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	<title>Wattenrat</title>
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	<description>Unabhängiger Naturschutz für die Küste -Wattenpresse-</description>
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		<title>Winter ade?</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 08:55:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klima]]></category>
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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Vereiste Hafeneinfahrt Dornumersiel/LK Aurich, im Hintergrund Langeoog</p>
<p>Nach einem milden Dezember und Januar mit viel Sturm und Regen ist es nun wieder richtig knackig kalt an der Nordseeküste, Winter eben, der erst am 20 März endet, jedenfalls kalendarisch. Damit haben wir den dritten kalten Winter in Folge.</p>
<p>Egal ob es kalte oder warme Winter sind, für die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/02/Eis_Dornumersiel.jpg"><img title="Eis_Dornumersiel_02Febr2012, Foto (C): Knake" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/02/Eis_Dornumersiel.jpg" alt="Vereiste Hafeneinfahrt Dornumersiel, 02Feb2012, Foto (C): M.Knake" width="600" height="450" /></a><p class="wp-caption-text">Vereiste Hafeneinfahrt Dornumersiel/LK Aurich, im Hintergrund Langeoog</p></div>
<p>Nach einem milden Dezember und Januar mit viel Sturm und Regen ist es nun wieder richtig knackig kalt an der Nordseeküste, Winter eben, der erst am 20 März endet, jedenfalls kalendarisch. Damit haben wir den dritten kalten Winter in Folge.</p>
<p>Egal ob es kalte oder warme Winter sind, für die Klimaalarmisten ist die Ursache immer die „Klimaerwärmung“, an der das Spurengas CO2 mit einem Anteil von 0,038 Prozent in der Luft Schuld sein soll. Der Klima-Apokalyptiker Prof. Mojib Latif irrte schon 2000: <em><strong>”In Deutschland gehören klirrend kalte Winter der Vergangenheit an: Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben”</strong></em>, zitierte ihn der „Spiegel“ am 01. April 2000, aber vielleicht scherzte der Herr Professor auch nur an diesem Tage.<span id="more-5624"></span></p>
<p>Auch die Firma Enercon, die riesige Windkraftanlagen im ostfriesischen Aurich herstellt, wandelt auf dem Klimakatastrophenverhinderungspfad, weil Windrotoren vorgeblich das Klima schützen (die aber eben nur dann Strom produzieren, wenn der Wind mit ausreichender Geschwindigkeit weht). Im hauseigenen “Windblatt” (Nr.01/2005) wagte man ebenfalls eine gewagte Wettervorhersage:  <em><strong>”Schnee ade, Klimawandel in Deutschland”</strong></em>. Wie der Deutschlandfunk heute meldet, war die vergangene Nacht die bisher kälteste dieses Winters: Helgoland meldete -6 Grad Celsius, Oberstdorf im Allgäu gar arktische -27,3 Grad Celsius. Nun liegt auch noch Schnee an der Küste, und nicht nur hier, auch im dritten Winter in Folge.</p>
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		<title>Windenergie Offshore: Bard bald flügellahm? &#8220;Offshore 1&#8243; droht zum Milliardengrab zu werden</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 19:27:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Windkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Arngolt Bekker]]></category>
		<category><![CDATA[BARD]]></category>
		<category><![CDATA[Hypo Vereinsbank]]></category>
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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Bard bald flügellahm?</p>
<p title="Bard">Bard in Emden baut den Offshore-Windpark „BARD Offshore 1“ rund 100 Kilometer vor Borkum. Das ist laut WebSeite der Firma „der erste kommerzielle und aktuell leistungsstärkste Hochsee-Windpark Deutschlands […] Ab 2013 hat ´BARD Offshore 1´ mit 80 Windkraftanlagen eine Nennleistung von 400 Megawatt – das entspricht dem Strombedarf von mehr als 400.000 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5611" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/01/BARD_WKA_Kopf_Nov2007.jpg"><img class="size-full wp-image-5611" title="BARD_WKA_Kopf_Nov2007, Foto (C): Manfred Knake" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/01/BARD_WKA_Kopf_Nov2007.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a><p class="wp-caption-text">Bard bald flügellahm?</p></div>
<p title="Bard"><a title="Bard" href="http://www.bard-offshore.de/" target="_blank">Bard</a> in Emden baut den Offshore-Windpark „BARD Offshore 1“ rund 100 Kilometer vor Borkum. Das ist laut WebSeite der Firma <em><strong>„der erste kommerzielle und aktuell leistungsstärkste Hochsee-Windpark Deutschlands […] Ab 2013 hat ´BARD Offshore 1´ mit 80 Windkraftanlagen eine Nennleistung von 400 Megawatt – das entspricht dem Strombedarf von mehr als 400.000 Haushalten. Weitere Projekte sind in Planung.“</strong></em>…<br />
… Wenn Bard nicht vorher die finanzielle Puste ausgeht! Schon jetzt ist Bard nicht mehr im Zeitplan und hinkt zwei Jahre hinterher, die Finanzierung wackelt.</p>
<p><span id="more-5608"></span>2010 zog Bard-Gründer Arngolt Bekker, ein ehemaliger Energie-Oligarch aus Russland, seinen 87-Prozent-Anteil aus dem Unternehmen. Seit dem Herbst 2011 steht Bard zum Verkauf. Link: <a title="Der Bekker-Clan steigt aus" href="http://www.wattenrat.de/2010/12/windkraft-bard-monopoly-an-der-ems-der-bekker-clan-steigt-aus/" target="_blank">Windkraft: BARD: Monopoly an der Ems, der Bekker-Clan steigt aus</a><br />
Am 18. Januar 2012 berichtete die Financial Times Deutschland über die Finanzierungsschwierigkeiten von Bard. Der bisher einzige Finanzier von Bard ist die Hypo Vereinsbank. Bereits vor zehn Jahren wurde von Fachleuten vor <a title="Investitionsruinen auf See" href="http://www.wattenrat.de/wind/wind02.htm" target="_blank">„Investitionsruinen auf See“</a> gewarnt.</p>
<blockquote><p><strong>FTD, 18. Januar 2012</strong><br />
<strong> Bard Offshore 1 Windpark kommt HVB noch teurer […]</strong><br />
<strong> Für die HypoVereinsbank (HVB) und ihre italienische Mutter Unicredit droht der Windpark Bard Offshore 1 zum Milliardengrab zu werden. Wie das FTD-Schwestermagazin Capital berichtet, hat die HVB die Risikovorsorge für drohende Verluste aus dem sich verzögernden Projekt per Ende September um knapp 70 Prozent auf 710 Mio. Euro aufgestockt.</strong> <strong>Bis der Park in der Nordsee fertig gebaut ist, könnten die Verluste der Bank weiter wachsen: Die gesamten Baukosten schätzt die HVB derzeit auf 2,9 Mrd. Euro. Dies ist über 1 Mrd. Euro mehr als ursprünglich geplant. Der erzielbare Verkaufserlös für den Park liege jedoch deutlich unter 2 Mrd. Euro, sagen Brancheninsider. […] Auch für den Windpark Bard 1 gibt es Interessenten. Vor allem Stadtwerke hätten bei der HVB angeklopft, heißt es. HVB-Chef Weimer hofft jedoch, dass er den Park nach dessen Fertigstellung besser verkaufen kann. Die Kosten von 2,9 Mrd. Euro seien jedoch unmöglich wieder einzuspielen, so ein Insider. […]</strong></p></blockquote>
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		</item>
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		<title>Meyer Werft: Micky-Maus-Musikdampfer geht die Ems runter, Umweltverbände tun besorgt</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 10:17:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ems]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Die &#34;Disney Fantasy&#34; verlässt Papenburg, 20. Jan. 2012, Pressefoto (C): Meyer Werft</p>
<p>Und wieder wurde ein Meyer Dampfer die enge Ems hinunter an die offene Nordsee gequält: Diesmal war es die „Disney Fantasy“, für die die Ems auch diesmal mit dem Stauwerk in Gandersum auf Höhe gebracht werden musste, damit das Schiff überhaupt in den Fluss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5586" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/01/Meyer-Werft_Disney-Fantasy_2012.jpg"><img class="size-full wp-image-5586 " title="Meyer-Werft_Disney-Fantasy_2012, Foto (C): Meyer Werft_Papenburg" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/01/Meyer-Werft_Disney-Fantasy_2012.jpg" alt="" width="600" height="411" /></a><p class="wp-caption-text">Die &quot;Disney Fantasy&quot; verlässt Papenburg, 20. Jan. 2012, Pressefoto (C): Meyer Werft</p></div>
<p>Und wieder wurde ein Meyer Dampfer die enge Ems hinunter an die offene Nordsee gequält: Diesmal war es die „Disney Fantasy“, für die die Ems auch diesmal mit dem Stauwerk in Gandersum auf Höhe gebracht werden musste, damit das Schiff überhaupt in den Fluss passte.<br />
Und ausgerechnet die &#8220;üblichen Verdächtigen&#8221; BUND, NABU und WWF, die seit Jahren hinter verschlossenen Türen zusammen mit der Meyer Werft und der niedersächsischen Landesregierung um die Ems kungeln, einen &#8220;Generationenvertrag&#8221; mit der Meyer Werft über dreißig Jahre Ems-Aufstau in einem EU-Vogelschutzgebiet geschlossen haben (dessen Inhalt niemals vollständig öffentlich gemacht wurde), einen &#8220;Ems-Kanal&#8221; erfanden und diesen nach vielen Protesten wieder fallen ließen und nun sogar über Ems-Ausgleichsgelder eigene Stellen finanzieren, machen wieder in besorgt.</p>
<p><span id="more-5584"></span></p>
<p>Dreister geht es nicht, das ist Schauturnen für die uninformierte Öffentlichkeit! Sie fordern Meyer in einer Presserklärung (ganz unten) auf, die Klage gegen die Ausweisung der Ems als Natura-2000-Gebiet fallenzulassen. Dabei waren es BUND und NABU selbst, die bereits 1994 gegen die weiteren Emsvertiefungen klagten und diese Klage aufgrund einer Zusage von Meyer, die Ems würde ohnehin nicht weiter vertieft, zurückzogen. Ätsch! Meyer ließ dann wegen neuer größerer Aufträge mit politischer Hilfe die Ems weiter vertiefen, zu Lasten der Steuerzahler selbstverständlich, bis heute. Diese &#8220;Umweltverbände&#8221; sind selbst&#8221; &#8216;vorne hui &#8211; hinten pfui&#8221; und trauen sich noch, öffentlich von „Glaubwürdigkeit&#8221; zu sprechen. Die Meyer Werft mit ihren riesigen Schiffen gehört an die Küste, nicht an die Ems. Von dieser Forderung haben sich die Umweltverbände längst verabschiedet. Nur das ist aber die Lösung des Problems, damit würde sich das weitere Geeiere und Gezerre erübrigen und sich das Ziel der Umweltverbände &#8220;eine intakte Flusslandschaft im Gleichgewicht zwischen den Interessen der Ökonomie und den Anforderungen der Ökologie&#8221; von selbst einstellen.</p>
<p><em><strong>Nachtrag 24. Januar 2012:</strong></em></p>
<p>Die ganz normale Nähe und das Ankirren der (fast) uneingeschränkt Meyer-geneigten Kommunalpolitik macht der heutige Beitrag aus der Ostfriesen Zeitung deutlich:</p>
<blockquote><p><strong>Ostfriesen Zeitung, Leer/Papenburg, 24. Januar 2012</strong><br />
<strong> Meyer-Angebot sorgt für Unruhe</strong></p>
<p><strong>Leeraner Kreispolitiker wurden eingeladen. Die Grünen kritisieren, dass sich die Abgeordneten ein neues Schiff der Papenburger in Bremerhaven ansehen sollen.</strong><br />
<strong> Leer/Papenburg &#8211; Ein Angebot der Meyer-Werft sorgt für Unruhe im Leeraner Kreistag. Für den 11. Februar hat der Papenburger Schiffbauer die Kommunalpolitiker nach Bremerhaven eingeladen &#8211; zu einer dreistündigen Besichtigung des neuen Kreuzfahrtschiffs &#8220;Disney Fantasy&#8221;. Eine Busfahrt hin und zurück ist inbegriffen. Eingeladen sind auch die Kreistagsmitglieder des Emslandes.</strong></p>
<p><strong>Angesichts der aktuellen Debatte über Lobbyismus zwischen Wirtschaft und Politik schrillen bei den Grünen die Alarmglocken: &#8220;Die Kreistagsmitglieder sollten sich zweimal überlegen, ob sie teilnehmen&#8221;, so Fraktionschefin Meta Janssen-Kucz. Die Grünen wollen die Einladung nicht annehmen; welchen Nutzen die Tour habe, erschließe sich nicht. Janssen-Kucz: &#8220;Außerdem halte ich die Einladung für juristisch grenzwertig.&#8221; […] Die Kreisverwaltung habe in diesem Fall aber keine Bedenken, der Wert der Busfahrt liege unter der Grenze einer Vorteilsgewährung. Landrat Bernhard Bramlage halte es für legitim, dass eine Firma auf die Politik zugehe und ihre Produkte zeigen wolle. Die Wirtschaft gehöre ebenso zum Arbeitsfeld des Kreistages wie der Umweltschutz. […] Auch die SPD-Landtagsabgeordnete Johanne Modder, ebenfalls Kreistagsmitglied, warnt vor &#8220;Übertreibungen&#8221;: &#8220;Ich glaube, dass es ein unverkrampftes Miteinander von Politik und Wirtschaft geben muss.&#8221; SPD-Fraktionschef Horst Kuhl meint, man könne die Einladung annehmen. &#8220;Ich halte das für normale Kontaktpflege.&#8221; Die Gefahr einer Beeinflussung sehe er nicht. &#8220;Ich sehe das eher unaufgeregt&#8221;, sagt auch CDU-Fraktionschef Dieter Baumann. […]</strong></p></blockquote>
<p><strong>Links:</strong></p>
<p><a title="Die Ems und die Spur des Geldes" href="http://www.wattenrat.de/naturschutzverb/naturschutz40.htm" target="_blank">Die Ems und die Spur des Geldes </a></p>
<p><a title="Tags Ems" href="http://www.wattenrat.de/tag/meyer-werft/" target="_blank">http://www.wattenrat.de/tag/meyer-werft/</a></p>
<p><a title="Horst Stern_Meyer Kanal_1997" href="http://www.wattenrat.de/horst-stern/meyer-kanal/" target="_blank">Horst Stern: Meyer Kanal, Die Woche, 1997</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p><strong>Pressemitteilung BUND, NABU, WWF 19. Januar 2012</strong></p>
<p><strong>Klage gegen Ausweisung der Ems als FFH-Gebiet endlich fallen lassen!</strong></p>
<p><strong>Gemeinsame Pressemitteilung BUND, NABU, WWF zur Überführung der &#8220;Disney Fantasy&#8221;</strong></p>
<p><strong>Hamburg, Hannover, Papenburg, 19.1.2012</strong></p>
<p><strong>Anlässlich der Überführung der &#8220;Disney Fantasy&#8221; von Papenburg nach Emden weisen BUND, NABU und WWF auf die hohen ökonomischen und ökologischen Folgekosten hin, die die Überführungen nur weniger Kreuzfahrtschiffe verursachen.</strong></p>
<p><strong>Während die Steuerzahler für jedes Schiff durchschnittlich rund zehn Millionen Euro für die Baggerung von ca. einer Million Kubikmeter Schlick und den Stauvorgang aufbringen müssen, bezahlt die Ems diese Maßnahmen mit &#8220;ihrem Leben&#8221;:</strong><br />
<strong> Durch Flussausbauten und fortwährende Baggerungen in den letzten Jahrzehnten ist die Unterems heute über weite Strecken ein nahezu lebloses Gewässer. Die Ems erstickt im Schlick, im Sommer können Fische in vielen Abschnitten nicht mehr leben. Typische Lebensräume wie Flachwasserzonen, Schilfröhrichte und Auwälder sind stark geschrumpft.</strong></p>
<p><strong>&#8220;Die Unterems muss dringend saniert und wieder zu einem dauerhaften Fischlebensraum werden&#8221;, betont Vera Konermann, Gewässerreferentin des BUND Niedersachsen.</strong></p>
<p><strong>Während Staatskanzlei, Landesministerien, Landkreise, Werft und Umweltverbände in der Lenkungsgruppe Ems nach einer Lösung der Schlick- und Sauerstoffproblematik suchen, wird seitens der Stadt Papenburg, der Landkreise Emsland und Leer sowie der Meyer-Werft</strong><br />
<strong> jedoch immer noch gegen die Ausweisung der Unterems als europäisches Naturschutzgebiet (FFH-Gebiet) geklagt.</strong></p>
<p><strong>&#8220;Aus Sicht der Verbände ist die anhaltende Blockadepolitik der Stadt Papenburg sowie der Landkreise Emsland und Leer und der Meyer-Werft als Klageunterstützer gegen die Ausweisung der Unterems als europäisches Naturschutzgebiet (FFH-Gebiet) unverständlich&#8221;, sagte Beatrice Claus vom Internationalen WWF Zentrum für Meeresschutz in</strong><br />
<strong> Hamburg.</strong></p>
<p><strong>&#8220;Wir fordern angesichts der eindeutigen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes und des Verwaltungsgerichts Oldenburg die Klägerin, die Stadt Papenburg, auf, die Klage gegen die FFH-Ausweisung endlich fallen zu lassen&#8221;, so Elke Meier vom NABU Niedersachsen. Mit der &#8216;Vorne hui &#8211; hinten pfui&#8217; Politik würde die Region ihre Glaubwürdigkeit bei der Mitwirkung an den Renaturierungsbestrebungen aufs Spiel setzen.</strong></p>
<p><strong>Seit November 2010 arbeiten BUND, NABU und WWF gemeinsam mit der TU Berlin im Projekt &#8220;Perspektive Lebendige Unterems&#8221; an der Entwicklung von Renaturierungskonzepten und Maßnahmenvorschläge zur Renaturierung der Unterems. Ihr Ziel: eine intakte Flusslandschaft im Gleichgewicht zwischen den Interessen der Ökonomie und den Anforderungen der Ökologie.</strong></p></blockquote>
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		<title>NABU als Bestatter: unterirdische Spendenwerbung</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 11:20:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Quelle: NABU</p>
<p style="text-align: left;">Betriebswirtschaft und Marketing anstelle eines offensiven und &#8220;nachhaltigen&#8221; Naturschutzes: Nach Drückerkolonnen mit verkleideten studentischen NABUben wirbt der „mitgliederstärkste Naturschutzverband“ in Deutschland nun auch von Hinterbliebenen Bares mit einer &#8220;Spenderbetreuung&#8221; ein. Diese Anzeige erschien bereits in zahlreichen Tageszeitungen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5571" class="wp-caption aligncenter" style="width: 314px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/01/NABU_Anzeige.jpg"><img class="size-full wp-image-5571 " title="NABU_Anzeige" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/01/NABU_Anzeige.jpg" alt="" width="304" height="600" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: NABU</p></div>
<p style="text-align: left;">Betriebswirtschaft und Marketing anstelle eines offensiven und &#8220;nachhaltigen&#8221; Naturschutzes: Nach <a title="NABU_Drückerkolonnen" href="http://www.wattenrat.de/2012/01/gedruckte-naturschutzer-zeit-fur-eine-naturschutzwende/" target="_blank">Drückerkolonnen</a> mit verkleideten studentischen NABUben wirbt der „mitgliederstärkste Naturschutzverband“ in Deutschland nun auch von Hinterbliebenen Bares mit einer &#8220;Spenderbetreuung&#8221; ein. Diese Anzeige erschien bereits in zahlreichen Tageszeitungen. Herzliches Beileid!</p>
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		<title>Leuchtturm: Campen will Paris werden</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 12:39:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Leuchtturm Campen, Gem. Krummhörn, LK Aurich</p>
<p>Im Dorf Campen, Gemeinde Krummhörn, LK Aurich, will man mit Paris gleichziehen, wegen des Fremdenverkehrs. In Campen steht ein Leuchtturm, der höchste Deutschlands, direkt am &#8220;Weltnaturerbe&#8221; Wattenmeer. Er dient als weithin sichtbare Tagesmarkierung an der Ems und wird nachts als Leitfeuer zur Fahrt durch das Randzelgat in der Westerems vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5547" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/01/Leuchtturm_Campen.jpg"><img class="size-medium wp-image-5547" title="Leuchtturm_Campen, Foto (C): Archiv Eilert Voß" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/01/Leuchtturm_Campen-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Leuchtturm Campen, Gem. Krummhörn, LK Aurich</p></div>
<p>Im Dorf Campen, Gemeinde Krummhörn, LK Aurich, will man mit Paris gleichziehen, wegen des Fremdenverkehrs. In Campen steht ein Leuchtturm, der höchste Deutschlands, direkt am &#8220;Weltnaturerbe&#8221; Wattenmeer. Er dient als weithin sichtbare Tagesmarkierung an der Ems und wird nachts als Leitfeuer zur Fahrt durch das Randzelgat in der Westerems vor Borkum befeuert. Und er steht und nicht weit von einer herausragenden Brut- und Rastfläche in der strengsten Schutzzone des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, der auch „Weltnaturerbe“ ist. Der Leuchtturm soll nun für den Tourismus aufgemotzt und zusätzlich auch noch angestrahlt werden, man will einen &#8220;Eiffelturm&#8221; im Dorfe, so ein Campener Bürger. Nur ist Campen nicht Paris und wird es auch nicht werden. In Paris werden durch den Eiffelturm keine Brut- oder Rastvögel in einem Schutzgebiet gestört. In Campen wäre das der Fall, denn hell erleuchtete Objekte an Zugrouten von Zugvögeln werden leicht zu Todesfallen. Ohnehin verunglücken schon viele geblendete Tiere leicht an den Leuchtfeuern, die der Schiffssicherheit dienen. Die zusätzliche Spaßbeleuchtung wird das Problem für die Tiere verschärfen. Die Tourismusmacher der Gemeinde Krummhörn haben sich schon andere &#8220;Späße&#8221; an diesem Ort ausgedacht und mit Hilfe der Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven umgesetzt: Kitesurfer, auch ungeübte Kiteschüler, dürfen in unmittelbarer Nähe der Rast- und Brutfläche, eine natürlich gewachsene Muschelschillbank, in Upleward ihren Sport ausüben und vertreiben auch so die geschützten Vögel von ihren geschützten Flächen. Alles ist möglich im Tourismus-Spielplatz &#8220;Weltnaturerbe&#8221;, nur kein ordentlicher und fachlicher Naturschutz.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span id="more-5545"></span>Was sonst noch in Campen und im benachbarten Upleward in und am „Weltnaturerbe“ getrieben wird, kann man hier nachlesen: <a title="Campen/Upleward" href="http://www.wattenrat.de/tag/upleward/">http://www.wattenrat.de/tag/upleward/</a></p>
<div id="attachment_5553" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/01/Leuchtturm_Knutts_u_Pfuhlschn_Westerhever.jpg"><img class="size-medium wp-image-5553" title="Leuchtturm_Knutts_u_Pfuhlschn_Westerhever, Foto (C): Archiv Eilert Voß" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/01/Leuchtturm_Knutts_u_Pfuhlschn_Westerhever-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Leuchtturm Westerhever/SH: Anflugopfer Knutts und Pfuhlschnepfen</p></div>
<blockquote><p><strong>Emder Zeitung, 11. Januar 2012</strong></p>
<div id="attachment_5548" class="wp-caption alignright" style="width: 199px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/01/Emder-Zeitung_Campener_Leuchtturm_11Jan2012.jpg"><img class="size-medium wp-image-5548" title="Emder-Zeitung_Campener_Leuchtturm_11Jan2012" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/01/Emder-Zeitung_Campener_Leuchtturm_11Jan2012-189x300.jpg" alt="" width="189" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Ausschnitt Emder Zeitung, 11. Jan. 2012</p></div>
<p><strong>Campen. Darf Deutschlands höchster und noch aktiver Leuchtturm in Campen nachts angestrahlt werden? Das Wasser- und Schifffahrtsamt prüft diese Möglichkeit, den Leuchtturm zu illuminieren, teilt der Campener Dieter Borchers mit, der diese Idee hatte. […]  „Deutschlands höchster Leuchtturm, angestrahlt noch schöner als auf dem beiliegenden Foto der Eiffelturm wäre schon eine Attraktion&#8221;, meint Borchers. […]</strong></p></blockquote>
<div id="attachment_5549" class="wp-caption aligncenter" style="width: 260px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/01/Leuchtturm_Knutt_Westerhever.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-5549" title="Leuchtturm_Knutt_Westerhever, Fotot (C): Archiv Eilert Voß" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/01/Leuchtturm_Knutt_Westerhever-250x250.jpg" alt="" width="250" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Knutt: Todesursache Anflug an den Leuchtturm Westerhever/ SH, Schnabel- und Schädelbruch</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wasservogeljagd in EU-Vogelschutzgebieten: Pressetermin der Grünen in Petkum an der Ems</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 17:19:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ems]]></category>
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		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Pressekonferenz der Grünen im Sielwärtergebäude von Petkum</p>
<p>Wasservogeljagd in EU-Vogelschutzgebieten: Pressetermin der Grünen in Petkum an der Ems</p>
<p>Mit Naturschutzthemen tut sich die Lokalpresse oft schwer, wie der Pressetermin am 06. Januar 2012 in Petkum bei Emden an der Ems zum Thema Gänsejagd in EU-Vogelschutzgebieten wieder einmal beweist. Eingeladen hatten die Grünen aus Emden, die den stellvertretenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5512" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/01/Presse_Petkum_Jagd2.jpg"><img class="size-full wp-image-5512" title="Presse_Petkum_Sielwärtergebäude_07Jan2012" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/01/Presse_Petkum_Jagd2.jpg" alt="" width="600" height="450" /></a><p class="wp-caption-text">Pressekonferenz der Grünen im Sielwärtergebäude von Petkum</p></div>
<p>Wasservogeljagd in EU-Vogelschutzgebieten: Pressetermin der Grünen in Petkum an der Ems</p>
<p>Mit Naturschutzthemen tut sich die Lokalpresse oft schwer, wie der Pressetermin am 06. Januar 2012 in Petkum bei Emden an der Ems zum Thema Gänsejagd in EU-Vogelschutzgebieten wieder einmal beweist. Eingeladen hatten die Grünen aus Emden, die den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der niedersächsischen Landtagsfraktion und naturschutzpolitischen Sprecher der Grünen, Christian Meyer, nach Petkum geholt hatten, um sich ein Bild vom Ort des Geschehens zu machen.</p>
<p><span id="more-5502"></span></p>
<p>Geladen waren <strong>Eilert Voß vom Wattenrat,</strong> der jahrelang die jagdlichen Missstände im Schutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ dokumentiert hatte, <strong>Michael Steven vom NABU-Ostfriesland</strong> und der <strong>Forstdirektor a.D. Jürgen Oppermann vom <a title="ÖJV" href="http://www.oejv.de/landesverbaende/anjn/index.html" target="_blank">Ökologischen Jagdverband Niedersachsen-Bremen</a> (ÖJV)</strong>. Ebenfalls geladen waren Aktive der Emsinitiative „<a title="Dyklopers" href="http://www.dyklopers.de/" target="_blank">Dyklopers</a>“ und einige aktive Teilnehmer der Gänsewacht als Zaungäste.</p>
<p>Erschienen waren die <strong>Emder Zeitung</strong>, die <strong>Ostfriesen Zeitung</strong> (der berichtende Redakteur der Ostfriesen Zeitung ist selber Jäger) und die <strong>Ostfriesischen Nachrichten</strong>. Dazu <strong>Fernsehteams von Sat1 und vom NDR</strong> sowie eine Radioreporterin des privaten Rundfunksenders <strong>Hitradio Antenne</strong>. Und, last but not least,<strong> dpa</strong>.</p>
<p>Der NABU (Zitat: <em><strong>„Erfolgreiche Werbung für den <a title="NABU-Ostfriesland" href="http://www.nabu-ostfriesland.de/" target="_blank">NABU Ostfriesland</a>: In 2011 über 2200 neue Mitglieder! Aufwind für Biotopschutz,</strong></em> <em><strong>Artenschutzprojekte und Naturerlebnisangebote für Kinder“</strong></em> ) positionierte sich mit einer inhaltlich kaum zu bemängelnden Pressemitteilung genau am Tag des Pressetermins in Petkum deutlich gegen die Wasservogeljagd. Dieser Beitrag wurde im Ostfriesischen Kurier aus Norden am 07. Januar 2012 veröffentlicht. Die Leserschaft konnte so den irrigen Eindruck gewinnen, der Pressetermin sei eine Veranstaltung der Grünen mit dem NABU. Wenn der NABU sich ebenfalls mit seinen vielen Mitgliedern an der Gänsewacht und mit den sich daraus ergebenden unangenehmen Konflikten mit der Freizeitjägerschaft und einigen Behörden beteiligte, wäre dieser Naturschutzverband wesentlich glaubhafter; so sieht es nach einer genau terminierten Pflichtübung einschließlich geschickter Verbands-PR aus.</p>
<blockquote><p><strong>NABU Niedersachsen &#8211; P R E S S E D I E N S T &#8212; 6. Januar 2012</strong><br />
<strong>Jagd / Artenschutz</strong><br />
<strong>NABU kritisiert Mängel im Umgang mit Schutzgebieten in Niedersachsen Einschränkungen der Jagd durch Jagdruhezonen gefordert</strong><br />
<strong>Steven: &#8220;Keine Gänsejagd in Schutzgebieten&#8221;</strong><br />
<strong>Emden, Petkum, Hannover &#8211; Der NABU Niedersachsen hat heute (6. Januar) anlässlich einer auf Einladung der Emder Grünen durchgeführten Erörterung der Jagd im Naturschutzgebiet (NSG) Petkumer Deichvorland (Landkreis Leer / Stadt Emden) die Mängel im Umgang mit den Schutzgebieten in Niedersachsen kritisiert. In der Überführung der Vogelschutzgebiete in Landesrecht sowie in der Aufstellung und Umsetzung der Managementpläne sei Niedersachsen bundesweit mit Abstand das Schlusslicht. Obwohl durch die Jagd mitunter Schutzgüter erheblich beeinträchtigt würden, gebe es bislang kaum Einschränkungen der Jagd in Form von Jagdruhezonen, betonte der NABU Niedersachsen. […]</strong></p></blockquote>
<p>Der nach eigenen Angaben „mitgliederstärkste“ Naturschutzverband (<a title="NABU-Drückerkolonnen" href="http://www.wattenrat.de/2012/01/gedruckte-naturschutzer-zeit-fur-eine-naturschutzwende/" target="_blank">mit „gedrückten“ Mitgliedern!</a>) hat sich aber in der Vergangenheit nie an der Gänsewacht am Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ beteiligt oder auch nur ansatzweise erkennen lassen, dass er sich beteiligen will. Die Öffentlichkeitsarbeit, die Anzeigen und Information der Behörden und Jagdverbände wurden allein vom Wattenrat geleistet, der keine hauptamtlich bezahlte Mitglieder hat.</p>
<p>Auf dem Pressetermin wurde gar von der „nachhaltigen Nutzung“ bei der Wasservogeljagd durch Jäger geschwafelt, vom NABU-Geschäftsführer Ostfriesland! Man wolle „keine Fronten aufbauen“ und „arbeite mit der Jägerschaft zusammen“, so die schon fast peinliche „bloß-nicht anecken“-Eierei des NABU-Mannes, vorgegeben vom Landesverband Niedersachsen.</p>
<blockquote><p><strong>Emder Zeitung, 07. Januar 2012</strong></p>
<p><strong>[...] Für den Leiter der Regionalgeschäftsstelle des Nabu- Ostfriesland, Michael Steven, ist es wichtig, „keine Fronten aufzubauen&#8221; und ein „faires Miteinander&#8221; von Jägern und Tierschützern anzustreben. Gleichwohl sei die Jagd ein „Störfaktor&#8221; im Jagdgebiet. Eine Lösung des Konflikts könne sein, das Petkumer Deichvorland dem Nationalpark Wattenmeer zuzuschlagen, lautet eine Forderung des Wattenrats Ostfriesland. [...]<br />
</strong></p></blockquote>
<p>Der NABU tut so, als ob es die Fronten durch völlig uneinsichtige Freizeitschießer nicht bereits gäbe. Man muss sich zur Ernüchterung nur die Jagdforen z.B. bei „Wild und Hund“ antun und dort nachlesen, wie absolut faktenresistente Hobbyjäger zur Gänsejagd in Schutzgebieten stehen. Der ÖJV-Mann als Jäger war wesentlich deutlicher in der Ablehnung der Wasservogeljagd als der NABU! Der NABU versteht die Kunst, im richtigen Moment auf den fahrenden Naturschutzzug aufzuspringen und den Eindruck zu erwecken, er sei der Lokomotivführer.</p>
<p>Über die Anregung des Wattenrates an die Adresse des NABU-Mitarbeiters Steven, das NABU-Büro in Brüssel mit einem hauptamtlichen NABU-Mitarbeiter dazu zu nutzen, direkten Einfluss durch kurze Wege auf die EU-Kommission wegen des Verbots der Wasservogeljagd in EU-Vogelschutzgebieten zu nehmen, wurde nicht  berichtet. Und nur dpa und die Emder Zeitung berichteten vom Vorschlag des Wattenrates, das Schutzgebiet, das auch EU-Vogelschutzgebiet ist, in den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer zu integrieren, um die Jagd damit zu beenden. Das wurde bundesweit ausführlich u.a. in „Die Welt“ und kurz in der „Bild“ berichtet; als einzige Lokalzeitung druckte die &#8220;Rheiderland Zeitung&#8221; vom anderen Ufer der Ems den umfangreichen dpa-Bericht in voller Länge ab. Je weiter vom Ort des Geschehens, desto genauer die Berichterstattung!</p>
<blockquote><p><strong>dpa in &#8220;Die Welt&#8221; und in anderen überregionalen Tageszeitungen, 07. Januar 2012</strong></p>
<p><strong>[...] Trotz anhaltender Kritik sehen die Jäger bisher keinen Anlass für ein Umdenken bei der Jagd auf Wasservögel. Die Chance, bei Schüssen auf Gänse auch geschützte Arten zu treffen, sei sehr gering, sagt Wilke Siebels vom Bezirksverband Ostfriesland der Landesjägerschaft. &#8220;Wir achten stark auf Waidgerechtigkeit. Ein Fehlverhalten einzelner Jäger ist aber nicht ganz auszuschließen.&#8221;</strong><br />
<strong>Drastischer sieht das Jürgen Oppermann vom Ökologischen Jagdverband Niedersachsen-Bremen: &#8220;Wer das Kreuz hat, segnet sich vor allem selbst. Ohne Aufsicht ist die Jagd ein rechtsfreier Raum. Jäger machen Wildtiere wild.&#8221; Michael Steven vom NABU will die Jägerschaft zwar nicht unter Generalverdacht sehen, sie aber aus empfindlichen Flächen heraushalten. &#8220;Das ist ein Störfaktor in Schutzgebieten.&#8221; Eine Lösung sehen Naturschützer vom Wattenrat Ostfriesland in einer Ausweitung des angrenzenden Nationalparks Wattenmeer. &#8220;Darin könnte das Petkumer Deichvorland ohne großen Verwaltungsaufwand einbezogen werden&#8221;, sagt Wattenrat-Sprecher Manfred Knake.</strong><br />
<strong>&#8220;Keine italienischen Verhältnisse&#8221; möchte der stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Landtag, Christian Meyer, in Niedersachsen erleben. In Italien werde Jagd auf Singvögel gemacht, in Niedersachsen werde in Schutzgebieten geschossen. &#8220;Ob das EU-Recht entspricht, müssen jetzt Juristen prüfen.&#8221;</strong></p></blockquote>
<p>Den Wattenrat-Ostfriesland, der über seinen Mitarbeiter Eilert Voß und diese WebSeite die jagdlichen Missstände  erst publik gemacht hat, gibt es in einigen Lokalzeitungen gar nicht. Den Vogel schossen die Ostfriesischen Nachrichten aus Aurich zwar nicht mit einer Ente, dafür aber mit weißen Hausgänsen  ab: Die Zeitung zeigte als Bild zahme Hausgänse, obwohl unmittelbar vor dem Tagungsraum in Reichweite eines Teleobjektives tausende arktische Gänse rasteten.</p>
<div id="attachment_5508" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/01/Ostfriesische_Nachrichten_Seite_1_Hausg%C3%A4nse.jpg"><img class="size-full wp-image-5508" title="Ostfriesische_Nachrichten_Seite_1_Hausgänse" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/01/Ostfriesische_Nachrichten_Seite_1_Hausg%C3%A4nse.jpg" alt="" width="600" height="355" /></a><p class="wp-caption-text">Diese Hausgänse sind nicht gemeint: &quot;Qualitäts&quot;berichterstattung aus Aurich</p></div>
<p>Die zahlreichen rastenden Grau-, Bläss- oder Nonnengänse vor dem Tagungsraum konnten auch den Jägeraugen des Redakteurs der Ostfriesen Zeitung nicht verborgen geblieben sein: Er verstand sogar die Kunst, ein gänsefreies Foto aus dem Teil des Schutzgebietes zu liefern, über das vorher ein Hubschrauber geflogen war und so die Gänse vertrieben hatte. Dafür war sein Kommentar immerhin (selbst-)kritisch.</p>
<blockquote><p><strong>Ostfriesen Zeitung, 07. Januar 2012</strong></p>
<p><strong>OZ-KOMMENTAR</strong><br />
<strong>VOGELSCHUTZ</strong><br />
<strong>Gänsebraten</strong><br />
<strong>VON FRITZ HARDERS</strong><br />
<strong>Von Annäherung keine Spur. Kompromisslos fordern Grüne und Wattenrat die Einstellung der Gänsejagd im Petkumer Deichvorland. Mit teilweise nachvollziehbaren Argumenten. Das sei ihnen zugestanden. Und bei der erlaubten Jagd auf Graugänse kommt zweifelsohne hin und wieder auch eine geschützte Gans so dicht an eine Schrotgarbe heran, wie es mit dem Leben nicht mehr vereinbar ist. Was flapsig klingt, ist ernst gemeint und auch nicht in Ordnung. Jäger sollten nicht nur um ihren Ruf und Status als staatlich anerkannte Naturschützer bemüht bleiben, sondern sich gerade als Waffenträger an Recht und Gesetz halten.</strong><br />
<strong>Aber eins noch zum gestrigen Pressetermin der Grü¬nen: Würde doch nur so viel Bohei um arme Kinder in Deutschland gemacht, denen die Teilhabe versagt bleibt, oder um die Rentner in diesem Land, die wegen ein paar Lebensrnitteln an den Tafeln anstehen müssen! So flap¬sig das klingt, so ernst ist es gemeint: Da drängt sich der Gedanke an einen Gänsebraten auf.</strong></p></blockquote>
<p>Am ausführlichsten berichteten dpa und der Fernsehsender Sat1 über den Pressetermin, in einem fast dreiminütigen Beitrag.</p>
<p>Zur Posse geriet die Pressekonferenz, als der FDP-Lokalmatador<a title="Erich Bolinius" href="http://www.wattenrat.de/2011/08/erich-bolinius-fdp-dick-aufgetragen-im-naturschutzgebiet-petkumer-deichvorland-falschmeldung-vor-der-kommunalwahl/" target="_blank"> Erich Bolinius</a> aus Petkum uneingeladen zum Schluss der Veranstaltung den Tagungsraum betrat, sich sofort über die Naturschützer im Allgemeinen und Eilert Voß im Speziellen ausließ, die Freigabe des Betonweges im Naturschutzgebiet für den Besucherverkehr forderte und die anwesenden Pressevertreter ermahnte, „nicht alles zu glauben“ und „ausgewogen“ zu<br />
berichten. Nun will er selbst eine Pressekonferenz am gleichen Ort zusammen mit der Jägerschaft organisieren.</p>
<blockquote><p><strong>Emder Zeitung, 07. Januar 2012</strong></p>
<p><strong>[...] FDP-Ratsherr Erich Bolinius, der ohne Einladung zu der Pressekonferenz gestoßen war, erklärte: „Was Herr Voß in vielen Dingen sagt, ist mit Vorsicht zu genießen.&#8221; Er beklagte zudem, dass man die Petkumer mehr und mehr von der Natur ausgeschlossen habe.</strong> [...]</p></blockquote>
<p>Heute Morgen (07. Jan. 2012, 08:30), stand Eilert Voß als „Frontmann“ zusammen mit einer Gänsewächterin wieder in Petkum, und wieder ohne den NABU. Direkt am Schutzgebiet binnendeichs fielen vier Schrotschüsse. 200 Große Brachvögel verließen fluchtartig diese „Pufferzone“ am Naturschutzgebiet. Im Naturschutzgebiet verließen durch den Schussknall sofort 2500 Nonnengänse und viele nicht gezählte Grau- und Blässgänse panikartig ihre Schlafplätze. Petkum an der Ems ist der Ausgangspunkt für die politische Arbeit mit dem Ziel der Einstellung der Jagd in Vogelschutzgebieten geworden, weil hier das Missverhältnis zwischen der verharmlosenden Darstellung der Jägerschaft und der Realität der Zugvogeljagd über Jahre deutlich gemacht wurde.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Windenergie und Vögel: Der blinde &#8220;Falke&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 10:07:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Jagdfalke; Foto (C): Birgit Droste</p>
<p>&#8220;Der Falke&#8221; ist eine renommierte Zeitschrift für Vogelbeobachter, mit langer Geschichte. Schon in der ehemaligen DDR war er das vielgelesene Organ für Ornithologie. Im Dezemberheft 2011 war die Auswirkung von Windenergieanlagen auf Vögel das zentrale Thema. Wer nun meint, dass der „Falke“ dieses Thema tatsächlich angemessen aufgearbeitet hat, wurde enttäuscht. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5493" class="wp-caption aligncenter" style="width: 615px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/01/Falke_mit_Haube1.jpg"><img class="size-full wp-image-5493" title="Falke mit Haube, Foto (C): Birgit Droste" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/01/Falke_mit_Haube1.jpg" alt="" width="605" height="404" /></a><p class="wp-caption-text">Jagdfalke; Foto (C): Birgit Droste</p></div>
<p>&#8220;Der Falke&#8221; ist eine renommierte Zeitschrift für Vogelbeobachter, mit langer Geschichte. Schon in der ehemaligen DDR war er das vielgelesene Organ für Ornithologie. Im Dezemberheft 2011 war die Auswirkung von Windenergieanlagen auf Vögel das zentrale Thema. Wer nun meint, dass der „Falke“ dieses Thema tatsächlich angemessen aufgearbeitet hat, wurde enttäuscht. Die <a title="EGE" href="http://www.egeeulen.de/" target="_blank">„Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen“</a> (EGE) hat die bessere Weitsicht und den besseren Durchblick bei diesem Thema bewiesen. Deren Rezension veröffentlichen wir nachfolgend, wir danken den Eulenfreunden für die Überlassung des Beitrages. Und wer wissen will, wie die erwähnte norddeutsche Landschaft schon vor vielen Jahren mit politischer Hilfe  und Umgehung naturschutzrechlicher Vorgaben unter die Windräder geraten ist, kann das im Beitrag der <a title="NNA- Wie eine Landschaft unter die Windräder gekommen ist" href="http://www.wattenrat.de/wind/wind01a.htm" target="_blank">Norddeutschen Naturschutzakademie &#8211; NNA Berichte 3/96</a>- nachlesen.</p>
<p><span id="more-5492"></span></p>
<blockquote><p><strong>In einem &#8220;Journal für Vogelbeobachter&#8221; mit Namen &#8220;Der Falke&#8221; sollte man scharfsichtige Beiträge erwarten. Die Ausgabe aus dem Dezember 2011 weist allerdings einige Unschärfe und blinde Flecken auf. Dabei handelt das Heft in sechs Beiträgen nicht von einer bloßen Ansichtssache, sondern von Windenergieanlagen, die einer ganzen Reihe von Vogelarten nachweislich gefährlich werden können.</strong></p>
<p><strong>Die Autoren der Beiträge befassen sich beruflich mit diesen Gefahren &#8211; in diesem Heft Dr. Hermann Hötker mit den Auswirkungen der gesamten regenerativen Energiegewinnung auf Vögel; Dr. Ulrike Kubetzki, Dr. Stefan Garthe und Dr. Ommo Hüppop mit den Auswirkungen von Offshore-Windenergieanlagen auf See- und Zugvögel; Stefan Stübing mit diesem Konflikt in waldreichen Mittelgebirgen; Tobias Dürr mit den Anflugopfern an den bodennahen Mastsegmenten; Dr. Klaus Richarz mit möglichen Konfliktlösungen. Ein Beitrag von Alvaro Camina Cardenal über die Folgen von Windenergieanlagen für Geier in Spanien vervollständigt das Heft.</strong></p>
<p><strong>Alle Beiträge eint gewiss die Sorge um die Vögel, aber auch die Akzeptanz, zumindest die Abwesenheit kritischer Fragen hinsichtlich des massiven Ausbaus der Windenergiewirtschaft, der der Avifauna Deutschlands bevorsteht. Stattdessen allenthalben Verständnis bis Genugtuung für die eingeschlagene energiepolitische Entwicklung und die Hoffnung, &#8220;bei guter Planung&#8221; und &#8220;einer geeigneten Standortwahl&#8221; ließen sich regenerative Energieerzeugung und Vogelschutz miteinander vereinbaren.</strong></p>
<p><strong>Wie wenig diese Hoffnung begründet ist, zeigt sich in Norddeutschland, wo vor 20 Jahren der Ausbau der Windenergiewirtschaft den Anfang nahm und kein Ende findet. Mangels verfügbarer anderer Standorte werden dort die Abstandsempfehlungen für eine &#8220;gute Planung&#8221; und &#8220;geeignete Standortwahl&#8221; unter dem Druck der Branche fortlaufend verletzt &#8211; beispielsweise zu Lasten der Wiesenweihe. Vogelkundler &#8211; darunter Dr. Hermann Hötker &#8211; schlossen noch 2010 ein Kollisionsrisiko für die seltenen Greifvögel, die jetzt in die Opferliste aufgenommen werden mussten, aus. Dieselben Fachleute hatten auch die inzwischen dramatisch hohen Opferzahlen beim Rotmilan nicht vorhergesehen. Ganz im Unterschied zu einem Klimawandel, der erwiesen oder nicht &#8220;von vielen Experten neben der Intensivierung in der Land- und Forstwirtschaft als langfristig größte Bedrohung für die Biodiversität angesehen wird&#8221; (Dr. Hötker) und dessen Abwendung nun die Kollateralschäden der Windenergiewirtschaft rechtfertigen soll.</strong></p>
<p><strong>Das Heft spart den Ausbau der Windenergiewirtschaft im Wald nicht aus. Zwar trifft es zu, dass Windenergieanlagen im Wald nicht von vornherein für den Vogelschutz problematischer sind als solche im Offenland (Stefan Stübing). Es bedarf aber schon eines Grundmaßes an Naivität, mit der Öffnung des Waldes für die Windenergiewirtschaft eine Entlastung des Offenlandes zu verbinden. Die Entwicklung belegt das Gegenteil: Der Branche werden alle verfügbaren Standorte geopfert &#8211; im Offenland und im geschlossenen Wald. Dies ist für eine Umstellung der Energieerzeugung auf regenerative Quellen nur folgerichtig, denn für einen nennenswerten Beitrag muss man mit Windenergieanlagen klotzen und darf nicht kleckern. Stefan Stübing und Hermann Hötker, die als Gutachter mit und durch die Branche zu tun haben, schreiben um dieses Problem herum, obgleich sie die Dynamik, um nicht zu sagen die Gier der Branche kennen dürften.</strong></p>
<p><strong>Zustimmen lässt sich am ehesten dem Beitrag über die Auswirkungen der Offshore-Windenergieanlagen auf See- und Zugvögel. Darin ist die Besorgnis über das Schicksal der Vögel spürbar, die in den übrigen Beiträgen bestenfalls verhalten zum Ausdruck kommt oder gar nicht erst aufscheint. So etwa, wenn die Opfer in Anführungszeichen geführt und eilfertig als &#8220;nicht populationsrelevant&#8221; abgetan werden. Dabei bleiben die Maßstäbe des gemeinschaftsrechtlich fundierten Artenschutzrechts, das eine signifikante Erhöhung des Tötungsrisikos bereits einzelner Individuen untersagt, geflissentlich unerwähnt. Auf einen Leseraufruf, sich an der Aufklärung der Dunkelziffer zu beteiligen, unter den Anlagen nach Opfern zu sehen und diese der zentralen Funddatei zu melden, verzichtet das Heft. Die Zeitschrift ist wohl eher ein Journal für Vogelbeobachter, nicht so sehr der Vogelschützer. Dass Autoren und Redaktion auf eine alarmistische Berichterstattung verzichtet haben, ist gewiss eine Stärke, die überwiegend um Beruhigung bemühten Beiträge sind aber zweifelsfrei die Schwäche des Heftes. An einigen Stellen hätten die Autoren zum Schutz der Vögel Signallichter setzen müssen oder wenigstens Ausrufezeichen. Tendenziell zeigt sich eher das Gegenteil. Beispielhaft dafür ist der Hinweis auf die Erkenntnisse über den Einfluss von Windenergieanlagen auf Geier in Spanien. Verluste, die tatsächlich dramatisch sind, im Vorspann des Beitrages aber als &#8220;spannend&#8221; beschönigt werden. So schreibt man sich als Auftragnehmer ins Herz der Branche.</strong></p>
<p><strong>Die von der Länder-Arbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten in Deutschland 2007 herausgegebenen &#8220;Abstandsregelungen&#8221; für Windenergieanlagen zum Schutz bedeutender Vogellebensräume erwähnt nur einer der Autoren: Dr. Klaus Richarz. Dass in dem Beitrag der bloße Orientierungscharakter dieser Regelungen herausgestellt wird, muss man nicht zwangsläufig kritisieren. Die vom Autor angestellte Relativierung der zum Schutz von 25 Arten definierten Prüfbereiche dürfte aber eindeutig zu weit gehen, wenn Anlagen dort nur noch &#8220;dann als kritisch einzuschätzen (sind), wenn der Prüfbereich von mehreren Vögeln dieser Arten oder verschiedenen Paaren als essenzielle Nahrungshabitate genutzt werden&#8221;. Diese Auslegung dürfte auch mit dem Artenschutzrecht nicht ohne weiteres vereinbar sein. Hier hat den Leiter der Staatlichen Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland ganz offenkundig der Mut verlassen, wofür die politisierten Flächenforderungen der Branche in diesen Ländern Erklärung sein könnten. Die Staatlichen Vogelschutzwarten stehen in allen Bundesländern unter einem enormen Druck, den Ausbau der Windenergiewirtschaft bloß nicht zu behindern. Der Druck kommt nicht allein aus den Wirtschaftsverbänden und Regierungen, sondern aus der Mitte der Umweltorganisationen.</strong></p>
<p><strong>Ganz gegenläufig zu dieser Entwicklung wenden sich aus allen Bundesländern immer häufiger Orts- und Kreisgruppen der großen Umweltschutzorganisationen an die EGE, sie möge bei der Bewertung und Abwendung von Windparks in bedeutenden Vogellebensräumen behilflich sein. Offenkundig wird ihnen diese Unterstützung seitens ihrer Landes- und Bundesverbände nicht zuteil. Die EGE verfügt im Unterschied zu den großen Umweltverbänden nicht über das Angestelltennetz, diese Erwartungen zu erfüllen. Sie bittet deshalb um Verständnis, wenn sie sich auf die Vermittlung von Gutachtern und Rechtsanwälten beschränkt. Die Hilfe suchenden Orts- und Kreisgruppen sollten sich allerdings die Frage vorlegen, inwieweit der rücksichtslose Ausbau der Windenergiewirtschaft nicht auch eine Folge der Haltungen der eigenen Landes- und Bundesverbände ist.</strong></p></blockquote>
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		<title>&#8220;Gedrückte&#8221; Naturschützer: Zeit für eine Naturschutzwende</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 18:25:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Screenshot der Agentur Wesser GmbH: Drückerkolonne für den NABU</p>
<p>Naturschutz ohne engagierte Naturschützer geht nicht. „Engagiert“ heißt aber auch, dass man sich fachlich einbringt, Belastbarkeit und Durchhaltevermögen mitbringt, also auch mit dem Herzen dabei ist. Allerdings:  Man macht sich überwiegend keine Freunde mit diesem „Hobby“. Einen ganz besonderen Weg der Mitgliederwerbung haben die großen Naturschutzverbände NABU [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5468" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/01/Screenshot_NABU_Wesser.jpg"><img class="size-full wp-image-5468" title="Screenshot_NABU_Wesser" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/01/Screenshot_NABU_Wesser.jpg" alt="" width="600" height="361" /></a><p class="wp-caption-text">Screenshot der Agentur Wesser GmbH: Drückerkolonne für den NABU</p></div>
<p>Naturschutz ohne engagierte Naturschützer geht nicht. „Engagiert“ heißt aber auch, dass man sich fachlich einbringt, Belastbarkeit und Durchhaltevermögen mitbringt, also auch mit dem Herzen dabei ist. Allerdings:  Man macht sich überwiegend keine Freunde mit diesem „Hobby“. Einen ganz besonderen Weg der Mitgliederwerbung haben die großen Naturschutzverbände NABU und BUND eingeschlagen, sie haben dazu die Agentur <a title="Wesser" href="http://www.wesser.de/job.html" target="_blank">Wesser GmbH   in Stuttgart</a> mit der Mitgliederwerbung engagiert. Wesser heuert Studenten an, die Naturschützer mimen und Klinken putzen müssen.</p>
<p><span id="more-5464"></span></p>
<p>Die mit einem NABU- oder BUND-T-Shirt verkleideten studentischen Drückerkolonnen schwärmen an ihren Einsatzorten aus, klingeln an den Türen und versuchen so, Hausbewohner wie die bekannten Staubsaugervertreter für ihr Produkt NABU oder BUND zu gewinnen. Immerhin: Staubsaugervertreter können die Qualität ihres Produktes an Ort und Stelle vorführen, das dürften den Wesser-Studenten schwerfallen. Bei erfolgreichem Abschluss gibt es Geld:</p>
<blockquote><p><strong>Du bist bei uns Arbeitnehmer und jobbst auf Lohnsteuerkarte. Die Bezahlung ist leistungsorientiert, richtet sich nach den geworbenen Mitgliedern. Im Schnitt wirbt man 5 Mitglieder pro Tag, damit verdient man 2000 Euro im Monat. Erfolgreiche Werber verdienen auch mehr. Auf jeden Fall gibt es die Mindestprovision in der Höhe von 1000 Euro. Die Kosten der An- und Abreise, Unterkunft und Teamfahrzeuge werden von Wesser übernommen! Dazu gibt es bei unsern Studentenjob jede Menge Zusatzqualifikationen.</strong></p></blockquote>
<div id="attachment_5474" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/01/Screenshot_Wesser_BUND.jpg"><img class="size-medium wp-image-5474" title="Screenshot_Wesser_BUND" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/01/Screenshot_Wesser_BUND-300x181.jpg" alt="" width="300" height="181" /></a><p class="wp-caption-text">Screenshot von der WebSeite der Agentur Wesser: BUND-Drückerkolonne</p></div>
<p>Die Werber, die nichts mit dem NABU oder BUND zu tun haben, bekommen bei fünf neuen Mitgliedern also fast acht Jahresbeiträge pro geworbenes Mitglied als Prämie, legt man den Jahresbeitrag von 48 Euro für eine Jahreseinzelmitgliedschaft beim NABU zugrunde.</p>
<p>Engagierte Mitglieder, die es zweifellos seit Jahren in den Verbänden auch noch gibt, werden durch diese Drückerkolonnen kaum gewonnen, eher zahlende Karteileichen. Damit kann man aber der Öffentlichkeit eine enorme Schlagkraft durch Mitgliederstärke vorgaukeln. Diese Mitglieder müssen auch unterhalten werden. Dafür gibt es wiederum Mitgliederzeitungen oder das Internet. Zu kritisch dürfen die Beiträge darin auch nicht sein, um die vom unterhaltenden flachen Mainstream „verwöhnten“ Mitglieder nicht gleich wieder abzuschrecken. Die Themenpalette dieser Naturschutzverbände, von kleinen Gruppen in den Geschäftsstellen „regiert“ und verwaltet,  reicht daher vom Apfelpressen, die Streuobstwiese, dem Nistkasten, die Winterfütterung, Auto- oder Schiffsabgase, Klimaschutz (oder was dafür gehalten wird) bis hin zu den „Erneuerbaren Energien“, beliebig und für jeden etwas, nur eben kaum noch der kritische, fachliche und offensive Naturschutz, der sich klar, verlässlich und &#8220;nachhaltig&#8221; positioniert. BWLer bestimmen allem Anschein nach die Inhalte in den Geschäftsstellen der Verbände. Das Beispiel „Erneuerbare Energien“ macht dies besonders deutlich. Inzwischen fungieren NABU und BUND selbst als „Öko“strom-Vermittler. Hintergrundinformationen über den lukrativen Motor &#8220;Erneuerbares Energien Gesetz&#8221; , die tatsächliche Leistung der &#8220;Erneuerbaren&#8221; und die damit verbundene Lizenz zum Gelddrucken gibt es nicht. Das mag erklären, warum der Widerstand gegen den Zu- und weitere Ausbau der Landschaft mit Windkraft- und Solaranlagen und die Gier der Betreiber gering ist. Im Gegenteil: NABU und BUND fordern sogar den weiteren Ausbau der Windenergie zu Lande (sogar in Natura-2000-Gebieten) und Offshore und werfen damit die originäre Naturschutzarbeit für den Erhalt von Lebensräumen und den Schutz von Arten über Bord. Es ist Zeit für eine Naturschutzwende. Kleine, aber engagierte Gruppierungen im ganzen Land machen es vor.</p>
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		<title>Ein gutes Jahr 2012&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 16:43:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Böllermüll am Naturschutzgebiet Petkumer Deichvorland</p>
<p>Allen Krisen zum Trotz lässt es der &#8220;mündige Bürger&#8221; zu Sylvester krachen, sogar in oder an Naturschutzgebieten. Nicht nur für Haustiere, auch für die wildlebenden Tiere in ihren Schutzgebieten muss die Böllerei und der stundenlange Raketenbeschuss eine Qual sein. Dieses Bild entstand in Petkum an der Ems, direkt am Naturschutzgebiet Petkumer Deichvorland, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5453" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/01/Sylvester_B%C3%B6ller_Petkum.jpg"><img class="size-full wp-image-5453" title="Sylvester_Böller_Petkum, Foto (C): Eilert Voß" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/01/Sylvester_B%C3%B6ller_Petkum.jpg" alt="" width="600" height="399" /></a><p class="wp-caption-text">Böllermüll am Naturschutzgebiet Petkumer Deichvorland</p></div>
<p>Allen Krisen zum Trotz lässt es der &#8220;mündige Bürger&#8221; zu Sylvester krachen, sogar in oder an Naturschutzgebieten. Nicht nur für Haustiere, auch für die wildlebenden Tiere in ihren Schutzgebieten muss die Böllerei und der stundenlange Raketenbeschuss eine Qual sein. Dieses Bild entstand in Petkum an der Ems, direkt am Naturschutzgebiet Petkumer Deichvorland, Teil eines EU-Vogelschutzgebietes. Im vergangenen Jahr wurden am <a title="130 kg Böllermüll in Dornumersiel" href="http://www.wattenrat.de/2011/01/silvester-nachlese-130-kg-bollermull-allein-am-strand-von-dornumersiel/" target="_blank">Strand von Dornumersiel</a> im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und &#8220;Weltnaturerbe&#8221; 130 kg Böllermüll zusammengetragen. Dass es in solchen Gebieten sehr störempfindliche Tierarten gibt, ist den meisten Zeitgenossen entweder wurscht oder nicht bekannt. Schutzgebietsverordnung? Nationalparkgesetz? Aufsicht? Hinweise der Behörden? Fehlanzeige! Naturschutz in Deutschland, es kann nur besser werden.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>In diesem Sinne: Wir wünschen allen unseren Leserinnen und Lesern ein gutes Jahr 2012.</strong></p>
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		<title>Tourismus auf Rügen: ohne Rücksicht auf Verluste, Kommerz statt Verantwortung</title>
		<link>http://www.wattenrat.de/2011/12/tourismus-auf-rugen-ohne-rucksicht-auf-verluste-kommerz-statt-verantwortung/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 12:40:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Abbrüche]]></category>
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		<category><![CDATA[Steilküste]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern]]></category>
		<category><![CDATA[Unfall]]></category>
		<category><![CDATA[Wattenrat]]></category>

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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Immer wieder Abbrüche: Kap Arkona, Rügen</p>
<p>Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern lässt sich auch nicht von einem erneuten tödlichen Unfall an seinen Vorzeigeobjekten wie der Steilküste auf Rügen abhalten, diese „werberelevanten“ Flächen für den Besucherverkehr zu sperren:  „So einen Ort können wir nicht wegschließen“, wird der Verbandssprecher Tobias Woitendorf am 27. Dezember 2011 von dpa zitiert.</p>
<p></p>
<p>Am zweiten Weihnachtsfeiertag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5446" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2011/12/Kap-Arkona_Ruegen.jpg"><img class="size-full wp-image-5446" title="Kap-Arkona_Ruegen, Foto (C): Manfred Knake" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2011/12/Kap-Arkona_Ruegen.jpg" alt="" width="600" height="450" /></a><p class="wp-caption-text">Immer wieder Abbrüche: Kap Arkona, Rügen</p></div>
<p>Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern lässt sich auch nicht von einem erneuten tödlichen Unfall an seinen Vorzeigeobjekten wie der Steilküste auf Rügen abhalten, diese „werberelevanten“ Flächen für den Besucherverkehr zu sperren:  „So einen Ort können wir nicht wegschließen“, wird der Verbandssprecher Tobias Woitendorf am 27. Dezember 2011 von dpa zitiert.</p>
<p><span id="more-5444"></span></p>
<p>Am zweiten Weihnachtsfeiertag waren am Kap Arkona tausende Kubikmeter Geröll auf eine Urlaubergruppe gestürzt und hatten ein zehnjähriges Mädchen verschüttet. Zuletzt kam im Februar 2005 beim Abrutschen von Erdmassen bei Lobbe eine 27 Jahre alte Berliner Touristin ums Leben. In den vergangenen Jahren gab es immer erhebliche Abbrüche an der Steilküste. In Kenntnis dieser Gefahren wird das Tourismusgeschäft auf Rügen also „ohne Rücksicht auf Verluste“ betrieben.</p>
<blockquote><p><strong>dpa, 27. Dez. 2011: [...] Die Steilküsten von Rügen blieben auch nach der Tragödie werberelevant für Mecklenburg-Vorpommern, sagte Woitendorf. „Wir haben sogar ein Motiv, auf dem ein abgebrochener Teil zu sehen ist.“ Trotz der Gefahren wollten viele Deutsche die Steilküste einmal gesehen haben. „So einen Ort können wir nicht wegschließen.“ [...]<br />
</strong></p></blockquote>
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