit langer Geschichte. Schon in der ehemaligen DDR war er das vielgelesene Organ für Ornithologie. Im Dezemberheft 2011 war die Auswirkung von Windenergieanlagen auf Vögel das zentrale Thema. Wer nun meint, dass der „Falke“ dieses Thema tatsächlich angemessen aufgearbeitet hat, wurde enttäuscht. Die „Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen“ (EGE) hat die bessere Weitsicht und den besseren Durchblick bei diesem Thema bewiesen. Deren Rezension veröffentlichen wir nachfolgend, wir danken den Eulenfreunden für die Überlassung des Beitrages. Und wer wissen will, wie die erwähnte norddeutsche Landschaft schon vor vielen Jahren mit politischer Hilfe  und Umgehung naturschutzrechlicher Vorgaben unter die Windräder geraten ist, kann das im Beitrag der Norddeutschen Naturschutzakademie – NNA Berichte 3/96- nachlesen.

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“Gedrückte” Naturschützer: Zeit für eine Naturschutzwende

Screenshot der Agentur Wesser GmbH: Drückerkolonne für den NABU

Naturschutz ohne engagierte Naturschützer geht nicht. „Engagiert“ heißt aber auch, dass man sich fachlich einbringt, Belastbarkeit und Durchhaltevermögen mitbringt, also auch mit dem Herzen dabei ist. Allerdings:  Man macht sich überwiegend keine Freunde mit diesem „Hobby“. Einen ganz besonderen Weg der Mitgliederwerbung haben die großen Naturschutzverbände NABU und BUND eingeschlagen, sie haben dazu die Agentur Wesser GmbH   in Stuttgart mit der Mitgliederwerbung engagiert. Wesser heuert Studenten an, die Naturschützer mimen und Klinken putzen müssen.

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“Energiewende”: gemeinsame Sache von Naturschutzverbänden und Netzbetreibern

"Energiewende" oder Profit für wenige Betreiber? Wind"park" Westerholt, LK Wittmund, im Hintergrund das Turbinenfeld Utgast/LK Wittmund

Die großen  Naturschutzverbände, wenn man sie denn noch so nennen kann, setzen sich inzwischen für den vehementen Ausbau der Windenergie im Lande ein, treten als Ökostromanbieter auf und machen nun auch gemeinsame Sache mit dem Netzbetreiber TenneT aus den Niederlanden und Deutschland. Die “üblichen Verdächtigen” Umweltverbände wollen erklärtermaßen die „Energiewende“ zusammen TenneT  beschleunigen, so, als ob dies ihre Aufgabe, ihr “Kerngeschäft” wäre.

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Prof. Succow und die Offshore-Windenergie: “Keine Gefahr für Vögel”, Sitzstangen für Zugvögel!

Leuchtturm "Roter Sand" in der Außenweser bei Nebel, erbaut 1885, Höhe 28m über mittlerem Hochwasser. In unmittelbarer Nähe soll der Wattenmeer-Windpark "Nordergründe" entstehen: derzeitiger Planungsstand 18 Repower-Anlagen, 126m Rotordurchmesser, Gesamthöhe ca. 183 m

Eigentlich ist Prof. Dr. Michael Succow ja ein Leuchtturm des Naturschutzes im Lande. Der Biologe und Agrarwissenschaftler, ein ausgewiesener Moorfachmann aus Greifswald, hat im Osten in den „neuen Bundesländern“ der Republik zu Wendezeiten noch schnell Nationalparks aus der Taufe gehoben. In der Endphase der DDR wurde auf der letzten Ministerratsitzung  am 12. September 1990 das Nationalpark-Programm beschlossen, mit dem sieben Prozent der Fläche der damaligen DDR als Nationalpark oder Biosphärenreservat unter Schutz gestellt wurden. Succow war damals für kurze Zeit Stellvertreter des DDR-Ministers für Natur- und Umweltschutz.

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Der Bundesverband Windenergie und die Greifvögel: audiatur et altera pars

Rotierende "Kulturlandschaft" am Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, Brut- und Jagdgebiet von Weihen

Es ist immer wieder eine Freude, die WebSeiten der „Europäischen Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen“ (EGE) zu lesen. Sachkundig, nüchtern, manchmal beißend und witzig werden hier auch Naturschutzthemen vorgestellt, die sich nicht „nur“ um die Nachtgreife drehen. Diesmal haben die Eulenfreunde wieder die Windkraftindustrie in den Fängen. Es geht um Einkommensverluste der Windkraftbetreiber durch Greifvögel, die gar nicht so selten mit den Riesenpropellern kollidieren und so zu Tode kommen. Der „Bundesverband Windenergie“ (BWE), höchst aggressive Lobbyorganisation mit Weltklimarettungsanspruch mittels geflügelter Dynamos, will diese Tötungsdelikte nun am 17. November 2011 in Hannover  „interdisziplinär analysieren“. Es geht dem Verband immerhin um nichts Geringeres als das eigene Geld, wenn die Windkonverter für die geschützten, aber weitgehend unbekannten Greifvogelarten vorübergehend abgeschaltet werden müssen und der „Ertrag“,  die gesetzlich verfügte Zwangsabgabe aller Stromkunden aus dem Erneuerbaren Energien Gesetz, damit geringer ausfällt. Als Analyst und Referent ist wieder dabei Günter Ratzbor, gleichzeitig als Inhaber eines Planungsbüros Auftragnehmer der windigen Betreiberlobby und Kampagnenleiter des Deutschen Naturschutzringes (DNR) für mehr gesellschaftliche Akzeptanz  der Windenergienutzung, der auch schon auf den Wattenratseiten , wenn auch unfreiwillig, zu Wort kam (O-Ton beim eigentlich dem Naturschutz verpflichteten DNR: “In diesem Zusammenhang gilt es, unnötige Kosten in Form von Abschaltzeiten zu vermeiden”.)

Für die Nichtlateiner, oder die es inzwischen vergessen haben (auch der Autor musste nachschlagen): „audiatur et altera pars“ heiß nichts anderes als „man höre auch die andere Seite“ und ist ein Rechtsgrundsatz!

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Kitesurfen Dornumersiel: Freistil im Weltnaturerbe Wattenmeer: “touristische Bedeutung und Wertschöpfung”

Tourismus GmbH Dornum/LK Aurich: Beantragte Fläche für Kitesurfer in der Zwischenzone des Nationalparks

Nägel mit Köpfen und völlig unberührt von der geltenden Rechtslage schaffte die „Tourismus GmbH“ in Dornum im Landkreis Aurich mit ihrem Geschäftsführer Rolf Kopper schon mal Fakten für die Zielgruppe der Kitesurfer im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Auf der WebSeite des Fremdenverkehrsortes Dornum wird das Kitesurfen im Watt vor dem Badestrand seit langer Zeit beworben. [#edit 10. Dez. 2011: Die WebSeite wurde inziwschen abgeändert, der Beitrag wurde entfernt.]

Quelle: Sreenshot Dornum, November 2011, inzwischen von der WebSeite entfernt

Surfen

Freizeitsportler lieben die Herausforderung und kommen auf der Nordsee voll und ganz auf Ihre Kosten. Auch vor den Stränden in Dornumersiel und Neßmersiel ist surfen möglich. Vom Strand aus geht es dann direkt in die Fluten. Die Nordseewellen lassen das Surferherz höher schlagen und sind für viele Windsportarten ideal. So tummeln sich in Dornumersiel und Neßmersiel nicht nur Windsurfer, sondern auch Kitesurfer oder auch an Land die Kitelandboarder.

Den Antrag auf eine Kiterfläche stellte die Kommune bei der Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven bereits 2009, entschieden wurde bis heute noch nichts. Seit Jahren wird in Dornumersiel illegal im Wattenmeer in den dafür verbotenen Zwischen- und Ruhezonen gesurft. Auf Anfrage des Wattenrates bestätigte der Geschäftsführer der Tourismus GmbH, dass es derzeit lediglich einen “Dialog um die Kitesurf-Situation” mit der Nationalparkverwaltung gäbe. Und als diese Dreistigkeit in der Presse publik gemacht wurde (unter schonendster Berichterstattung für die Gemeinde Dornum!), wurde auch die Nationalparkverwaltung wieder aktiv. Dabei wurden von der Tourismus GmbH längst inzwischen weitere Fakten geschaffen:

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