<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Wattenrat</title>
	<atom:link href="http://www.wattenrat.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.wattenrat.de</link>
	<description>Unabhängiger Naturschutz für die Küste -Wattenpresse-</description>
	<lastBuildDate>Tue, 18 Jun 2013 10:06:47 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>Kornweihe: Schutzkonzept im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer</title>
		<link>http://www.wattenrat.de/2013/06/kornweihe-schutzkonzept-im-nationalpark-niedersachsisches-wattenmeer/</link>
		<comments>http://www.wattenrat.de/2013/06/kornweihe-schutzkonzept-im-nationalpark-niedersachsisches-wattenmeer/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 16 Jun 2013 09:46:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wattenmeer]]></category>
		<category><![CDATA[Windkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Bestandsrückgang]]></category>
		<category><![CDATA[Kornweihe]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer]]></category>
		<category><![CDATA[Schutzkonzept]]></category>
		<category><![CDATA[Wattenrat]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wattenrat.de/?p=8681</guid>
		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Kornweihe, (C): Kositoes, Wikipedia Commons, 16.Juni 2013</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Der Kornweihe, einer Greifvogelart, geht es schlecht. Die Zahl der Brutvögel geht dramatisch zurück, auch im Großschutzgebiet „Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer“, das auch als „Weltnaturerbe“ etikettiert ist. Während die Übernachtungszahlen der Tourismusindustrie örtlich rasant gestiegen sind, haben sich viele Vogelarten parallel dazu still und unbemerkt aus dem Schutzgebiet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8684" class="wp-caption alignleft" style="width: 232px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/06/Kornweihe_Wikipedia_-C_Kositoes.jpg"><img class="size-medium wp-image-8684" title="Kornweihe_Wikipedia_-C_Kositoes" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/06/Kornweihe_Wikipedia_-C_Kositoes-222x300.jpg" alt="" width="222" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Kornweihe, (C): Kositoes, Wikipedia Commons, 16.Juni 2013</p></div>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Der Kornweihe, einer Greifvogelart, geht es schlecht. Die Zahl der Brutvögel geht dramatisch zurück, auch im Großschutzgebiet „Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer“, das auch als „Weltnaturerbe“ etikettiert ist. Während die Übernachtungszahlen der Tourismusindustrie örtlich rasant gestiegen sind, haben sich viele Vogelarten parallel dazu still und unbemerkt aus dem Schutzgebiet verabschiedet: die Zwergseeschwalbe, der See- und Sandregenpfeifer als Strandbrüter haben den dem touristischen Druck nicht standgehalten, die Bestände sind dramatisch eingebrochen. Korn- und Wiesenweihen, die auf den Inseln brüten, fliegen zur Nahrungssuche auch auf das benachbarte Festland und<a title="Abschalten von WKA rechtens" href="http://www.wattenrat.de/2013/05/httpwww-wattenrat-de201305urteil-abschaltung-von-windkraftanlagen-zum-schutzvon-wiesensweihen-rechtens/" target="_blank"> kommen hier leicht an den vielen Windkraftanlagen, die in den letzten Jahren dank Erneuerbare Energien Gesetz aus reiner Profitgier wie Pilze aus dem Boden schossen, ums Leben</a>. Die immer noch zu vielen Stachdrahtzäune im Nationalpark sind nicht nur für Weihen, sondern auch für die auf den Inseln brütenden Sumpohreulen eine große Gefahr. Geocacher haben auch die Inseln als ihren Spielplatz entdeckt und dringen bis in die entlegensten Winkel des Nationalparks vor,<a title="Geocaching" href="http://www.nationalpark-wattenmeer.de/nds/lernen-und-erleben/watt-fuer-kinder/earthcaching-im-wattenmeer" target="_blank"> umworben von der Tourismusindustrie und sogar der Nationalparkverwaltung</a>.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Nun legte die Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven ein auf vier Jahre befristetetes Schutzkonzept für die Kornweihen auf den Ostfriesischen Insel vor, es möge nützen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die Pressemitteilung der Nationalparkverwaltung vom 07. Juni 2013 lesen Sie hier:</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span id="more-8681"></span></p>
<blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Pressemitteilung der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, 07. Juni 2013</strong></p>
<div id="content-header" dir="LTR">
<h1 class="western"><strong><span style="font-size: small;">Schutzkonzept für Kornweihen im Nationalpark</span></strong></h1>
</div>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Kornweihen sind Greifvögel und die Charakterart der Dünenlandschaften auf den Ostfriesischen Inseln im UNESCO Weltnaturerbe und Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Für die Insel Norderney ist die Kornweihe sogar die Symbolart. Früher waren Kornweihen weit verbreitet, doch mittlerweile gehören sie in Deutschland zu den seltensten und am stärksten bedrohten Brutvogelarten.</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Deutschlandweit gibt es aktuell weniger als 50 Brutpaare, ein großer Teil davon brütet auf den niedersächsischen Wattenmeerinseln. Damit besitzt der Nationalpark eine herausragende Bedeutung als Lebensraum für brütende Kornweihen. „Gleichzeitig bedeutet dies aber auch eine besondere nationale Verantwortung für den Schutz und Erhalt dieser Brutpopulation, denn der Brutbestand der Kornweihen geht dramatisch zurück“, stellt Nationalpark-Leiter Peter Südbeck fest. Gemeinsam mit Bürgermeister Frank Ulrichs, Nadine Oberdiek (Uni Oldenburg) und Jürgen Rahmel (Nationalpark-Haus) stellte er jetzt auf Norderney ein Projekt für Erforschung und Schutz der Kornweihen im Nationalpark vor.</strong></p>
<p><strong>Nach einem lang anhaltenden Bestandsanstieg im Wattenmeer bis Ende der 1990er Jahre ist der Populationstrend der Kornweihen seither dramatisch rückläufig. Binnen zehn Jahren ging der Bestand um 60 Prozent zurück. Die Gründe für diese Besorgnis erregende Bestandsentwicklung sind bisher nicht hinreichend geklärt. Es muss befürchtet werden, dass für die Kornweihenpopulation überlebenswichtige Gebiete nicht mehr den Ansprüchen für ein erfolgreiches Brüten genügen können. Darüber hinaus sind die Rast- und Überwinterungsgebiete niedersächsischer Kornweihen sowie die dortigen Habitat- und Überlebensbedingungen ebenfalls unbekannt. Fest steht, dass nur ein kleiner Anteil der hier geborenen Vögel selbst zum Brüten in den Nationalpark zurückkehrt.</strong></p>
<p><strong>Vor diesem Hintergrund ergibt sich ein dringender Handlungsbedarf für den langfristigen Erhalt der Kornweihen vor allem im Wattenmeer, aber auch deutschlandweit. Ein nun ins Leben gerufenes Kooperationsprojekt zwischen der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und der Arbeitsgruppe Landschaftsökologie der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg soll die Gründe für den alarmierenden Abwärtstrend aufklären, um ein ökologisches Verständnis der kritischen Entwicklung des Kornweihenbrutbestandes zu erlangen.</strong><br />
<strong> Aufbauend auf einem bereits bestehendem Farbberingungsprogramm für Kornweihen im niedersächsischen Wattenmeer und einem 2008 begonnenen Bruterfolgsmonitoring sollen in den kommenden Jahren weitere Untersuchungen zu Nahrung sowie zur Qualität von Brut- und Überwinterungsgebieten durchgeführt werden. Schwerpunkt der Untersuchungen wird der Einsatz einer innovativen Sendertechnik sein, die es erlaubt, die Bewegungsmuster der Kornweihen im Brutgebiet detailliert aufzuzeichnen. Gleichzeitig findet eine qualitative wie quantitative Erfassung der Beutetierpopulationen (Wühlmäuse) im Brutgebiet statt. Mit Hilfe von Satellitensendern können die Flugrouten sowie Rast- und Überwinterungsgebiete unserer Wattenmeer-Kornweihen  verfolgt werden.</strong></p>
<p><strong>„Ziel ist es, Wissenslücken zur Brut-, Nahrungs- und Winterökologie von Kornweihen zu schließen und potenzielle Rückgangsursachen aufzuzeigen, um die Populationsdynamik der Kornweihen besser zu verstehen“, erklärt Nadine Oberdiek, die an der Uni Oldenburg für das Projekt verantwortlich ist. „Mit diesen Erkenntnissen können geeignete Schutzmaßnahmen entwickelt und sofort umgesetzt werden, die – als maßgebendes Ergebnis des Projektes – in die Erstellung eines effektiven Schutzkonzeptes für Kornweihen in den Kernhabitaten an unserer Küste einfließen“. Die enge Verbindung von Naturschutz-Forschung und der direkten Umsetzung von Naturschutz-Maßnahmen verspricht dabei eine besondere Wirkung.</strong><br />
<strong> Gefördert wird dieses 4-jährige angewandte Kooperationsvorhaben von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).</strong></p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wattenrat.de/2013/06/kornweihe-schutzkonzept-im-nationalpark-niedersachsisches-wattenmeer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>NABU: die Stunde der Mitgliederwerbung</title>
		<link>http://www.wattenrat.de/2013/06/nabu-die-stunde-der-mitgliederwerbung/</link>
		<comments>http://www.wattenrat.de/2013/06/nabu-die-stunde-der-mitgliederwerbung/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 10 Jun 2013 06:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Verbände]]></category>
		<category><![CDATA[Die Stunde der Gartenvögel]]></category>
		<category><![CDATA[Mailing-Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[Mitgliederwerbung]]></category>
		<category><![CDATA[NABU]]></category>
		<category><![CDATA[Wattenrat]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wattenrat.de/?p=8670</guid>
		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Screenshot (Bildzitat) http://www.nabu.de/aktionenundprojekte/stundedergartenvoegel/</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Der NABU rief, und die Vogelzähler kamen wieder einmal zur „Stunde der Gartenvögel“. Erneut zog der Naturschutzbund Deutschland seine alljährliche Marketing-Nummer ab, die vorgibt, Aussagen über die Bestandsentwicklung von sog. „Gartenvögeln“ zu machen: „Vögel in der Nähe beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen, dabei tolle Preise gewinnen und die Kenntnisse über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8673" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/06/Stunde-der-Gartenvoegel.jpg"><img class="size-medium wp-image-8673" title="NABU: Stunde der Gartenvoegel" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/06/Stunde-der-Gartenvoegel-300x197.jpg" alt="" width="300" height="197" /></a><p class="wp-caption-text">Screenshot (Bildzitat) http://www.nabu.de/aktionenundprojekte/stundedergartenvoegel/</p></div>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Der NABU rief, und die Vogelzähler kamen wieder einmal zur „Stunde der Gartenvögel“. Erneut zog der Naturschutzbund Deutschland seine alljährliche Marketing-Nummer ab, die vorgibt, Aussagen über die Bestandsentwicklung von sog. „Gartenvögeln“ zu machen:<em><strong> „Vögel in der Nähe beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen, dabei tolle Preise gewinnen und die Kenntnisse über unsere Vogelwelt steigern – all das vereint die Aktion ´Stunde der Gartenvögel`. Dabei sind Vogelfreunde quer durch die Republik aufgerufen, eine Stunde lang alle Vögel zu notieren und dem NABU zu melden&#8230;..Ziel der Aktion ist ein deutschlandweites und möglichst genaues Bild von der Vogelwelt in unseren Städten und Dörfern zu erhalten. Dabei geht es nicht um exakte Bestandszahlen aller Vögel, sondern vielmehr darum Anteile und Trends von Populationen zu ermitteln.“</strong></em>, so der O-Ton des NABU auf seiner Bundeswebseite. 40.000 Teilnehmer soll die Aktion in diesem Jahr gehabt haben, mit mehr als einer Million gezählter Vögel in mehr als 30.000 Gärten.<span id="more-8670"></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Dahinter steckt wieder einmal eine Adressensammelaktion von potenziellen Mitgliedern. Jeder gutgläubige Teilnehmer, der noch nicht NABU-Mitglied ist, erhält nach seiner Teilnahme an seine Adresse eine Aufforderung zur Mitgliedschaft im NABU, Mailings nennt man diese Art der Adressengewinnung. Einen wissenschaftlichen Wert hat die „Stunde er Gartenvögel nicht“: Die Zähler haben die unterschiedlichsten Vorkenntnisse über die Vogelarten, Gärten sind völlig verschieden strukturiert, mit Auswirkungen auf die Vogelbestände in ihnen, und die einmalige und nicht standardisierte Momentaufnahme der beobachteten Vögel kann nichts über irgendwelche Bestandsentwicklungen aussagen. Diese Art der Vogelerfassung nützt nur dem NABU und der Erhaltung der hauptamtlichen Geschäftsstellen, der damit die Anzahl seiner zahlenden Mitglieder, die überwiegend Karteileichen und keine aktiven Naturschützer sind, erhöht. Die Presse unterstützt in jedem Jahr diese Werbeaktion; viele Tageszeitungen und Fernsehsender weisen im redaktionellen Teil auf die Zähltage hin, ohne die Hintergründe zu beleuchten, eine jährliche kostenlose PR-Aktion!</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die Ergebnisse waren wieder einmal &#8220;beeindruckend&#8221;: Die am häufigsten beobachteten Vögel waren in der Reihenfolge der Haussperling, die Amsel, die Kohlmeise und die Blaumeise, wer hätte das gedacht! Aber der NABU kann auch anders, um an potenzielle Mitglieder zu gelangen. Mit Drückerkolonnen einer gewerblichen Werbeagentur werden in jedem Jahr an der Haustür von Studenten, als NABUben mit einem T-Shirt verkleidet, Hausbewohner geworben. Die Studenten verdienen sich damit bis zu dem mehrfachen einer NABU-Jahresmitgliedschaft, die zunächst in die Werbeagentur und dann später erst an den NABU fließt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wattenrat.de/2013/06/nabu-die-stunde-der-mitgliederwerbung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Offshore-Windenergie: „Alternative Einkommensquelle für Küstenfischer“ durch Überwachungsaufgaben</title>
		<link>http://www.wattenrat.de/2013/06/offshore-windenergie-%e2%80%9ealternative-einkommensquelle-fur-kustenfischer%e2%80%9c-durch-uberwachungsaufgaben/</link>
		<comments>http://www.wattenrat.de/2013/06/offshore-windenergie-%e2%80%9ealternative-einkommensquelle-fur-kustenfischer%e2%80%9c-durch-uberwachungsaufgaben/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 09 Jun 2013 09:21:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Windkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildungsverordnung]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Connemann]]></category>
		<category><![CDATA[Dirk Sander]]></category>
		<category><![CDATA[Energiewende]]></category>
		<category><![CDATA[Fischerei]]></category>
		<category><![CDATA[Offshore]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherungsmaßnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Windenergie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wattenrat.de/?p=8653</guid>
		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Energiegewendete Küstenfischer: Offshore-Euros statt Fisch?</p>
<p>Die Küstenfischerei hat bisher nur Nachteile durch den Bau von Offshore—Wind“parks“ und die damit verbundenen Anbindungen mit Kabeltrassen. Während der Bau- und Wartungsarbeiten müssen ehemalige Fanggebiete weiträumig umfahren werden, mit den daraus resultierenden Fangeinbußen. Nun will man die Fischer mit der „Energiewende“ und zusätzlichen Einkommenquellen ködern. </p>
<p class="western">Der Vorsitzende der AG [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8657" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/06/Kutter_Moewen.jpg"><img class="size-full wp-image-8657" title="Kutter_Moewen_ Foto (C): Eilert Voß" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/06/Kutter_Moewen.jpg" alt="" width="600" height="393" /></a><p class="wp-caption-text">Energiegewendete Küstenfischer: Offshore-Euros statt Fisch?</p></div>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">Die Küstenfischerei hat bisher nur Nachteile durch den Bau von Offshore—Wind“parks“ und die damit verbundenen Anbindungen mit Kabeltrassen. Während der Bau- und Wartungsarbeiten müssen ehemalige Fanggebiete weiträumig umfahren werden, mit den daraus resultierenden Fangeinbußen. Nun will man die Fischer mit der „Energiewende“ und zusätzlichen Einkommenquellen ködern. <span id="more-8653"></span></span></span></p>
<p class="western"><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">Der </span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">Vorsitzende der </span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">AG Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Franz-Josef Holzenkamp, und die zuständige Berichterstatterin Gitta Connemann, fischereipolitische Sprecherin der CDU-Bundestagsfraktion, ha</span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">ben</span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;"> sich beim Bundesverkehrsministerium für eine Änderung der Ausbildungsverordnung für Küstenfischer eingesetzt. Wenn das durchgeht, dürfen auch Schiffsführer mit dem B-Kü-Patent in Zukunft Sicherungs- und Überwachungsaufgaben </span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">um die Windturbinenfelder ausführen. Dafür müsste Ausbildungsverordnung </span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">allerdings </span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">so geändert werden, dass sie mit diesem Patent auch die Überwachungseinsätze fahren dürften. </span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">D</span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">erzeit </span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">überwachen </span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">etwa 25 Sicherungsschiffe, die ausschließlich ausländischen Unternehmen gehören, </span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">die Offshore-Arbeiten in der Nordsee. Durch das lukrative Überwachungs-„Zubrot“ könnten die Fischer zunächst ruhig gestellt werden </span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">und im wahrsten Sinne des Wortes gegen Bares mit ins Boot </span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">der </span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">unbeliebten </span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">Industrialisierung der Nordsee und der Fanggründe mit Windturbinen </span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">geholt werden. </span></span></p>
<h1 class="western"></h1>
<div id="attachment_8658" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/06/Dirk_Sander_Fischereipraesident.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-8658" title="Dirk_Sander_Fischereipraesident, Foto (C): Eilert Voß" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/06/Dirk_Sander_Fischereipraesident-250x250.jpg" alt="" width="250" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Landesfischereipräsident Dirk Sander</p></div>
<h1 class="western"><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">Das Honorar für die bi</span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">s</span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">herigen Sicherungsschiffe, die u.a. darauf achten, da</span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">s</span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">s die Baustellen nicht von anderen Schiffen befahren oder gar Anker geworfen werden, beträgt </span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">je Schiffseinheit </span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">ca. 5000 Euro pro </span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">24 Stunden</span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">. </span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">Dirk Sander, </span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">Landesfischereipräsident</span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">, will es günstiger machen. </span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">E</span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">r rechnet mit 3000 Euro pro Tagessatz, </span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">wenn denn die Ausbildungsverordnung entsprechend geändert wird. Sander tat sich schon einmal beim Bau der Statoil-Europipe durch den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer laut tönend hervor. Damals, Mitte der Neunziger, drohte er </span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">auf öffentlichen Informationsveranstaltungen </span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">dem no</span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">r</span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">wegischen Energiemulti mit „Hafenblockaden“, wenn die Europipe durch das Wattenmeer gebaut werde. Sie wurde gebaut, </span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">schließlich sogar </span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">mit Sanders Hilfe. </span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">Sander heuerte bei Statoil an und übernahm Aufträge für das Unternehmen. </span></span></h1>
<h1 class="western"><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">Dem Vernehmen nach will das Bundesverkehrsministerium schon E</span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">n</span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">de Juli 2013 die Ausbildungsverordnung für die Fischer ändern, die „Energiewende“ macht auch dieses möglich.</span></span></h1>
<p><em><strong>Link:</strong></em> <a title="FAZ: Krabbenfischer auf Krabbenpatrouille" href="http://fazjob.net/ratgeber-und-service/beruf-und-chance/umwelttechnik/122711_Krabbenfischer-auf-Kabelpatrouille.html" target="_blank">FAZ, 02. Juni 2013, Krabbenfischer auf Krabbenpatrouille</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote>
<p style="margin-bottom: 0.35cm; line-height: 115%;" lang=""><strong><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">CDU/CSU Fraktion im Deutschen Bundestag</span></span></strong></p>
<p style="margin-bottom: 0.35cm; line-height: 115%;" lang=""><strong><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Pressemitteilung 15.April 2013</span></span></strong></p>
<p style="margin-bottom: 0.35cm; line-height: 115%;" lang=""><strong><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Deutsche Fischer können künftig Off-Shore-Kabel sichern</span></span></strong></p>
<p style="margin-bottom: 0.35cm; line-height: 115%;" lang=""><strong><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Alternative Einkommensquellen erschließen</span></span></strong></p>
<p style="margin-bottom: 0.35cm; line-height: 115%;" lang=""><strong><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Gitta Connemann, Franz-Josef Holzenkamp</span></span></strong></p>
<p style="margin-bottom: 0.35cm; line-height: 115%;" lang=""><strong> <span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Bislang konnten deutsche Fischer, denen ein Schiffsoffizier-Patent fehlt, nicht in die Sicherung von Off-Shore-Kabeln auf See eingebunden werden. Mit der Anpassung der Schiffsoffizier-Ausbildungsverordnung ändert sich dies nun. Dazu erklären der Vorsitzende der AG Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Franz-Josef Holzenkamp, und die zuständige Berichterstatterin Gitta Connemann:</span></span></strong></p>
<p style="margin-bottom: 0.35cm; line-height: 115%;" lang=""><strong> „<span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Endlich können auch unsere Fischer für die Sicherung von Off-Shore-Kabeln auf See eingesetzt werden. Bislang wurden die Aufträge – sehr zum Ärger der deutschen Fischer – ausschließlich an ausländische Unternehmen vergeben. Begründung der Behörden: Den meisten deutschen Fischern fehlt ein für diese Aufgabe notwendiges Patent nach der Schiffsoffiziersausbildungs-Verord­nung. Auf unser Drängen hin ändert das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung noch vor Ende der Legislaturperiode die Verordnung. Dann können Sicherungsaufträge auch an Fischer vergeben werden, die nur das Patent für die Küstenfischerei besitzen.</span></span></strong></p>
<p style="margin-bottom: 0.35cm; line-height: 115%;" lang=""><strong> <span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Dies ist auch deshalb notwendig, weil es gerade die deutschen Fischer sind, die infolge der Fischerei-Beschränkungen der EU herbe finanzielle Verluste zu verkraften haben. Gleichzeitig werden sie durch bürokratische Vorschriften im eigenen Land gehindert, sich alternative Einkommensquellen zu erschließen.</span></span></strong></p>
<p style="margin-bottom: 0.35cm; line-height: 115%;" lang=""><strong> <span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Die Sicherungsmaßnahme war notwendig geworden, da die Einspülung des Kabels, welches die Offshore-Windparks Borwin 1 und alphaventus vor Borkum mit dem Festland verbindet, nicht in der geforderten Tiefe von 1,50 Meter gelungen war. Es ist geplant, das Kabel nun durch Steinaufschüttungen zu schützen bzw. eine erneute Einspülung zu versuchen.</span></span></strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong> <span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;"><span lang="">Auch zukünftig wird es deshalb erforderlich bleiben, die Kabelstrecke rund um die Uhr durch Boote zu schützen, da sich Fischnetze an den Steinen verfangen und damit Netze und Kabel beschädigt werden können.“</span></span></span></strong></p>
</blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wattenrat.de/2013/06/offshore-windenergie-%e2%80%9ealternative-einkommensquelle-fur-kustenfischer%e2%80%9c-durch-uberwachungsaufgaben/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schöne Aussicht: Offshore-Windpark &#8220;Riffgat&#8221; vor Borkum</title>
		<link>http://www.wattenrat.de/2013/05/schone-aussicht-offshore-windpark-riffgat-vor-borkum/</link>
		<comments>http://www.wattenrat.de/2013/05/schone-aussicht-offshore-windpark-riffgat-vor-borkum/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 27 May 2013 09:13:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Windkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Borkum]]></category>
		<category><![CDATA[Fino]]></category>
		<category><![CDATA[Offshore]]></category>
		<category><![CDATA[Riffgat]]></category>
		<category><![CDATA[Schweinswale]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehrstrennungsgebiet]]></category>
		<category><![CDATA[Vogelzug]]></category>
		<category><![CDATA[Wattenrat]]></category>
		<category><![CDATA[Windenergie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wattenrat.de/?p=8620</guid>
		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Schöne Aussicht:  Windpark &#34;Riffgat&#34; mit dem Spezialschiff  &#34;Bold Tern&#34; (rechts) vor Borkum, von der Strandpromenade aus fotografiert</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Schöne Aussicht von der Insel Borkum in Richtung See: Der Wind&#8221;park&#8221; &#8220;Riffgat&#8221; ca. 15 km vor Borkum, gebaut vom regionalen Energieunternehmen EWE (Oldenburg) in Kooperation mit dem Projektentwickler ENOVA (Bunderhee). Der Standort „Riffgat“ liegt in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8622" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/05/Alpha_Ventus_9Mai2013.jpg"><img class="size-full wp-image-8622" title="Alpha_Ventus_09Mai2013, Foto (C): Voß" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/05/Alpha_Ventus_9Mai2013.jpg" alt="" width="600" height="408" /></a><p class="wp-caption-text">Schöne Aussicht:  Windpark &quot;Riffgat&quot; mit dem Spezialschiff  &quot;Bold Tern&quot; (rechts) vor Borkum, von der Strandpromenade aus fotografiert</p></div>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Schöne Aussicht von der Insel Borkum in Richtung See: Der Wind&#8221;park&#8221; &#8220;Riffgat&#8221; ca. 15 km vor Borkum, gebaut vom regionalen Energieunternehmen EWE (Oldenburg) in Kooperation mit dem Projektentwickler ENOVA (Bunderhee). <span style="font-style: normal;"><span style="text-decoration: none;"><span style="font-weight: normal;">Der Standort „</span></span></span><span style="font-style: normal;"><span style="text-decoration: none;"><span style="font-weight: normal;">R</span></span></span><span style="font-style: normal;"><span style="text-decoration: none;"><span style="font-weight: normal;">iffgat“ </span></span></span><span style="font-style: normal;"><span style="text-decoration: none;"><span style="font-weight: normal;">liegt in ca.</span></span></span><span style="font-style: normal;"><span style="text-decoration: none;"><span style="font-weight: normal;"> vier Kilometern Entfernung südlich zum Verkehrstrennungsgebiet Terschelling – Deutsche Bucht, </span></span></span><span style="font-style: normal;"><span style="text-decoration: none;"><span style="font-weight: normal;">einem stark befahrenen Schifffahrtsweg, und </span></span></span><span style="font-style: normal;"><span style="text-decoration: none;"><span style="font-weight: normal;">etwa vier Kilometer westlich der Grenze zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Der Offshore-Windpark wird innerhalb der 12-Seemeilen-Zone im Küstenmeer errichtet </span></span></span><span style="font-style: normal;"><span style="text-decoration: none;"><span style="font-weight: normal;">und liegt damit in der</span></span></span><span style="font-style: normal;"><span style="text-decoration: none;"><span style="font-weight: normal;"> Zuständigkeit des Bundeslandes Niedersachsen. </span></span></span><span style="font-style: normal;"><span style="text-decoration: none;"><span style="font-weight: normal;">Im Sommer 2013 soll das Windturbinenfeld mit 30 Anlagen in Betrieb gehen. <span id="more-8620"></span></span></span></span>Nur bei Dunkelheit, dunstigem Wetter und bei Nebel werden die Anlagen unsichtbar sein, aber auch für die vielen Zugvögel, für die die Anlagen dann zu einer tödlichen Gefahr werden. Auf der benachbarten Forschungsplattform „Fino 1“ wurde <span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">dies bereits dokumentiert:</span></span></p>
<blockquote><p><strong>Vogelschlag auf FINO 1 </strong></p>
<p><strong>Besuche der unbemannten Plattform durch Projektmitarbeiter oder anderes Personal wurden dazu genutzt, nach verunglückten Vögeln zu suchen. Bei 36 von 159 Besuchen wurden insgesamt 770 tote Vögel (35 Arten) gefunden. Am häufigsten waren Drosseln und Stare mit zusammen 85 % vertreten. Da nur wenige Individuen abgemagert waren und zudem zwei Drittel der Vögel äußerlich erkennbare Verletzungen aufwiesen, dürfte es sich nahezu ausschließlich um Kollisionsopfer gehandelt haben. Angesichts der wenigen Kontrollen, des Aufbaus der Plattform (80 m hoher Gittermast über kleinem Deck) sowie der hohen Wahrscheinlichkeit, ins Wasser zu fallen oder von rastenden Möwen gefressen zu werden, ist offensichtlich, dass es sich bei den gefundenen Opfern nur um einen Bruchteil der tatsächlich mit der Plattform kollidierten Vögel gehandelt hat. Über 50% der nachgewiesenen Kollisionen erfolgten anscheinend in nur zwei Nächten, jeweils mit SE-Wind und Phasen geringer Sichtweite und Nebel/Nieselregen. Trotz des höheren Druck, auch bei schlechtem Wetter zu ziehen, wurden im Frühjahr weniger tote Vögel gefunden. (Quelle: <a title="Finobird" href="http://www.ifv-vogelwarte.de/files/offshore/FKZ0329983_FINOBIRD_Abschlussbericht.pdf" target="_blank">Auswirkungen auf den Vogelzug- Begleitforschung im Offshore-Bereich auf Forschungsplattformen in der Nordsee FINOBIRD</a>)</strong></p></blockquote>
<p>Für die Kleinen Tümmler (Schweinswale) muss der Bau der Windkraftanlagen eine Tortur gewesen sein. Mit sehr hohen Schalldrücken von weit über 200 Dezibel wurden die Fundamente der Windturbinen gerammt, je Pfeiler mit bis zu 3000 Schlägen. Als &#8220;verträglich&#8221; wird der Schalldruck von 160 dbA angenommen, von der Industrie. Auch das entspricht noch dem Abschussknall eines Artilleriegeschosses. Im Sommer 2012, während für &#8220;Riffgat&#8221; gerammt wurde, trieben allein in Schleswig-Holstein an der Westküste über 130 tote Tümmler an; ein Zusammenhang mit  Rammarbeiten z.B. vor Borkum liegt nahe. Keiner der toten Kleinwale wurde auf Organschäden untersucht, obwohl dies nach dem Walschutzabkommen ASCOBANS vorgesehen ist.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Links:</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><a title="Zugvogelmassaker auf See" href="http://www.wattenrat.de/wind/wind113.htm" target="_blank">Zugvogelmassaker auf See</a></p>
<p><a title="Schweinswale - Offshore-Lärm" href="http://www.wattenrat.de/2012/11/schweinswale-und-offshore-larm-wahrnehmungsstorungen-der-umweltorganisationen/" target="_blank">Schweinswale und Offshore-Lärm: Wahrnehmungsstörungen der Umweltorganisationen?</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wattenrat.de/2013/05/schone-aussicht-offshore-windpark-riffgat-vor-borkum/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die neue Sau im Dorf: Mutterkorn am Schlickgras</title>
		<link>http://www.wattenrat.de/2013/05/die-neue-sau-im-dorf-mutterkorn-am-schlickgras/</link>
		<comments>http://www.wattenrat.de/2013/05/die-neue-sau-im-dorf-mutterkorn-am-schlickgras/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 25 May 2013 12:17:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Küstenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wattenmeer]]></category>
		<category><![CDATA[Botanisches Institut]]></category>
		<category><![CDATA[Claviceps purpurea]]></category>
		<category><![CDATA[Mutterkorn]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer]]></category>
		<category><![CDATA[Salzwiese]]></category>
		<category><![CDATA[Schlickgras]]></category>
		<category><![CDATA[Spartina]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Hannover]]></category>
		<category><![CDATA[Wattenrat]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wattenrat.de/?p=8591</guid>
		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Schlickgrashorst im Wattenmeer, im Hintergrund Brandenten, Dornumersiel/LK Aurich, Mai 2013</p>
<p style="font-weight: normal;">Das Leben an der Küste ist bekanntlich gefährlich: Orkane, Sturmfluten, Dünenabbrüche, Ebbe und Flut, gefräßige asiatische Gänse und nun auch noch das Schlickgras (Spartina spec.), das im weichen Wattensediment wächst, verursachen immer wieder Schlagzeilen. Das Schlickgras mit Migrationshintergrund, eine sog. „invasive Art“, kam vermutlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8598" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/05/Schlickgras_Dornumersiel_24Mai2013.jpg"><img class="size-full wp-image-8598" title="Schlickgras_Dornumersiel_24Mai2013, Foto (C): Manfred Knake" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/05/Schlickgras_Dornumersiel_24Mai2013.jpg" alt="" width="600" height="450" /></a><p class="wp-caption-text">Schlickgrashorst im Wattenmeer, im Hintergrund Brandenten, Dornumersiel/LK Aurich, Mai 2013</p></div>
<p style="font-weight: normal;"><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">Da</span></span>s Leben an der Küste ist bekanntlich gefährlich: Orkane, Sturmfluten, Dünenabbrüche, Ebbe und Flut, gefräßige asiatische Gänse und nun auch noch das Schlickgras (<em>Spartina spec.</em>), das im weichen Wattensediment wächst, verursachen immer wieder Schlagzeilen. Das Schlickgras mit Migrationshintergrund, eine sog. „invasive Art“, kam vermutlich schon vor über hundert Jahren mit Ballastwasser der Schiffe aus Nordamerika oder England ins Wattenmeer, wurzelte und mutierte hier und wurde zeitweilig auch gezielt als Sedimentfänger für den Küstenschutz im Wattenmeer angepflanzt. Das funktionierte aber nicht so gut, weil Schlickgras überwiegend isolierte Horste im Watt bildet. Nun wuchs es jahrzehntelang weiter völlig ungestört und kaum beachtet vor sich hin, bis Botaniker der Leibniz Universität in Hannover am Jadebusen pilzbefallenes Schlickgras entdeckten. <span id="more-8591"></span>Der Parasit<em> Claviceps purpurea</em>, auch als Mutterkorn bekannt, siedelt gerne auf Gräsern und Getreidepflanzen und verursachte schon häufig Todesfälle, als Getreide noch nicht gründlich gereinigt wurde und der Pilz so ins Brot und die Menschen gelangte. Diese Zeiten sind allerdings in unseren Breiten vorbei.</p>
<p style="text-align: left;" align="LEFT">Die Botaniker aus Hannover allerdings wähnten mit ihrer Entdeckung des Mutterkorns an Spartina aber gleich eine neue große Gefahr für Kinder, Hunde oder Schafe, die, wenn sie denn mit dem Mutterkorn im Watt in Berührung kämen, sogar tot umfallen könnten. Flugs verbreiteten sie diese Horrorgeschichte per Pressemitteilung der Universität (s.u.). Meldungen dieser Art verbreiten sich bekanntlich immer gut, die Nachrichtenagentur dpa und der Norddeutsche Rundfunk hauten richtig rein und übernahmen die Pressemitteilung der Universität Hannover ungeprüft, ist ja Wissenschaft und Recherche in unserer vorgeblichen Informationsgesellschaft war sowieso gestern. Und so raste diese Meldung als neu Sau des Dorfes vom Norden bis in den Süden der Republik und machte das vorher völlig unbekannte Schlickgras schlagartig berühmt, und vor allem berüchtigt.</p>
<div id="attachment_8606" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/05/Pfuhlschnepfen_im_Schlickgras_Norderney_12Mai20131.jpg"><img class="size-full wp-image-8606" title="Pfuhlschnepfen_im_Schlickgras_Norderney_12Mai2013 Foto (C): Eilert Vo0" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/05/Pfuhlschnepfen_im_Schlickgras_Norderney_12Mai20131.jpg" alt="" width="600" height="399" /></a><p class="wp-caption-text">Pfuhlschnepfen im Schlickgras: Norderney, 12. Mai 2013</p></div>
<p style="text-align: left;" align="LEFT">Nur, welches Kind isst Schlickgras, und welcher Hund rennt in den weichen Schlick, versinkt dort und macht sich anschließend über das Gras her? Sogar Schafe meiden das weiche Wattensediment, dort wo das Schlickgras wächst und in dem sie nicht mehr laufen können, und halten sich lieber an das viel weichere Andelgras auf den trittfesten Salzwiesen vor den Deichen. Bisher wurden auch noch keine sich suhlende Kleinkinder-Krabbelgruppen oder sich im Todeskampf wälzenden Schafe in den Spartinabeständen des Wattenmeeres beobachtet. Die Schafe an den Deichen oder in den Salzwiesen kommen ohnehin eher durch unbeaufsichtigte Hunde ums Leben, die lieber Schafe hetzen anstatt Spartina zu fressen. Auch körnerfressende Kleinvögel wie Ohrenlerchen oder Schneeammern, die sich auf dem Zuge in großen Scharen am Wattenmeer aufhalten, fielen bisher nicht als Mutterkornopfer im Spülsaum auf.</p>
<p style="text-align: left;" align="LEFT">Die Natur hält für uns Menschen noch weit mehr und wesentlich verbreitetere Gefahren als Mutterkorn auf Spartina in Form von Giftpilzen oder giftigen Pflanzen wie Fingerhut, Eisenhut oder Goldregen bereit, die Aufregung darüber hält sich aber in Grenzen.</p>
<p style="text-align: left;" align="LEFT">Wie lange das Mutterkorn an Spartina bereits im deutschen Wattenmeer parasitiert, ist nirgends festgehalten. Hätten die Botaniker der Uni Hannover ihre Hausaufgaben gemacht, wären ihnen die seit Jahren bekannten Veröffentlichungen aus den USA oder Großbritannien zu Claviceps aufgefallen. Danach ist der Pilz Claviceps auf Schlickgras längst bekannt, und zwar weltweit! Einige Wissenschaftler gehen sogar davon aus, dass der Befall mit Mutterkorn die Schlickgrasbestände reduzieren könnte.</p>
<div id="attachment_8594" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/05/Spartina_Horste_dazwischen_Queller_Strandsode_ua.jpg"><img class="size-full wp-image-8594" title="Spartina_Horste_dazwischen_Queller_Strandsode Foto (C): Eilert Voß" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/05/Spartina_Horste_dazwischen_Queller_Strandsode_ua.jpg" alt="" width="600" height="399" /></a><p class="wp-caption-text">Herbstliche Spartinahorste im Watt (im Vorder- und Hintergrund), dazwischen Strandsode (rot)</p></div>
<p style="text-align: left;" align="LEFT">Was die Forscher aus Hannover dazu bewogen haben mag, aus dem Pilz eine Horrornummer zu machen, kann nur vermutet werden. Man kommt aber selber drauf, wenn man die Pressemitteilung gründlich liest: <em><strong>„Um weiter in dem Bereich forschen zu können, brauchen wir fachliche und finanzielle Unterstützung.“</strong></em> Na also, es geht also wieder einmal ums Geld, und klappern gehört eben zum Handwerk. Diese Nummer wurden bereits von den politisch motivierten Klimamodellierern im großen Stil perfektioniert: unglaubliche Gefahren für die Menschheit vorhersagen, vermeintliche Lösungen entwerfen, Forschungsgelder beantragen, mit Drittmitteln Stellen und Aufträge sichern. Das Botanische Institut der Universität Hannover könnte sich so den Pilz im Schlick zur Lebensaufgabe machen, mit geschickt inszenierter Drittmittelwerbung die eigene Existenz langfristig sichern helfen und jahrelang weiterwerkeln am Schlickgras.</p>
<p style="text-align: left;" align="LEFT">So richtig ernst nahm sogar die Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven die Forscher nicht. „Wir haben unsere Erkenntnisse den zuständigen Ämtern und der Nationalparkverwaltung mitgeteilt“, schrieb Prof. Jutta Papenbrock von der Uni Hannover in der Pressemitteilung. „Die Reaktionen seien bisher allerdings dünn.“ Schließlich meldete sich auch der Tourismusverband Nordsee öffentlich zu Wort, jedoch nur besorgt um den Rückgang der Übernachtungszahlen an der Wattenküste ob der schrecklichen Meldung so kurz vor dem Beginn der Hauptsaison: Der Pilz sei keine Gefahr für Menschen, da das Schlickgras keine Nahrungspflanze sei, wie wahr.</p>
<p style="text-align: left;" align="LEFT">Die Gefahr für das Wattenmeer mit seinen Tieren und Pflanzen geht dann auch eher von der beworbenen Masse Mensch aus, die kaum Kenntnisse über die Lebensansprüche von Küstenvögeln, Seehunden oder den Pflanzen hat und „dank“ der Tourismusindustrie die letzten Winkel dieses Lebensraumes erschließt, zu Fuß, mit dem Rad, per Flugzeug, Boot oder dem Kiterbrett, mit oder ohne Hund, zum Schaden der Tiere und Pflanzen des viel beworbenen „Weltnaturerbes“.</p>
<p style="text-align: left;" align="LEFT">Um es aus dem Blickwinkel des um das Wattenmeer besorgten Naturschützer zu formulieren: So verkehrt wäre es indes nicht, wenn durch die Meldung der Universität Hannover und das Mutterkorn im Schlickgras zu Tode verängstigte Nordseeurlauber ihre Erholungsorte auch mal wechseln würden. Will sagen, liebe Massentouristen, macht doch auch mal woanders Urlaub und trefft Euch da, wo der Pfeffer und nicht das Schlickgras wächst&#8230;.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Literatur:</strong></p>
<p style="text-align: left;">* Freybould, Gray, Clark: The long-term epidemic of Claviceps purpurea on Spartina in Pool Harbour, Institute of Terristrial Ecology, Wareham, Dorset, UK, 1997</p>
<p style="text-align: left;">* Fisher et al.: Salt Marsh Claviceps purpurea in Native and Invaded Spartina Marshes in Northern California, 380 Plant Disease / Vol. 91 No. 4; Zitat daraus &#8220;The fungal pathogen Claviceps purpurea (subgroup G3) has a worldwide distribution on salt marsh Spartina spp&#8230;.&#8221;</p>
<p style="text-align: left;">* Gray et al.: A century of evolution in Spartina anglica. Adv. Ecol. Res., 21, 1-62</p>
<p style="text-align: left;">&#8212;</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;"><strong>Leibniz Universität Hannover, Presseinformation vom 22.05.2013</strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Giftiger Parasit an der Küste entdeckt</strong></p>
<p style="text-align: left;" align="LEFT"><strong>Mutterkorn befällt große Schlickgras-Flächen an der Nordsee</strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Eigentlich wollten sie nur Saatgut für ein Botanik-Forschungsprojekt an der Nordseeküste sammeln. Doch als die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Instituts in der Salzmarsch am Jadebusen unterwegs waren, machten sie eine erstaunliche Entdeckung. Fast überall in den Rispen des dort wachsenden Schlickgrases, Spartina anglica, fanden sie violett-schwarz schillernde sporenartige Gebilde. Die Nachwuchswissenschaftler schickten Fotos davon nach Hannover und brachten Proben mit. „Als ich die Bilder sah, habe ich sofort an Mutterkorn gedacht“, erinnert sich Prof. Jutta Papenbrock vom Institut für Botanik.</strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Mutterkorn, mit korrektem Namen Claviceps purpurea, befällt als Pilz normalerweise Roggen, aber auch andere Getreidepflanzen, und ist hochgiftig. Im Mittelalter war die Mutterkorn-Vergiftung, das so genannte Antoniusfeuer, mit geistiger Verwirrung und zum Tode führenden Organschäden extrem gefürchtet. Eine Darstellung auf dem Isenheimer Altar von Matthias Grünewald in Colmar zeigt eindrucksvoll einen Menschen, der am „Antoniusfeuer“ leidet. Heute besteht durch das Sieben von Getreide in der konventionellen Landwirtschaft keine Gefahr mehr.</strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong>„Dass Claviceps auch Schlickgras besiedelt, war uns neu“, sagt Prof. Papenbrock. Um den Ausmaß des Befalls genauer abschätzen zu können, fuhren Mitarbeiter des Instituts die gesamte Wattenmeerküste von den Niederlanden bis nach Dänemark ab und untersuchten die Schlickgras-Bestände. Und tatsächlich – überall in den Rispen fanden sich die Überwinterungsorgane des Pilzes, sogenannte Sklerotien, und zwar deutlich mehr, als sonst auf Roggen zu finden sind. Daraufhin taten sich die Biologen mit einer Arbeitsgruppe der Stiftung Tierärztliche Hochschule (TiHo) zusammen. Die Wissenschaftler untersuchten, wie giftig das Schlickgras-Mutterkorn tatsächlich ist. „Es kam heraus, dass die Konzentrationen der giftigen Mutterkorn-Alkaloide sogar höher waren als beim Roggen-Mutterkorn“, berichtet Jutta Papenbrock, „mehrere der Sklerotien können ein Kleinkind töten.“</strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Sorgen macht den Wissenschaftlern, dass das Schlickgras Spartina anglica, das eigentlich nicht in Europa heimisch ist, aber zur Küstenbefestigung in England und den Niederlanden angebaut wurde, inzwischen fast überall im Küstenbereich bis hoch an die Deiche, also auch in der Nähe beweideter Wiesen, wächst. Schafe, aber auch Kinder oder Hunde könnten gefährdet sein. Da sich die Sklerotien erst im Herbst entwickeln, seien immerhin die Sommermonate relativ gefahrenfrei. „Allerdings haben wir festgestellt, dass das Gift kaum abgebaut wird“, berichtet Prof. Papenbrock. Christian Boestfleisch hat in seiner Masterarbeit herausgefunden, dass abgefallene Sklerotien mit ähnlicher Giftigkeit später im Spülsaum an vielen Stellen wieder angeschwemmt werden.</strong></p>
<p><strong>„Wir haben unsere Erkenntnisse den zuständigen Ämtern und der Nationalparkverwaltung mitgeteilt“, sagt Jutta Papenbrock. Die Reaktionen seien bisher allerdings dünn. „Um weiter in dem Bereich forschen zu können, brauchen wir fachliche und finanzielle Unterstützung.“ Um die Ausbreitung zu stoppen, müsse man Experten mit ins Boot holen, die sich mit invasiven Arten beschäftigen und auch international zusammenarbeiten. In Deutschland sei dieser Fund der erste, aber aus den Niederlanden, Belgien und Frankreich gebe es ähnliche Meldungen. Bisherige Bemühungen, Schlickgras durch Mähen oder Verbrennen einzudämmen, blieben weitgehend erfolglos.</strong></p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wattenrat.de/2013/05/die-neue-sau-im-dorf-mutterkorn-am-schlickgras/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Urteil: Abschaltung von Windkraftanlagen zum Schutz von Wiesenweihen rechtens</title>
		<link>http://www.wattenrat.de/2013/05/httpwww-wattenrat-de201305urteil-abschaltung-von-windkraftanlagen-zum-schutzvon-wiesensweihen-rechtens/</link>
		<comments>http://www.wattenrat.de/2013/05/httpwww-wattenrat-de201305urteil-abschaltung-von-windkraftanlagen-zum-schutzvon-wiesensweihen-rechtens/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 May 2013 11:37:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Windkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Abschaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Greifvögel]]></category>
		<category><![CDATA[Kollision]]></category>
		<category><![CDATA[Landgericht Aurich]]></category>
		<category><![CDATA[Landkreis Aurich]]></category>
		<category><![CDATA[Wattenrat]]></category>
		<category><![CDATA[Wiesenweihen]]></category>
		<category><![CDATA[Windenergie]]></category>
		<category><![CDATA[Windkraftanlagen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wattenrat.de/?p=8564</guid>
		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Greifvögel leben gefährlich: Wiesenweihenweibchen vertreibt ein Rohrweihenmännchen aus ihrem Brutrevier</p>
<p>Die Windenergienutzung in Deutschland ist entgegen weit verbreiteter Meinung nicht „ökologisch“. In Deutschland drehen sich derzeit ca. 25.000 Windkraftanlagen, in allen Landschaftsräumen von der Hochsee bis an die Alpen. Die Anlagen werden vorwiegend in bisher unbebauten Landschaftsteilen im „Außenbereich“ errichtet. Dadurch werden Lebensräume von Tieren, vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8585" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/05/Weihen_vor-WKA_Foto_Sabine-Baum.jpg"><img class="size-full wp-image-8585" title="Weihen_vor WKA_Foto (C): Sabine Baum" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/05/Weihen_vor-WKA_Foto_Sabine-Baum.jpg" alt="" width="600" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Greifvögel leben gefährlich: Wiesenweihenweibchen vertreibt ein Rohrweihenmännchen aus ihrem Brutrevier</p></div>
<p>Die Windenergienutzung in Deutschland ist entgegen weit verbreiteter Meinung nicht „ökologisch“. In Deutschland drehen sich derzeit ca. 25.000 Windkraftanlagen, in allen Landschaftsräumen von der Hochsee bis an die Alpen. Die Anlagen werden vorwiegend in bisher unbebauten Landschaftsteilen im „Außenbereich“ errichtet. Dadurch werden Lebensräume von Tieren, vor allem Vögel und Fledermäuse, z.T. erheblich beeinträchtigt. Nähmen die Verantwortlichen das Bundesnaturschutzgesetz oder die Umweltschadenhaftung ernster, wären viele Belastungen für Tiere (und Menschen als Anlieger) vermeidbar.</p>
<p><span id="more-8564"></span>Im Landkreis Aurich wurde bereits 2011 vorgemacht, wie man z.B. die Gefährdung von brütenden Wiesenweihen, einer hochgradig bestandsbedrohten Greifvogelart, während der Brutzeit per Verfügung reduziert. Vorübergehend mussten insgesamt zwei Anlagen bis zum 01. August, dem Ende der Brut- und Aufzuchtzeit, von vier Uhr morgens bis 22 Uhr für zweieinhalb Monate abgeschaltet werden. Eine Anlage gehört der Touristik GmbH Krummhörn, einer Tochtergesellschaft der Gemeinde Krummhörn. Der Bürgermeister der Gemeinde Krummhörn, <a title="Johann Saathoff, SPD" href="http://www.wattenrat.de/tag/johann-saathoff/" target="_blank">Johann Saathoff (SPD)</a>, machte damals umgehend finanzielle Einbußen von „geschätzten 60.000 Euro“ geltend, und unterlag 2011 im angestrengten Rechtsstreit gegen den Landkreis vor dem Verwaltungsgericht Oldenburg.</p>
<p>Mit Beschluss vom 10. Juni 2011 (Az.: 5 B 1246/11,<a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2011/07/Presse-7-11-Betriebseinschränkung-WEA-1.pdf">VG_Oldenburg_ Betriebseinschränkung WEA</a>) hatte das Verwaltungsgericht Oldenburg einen Antrag auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes abgelehnt.</p>
<p><strong>In einem anschließenden  zivilrechtlichen Verfahren der Betreiber hat am 10. Mai 2013 auch das Landgericht in Aurich eine Klage der Anlagenbetreiber abgewiesen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, eine Berufung vor dem Oberlandesgericht wurde zugelassen.</strong></p>
<p>Leider hatte die Abschaltung der Anlagen keine positive Auswirkung auf den Bruterfolg der Weihen, wie der <a title="AK Wiesenweihenschutz" href="http://www.wiesenweihen.com/aktuelles.html" target="_blank">Arbeitskreis Wiesenweihenschutz in Ostfriesland</a> auf seiner Webseite berichtet:</p>
<blockquote>
<p class="big"><strong>Juli 2011 &#8211; Wiesenweihen-Bruten im Windpark abgebrochen </strong></p>
<p><strong> Die beiden Wiesenweihenbruten im Windpark Petjenburg/Groteland, zu deren Schutz zwei Windmühlen temporär stillgelegt wurden, sind leider ohne Bruterfolg zu einem Ende gekommen. Was ist passiert? Die Wiesenweihen-Männchen stellen die Versorgung der Familie mit Nahrung (meist Feldmäuse) sicher. Bei einem Brutpaar war seit der letzten Juniwoche das Männchen verschwunden, das Weibchen musste das einzige Junge allein versorgen. In Zeiten eines schlechten Mäuseangebots und längerer Regenperioden war es damit offenbar überfordert: Am 17.7. konnte nur der Tod des unterernährten Jungvogels festgestellt werden, in der Folge wanderte das Weibchen aus dem Brutgebiet ab. Vom zweiten Brutpaar im Windpark verschwand ebenfalls das Männchen (Anfang Juli). Im Nest dieses Paares wurden am 18.7. nur noch die abgebissenen Federreste zweier Jungvögel festgestellt. Die Spuren verrieten, dass sie offensichtlich einem Fuchs zum Opfer gefallen sind. Das Verschwinden von Männchen während der Brut sind eher seltene Ereignisse. Die Tatsache, dass von den 5 Bruten der Jahre 2010 und 2011 im Windpark vier Männchen spurlos abhanden kamen und eines definitiv durch Rotorschlag tödlich verunglückte, spricht eine deutliche Sprache.[...]</strong></p></blockquote>
<p>Die Wiesenweihen, denen von Windkraftbetreibern oder Landverpächtern auf andere Weise nachgestellt wird, haben mit dem Gerichtsurteil dennoch nicht &#8220;gewonnen&#8221;. In der Nähe der Stadt Norden wurden 2012 an einem Gewässerlauf  Totschlagfallen für Greifvögel entdeckt, die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Aurich setzte daraufhin Kleinsthubschrauber mit Kameras zur „Luftaufklärung“ und Entdeckung weiterer versteckter Fallen ein. In der Gemeinde Dornum verschwanden 2012 plötzlich die Wiesenweihen, die früher dort regelmäßige Brutvögel waren, und machten den Weg frei für weitere Windkraftanlagen. Aus dem Riepster Hammrich wurde 2012 berichtet, dass dort auf Wiesenweihen geschossen worden sein soll, auch dort laufen Windparkplanungen. Es gab dort bereits andere Übergriffe auf zwei Bruten. <a title="Wiesenweihen in Ihlow verschwunden" href="http://www.oz-online.de/-news/artikel/18825/Jungvoegel-in-Ihlow-gestohlen" target="_blank">Die Schutzzäune um die Bruten wurden demoliert und insgesamt 6 vor dem Ausflug stehende Jungvögel entwendet </a>(wahrscheinlich getötet).</p>
<p>Die Gerichtsverfahren und die Urteile machen zweierlei deutlich: Die Windlobby ist bemerkenswert klagefreudig, wenn es um ihre Interessen und ihr leicht verdientes Geld geht. Kein Wunder, dort sitzt das Geld, es wird „erwirtschaftet“ aus der Zwangsabgabe und der garantierten Subvention aus dem Erneuerbare Energien Gesetz, die alle Stromkunden zusätzlich zum Strompreis für die „Erneuerbaren“ zahlen müssen. Das Urteil macht aber auch deutlich, dass engagierte Mitarbeiter von Naturschutzbehörden, wenn sie denn nicht vom jeweiligen Landrat und der politischen Gemengelage ausgebremst werden, durchaus dem Naturschutzrecht zur Geltung verhelfen können. Von der zielstrebigen Vorgehensweise dieser Auricher Naturschutzbehörde könnten viele ängstliche, träge, wenig kenntnisreiche oder anderweitig gehemmte Naturschutzbehörden lernen, von den &#8220;anerkannten&#8221; Naturschutzverbänden ganz zu schweigen. Es gäbe viel zu tun&#8230;</p>
<blockquote><p><strong>Ostfriesischer Kurier, Norden/NDS, S. 19, 11. Mai 2013</strong></p>
<p><strong>Wiesenweihe behält Vorrang</strong></p>
<p><strong>Beschluss Landkreis Aurich muss Anlagenbetreibern keine Entschädigung zahlen</strong></p>
<p><strong>[…] Aurich/Krummhörn/HEI– Es war ein bundesweit einmaliger Fall, der nicht nur die öffentliche Meinung, sondern auch die Gerichte beschäftigte:Ende Mai 2011 untersagte der Landkreis Aurich den Betrieb einer Windkraftanlage in der Krummhörn, Ende Juni kam noch eine zweite hinzu. Die Rotoren durften sich nicht mehr drehen, weil die vom Aussterben bedrohte Wiesenweihe ein Areal in der Nähe der Anlage zum Brüten ausgesucht hatte. Gut zweieinhalb Monate standen die Windkraftanlagen still, tagsüber zwischen 4 Uhr morgens bis 22 Uhr am Abend. Gegen die Verfügung zogen die Betreiber, darunter die Touristik GmbH Krummhörn-Greetsiel, vor das Verwaltungsgericht – und unterlagen. In einem neuerlichen, zivilrechtlichen Verfahren hat nun gestern auch das Landgericht in Aurich eine Klage der Anlagenbetreiber abgewiesen. […] Der Landkreis Aurich sieht sich nach den Worten von Puchert [ Anmerkung Wattenrat: Erster Kreisrat des Landkreises Aurich] nach dem Richterspruch in seiner Einschätzung bestätigt, dass in diesem besonderen Fall der Schutz des bedrohten Greifvogels Vorrang vor der Windkraft haben musste. Der Weiterbetrieb der Windkraftanlagen hätte die lokale Population der Wiesenweihe erheblich gefährdet. Gerade mal etwa 100 Brutpaare gibt es aktuell in Niedersachsen. Das Gericht habe dem Landkreis eine „pflichtgemäße Ausübung des Ermessens“ attestiert, so Puchert. [...]</strong></p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wattenrat.de/2013/05/httpwww-wattenrat-de201305urteil-abschaltung-von-windkraftanlagen-zum-schutzvon-wiesensweihen-rechtens/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Naturschutzgebiet &#8220;Emsauen&#8221; bei Midlum/LK Leer: Jäger vertreibt Brutvögel mit Schrotschuss</title>
		<link>http://www.wattenrat.de/2013/05/naturschutzgebiet-emsauen-bei-midlumlk-leer-jager-vertreibt-brutvogel-mit-schrotschuss/</link>
		<comments>http://www.wattenrat.de/2013/05/naturschutzgebiet-emsauen-bei-midlumlk-leer-jager-vertreibt-brutvogel-mit-schrotschuss/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 12 May 2013 17:45:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ems]]></category>
		<category><![CDATA[Jagd]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Gänsejagd]]></category>
		<category><![CDATA[Midlum]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutzgebiet Emsauen]]></category>
		<category><![CDATA[Wasservogeljagd]]></category>
		<category><![CDATA[Wattenrat]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wattenrat.de/?p=8548</guid>
		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">NSG Emsauen bei Midlum/LK Leer: Nonnengänse und Kiebitze fliehen panikartig nach Schrotschuss im Naturschutzgebiet</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die Jagdzeit auf Wasservögel ist zwar seit Januar vorbei, was aber einen Jäger nicht daran hinderte, am 11. Mai 2013 im Naturschutzgebiet „Emsauen zwischen Ledamündung und Oldersum“ im LK Leer (Midlumer Vorland) alle Brutvögel samt Jungvögeln in Panik zu versetzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8558" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/05/Jagd_Gaensevertreibung_durch_Jaeger_NSG_Midlum_Ems2.jpg"><img class="size-full wp-image-8558" title="Jagd_Gaensevertreibung_durch_Jaeger_NSG_Midlum_Ems, 11. Mai 2013: Foto: (C) Eilert Voß" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/05/Jagd_Gaensevertreibung_durch_Jaeger_NSG_Midlum_Ems2.jpg" alt="" width="600" height="399" /></a><p class="wp-caption-text">NSG Emsauen bei Midlum/LK Leer: Nonnengänse und Kiebitze fliehen panikartig nach Schrotschuss im Naturschutzgebiet</p></div>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die Jagdzeit auf Wasservögel ist zwar seit Januar vorbei, was aber einen Jäger nicht daran hinderte, am 11. Mai 2013 im Naturschutzgebiet „Emsauen zwischen Ledamündung und Oldersum“ im LK Leer (Midlumer Vorland) alle Brutvögel samt Jungvögeln in Panik zu versetzen und teilweise zu vertreiben. Der „edle Waidmann“ befuhr mit einem älteren blauen VW-Golf einen Treibselabfuhrweg, stieg aus und feuerte mit seiner Flinte in die Luft. Ob er gezielt auf Gänse schoss, konnte nicht festgestellt werden. Der Weg ist nur für wenige Nutzungsberechtigte befahrbar und normalerweise durch eine Absperrung verschlossen. Nach dem Schuss flogen viele Nonnengänse ins Binnenland. Graugänse flohen mit ihren Küken in die nahe Ems. Nach der dort geltenden Naturschutzverordnung ist es untersagt, zu lärmen oder das Gebiet auf andere Weise zu beeinträchtigen. Das Schießen in die Luft außerhalb der Jagdzeiten mit dem Ziel der Vertreibung von Vögeln gehört nicht zur Jagdausübung. In diesem Schutzgebiet brüten verschiedene Gänse- und und auch streng geschützte Watvogelarten. Das Schutzgebiet wurde als Kompensationsfläche für die Emsvertiefung der Meyer Werft eingerichtet.<span id="more-8548"></span>Unser Mitarbeiter Eilert Voß, der an diesem Tage dort anlässlich der Internationalen Wat- und Wasservogelzählungen unterwegs war, dokumentierte diese absichtlichen Störungen durch einen Jäger.</p>
<div id="attachment_8553" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/05/Ems_Midlum_Vorland.jpg.jpg"><img class="size-full wp-image-8553" title="Ems_Midlum_Vorland.jpg" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/05/Ems_Midlum_Vorland.jpg.jpg" alt="" width="600" height="351" /></a><p class="wp-caption-text">NSG &quot;Emsauen zwischen Ledamündung und Oldersum&quot; bei Midlum</p></div>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><a title="Lockenten, Midlumer Vorland_2009" href="http://www.wattenrat.de/2010/10/ems-jagd-mit-verstummelten-kupierten-enten-kein-verstos-gegen-das-jagdgesetz/" target="_blank">Bereits 2009 wurden im westlichen Teil des Schutzgebietes durch Amputation der Flügelhand (Kupieren) flugunfähige Lockenten entdeckt, die in einem Drahtverhau eingesperrt waren.</a> Diese Enten sollten Artgenossen anlocken, die dann beschossen wurden. Das Kupieren und die Lockjagd mit verstümmelten Enten ist nicht zulässig. Diese Tat wurde beim Landkreis Leer angezeigt, aber nicht verfolgt. Jagdpächter dieser Fläche ist der Kreisjägermeister des Landkreises Leer, Hilbrands, bekannt aus dem NDR-Fernsehfilm „Gänsekrieg in Ostfriesland“. Dort wurde er als umgänglicher Jäger dargestellt, der sich ab und zu mal eine Graugans schießt. Beim Wattenrat stufte man diesen Film als interessengeleitetes „Machwerk“ ein, vom Jäger für den Jäger: <a title="NDR-Film: Mehr Ente als Gans" href="http://www.wattenrat.de/2013/03/ndr-reportage-%E2%80%9Egansekrieg-in-ostfriesland%E2%80%9C-mehr-ente-als-gans/" target="_blank">NDR-Reportage: „Gänsekrieg in Ostfriesland“- mehr Ente als Gans.</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wattenrat.de/2013/05/naturschutzgebiet-emsauen-bei-midlumlk-leer-jager-vertreibt-brutvogel-mit-schrotschuss/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Angst vor Jagdeinschränkungen in Schutzgebieten: Ostfriesische Jäger gründen „Arbeitskreis Ökologische Inseljagd und Küste&#8221;</title>
		<link>http://www.wattenrat.de/2013/05/angst-vor-jagdeinschrankungen-in-schutzgebieten-ostfriesische-jager-grunden-%e2%80%9earbeitskreis-okologische-inseljagd-und-ku%cc%88ste/</link>
		<comments>http://www.wattenrat.de/2013/05/angst-vor-jagdeinschrankungen-in-schutzgebieten-ostfriesische-jager-grunden-%e2%80%9earbeitskreis-okologische-inseljagd-und-ku%cc%88ste/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 05 May 2013 18:19:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ems]]></category>
		<category><![CDATA[Jagd]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Wattenmeer]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitskreis Ökologische Inseljagd und Küste]]></category>
		<category><![CDATA[Jagd in Schutzgebieten]]></category>
		<category><![CDATA[Landesjägerschaft Niedersachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaftsminister Meyer]]></category>
		<category><![CDATA[Natura-2000]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologischer Jagdverband]]></category>
		<category><![CDATA[Ostfriesland]]></category>
		<category><![CDATA[Wasservogeljagd]]></category>
		<category><![CDATA[Wattenrat]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wattenrat.de/?p=8509</guid>
		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Gänsejäger im Nebel hinter einer Sichtschutzplane: Naturschutzgebiet Petkumer Deichvorland, EU-Vogelschutzgebiet. Die Jagd bei diesen Sichtverhältnissen ist nach §1 (3) der Bundesjagdzeitenverordnung verboten.</p>
<p>Die Jägerschaft auf den Ostfriesischen Inseln und an der Küste wird unruhig, und der Wattenrat Ostfriesland und die Gänsewacht wirken: Der neue niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) hat angekündigt, die Jagd in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8519" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/05/Jagd_Nebeljaeger-Hund_Sichtschutz-als-Hinterhalt.jpg"><img class="size-full wp-image-8519 " title="Jagd_Nebeljaeger-Hund_Sichtschutz-als-Hinterhalt, Foto (C): Eilert Voß" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/05/Jagd_Nebeljaeger-Hund_Sichtschutz-als-Hinterhalt.jpg" alt="" width="600" height="399" /></a><p class="wp-caption-text">Gänsejäger im Nebel hinter einer Sichtschutzplane: Naturschutzgebiet Petkumer Deichvorland, EU-Vogelschutzgebiet. Die Jagd bei diesen Sichtverhältnissen ist nach §1 (3) der Bundesjagdzeitenverordnung verboten.</p></div>
<p>Die Jägerschaft auf den Ostfriesischen Inseln und an der Küste wird unruhig, und der Wattenrat Ostfriesland und die <a title="Gaensewacht" href="http://www.gaensewacht.de/" target="_blank">Gänsewacht</a> wirken: Der neue niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) hat angekündigt, die Jagd in Natura-2000-Gebieten, also den FFH- und EU-Schutzgebieten nach den entsprechenden EU-Richtlinien, neu zu ordnen. <span style="font-size: small;"><span id="more-8509"></span>Alle Inseln sind zum größten Teil Bestandteil des Nationalparks Niedersächsische Wattenmeer. In allen drei Schutzzonen ist der Nationalpark FFH-Gebiet und in den Ruhe- und Zwischenzonen EU-Vogelschutzgebiet, also Bestandteil des Schutzregimes Natura 2000 der Europäischen Union. An der Ems, außerhalb des Nationalparks,  befinden sich zahlreiche Naturschutzgebiete in einem EU-Vogelschutzgebiet, in denen intensiv auf  Zugvögel geschossen wird, unter Verwendung von an Gewässern verbotener Bleimunition. Von Spaziergängern dürfen diese Schutzzonen aus Artenschutzgründen nicht oder nur auf ausgewiesenen Wegen betreten werden, Jäger dürfen darin töten. </span></p>
<div id="attachment_8543" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/05/Jagd_Nebeljaeger_10Dez2010.jpg"><img class="size-full wp-image-8543" title="Jagd_Nebeljaeger_10Dez2009, Foto (C): Eilert Voß" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/05/Jagd_Nebeljaeger_10Dez2010.jpg" alt="" width="600" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Gänsejäger im Naturschutzgebiet &quot;Petkumer Deichvorland&quot;, EU-Vogelschutzgebiet, nach morgendlicher Jagd im Nebel</p></div>
<p><span style="font-size: small;">Ursache der Unruhe bei den Jägern, die in der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) organisiert sind („anerkannter Naturschutzverband“!), ist eine Mail von Minister Meyer an den Wattenrat-Ostfriesland vom 05. März 2013:</span></p>
<blockquote><p><strong>„ […] Wir können doch nicht in Niedersachsen Zugvögel wie Wildgänse aus Skandinavien oder Sibirien abschießen und uns dann über die Zugvogeljagd in Italien oder Malta beklagen.</strong><strong>[...]</strong><strong> Der Passus im Koalitionsvertrag zur Überprüfung der Jagd in EU-Vogelschutzgebieten zielt da genau drauf. </strong><strong>[…] </strong><strong> Das</strong><strong>s</strong><strong> wir die Jagd generell abschaffen wollen, war nie Grüne Position und stand auch nicht im Programm. </strong><strong>[…]</strong></p>
<p align="LEFT"><strong>Im Wahlprogramm stand unter der Überschrift:</strong></p>
<p align="LEFT"><strong>´</strong><strong>Jagd verantwortungsvoll (!) gestalten</strong></p>
<p align="LEFT"><strong>Die Jagd muss sich an ökologischen Prinzipien und den Erfordernissen des Tierschutzes ausrichten. </strong><strong>[…] </strong><strong> Wir wollen die Jagdzeiten ebenso wie die Liste der jagdbaren Arten verkürzen. </strong><strong>[...]</strong><strong> Wir setzen uns für ein Verbot von bleihaltiger Munition ein, um die Vergiftung von Greifvögeln und der Umwelt allgemein zu reduzieren. </strong></p>
<p style="font-weight: normal;" align="LEFT"><span style="font-size: small;"><strong>In Schutzgebieten, einschließlich Natura-2000-Gebieten, soll die Jagd nur dann zulässig sein, wenn sie zur Erreichung der Schutzziele erforderlich ist. Es kann nicht angehen, dass selbst in Vogelschutzgebieten, die ausdrücklich dem Schutz nordischer Gänse dienen, die Jagd auf diese Arten ausgeübt werden darf! Zudem wollen wir die generelle Einstellung der Jagd auf Zugvögel in Niedersachsen.</strong><strong>´</strong><strong>”[...]</strong></span></p>
</blockquote>
<p><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">Der Wattenrat-Ostfriesland und die Gänsewacht hatten jahrelang auf die eklatanten Missstände und Jagdverstöße, die oft angezeigt, aber nie geahndet wurden, bei der Wasservogeljagd im Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ an der Ems hingewiesen und dazu <a title="Gaensewacht_2013" href="http://www.wattenrat.de/2013/03/wasservogeljagd-in-schutzgebieten-gansewachtbericht-2009-2013-liegt-vor/" target="_blank">Dokumentationen</a> vorgelegt. </span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">Das Naturschutzgebiet ist Teil des EU-Vogelschutzgebietes Emsauen . Hier wurde entgegen der Bundesjagdzeitenverordnung bei Dunkelheit und Nebel gejagt, bei Sichtbedingungen, </span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">unter </span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">denen kein Wasservogel sicher unterschieden werden kann. </span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">Zeitweise wurde auch kein brauchbarer Jagdhund mitgeführt, </span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">Fehlabschüsse wurden ebenfalls dokumentiert, kein Jäger wurde </span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">dafür </span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">zur Verantwortung gezogen. Die Jäger dagegen stellen sich in ihrer medialen Außendarstellung stets als Naturschützer oder &#8220;Heger&#8221; dar. In den Vogelschutzgebieten und bei den Zugvögeln gibt es aber nichts zu hegen. Arktische  Gänse oder Enten sind einfach nur Beute für Freizeitjäger, aus Freude am Jagen und Töten. Auch die immer wieder geforderte &#8220;Bestandsregulierung&#8221; von Gänsen, die durch die Jagd in ihren Schutzgebieten vermehrt auf die angrenzenden landwirtschaftlich genutzten Flächen vertrieben werden und da unter Umständen Fraßschäden anrichten, kann nicht funktionieren. Es werden immer nur einzelne Gänse erlegt, die übrigen Tiere werden umso wachsamer und vorsichtiger sein.<br />
</span></span></strong></p>
<div id="attachment_8525" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/05/Nonnengans_Offener-Schussbruch.jpg"><img class="size-full wp-image-8525" title="Nonnengans_Offener-Schussbruch, Foto (C) Eilert Voß" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/05/Nonnengans_Offener-Schussbruch.jpg" alt="" width="600" height="350" /></a><p class="wp-caption-text">Nicht jagdbare Nonnengans: offener Schussbruch, angeschossen bei Terborg/ EU-Vogelschutzgebiet &quot;Emsauen&quot;</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_8534" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/05/Nonnengans_Roentgen-Terborg-7April11.jpg"><img class="size-full wp-image-8534" title="Nonnengans_Roentgen-Terborg-07April2011" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/05/Nonnengans_Roentgen-Terborg-7April11.jpg" alt="" width="600" height="390" /></a><p class="wp-caption-text">Bleischrot in getöteter Nonnengans, angeschossen bei Terborg, EU-Vogelschutzgebiet &quot;Emsauen&quot;, später an den Verletzungen verendet</p></div>
<p><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">Das Netz dieser jagenden Hobbygruppe reicht bis in die höchsten Stellen der Verwaltung</span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">en</span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">. </span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">Der Wattenrat-Mitarbeiter Ei</span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">l</span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">ert Voß, der diese Verstöße über Jahre dokumentierte, wurde wegen „Jagdstörung“ zu einer Geldstrafe verurteilt, acht jagende Zeugen gegen einen Fotografen! </span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">Bei der Jagd in diesem Schutzgebiet werden alle anderen nichtjagdbaren Arten, überwiegend Watvögel, von ihren Rast- und Nahrungsplätzen vertrieben, auch in strengen Wintern, wenn die Tiere besonders auf eine ungestörte Nahrungsaufnahme angewiesen </span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">sind</span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">. Dies widerspricht eindeutig den Schutzzielen in den </span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">europäischen </span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">Schutzgebieten. Von den Inseln hört man „dem Vernehmen nach“ von ähnlichen Jagdverstößen, nur werden diese durch die Besonderheiten der Inselsoziotope kaum nach außen getragen.</span></span></strong></p>
<div id="attachment_8526" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/05/Nonnengaense_NSG_Petkum_18April2013.jpg"><img class="size-full wp-image-8526" title="Nonnengaense_NSG_Petkum_18April2013, Foto (C): Eilert Voß" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/05/Nonnengaense_NSG_Petkum_18April2013.jpg" alt="" width="600" height="357" /></a><p class="wp-caption-text">NSG &quot;Petkumer Deichvorland&quot;, Nähe Emsstauwerk: ungestört äsende Nonnengänse</p></div>
<div id="attachment_8537" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/05/Goldregenpfeifer_Schwarm.jpg"><img class="size-full wp-image-8537" title="Goldregenpfeifer_Schwarm, Foto (C): Eilert Voß" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/05/Goldregenpfeifer_Schwarm.jpg" alt="" width="600" height="306" /></a><p class="wp-caption-text">Goldregenpfeifer im Schutzgebiet &quot;Petkumer Deichvorland&quot;: Auch diese nach der Bundesartenschutzverordnung streng geschützte Art wird (wie andere Arten auch) durch einen einzigen Jäger von ihren Rast- und Nahrungsplätzen vertrieben! Jäger als &quot;Naturschützer&quot;? Wenn es ums Beutemachen geht ist man allen Argumenten gegenüber taub?</p></div>
<p><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">Aufgrund der neuen politischen Lage in Niedersachsen gründeten die verunsicherten Jagdpächter der Ostfriesischen Inseln Anfang Mai in  Norden-Norddeich einen „Arbeitskreis Ökologische Inseljagd und Küste&#8221;. </span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">D</span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">ie Jägerschaften des Festlands </span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">sollen dabei <em><strong>„</strong></em></span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;"><em><strong>intensiv in die Arbeit eingebunden werden, da der Lebensraum Küste nur als Ganzes betrachtet werden könne“</strong></em>. </span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">Auf den Ostfriesischen Inseln, also im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, ist die Jagd auf sog. „Wasserfederwild“ an zehn Tagen im Jahr erlaubt, zu Hobbyzwecken! </span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">Bemerkenswert ist, dass die Freizeit-und Hobbyjäger der </span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">Landesj</span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">ägerschaft</span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;"> Niedersachsen </span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">nun auch die Vokabel „Ökologie“ für sich entdeckt haben, nur wird die Wasservogeljagd in den Schutzgebieten damit nicht &#8220;ökologischer&#8221;. Der </span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">echte</span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;"> „Ökologische Jagdverband“ (ÖJV, in Niedersachsen und Bremen &#8221; Ökologischer Jagdverein&#8221;), </span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">in dem man</span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;"> sich<a title="ÖJV" href="http://ns-b.oejv.de/landwirtschaftsminister-meyer-niedersachsische-landesregierung-will-landesjagdgesetz-andern/" target="_blank"> seit vielen Jahren gegen die Wasservogeljagd in Schutzgebieten ausspricht</a>, wird von vielen </span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">Freizeitj</span></span></strong><strong><span style="font-size: small;"><span style="font-weight: normal;">ägern in deren Internetforen auf das Übelste herabgewürdigt.</span></span></strong></p>
<blockquote>
<h2 class="western" style="font-weight: normal;"><strong><a href="http://www.natuerlich-jagd.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=319&amp;Itemid=1" target="_blank"><span style="font-size: small;">Natürlich Jagd, 2.5.2013 – Jagd und Politik</span></a></strong></h2>
<h2 class="western" style="font-weight: normal;"><strong><span style="font-size: small;">Meyer plant Neuausrichtung der Jagd</span></strong></h2>
<p><strong>Nachdem mit Christian Meyer ein Grünen-Politiker das Amt des niedersächsischen Landwirtschaftsministers übernommen hatte, waren die Befürchtungen von Landnutzern und Jägern groß, dass die Jagd in Niedersachsen stark eingeschränkt werden könnte. Doch der Minister bewies es nach seiner Wahl zu beruhigen und öffentlichkeitswirksam auf die Verbände zuzugehen. Mit einer E-Mail an den Wattenrat (Zusammenschluss verbandsunabhängiger Naturschützer aus der Küstenregion Ost-Frieslands), die Natürlich Jagd vorliegt, hat sich Meyer nun erstmals zu gesetzlichen Neuerungen bei der Jagd positioniert.</strong> <strong> Meyer vertritt die Auffassung, dass die Jagd in Schutzgebieten nur dann zulässig ist, wenn sie zum Erreichen der Schutzziele erforderlich ist. [...]</strong></p>
<p>&#8212; <strong></strong></p>
<p><strong><a href="http://harlinger.de/Nachrichten.aspx?ArtikelNr=10670&amp;ReturnTab=125" target="_blank">Anzeiger für Harlingerland/Wittmund, online, 03. Mai 2013</a></strong> <strong>Jäger am Festland sollen intensiver eingebunden werden</strong> <strong>Neuer Arbeitskreis bei Informationsaustausch der Jagdpächter der Inseln gegründet Langeoog/Norden- Die Jagdpächter der Ostfriesischen Inseln trafen sich in Norden-Norddeich zu einem Informationsaustausch über aktuelle Fragen zur Jagdausübung auf den Ostfriesischen Inseln. Die besonderen Gegebenheiten durch den Nationalpark Wattenmeer und mögliche Veränderungen in der Jagdpolitik durch die neue Landesregierung standen im Mittelpunkt der Diskussion. Als Gäste waren von der Landesjägerschaft Niedersachsen der Geschäftsführer Dirk Schulte-Frohlinde und Justiziar Clemens Hons vertreten. Auch die Vertreter der Landkreise Aurich, Wittmund und Leer sowie die Vorsitzenden der Jägerschaften Norden, Aurich, Leer und Friesland waren zum Treffen gekommen. Jede Insel war mit zwei bis vier Pächtern vertreten, für Langeoog waren Rüdiger Schmidt, Andreas Stolle und Hartmut Börgmann angereist. Alle Teilnehmer betonten die gute Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung Wilhelmshaven, den zuständigen Landkreisen und dem Niedersächsischen Landesamt für Wasserwirtschaft-, Küsten- und Naturschutz. [...]</strong></p></blockquote>
<div id="tabs" dir="LTR">
<div id="tabs-1" dir="LTR">&#8212;</div>
</div>
<blockquote>
<p style="margin-bottom: 0.5cm;"><strong>Gesetz über den Nationalpark „Niedersächsisches Wattenmeer“</strong> <strong> (NWattNPG)</strong> <strong> Vom 11. Juli 2001</strong></p>
<h3 class="western" align="CENTER"><strong><span style="font-family: Arial,Helvetica,Sans-Serif;">§ 8 </span></strong></h3>
<h3 class="western" align="CENTER"><strong><span style="font-family: Arial,Helvetica,Sans-Serif;">Jagd in der Ruhezone</span></strong></h3>
<p><strong><a name="P8-A1"></a>(1) Die Ausübung des Jagdrechts ist nach Maßgabe des Niedersächsischen Jagdgesetzes erlaubt, soweit nicht in Absatz 2 etwas Abweichendes bestimmt ist.</strong> <strong><a name="P8-A2"></a>(2)  Die Jagd auf Wasserfederwild ist nur auf den besiedelten Inseln und mit Zustimmung der Nationalparkverwaltung zulässig.  Die Zustimmung wird je Insel für bis zu zehn Tage jährlich erteilt; die Tage müssen nicht zusammenhängen.  Sie muss von der Revierinhaberin oder dem Revierinhaber spätestens eine Woche vor dem beabsichtigten Jagdtermin schriftlich beantragt werden.  Die Zustimmung setzt voraus, dass die Jagd den Schutzzweck dieses Gesetzes nicht erheblich beeinträchtigt.  Für die von der zuständigen Behörde bekannt gegebenen offiziellen Zähltage im Rahmen der internationalen Wasser- und Watvogelzähltage darf keine Zustimmung erteilt werden.  Wird ein erlaubter Jagdtag wegen entgegenstehender Witterungsverhältnisse nicht genutzt, so ist auf Antrag nach Maßgabe der Sätze 3 bis 5 die Zustimmung zu einem Ersatztag zu erteilen.</strong> <strong><a name="P8-A3"></a>(3) Die Nationalparkverwaltung kann Maßnahmen zur Lenkung des Bestandes von jagdbaren und anderen Tierarten einschließlich Wasserfederwild veranlassen.</strong></p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wattenrat.de/2013/05/angst-vor-jagdeinschrankungen-in-schutzgebieten-ostfriesische-jager-grunden-%e2%80%9earbeitskreis-okologische-inseljagd-und-ku%cc%88ste/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wie man mit Sandregenpfeifern aus einem Bürgermeister einen Artenschützer macht</title>
		<link>http://www.wattenrat.de/2013/05/wie-man-mit-sandregenpfeifern-aus-einem-burgermeister-einen-artenschutzer-macht/</link>
		<comments>http://www.wattenrat.de/2013/05/wie-man-mit-sandregenpfeifern-aus-einem-burgermeister-einen-artenschutzer-macht/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 03 May 2013 18:40:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wattenmeer]]></category>
		<category><![CDATA[Windkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Johann Saathoff]]></category>
		<category><![CDATA[Krummhörn]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalparkverwaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Südbeck]]></category>
		<category><![CDATA[Sandregenpfeifer]]></category>
		<category><![CDATA[Wattenrat]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wattenrat.de/?p=8488</guid>
		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Wird leicht übersehen: Sandregenpfeifer am Leyhörn/LK Aurich</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> Wie der Leiter des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer aus einem Artenschutzprojekt im Nationalpark gleichzeitig eine Tourismusnummer macht und einen Bürgermeister, der alles andere ist, zum Artenschützer befördert:</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Sandregenpfeifer sind hochgradig bestandsbedrohte Vögel. In Mitteleuropa brüten sie an Sand- oder Kiesstränden der Nord- und Ostsee, von denen in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8491" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/05/Sandregenpfeifer_Leyhörn.jpg"><img class="size-full wp-image-8491" title="Sandregenpfeifer_Leyhörn, Foto (C): Eilert Voß" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2013/05/Sandregenpfeifer_Leyhörn.jpg" alt="" width="600" height="350" /></a><p class="wp-caption-text">Wird leicht übersehen: Sandregenpfeifer am Leyhörn/LK Aurich</p></div>
<p style="margin-bottom: 0cm;"> <em><strong>Wie der Leiter des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer aus einem Artenschutzprojekt im Nationalpark gleichzeitig eine Tourismusnummer macht und einen Bürgermeister, der alles andere ist, zum Artenschützer befördert:</strong></em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Sandregenpfeifer sind hochgradig bestandsbedrohte Vögel. In Mitteleuropa brüten sie an Sand- oder Kiesstränden der Nord- und Ostsee, von denen in Deutschland kaum noch welche ungestört sind. Sandregenpfeifer sind Opfer des Tourismus, nicht des „Klimas“, wie uns Wikipedia weismachen will. <span id="more-8488"></span>Auch in Ostfriesland gibt es noch wenige Brutvögel, die aber wegen des Massentourismus an den Strandbereichen kaum erfolgreich brüten können. In der Krummhörn im Landkreis Aurich brüten vereinzelt Paare im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, hier auch ausgerechnet auf einem Betondamm zwischen Hamswehrum und Dyksterkrug. Dieser Weg wurde nun von der Nationalparkverwaltung <em><strong>„in Abstimmung zwischen der Nationalparkverwaltung und der Gemeinde Krummhörn“</strong></em> auf einer Länge von etwa vier Kilometern während der Brutzeit vom 1. Mai bis zum 15. August gesperrt. Die Sperrung wurde gemeinsam von Bürgermeister Johann Saathoff und Nationalparkleiter Peter Südbeck eingerichtet. Diese durchaus löbliche und notwendige  Aktion verhilft aber nicht nur dem Sandregenpfeifer zu einer ungestörten Brut, sondern auch dem SPD-Bundestagskandidaten und Bürgermeister Saathoff zu einem aufpolierten Naturschutzimage.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em><strong>„Die Gemeinde und die Nationalparkverwaltung bauen deshalb wieder auf das Verständnis und die Mithilfe von Einheimischen und Gästen beim Schutz der bedrohten Vögel“</strong></em> heißt es in der Pressemitteilung der Nationalparkverwaltung vom 26. April 2013 dazu (s.u.). Sicherlich ist die Aufklärung wichtig, aber zunächst gilt vor allem das Bundesnaturschutzgesetz:</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Nach § 44 des Bundesnaturschutzgesetzes (Störungsverbot) hätte man diesen Abschnitt vor dem Deich im Nationalpark auch ohne die Zustimmung des Krummhörner (LK Aurich) Bürgermeisters Saathoff (SPD) für die extrem bedrohte Vogelart Sandregenpfeifer sperren können.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Und Saathoff braucht Publicity, er ist Bundestagskandidat der SPD, aber keineswegs der verständnisvolle Artenschützer, als der er jetzt von der Nationalparkverwaltung in Szene gesetzt wird. Nationalparkverwaltung und Bürgermeister Saathoff arbeiten schon länger zusammen, vor allem zum Wohle der Tourismusentwicklung und gegen den Artenschutz. 2009  ignorierte man gemeinsam das Nationalparkgesetz.<a title="Kitesurfer Upleward" href="http://www.wattenrat.de/2011/04/kitesurfer-genehmigung-bis-2013-verlangert/" target="_blank"> In Saathoffs Gemeinde wurde in Upleward in der Zwischenzone des Nationalparks trotzt des eindeutigen gesetzlichen Verbotes für Drachen eine Kitesurferzone für eine Surfschule eingerichtet, über eine äußerst fragwürdige „Befreiung“ von den Vorschriften des Nationalparkgesetzes, in unmittelbarer Nähe einer bedeutenden Rast- und Brutfläche für Watvögel!</a> Eine gesetzlich vorgeschriebene Verträglichkeitsprüfung vor der Genehmigung ließ die Nationalparkverwaltung nicht durchführen. Sie wurde, als der Schulungsbetrieb bereits aufgenommen war, nachgereicht. Die Kriterien einer umfassenden Prüfung erfüllte das Gutachten nicht. Der Landkreis Aurich als Untere Naturschutzbehörde lehnte diesen Standort aus Artenschutzgründen ab.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Und es geht weiter mit Herrn Saathoff und dem Naturschutz: <a title="WKA_Wiesenweihe_Krummhörn" href="http://www.wattenrat.de/2011/05/windkraftanlage-wegen-wiesenweihenbrut-zeitweise-abgeschaltet/" target="_blank">2011 verfügte die Untere Naturschutzbehörde, dass eine Windkraftanlage, in deren Nähe eine Wiesenweihe brütete, vorübergehend bis zum 01. August nachts von vier Uhr morgens bis 22 Uhr abgeschaltet werden musste.</a> Die Anlage ”Hof Groteland” gehört der Touristik GmbH Krummhörn, einer Tochtergesellschaft der Gemeinde Krummhörn.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Der selbe Bürgermeister der Gemeinde Krummhörn, Johann Saathoff, machte umgehend finanzielle Einbußen durch den Ausfall des lukrativen Strompropellers von „geschätzten 60.000 Euro“ geltend. Der Rechtsstreit ging zunächst vor dem Verwaltungsgericht Oldenburg zugunsten des Landkreises aus. Ein weiterer Zivilprozess ist noch nicht abgeschlossen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Es bleibt im Falle der Sandregenpfeifer zu hoffen, dass sich Einheimische und Touristen an die zweitweilige Sperrung dieses Wattenabschnitts halten. Ranger, die in einem Nationalpark Aufsicht führen müssten, gibt es hier nicht. Auf 3.500 qkm Nationalparkfläche gibt es ganze sechs Ranger, überwiegend verteilt auf die Inseln, die aber keine Kompetenzen haben. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in nahegelegegen Norden beschäftigt Mitarbeiter des Bundesfreiwilligendienstes <a title="Sandregenpfeifer am Leyhörn" href="http://www.wattenrat.de/2010/07/sandstrand-fur-vogel-sandregenpfeifer-am-leyhorn/" target="_blank">(früher Zivildienstleistende)</a>, die werden ab und zu ein wachsames Auge auf die brütenden Sandregenpfeifer werfen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Links:</strong></p>
<p><a title="Wiesenweihen vs. Windenergie" href="http://www.wattenrat.de/2011/07/wiesenweihen-vs-windenergie-abschaltung-von-zwei-anlagen-gewaltandrohung-gegen-mensch-und-tier/" target="_blank">Wiesenweihen vs. Windenergie: Abschaltung von zwei Anlagen: Gewaltandrohung gegen Mensch und Tier</a></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><a title="Wiesenweihen in Ostfriesland" href="http://www.wiesenweihen.com/aktuelles.html" target="_blank">Wiesenweihen in Ostfriesland</a></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&#8212;</p>
<blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Pressemitteilung der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>26. April 2013</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Gemeinde Krummhörn unterstützt Brutvogelschutz</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Betondamm zwischen Hamswehrum und Dyksterkrug wird erneut befristet</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>gesperrt</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Wie bereits im vergangenen Jahr, wird in Abstimmung zwischen der Nationalparkverwaltung und der Gemeinde Krummhörn ein etwa vier Kilometer langes Teilstück des Lahnungsweges zwischen Hamswehrum und Dyksterkrug während der Brutzeit vom 1. Mai bis zum 15. August gesperrt. Bürgermeister Johann Saathoff und Nationalparkleiter Peter Südbeck richteten heute vor Ort gemeinsam die Sperrung ein. Der Bereich ist ein höchst bedeutsames Brutgebiet für Sandregenpfeifer und andere bedrohte Strandbrüter. Die Sandregenpfeifer brüten nahe der Wattkante in unmittelbarer Nähe des Betondammes, der auch als Wanderweg dient. Die empfindlichen Vögel können jedoch nur erfolgreich brüten und Junge großziehen, wenn ihre Kinderstuben völlig frei von Störungen sind.</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Für den Erhalt der Art ist die Maßnahme überlebenswichtig, für Fußgänger und Radfahrer bedeutet sie nur einen kleinen Umweg. Über eine Umleitung am Deich können sie ihren Weg problemlos nach Norden oder Süden fortsetzen. „Die Krummhörner Küste zwischen Greetsiel und Upleward bleibt also auf ganzer Länge erlebbar“, betonte Saathoff. „Im vorigen Jahr konnten wir durch die Wegesperrung erreichen, dass 14 Sandregenpfeifer-Paare ungestört brüten konnten“, erläuterte Südbeck.</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Die Gemeinde und die Nationalparkverwaltung bauen deshalb wieder auf das Verständnis und die Mithilfe von Einheimischen und Gästen beim Schutz der bedrohten Vögel.</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Der Sandregenpfeifer brütet in Deutschland fast ausschließlich auf Stränden und an der Küste und ist im Bestand sehr stark gefährdet. Während der Brutzeit sind die Vögel außerordentlich störungsempfindlich. Kommen Menschen zu nahe, verlassen die Elternvögel das Nest. Bis sie zurückkehren, sind Eier oder Küken ohne Schutz. Jede einzelne Störung mindert die Chance, den Nachwuchs erfolgreich groß zu ziehen. Bleibt z.B. das Gelege innerhalb der vierwöchigen Bebrütungszeit nur eine halbe Stunde der vollen Sonne ausgesetzt, können sich die Eier überhitzen und die Embryonen absterben.</strong></p>
</blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wattenrat.de/2013/05/wie-man-mit-sandregenpfeifern-aus-einem-burgermeister-einen-artenschutzer-macht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Stromtod an Mittelspannungsmasten: Wo bleiben die Sanktionen?</title>
		<link>http://www.wattenrat.de/2013/04/stromtod-an-mittelspannungsmasten-wo-bleiben-die-sanktionen/</link>
		<comments>http://www.wattenrat.de/2013/04/stromtod-an-mittelspannungsmasten-wo-bleiben-die-sanktionen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Apr 2013 17:18:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Verbände]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelspannungsmasten]]></category>
		<category><![CDATA[Stromtod]]></category>
		<category><![CDATA[Umrüstung]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltschadensrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Wattenrat Ost-Friesland]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wattenrat.de/?p=8479</guid>
		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Tod am Mittelspannungsmast: Uhu, Foto (C): Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE)</p>
<p>Wieder einmal befasst sich der Wattenrat mit der unzureichenden Entschärfung der Mittelspannungsmasten für Vögel, auch wenn es diese Strommasten im Wattenmeer nicht gibt&#8230;. Eigentlich hätten diese oft tödlichen Sitzgelegenheiten schon mit dem Ablauf des Jahres 2012 von den Energieversorgern baulich entschärft werden müssen, so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img title="Stromopfer Uhu © EGE" src="http://www.egeeulen.de/images/nachrichten/081125_stromopfer_uhu.jpg" alt="" width="600" height="449" /><p class="wp-caption-text">Tod am Mittelspannungsmast: Uhu, Foto (C): Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE)</p></div>
<p>Wieder einmal befasst sich der Wattenrat mit der unzureichenden Entschärfung der Mittelspannungsmasten für Vögel, auch wenn es diese Strommasten im Wattenmeer nicht gibt&#8230;. Eigentlich hätten diese oft tödlichen Sitzgelegenheiten schon mit dem Ablauf des Jahres 2012 von den Energieversorgern baulich entschärft werden müssen, so will es das Bundesnaturschutzgesetz. Aber eigentlich ist nicht wirklich: Viele Masten wurden nicht termingerecht und gesetzeskonform umgerüstet, immer noch sterben gerade Großvögel den Stromtod. Sanktionsmöglichkeiten hat der Gesetzgeber gegen diese Versäumnisse nicht vorgesehen, allerdings greift hier u.U. auch das Tötungsverbot nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz. <span id="more-8479"></span>Auch das Umweltschadensgesetz ist nur bedrucktes Papier und wird bisher überhaupt nicht angewendet. Es ist der <a title="EGE" href="http://www.egeeulen.de/index.php" target="_blank">„Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen“ (EGE)</a> zu verdanken, dass dieses leidige Thema immer wieder publik gemacht wird. Was könnten erst die „großen“ Naturschutzverbände wie BUND oder NABU erreichen, würden sie dieses Problemfeld mit ihren vielen hauptamtlichen Mitarbeitern und den noch zahlreicheren Mitgliedern „nachhaltig“ beackern! Von der WebSeite der Eulenfreunde haben wir deren Beitrag mit freundlicher Genehmigung übernommen:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;"><strong>Was leisten (sich) die Naturschutzverbände? &#8211; <span class="date">April 2013</span></strong></p>
<p><strong>Die gesetzliche 10jährige Umrüstungsfrist für gefährliche Mittelspannungsmasten haben die Netzbetreiber vielerorts ungenutzt verstreichen lassen. Die EGE hat diese Defizite seit Anfang des Jahres in einer ganzen Reihe von Fällen aufgedeckt und ist dabei zudem auf Masten vogelgefährlicher Bauart gestoßen, die seit 2002 hätten nicht mehr errichtet werden dürfen. Wann immer es der EGE möglich ist, setzt sie diese Kontrollen fort. Sowohl die fehlende Nachrüstung als auch die Errichtung gefährlicher Masten verstoßen gegen die Bestimmungen des § 41 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG). 2002 hatte der Gesetzgeber die Netzbetreiber verpflichtet, bis spätestens zum 31.12.2012 für Vögel gefährliche Mittelspannungsmasten umzurüsten. Die Errichtung gefährlicher Masten ist seit 2002 untersagt.</strong></p>
<p><strong>Wer nun erwartet hat, die Verstöße könnten mit einem Bußgeld- oder gar Strafverfahren geahndet werden, sieht sich getäuscht. Der Bundesgesetzgeber hat versehentlich oder (wohl eher) absichtsvoll, von Sanktionsmöglichkeiten abgesehen, was man getrost als skandalös bezeichnen darf.</strong></p>
<p><strong>So ganz problemlos ist die Sache für die Netzbetreiber aber nicht. Kommt es nämlich an gefährlichen Masten nach dem 31.12.2012 zu Todesfällen, verstößt der Netzbetreiber möglicherweise gegen das Tötungsverbot des § 44 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG. Die Vorschrift verbietet nicht allein mutwilliges oder willentliches Töten, sondern auch das wissentliche Inkaufnehmen von Todesopfern. Solche Verstöße sind sehr wohl sanktionsbewehrt. Zudem kann mit dem Töten ein so genannter Biodiversitätsschaden verbunden sein, für den Verursacher haften und der Sanierungsmaßnahmen auslösen kann. Ein Biodiversitätsschaden liegt umso eher vor, je seltener die betroffene Vogelart ist. Wo aber sind die Akteure des Vogelschutzes, die gewillt und fähig sind, mit dieser Rechtslage dem Vogelschutz zum Recht zu verhelfen?</strong></p>
<p><strong>In der Aprilausgabe der Zeitschrift &#8220;Naturschutz und Landschaftsplanung&#8221; hat sich der erfahrene Naturschutzjurist Dr. Erich Gassner auf die Untersuchungsergebnisse der EGE gestützt mit der Sache befasst und die Rechtslage erläutert. Die Überschrift den Beitrages ist zugleich Fazit: &#8220;Das Umweltschadensgesetz harrt der Anwendung&#8221;. Dr. Gassner war viele Jahre Ministerialrat im Bundesumweltministerium. <a href="http://www.nul-online.de/Das-Umweltschadensgesetz-harrt-der-Anwendung,QUlEPTM4MzY5NDgmTUlEPTExMTE.html" target="_blank">Klicken Sie bitte hier</a>, wenn Sie den Beitrag lesen möchten.</strong></p>
<p><strong>Nun sollte statt einer nahenden &#8211; um neue Mitglieder bemühten &#8211; &#8220;Stunde der Gartenvögel&#8221; den Netzbetreibern eine ganz andere Stunde schlagen: nämlich eine Zeit verstärkter Thematisierung und rechtlicher Bewältigung der Verluste, die an den Zigtausenden nach wie vor hochgefährlichen Masten den nach dem harten Winter dezimierten europäischen Vogelarten drohen und zumeist nur vom Fuchs entdeckt werden. Was für ein wichtiges Betätigungsfeld für die Naturschutzorganisationen, die sich allerdings eher für den Ausbau der Windenergiewirtschaft einspannen lassen als sich einzusetzen für die Durchsetzung einer nicht eingelösten energiewirtschaftlichen Selbstverständlichkeit. Tatsächlich scheint keine der großen Naturschutzorganisationen zu &#8220;Vor-Ort-Kontrollen&#8221; oder repräsentativen Stichproben in der Lage zu sein. Was könnte erreicht werden, würde sich nur in jedem Bundesland eine Handvoll Fachleute finden, die solche Kontrollen bundesweit koordiniert durchführen, gezielt nach Stromopfern suchen, die Ergebnisse zu politisieren und rechtliche Schritte einzuleiten verstünden? Trotz der Vielzahl hauptamtlicher und nach Tarifen des öffentlichen Dienstes bezahlter Mitarbeiter warten die Vögel auf solche Aktionen vergebens. Die beiden größten Naturschutzverbände &#8211; NABU und BUND &#8211; zählen zusammen nach eigenen Angaben rund eine Million Mitglieder.</strong></p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wattenrat.de/2013/04/stromtod-an-mittelspannungsmasten-wo-bleiben-die-sanktionen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
