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	<title>Wattenrat</title>
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	<description>Unabhängiger Naturschutz für die Küste -Wattenpresse-</description>
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		<title>Klimaverwirrte Pädagogen versetzen Eisbären in die Antarktis</title>
		<link>http://www.wattenrat.de/2012/05/klimaverwirrte-padgogen-versetzen-eisbaren-in-die-antarktis/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 08:51:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klima]]></category>
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		<category><![CDATA[Eisbär in Nor]]></category>
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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">&#34;Eisbär in Not&#34;, oder klimaverwirrte Pädagogen, Quelle: http://www.primolo.de/node/8532</p>
<p>Die WebSeite „primolo.de“ wendet sich an Kinder: „Gemeinsam mit euren Lehrerinnen und Lehrern könnt ihr eine eigene Internetseite gestalten, ein Profil anlegen, Fotoalben erstellen und vieles mehr!“ Die von Pädagogen gestaltete Seite ist ein Projekt von „Lehrer online“, gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6295" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/05/Eisbaer_in_Not_Screenshot.jpg"><img class="size-full wp-image-6295 " title="Eisbaer_in_Not_Screenshot; Quelle: http://www.primolo.de/node/8532" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/05/Eisbaer_in_Not_Screenshot.jpg" alt="" width="600" height="314" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Eisbär in Not&quot;, oder klimaverwirrte Pädagogen, Quelle: http://www.primolo.de/node/8532</p></div>
<p>Die WebSeite „primolo.de“ wendet sich an Kinder: <strong>„Gemeinsam mit euren Lehrerinnen und Lehrern könnt ihr eine eigene Internetseite gestalten, ein Profil anlegen, Fotoalben erstellen und vieles mehr!“</strong> Die von Pädagogen gestaltete Seite ist ein Projekt von „Lehrer online“, gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und das Bundesfamilienministerium. Zumindest Lehrer sollten sich mit Eisbären auskennen, doch weit gefehlt:<span id="more-6294"></span></p>
<blockquote><p><strong>&#8220;Eisbären sind in Not, weil das Eis in der Antarktis immer mehr schmilzt. Ab 2030 wird es in der Antarktis wahrscheinlich kein Eis mehr geben. Deswegen haben wir uns mit dem Thema beschäftigt und herausfinden, wie wir den Eisbären helfen können. Wir haben verschiedene Gruppen gebildet und uns mit einem Thema genau beschäftigt. Hier findet ihr jetzt viele Informationen zu unserem Thema `Eisbär in Not`. Hier erfahrt ihr, wieso der Eisbär in Not ist und wie ihr ihm helfen könnt.&#8221;</strong></p></blockquote>
<p>Die Welt und die Fakten werden von den Pädagogen im wahrsten Sinne des Wortes auf den Kopf gestellt: Vielleicht sollte man den Gestaltern dieser Kinderseite einmal dezent erklären, dass Eisbären in der Arktis  leben (das ist auf dem Globus &#8220;oben&#8221;) und das Eis in der Antarktis (das ist &#8220;unten&#8221;, wo die Pinguine leben) zunimmt. Zudem ist der Eisbär nicht durch das &#8220;Klima&#8221; bedroht, sondern, wenn überhaupt, durch die Jagd. 19 zirkumpolare Eisbärpopulationen gibt es es, von denen einige abnehmen,  andere stabil oder zunehmend sind, soweit man das überhaupt wegen der Größe und Unzugänglichkeit des Lebensraumes sicher beurteilen kann. Und Eisbären haben schon ganz andere Klimaveränderungen überlebt. Die Klimaverwirrung in den Köpfen auch von Pädagogen ist groß, die mediale Gehirnwäsche wirkt! Nur sollte der Unsinn nicht auch noch an Kinder weitergegeben werden.</p>
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		<title>BUND-Gründungsmitglied Freiherr zu Guttenberg tritt aus dem Verband aus: &#8220;Mir reicht es!&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 19:20:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ems]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>&#160;</p>
<p class="wp-caption-text">Enoch zu Guttenberg</p>
<p>Der Mitbegründer des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Komponist und Dirigent Freiherr Enoch zu Guttenberg (*1946), trat am 11. Mai aus dem BUND aus. Ins einem Schreiben an den BUND-Vorsitzenden Prof. Hubert Weiger begründete er seinen Schritt mit der aktiven Duldung und Unterstützung des BUND zur weitgehenden Zerstörung der deutschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_6269" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/05/Enoch_zu_Guttenberg_2012-03-23.jpg"><img class="size-medium wp-image-6269 " title="Enoch_zu_Guttenberg_2012-03-23: © Superbass / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/05/Enoch_zu_Guttenberg_2012-03-23-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Enoch zu Guttenberg</p></div>
<p><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Der Mitbegründer des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Komponist und Dirigent <a title="Enoch zu Guttenberg" href="http://www.enochzuguttenberg.de/" target="_blank">Freiherr Enoch zu Guttenberg</a> (*1946), trat am 11. Mai aus dem BUND aus. Ins einem Schreiben an den BUND-Vorsitzenden Prof. Hubert Weiger begründete er seinen Schritt mit der aktiven Duldung und Unterstützung des BUND zur weitgehenden Zerstörung der deutschen Landschaftsschutzgebiete und Naturparks durch riesige Windkraft- aber auch Photovoltaikanlagen. In seinem Austrittsschreiben führt er u.a. aus: </span></span></p>
<blockquote><p><strong><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">&#8220;Den letzten Anstoß für meinen Entschluss mich vom BUND endgültig zu trennen, ist der bis heute, trotz aller Recherchen, nicht ausgeräumte Verdacht der Käuflichkeit unserer einmal uns alle einigenden Philosophie. Die Zurücknahme der Klage gegen den Windpark Nordergründe zum Preis von 800.000 € an eine dem BUND nahe stehende Stiftung und der Klageverzicht Ausbau Ems für nicht weniger als 9 Mio. € im gleichen Modell erschrecken mich zutiefst, trotz aller Versuche der zuständigen BUND-Verantwortlichen den jeweiligen Deal zu begründen. Die offensichtlichen Geschäfte mit der Windenergie halte ich erst recht nicht für vertretbar.&#8221;<br />
<span id="more-6267"></span> </span></span></strong></p></blockquote>
<p><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Die Austrittserklärung (Offener Brief) können Sie im Wortlaut hier nachlesen: <a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/05/Guttenberg_BUND_Austritt_11Mai2012.pdf">Guttenberg_BUND_Austritt_11.Mai.2012</a></span></span></p>
<p><strong>Der Wattenrat Ostfriesland fühlt sich mit<strong> seiner jahrelangen Kritik an den naturschutzverhindernden Praktiken des BUND </strong>durch Enoch zu Guttenbergs Austritt  bestätigt; der BUND ist auch  <a title="BUND_naturstrom" href="https://www.bundladen.de/index.php?id=3578" target="_blank">Kooperationspartner des Ökostromanbieters naturstrom</a></strong>.</p>
<p>Die erheblichen Flächenverluste für ziehende Rastvögel an der Küste durch den Scheucheffekt schon einer einzigen Windkraftanlage und dem damit verbundenen großflächigen Lebensraumverlust, die enormen Todeszahlen von Vögeln oder Fledermäusen durch direkten Anflug oder das Baromtrauma durch geplatzte Lungen wird von vielen BUND-Gruppen weitgehend ignoriert, ganz abgesehen von den Landschaftszerstörungen oder dem Martyrium von Anwohnern von Windkraftanlagen durch Lärm oder Schattenwurf. Der BUND hat sich leider von seinem satzungsgemäßen Naturschutzauftrag weitgehend entfernt und sich dafür überwiegend dem technischen Umweltschutz (oder was dafür gehalten wird) gewidmet.</p>
<blockquote><p><strong><a title="FAZ, 12. Mai 2012" href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/enoch-zu-guttenberg-ich-trete-aus-dem-bund-aus-11748130.html" target="_blank">Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.05.2012, Nr. 111, S. 33</a> </strong></p>
<p><strong>Ich trete aus</strong></p>
<p><strong>Vor 37 Jahren habe ich den BUND mitgegründet &#8211; für eine schönere, gesündere Welt. Dieses Ziel wurde verfehlt. Mir reicht es.</strong></p>
<p><strong>[…] Woher dieser Enthusiasmus für die Windkraft, der den BUND in Baden-Württemberg sogar zu einem Internetauftritt mit dem Titel &#8220;Argumente für Windenergie&#8221; veranlasste? Woher die Chuzpe, darin auch noch das folgende Unfassbare zu formulieren: &#8220;Landschaftsschutz kann dabei nur ein Unter-Argument in der Abwägung sein. Schon immer prägte der Mensch massiv seine Umwelt.&#8221; […] Und es ging um Geld, als der BUND im Jahr 2003 vor Gericht zog, um gegen den geplanten Windpark in Nordergründe am Wattenmeer zu klagen. Eine der wichtigsten europäischen Vogelrouten war höchst gefährdet. Aber weil es eben um Geld ging, um sehr viel Geld, zog der BUND gegen eine Zahlung von 800 000 Euro des Betreibers seine Klage zurück. Das Geld floss bei Baubeginn an eine Stiftung, die von BUND-Mitgliedern verwaltet wird (wegen geradezu marginaler Beiträge treten heute Bundespräsidenten zurück). Das gleiche Muster, nur mit abenteuerlicheren Beträgen gegen die Emsvertiefung: Klageverzicht des BUND, gütliche Einigung mit dem Betreiber, 9 Millionen Euro an eine Stiftung. So einfach ist das.Dies jedoch, diesen Verdacht der Käuflichkeit, vermag ich nicht länger mitzutragen. [...]</strong></p>
<p><strong>Hamburger Abendblatt, online, 12. Mai 2012</strong></p>
<p><strong>[...] Den „Enthusiasmus für die Windkraft“ des BUND kann zu Guttenberg nicht verstehen. Die 5.500 Anlagen in Niedersachsen sind für ihn die „desaströse Realität“ eines „Schreckensszenarios“. Dass nun auch die bayerische Landesregierung den Ausbau von Windenergie vorantreibt, bereitet ihm große Sorgen. Er hoffte auf Unterstützung „seiner“ Umweltorganisation. Als jedoch sein langjährige Mitstreiter Hubert Weiger, der auch Vorsitzender des Landesverbandes in Bayern ist, mitteilte, dass es aktuell keine Daten gebe, die eine Gefährdung von Tier- und Pflanzenarten belegen würden, habe ihm der Atem gestockt, schreibt zu Guttenberg. [...]</strong></p></blockquote>
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		<title>Willkommen in Kängurusiel!</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 14:31:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Screeenshot: Quelle: Ostfriesen Zeitung, online, 05. Mai 2012</p>
<p>In der finanziell klammen Gemeinde Dornum/LK Aurich hat man Großes vor. Teile des vorgelagerten Küstenbadeortes Dornumersiel sollen unter Glas verschwinden, mit ihm ein Hafen, so jedenfalls ein Konzept der Hamburger Agenturen GBP Projekt und Profund Consult, das am 03. Mai im Reethaus in Dornumersiel vorgestellt wurde. Lockere 35 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6245" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/05/Screenshot_K%C3%A4ngurusiel.jpg"><img class="size-full wp-image-6245" title="Screenshot_Kängurusiel" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/05/Screenshot_K%C3%A4ngurusiel.jpg" alt="" width="500" height="489" /></a><p class="wp-caption-text">Screeenshot: Quelle: Ostfriesen Zeitung, online, 05. Mai 2012</p></div>
<p>In der finanziell klammen Gemeinde Dornum/LK Aurich hat man Großes vor. Teile des vorgelagerten Küstenbadeortes Dornumersiel sollen unter Glas verschwinden, mit ihm ein Hafen, so jedenfalls ein Konzept der Hamburger Agenturen GBP Projekt und Profund Consult, das am 03. Mai im Reethaus in Dornumersiel vorgestellt wurde. Lockere 35 Millionen soll die Disneyland-Treibhausnummer kosten, von denen Dornum 5 Millionen an Fördergeldern einwerben will; 30 Millionen sollen von Investoren kommen, die noch niemand kennt. Vielleicht darf es gleich ein neuer Name für Dornumersiel sein: Kängurusiel , weil man wieder einmal große Sprünge machen will, ohne etwas im Beutel zu haben!<span id="more-6243"></span></p>
<p>Der „Macher“ ist wieder einmal Tourismusmanager Rolf Kopper, dem der angrenzende Nationalpark Wattenmeer als „Weltnaturerbe“ vermutlich so fremd ist wie der Mars. Kopper hatte es schon gebracht, monatelang auf der WebSeite von Dornumersiel für das Kitesurfen in einer Schutzzone des Wattenmeeres zu werben, obwohl es dort verboten war. Nun ist es erlaubt, die Nationalparkverwaltung legalisierte die Dreistigkeit. Ohnehin könnte man dem Ort Dornumersiel das Prädikat „hübsch-hässlich“ verleihen: Hier brummt der Massentourismus, in dräuender Enge auf einem Campingplatz erholen sich vornehmlich Touristen aus Nordrhein-Westfalen; wer´s mag, mag´s mögen. Gebadet wir am künstlich aufgespülten Badestrand, der früher einmal eine Salzwiese war. Bis vor fünfzig Jahren war Dornumersiel wirklich ein ansprechender Sielort, ein breites Tief (Wasserlauf) mit Holzbrücken und einer echten Windmühle führte zum malerischen Kutterhafen. Nach der Sturmflut 1962 wurde der Ort verschlimmbessert, das Tief und der alte Hafen zugeschüttet und der Kutterhafen weiter an die Küste verlagert. Seit einigen Jahren ist der Ort von riesigen Windturbinen umstellt, alles dreht sich und bewegt sich, wenn der Wind weht.</p>
<div id="attachment_6248" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/05/Dornumersiel_Strandbetrieb.jpg"><img class="size-full wp-image-6248" title="Dornumersiel_Strandbetrieb, Foto (C): Manfred Knake" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/05/Dornumersiel_Strandbetrieb.jpg" alt="" width="600" height="450" /></a><p class="wp-caption-text">Strandbetrieb in Dornumersiel/LK Aurich</p></div>
<p>Nun sieht es dort so aus wie es eben aussieht. Irgendein Schelm in der Gemeindeverwaltung muss ähnlich gefühlt haben: Am Ortseingang von Dornumersiel steht ein Seezeichen als Willkommensgruß. Die Bedeutung: Gefahrenstelle, östlich umfahren!</p>
<div id="attachment_6247" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/05/Dornumersiel_Seezeichen.jpg"><img class="size-full wp-image-6247  " title="Dornumersiel_Seezeichen, Foto (C): Manfred Knake" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/05/Dornumersiel_Seezeichen.jpg" alt="" width="600" height="450" /></a><p class="wp-caption-text">Seezeichen in Dornumersiel: Gefahrenstelle, östlich umfahren</p></div>
<blockquote><p><strong><span style="font-size: small;">Ostfriesen Zeitung, 05. Mai 2012</span></strong></p>
<p><strong><span style="font-size: small;">Dornumersiel Indoor-Hafen soll Urlauber anlocken</span></strong></p>
<p><strong>[…] 35 Millionen Euro sollen in Dornumersiel investiert werden. &#8220;Um für Gäste attraktiv zu bleiben, müssen wir uns weiterentwickeln&#8221;, sagte Rolf Kopper, Geschäftsführer der Tourismusgesellschaft.[…] Rund fünf Millionen an Fördergeldern will man dafür einwerben. Den Rest sollen Investoren beisteuern. Touristisches Aushängeschild soll ein Indoor-Hafen mit Kneipen und Shops sowie eine Marina mit 50 Liegeplätzen sein. In dem glasüberdachten Hafen sollen Kutter anlegen und ihren frisch gefangenen Fisch verkaufen können. Mit dem Konzept könne man die Saison verlängern, erklärten die Planer. Außerdem würde es kein vergleichbares Projekt an der deutschen Nord- und Ostseeküste geben. [...]</strong></p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Monika Griefahn schwimmt wieder oben: diesmal bei &#8220;Aida Cruises&#8221;</title>
		<link>http://www.wattenrat.de/2012/05/monika-griefahn-schwimmt-wieder-oben-diesmal-bei-aida-cruises/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2012 11:18:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ems]]></category>
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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">AIDAmar: unten hui, oben pfui, Image: verbesserungsbedürftig, Lösung: Monika Griefahn?</p>
<p>Da ist sie wieder: Das Medienprodukt Monika Griefahn (SPD) hat einen neuen Job und schwimmt mal wieder oben. Erst bei Greenpeace-Deutschland, dann ihre Berufung als niedersächsische Vorzeige-Umweltministerin im Kabinett Gerhard Schröder von 1990 bis 1998, einem anschließenden Bundestagsmandat von 1998 bis 2009 geht sie nun an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6234" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/05/Aidamar_02April2012_Papenburg.jpg"><img class="size-full wp-image-6234" title="Aidamar_02April2012_Papenburg_Foto (C): Eilert Voß" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/05/Aidamar_02April2012_Papenburg.jpg" alt="" width="600" height="268" /></a><p class="wp-caption-text">AIDAmar: unten hui, oben pfui, Image: verbesserungsbedürftig, Lösung: Monika Griefahn?</p></div>
<p>Da ist sie wieder: Das Medienprodukt Monika Griefahn (SPD) hat einen neuen Job und schwimmt mal wieder oben. Erst bei Greenpeace-Deutschland, dann ihre Berufung als niedersächsische Vorzeige-Umweltministerin im Kabinett Gerhard Schröder von 1990 bis 1998, einem anschließenden Bundestagsmandat von 1998 bis 2009 geht sie nun an Bord  der Reederei „Aida Cruises“ als &#8220;Direktorin für Umwelt- und Gesellschaft&#8221;. Hier soll sie vermutlich das rußschwarze Schornsteinabgasimgage der Kreuzfahrtschiffe weißfiltern und umsatzfördernd optimieren.  Ein Blick in ihre politische Vergangenheit zeigt aber, dass Frau Griefahn Meisterin der Selbstdarstellung ist, die nur mit medialer Begleitung funktioniert. Von „Umwelt“ dagegen ist weniger zu berichten. <span id="more-6229"></span><strong>Zitat aus dem Hambuger Abendblatt vom 02. Mai 2012:</strong></p>
<blockquote><p><strong>Die Reederei blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zurück. &#8220;Es ist uns bewusst, dass diese Erfolge mit großen Verpflichtungen einhergehen. Für uns ist es selbstverständlich, Verantwortung zu übernehmen und uns täglich dafür einzusetzen, unsere Geschäftstätigkeit so umweltverträglich wie möglich zu gestalten.&#8221;</strong></p></blockquote>
<div id="attachment_6238" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/05/Griefahn.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-6238" title="Monika Griefahn, Free Software Foundation, Wikipedia" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/05/Griefahn-250x250.jpg" alt="" width="250" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Monika Griefahn</p></div>
<p>Auch Aida-Schiffe wurden auf der Meyer Werft in Papenburg gebaut, an einem viel zu kleinen Fluss, der durch die Auftragsannahme von immergrößeren Kreuzfahrtschiffen der Meyer Werft systematisch zerstört wurde, mit Steuergeldern: ständiges Baggern, Ufer befestigen, Erhöhung der Fließgeschwindigkeit, hoher Schlickeintrag, Versalzung, Sauerstoffzehrung, zusätzlich ein Stauwerk zum Aufstauen der Ems in Gandersum bei Emden, und alles in einem EU-Vogelschutzgebiet. Aida Cruises trägt also direkt dazu bei, die Schäden an der Ems “nachhaltig” zu bewahren. Diese Schäden nennt die Reederei nicht, allein der Bau der Kreuzfahrtschiffe in Papenburg ist schon absolut umweltunverträglich. Da darf man gespannt sein, welche “Impulse” Frau Griefahn bei der Reederei hinsichtlich des Produktionsstandortes der Aida-Schiffe setzen wird.</p>
<p>Links:  <a title="AIDAmar_Ems_ kuenstliches Hochwasser" href="http://www.wattenrat.de/2012/04/aidamar-verursacht-kunstliches-hochwasser-in-der-ems-vermutlich-keine-brutverluste/" target="_blank">AIDAmar verursacht künstliches Hochwasser in der Ems </a>und<a title="AIDAmar: Schwarzer Rauch über der Ems" href="http://www.wattenrat.de/2012/04/meyer-werft-aidamar-schwarzer-rauch-uber-der-ems/" target="_blank"> Schwarzer Rauch über der Ems</a></p>
<p>Diese “Impulse” hat sie schon in der Zeit als Umweltministerin in Niedersachsen von 1990 bis 1998 ebenfalls sehr “nachhaltig” und bis heute als deutlich sichtbare Zeichen gesetzt: Mit Hilfe von politischen Tricksereien und Druck auf das damalige “Niedersächsische Landesamt für Ökologie” (NLÖ, unter der schwarz-gelben Landesregierung Christian Wulff aufgelöst) hat sie es erst durchgesetzt, gegen die ausdrücklichen Bedenken dieser Fachbehörde großräumig Windkraftstandorte an den wattennahen Marschenbereichen Niedersachsen zu ermöglichen.</p>
<p>1994 erläuterte das NLÖ dem Umweltministerium in Hannover mit einem Fachgutachten, dass die Windkraftstandorte mit dem internationalen Vogelzug kollidieren würden, dass Ausschlussgebiete definiert und fehlende Daten erhoben werden müssten. Das Umweltministerium wies daraufhin am 6. Juni 1994 das NLÖ mit einem Erlass an, &#8220;aus fachlichen Gründen&#8221; die Fachkarten zu überarbeiten; von der Verwendung des Begriffs &#8220;Ausschlussgebiete&#8221; sei abzusehen und Flächen der &#8220;wahrscheinlichen Ausschlussgebiete&#8221; seien ganz zu streichen. Wegen des &#8220;Überarbeitungsbedarfes der Karten&#8221; sei von &#8220;jeglicher Weitergabe an Dritte dringendst abzusehen&#8221;; der Erlass liegt dem Wattenrat vor.</p>
<p>In einem anschließenden Brief an die Oberkreisdirektoren (heute Landräte) der Küstenlandkreise vom 25.10.1994 pries die niedersächsische Umweltministerin Griefahn die so überarbeitete Karte als &#8220;hilfreiches Material für den Verwaltungsvollzug: Es wird die Planungssicherheit für Windenergieanlagen stärken und gleichzeitig den Schutz bedeutender Vogelbrut- und Rastgebiete verbessern&#8221;. Genau das Gegenteil trat aber ein, Brut- und Rastgebiete bestimmter Vogelarten wurden großräumig durch den Scheucheffekt der Windkraftwerke entwertet. Sie stellte weiter forsch aber völlig verfehlt fest, dass &#8220;die Belange der Windkraft denen des Landschaftsschutzes in der Regel überwiegen&#8221;. Link: <a title="Wie eine Landschaft unter die Windraeder gekommen ist" href="http://www.wattenrat.de/wind/wind01a.htm" target="_blank">Wie eine Landschaft unter die Windräder gekommen ist</a>. Der Kartenschwindel wurde ruchbar; aus dem Landtag in Hannover  verlautete, dass sie dort  „Fälscher-Moni“ genannt wurde. Der Journalist und Publizist Horst Stern widmete Frau Griefahn daraufhin eine ausführliche Kolumne in der Zeitung &#8220;Die Woche&#8221; vom 22. September 1995:  &#8220;<a title="Horst Stern: Mühlen-Monster" href="http://www.wattenrat.de/horst-stern/monster/" target="_blank">Mühlen-Monster</a>&#8220;.</p>
<p>1997 ließ Monika Griefahn den Weißstorch in Niedersachsen für sich klappern, dessen Zunahme sie auf ihre und des Ministerpräsidenten Schröders politische Tätigkeit zurückführte. Horst Stern veranlasste auch das zu einem beißenden Kommentar in der Zeitung „Die Woche“: <a title="Die Mär vom Storch" href="http://www.wattenrat.de/horst-stern/storch/" target="_blank">„Die Mär vom Storch-Wie Monika Griefahn den Adebar für die SPD klappern lässt“</a>.</p>
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		<title>Regenbrachvögel an der Ems</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 11:49:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
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<p class="wp-caption-text">Regenbrachvögel im Watt der Ems, NSG &#34;Petkumer Deichvorland&#34;</p>
<p>Man hört sie eher als dass man sie sieht: Ein helles kicherndes Trillern weit oben aus der Luft verrät den Regenbrachvogel (Numenius phaeopus), der im Frühjahr auf dem Heimzug und ab Juli auf dem Wegzug aus den Brutgebieten Station in Ostfriesland macht. Sein Verwandter ist der Große Brachvogel, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_6218" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/Regenbrachvogel_NSG-Petkumer-DVorland_29April2012.jpg"><img class="size-full wp-image-6218" title="Regenbrachvogel_NSG-Petkumer-DVorland_29April2012_Foto (C): Eilert Voß" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/Regenbrachvogel_NSG-Petkumer-DVorland_29April2012.jpg" alt="" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Regenbrachvögel im Watt der Ems, NSG &quot;Petkumer Deichvorland&quot;</p></div>
<p>Man hört sie eher als dass man sie sieht: Ein helles kicherndes Trillern weit oben aus der Luft verrät den Regenbrachvogel (Numenius phaeopus), der im Frühjahr auf dem Heimzug und ab Juli auf dem Wegzug aus den Brutgebieten Station in Ostfriesland macht. Sein Verwandter ist der Große Brachvogel, der aber deutlich größer ist. Regenbrachvögel erkennt man sicher an der Stimme und den rahmfarbenen Überaugenstreifen, die der Große Brachvogel nicht hat.<span id="more-6217"></span></p>
<div id="attachment_6219" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/Regenbrachvoegel_2_NSG-Petkumer-DVorland_Ems_29April2012.jpg"><img class="size-full wp-image-6219" title="Regenbrachvoegel_2_NSG-Petkumer-DVorland_Ems_29April2012, Foto (C): Eilert Voß" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/Regenbrachvoegel_2_NSG-Petkumer-DVorland_Ems_29April2012.jpg" alt="" width="600" height="292" /></a><p class="wp-caption-text">Regenbrachvögel am Emsufer, NSG &quot;Petkumer Deichvorland&quot;</p></div>
<p>Der Regenbrachvogel brütet u.a. auf Island und lückig auch bis nach Ost- Sibirien. Als Langstreckenzieher überwintert er in im Westen Afrikas, am Persischen Golf, im südöstlichen Asien bis nach Australien. Größere Ansammlungen auf dem Zuge wie diese am 29. April 2012, die Eilert Voß im Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ an der Ems bei Emden fotografierte, sind nicht häufig anzutreffen: Hier waren es 48 Vögel!</p>
<p><em><strong>#edit 02. Mai 2012:</strong></em> &#8220;Nur&#8221; 48 Regenbrachvögel im NSG &#8220;Petkumer Deichvorland&#8221; waren es am 29. April. Am 01. Mai sammelten sich von 19:45h bis in die Dämmerung um 21:23h -<strong>379</strong> &#8211; Regenbrachvögel im westlichen Teil des Schutzgebiets, wie Eilert Voß schriftlich mittteilte; das ist eine sehr beachtliche Zahl für diese Art.</p>
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		<title>Windenergie und Vogelkollisionen: EU-Leitlinie änderungsbedürftig</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 07:59:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Windkraft]]></category>
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<p class="wp-caption-text">Wind&#34;park&#34; Utgast/LK Wittmund (Niedersachsen): vom Rotorblatt zerteilte Silbermöwe</p>
<p>Im Februar 2011 berichtete der Wattenrat über „Windenergie und Vogelkollisionen: unzureichende EU-Leitlinie zu Windenergie und Natura-2000“. Teil dieser Leitlinien ist die Einschätzung des Kollisionsrisikos sowie des Meideverhaltens europäischer Vogelarten gegenüber Windkraftanlagen. Diese Leitlinie hat bis 2010 das vorhandene Wissen nur unzureichend berücksichtigt. Die deutsche Schlagopferkartei weist weit mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_6208" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/WKA_Utgast_Wittmund_-1999_Silbermoewe.jpg"><img class="size-full wp-image-6208" title="WKA_Utgast_Wittmund_-1999_Silbermoewe, Foto (C): Knake" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/WKA_Utgast_Wittmund_-1999_Silbermoewe.jpg" alt="" width="600" height="434" /></a><p class="wp-caption-text">Wind&quot;park&quot; Utgast/LK Wittmund (Niedersachsen): vom Rotorblatt zerteilte Silbermöwe</p></div>
<p>Im Februar 2011 berichtete der Wattenrat über „<a title="EU-Leitlinie Vogelkollisionen" href="http://www.wattenrat.de/2011/02/windenergie-und-vogelkollisionen-unzureichende-eu-leitlinie-zu-windenergie-und-natura-2000/" target="_blank">Windenergie und Vogelkollisionen: unzureichende EU-Leitlinie zu Windenergie und Natura-2000</a>“. Teil dieser Leitlinien ist die Einschätzung des Kollisionsrisikos sowie des Meideverhaltens europäischer Vogelarten gegenüber Windkraftanlagen. Diese Leitlinie hat bis 2010 das vorhandene Wissen nur unzureichend berücksichtigt. Die deutsche<a title="Schlagopferkartei" href="http://www.mugv.brandenburg.de/cms/detail.php/bb2.c.451792.de" target="_blank"> Schlagopferkartei </a>weist weit mehr Brutvogelarten als kollisionsgefährdet aus als in den EU-Leitlinien angegeben wird.<span id="more-6203"></span></p>
<p>Zu diesem Ergebnis kommt Hubertus Illner (<a title="ABU" href="http://www.abu-naturschutz.de/" target="_blank">Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz , ABU Soest</a>) nach einer eingehenden Prüfung des Dokuments. 9 von 31 Arten, für die Illner ein hohes bis sehr hohes Kollisionsrisiko abgeleitet hat, werden in der Leitlinie der EU überhaupt nicht erwähnt. Bei den Arten mit einem mittleren bis kleinen Kollisionsrisiko sind es 24 von 36. Bei weiteren 16 Brutvogelarten ist das Kollisionsrisiko größer als es im EU-Papier dargestellt wird. Seinen Beitrag können Sie hier nachlesen: <a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/ABU_19April2012_EU-Leitlinien_Vogelkollisionen.pdf">ABU_19April2012_EU-Leitlinien_Vogelkollisionen</a> (.pdf, 2,41 MB)</p>
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		<title>Gemeinsam gegen Kitesurfer im Wattenmeer, fast</title>
		<link>http://www.wattenrat.de/2012/04/gemeinsam-gegen-kitesurfer-im-wattenmeer-fast/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Apr 2012 15:34:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Kitespots im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Rot: genehmigt, schwarz: nicht genehmigt und/oder im Internet beworben. Es fehlen die Kitespots Wesermarsch und Cuxhaven</p>
<p>Am Donnerstag, 19. April 2012, trafen sich regionale Naturschutzgruppen und die Mitglieder der Partei Bündnis 90/Die Grünen zu einer gemeinsamen Pressekonferenz in Norden/Ostfriesland, um ihre Standpunkte gegen die verfehlte Genehmigungspraxis der Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6178" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/Kitespots_Karte_2012.jpg"><img class="size-full wp-image-6178 " title="Kitespots_Karte_2012, Karte: Onno K. Gent" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/Kitespots_Karte_2012.jpg" alt="" width="600" height="406" /></a><p class="wp-caption-text">Kitespots im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Rot: genehmigt, schwarz: nicht genehmigt und/oder im Internet beworben. Es fehlen die Kitespots Wesermarsch und Cuxhaven</p></div>
<p>Am Donnerstag, 19. April 2012, trafen sich regionale Naturschutzgruppen und die Mitglieder der Partei Bündnis 90/Die Grünen zu einer gemeinsamen Pressekonferenz in Norden/Ostfriesland, um ihre Standpunkte gegen die verfehlte Genehmigungspraxis der Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven für immer mehr Kitespots im Großschutzgebiet deutlich zu machen. Eingeladen hatten der Arbeitskreis Umweltschutz Norden (AKU), die Biologische Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems (BSH), der NABU-Ostfriesland, der Wattenrat Ostfriesland und die Bündnisgrünen der Stadt Norden. Der BSH-Mitarbeiter konnte den Termin nicht wahrnehmen. Als Pressevertreter nahmen die Ostfriesen Zeitung, der Ostfriesische Kurier, der die Berichterstattung für benachbarte Tageszeitungen übernahm und last but not least die Deutsche Presseagentur den Termin war.</p>
<p><span id="more-6174"></span></p>
<div id="attachment_6214" class="wp-caption alignleft" style="width: 118px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/NP_Kitesurfer_Dornumersiel.jpg"><img class="size-medium wp-image-6214" title="NP_Kitesurfer_Dornumersiel; Foto (C): Dennis Knake" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/NP_Kitesurfer_Dornumersiel-108x300.jpg" alt="" width="108" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Nationalpark Nds. Wattenmeer: Schutzgebiet für Kitesurfer?</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Onno K. Gent vom Arbeitskreis Umweltschutz Norden (AKU) begrüße die Teilnehmer und stellte eine Pressemappe mit den Stellungnahmen der einzelnen Umweltgruppen zum Kitesurfen im Nationalpark zur Verfügung. Er zeigte eine Karte mit den eingezeichneten genehmigten und nicht genehmigten Kitespots. Gent kritisierte, dass es Absprachen der Nationalparkverwaltung mit der Polizei gäbe, widerrechtlich surfende Kiter an den Orten im Wattenmeer nicht mehr zu belangen, wenn der Kitespot von den Kommunen zwar beantragt, aber noch nicht genehmigt sei. Einig waren sich die ostfriesischen Gruppen, dass Kitesurfer nicht in den Nationalpark gehören. Gent verwies auf das Themenfaltblatt der Nationalparkverwaltung von 2011, die selbst das Kitesurfen im Schutzgebiet sehr kritisch sieht, aber dennoch einen Kitespot nach dem anderen in den eigentlich verbotenen Zwischenzonen mit fragwürdigen „Befreiungen“ ausweise.</p>
<blockquote><p><strong>Aus: Drachensport im Nationalpark, Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, 4. Auflage, 2011</strong></p>
<p><strong>[…] Lenkdrachen: aus der “Vogelperspektive“ betrachtet</strong></p>
<p><strong>Vögel nehmen Drachen oder auch Gleitschirme am Himmel als Greifvögel wahr, d. h. als potenzielle Feinde, die sich extrem schnell horizontal und vertikal bewegen und optisch und auch akustisch weithin wahrzunehmen sind. Die Vögel sind gestresst &#8211; sie gehen in Deckung oder nehmen Reißaus. Der Laie erkennt aus der Ferne nur den großen Vogelschwarm, der sich fluchtartig in die Luft erhebt. Die Vögel, die sich in ihrer Panik vor dem vermeintlichen Feind am Boden verstecken, sind vom entfernten Beobachter nicht wahrzunehmen.</strong></p>
<p><strong>Wissenschaftliche Untersuchungen belegen die zunächst unsichtbaren Folgen: Egal, ob Flucht oder Verstecken – die Vögel können nicht fressen, leiden unter Stress, verlassen ihre Nester oder Jungen &#8211; Unterernährung, mangelnde Vitalität und fehlende Nachkommen können die Konsequenzen sein. Der Nationalpark ist dafür da, die Vögel zu schützen. Vögel, die in den Ruhe- oder Zwischenzonen des Nationalparks rasten, fressen oder brüten, dürfen nicht gestört werden. Doch auch wenn der Drachenlenker außerhalb dieses Schutzgebietes steht, ist der Drachen für die Vögel am Himmel erkennbar. Deshalb: je größer der Abstand zum Schutzgebiet, umso besser.[…]</strong></p></blockquote>
<div id="attachment_6189" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/Kitesurfer_Wattenmeer_OK_21April2012.jpg"><img class="size-full wp-image-6189" title="Kitesurfer_Wattenmeer_OK_21April2012" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/Kitesurfer_Wattenmeer_OK_21April2012.jpg" alt="" width="600" height="463" /></a><p class="wp-caption-text">Ostfriesischer Kurier, Norden, 21. April 2012</p></div>
<p>Manfred Knake vom Wattenrat, unterstützt von Eilert Voß, ebenfalls Wattenrat, ging auf die fehlenden rechtlichen Voraussetzungen für die Befreiungen ein, da man weder ein überwiegend öffentliches Interesse noch ein Verletzung des Allgemeinwohls als Begründung für Befreiungen für die Kitesurfer anführen könne. Der Nationalpark sei als Schutzgebiet für Tiere und Pflanzen ausgewiesen worden, die Verwendung von Drachen in den Schutzzonen I (Ruhezone) und II (Zwischenzone) sei nach dem Nationalparkgesetz (§§ 6 und 12) eindeutig verboten. Die Verwaltung in Wilhelmshaven betreibe Rechtsbeugung für eine kleine Nutzerklientel. Auch der Landkreis Aurich als Untere Naturschutzbehörde habe sich bereits presseöffentlich sehr deutlich gegen die Ausweisung von Kitespots in den Schutzzonen des Wattenmeeres geäußert. Der Druck zur Ausweisung von Kiterflächen käme vom niedersächsischen Umweltministerium, das den Nationalpark zielstrebig zum Freizeitpark ausbaue.</p>
<p>Uwe Schramm vom NABU-Ostfriesland forderte, keine weiteren Genehmigungen für Kite-Surfzonen zu erteilen und bestehende Genehmigung auslaufen zu lassen. Der NABU halte die erteilten Ausnahmegenehmigungen für die Trendsportart Kite-Surfen in einem EU-Vogelschutzgebiet ohne die Durchführung einer Flora, Fauna-Habitat Verträglichkeitsprüfung für juristisch fragwürdig. Er kündigte an, künftige Genehmigungen vom NABU juristisch überprüfen zu lassen.</p>
<p>Hilta Moritz von den Bündnisgrünen (Juist) schließlich äußerte ihr völliges Unverständnis über die Vorgehensweise der Nationalparkverwaltung, die offensichtlich den Naturschutz im Wattenmeer völlig aus den Augen verloren habe und sich für die Ausweitung von neuen touristischen Nutzungen einsetze. Die Aufsicht im Nationalpark mit 6 hauptamtlichen Rangern, die keine Fahrzeuge und Kompentenzen besäßen, sei mehr als dürftig. Es sei ein Unding, dass sich die Kitesurfer selbst kontrollieren sollen.</p>
<p><strong>Auch der NABU-Landesverband in Niedersachsen lehnt die Ausweisung von Kitezonen im Nationalpark ab. Nur der NABU-Bundesverband in Berlin hat noch nicht mitbekommen, wie hier an der Küste der Nationalpark systematisch zu einem Freizeitpark umgebaut wird; im Gegenteil, er unterstützt mit einer Broschüre  (&#8220;gedruckt auf 100 % Recyclingpapier&#8221;) <a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/NABU_Leitfaden_K%C3%BCsten-und-Meere2012.pdf">&#8220;Praxis an Küsten und Meeren&#8221;</a> die offizielle Ausweisung von Kitesurfflächen durch die Nationalparkverwaltung. Wie zum<strong> Hohn trägt dieses Machwerk den Untertitel: &#8220;Lokale Umsetzung</strong> der nationalen Biodiversitätsstrategie&#8221;! Verwendet wurden darin auch drei angefragte Bilder vom Wattenrat- Mitarbeiter Eilert Voß, der aber nicht wusste, wie der NABU-Bundesverband seine Bilder verwenden würde. Voß ist empört, zu Recht! Die NABU-Broschüre, hergestellt mit finanzieller Unterstützung  des Bundesumweltministeriums und des Bundesamtes für Naturschutz, ist inzwischen nicht mehr im Netz abrufbar. Die Kritik wird sich bis nach Berlin herumgesprochen haben.</strong></p>
<div id="attachment_6175" class="wp-caption aligncenter" style="width: 431px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/NABU_Kitesurfen_NatPark_2012-.jpg"><img class="size-full wp-image-6175" title="NABU_Kitesurfen_NatPark_2012-" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/NABU_Kitesurfen_NatPark_2012-.jpg" alt="" width="421" height="600" /></a><p class="wp-caption-text">Auszug aus dem NABU-Faltblatt &quot;Leitfaden Küsten und Meere&quot;, 2012</p></div>
<blockquote><p> <strong>20. April 2012, Norden (dpa/lni) &#8211; Naturschützer möchten Kiter aus Nationalpark verbannen</strong></p>
<p><strong>    [...] Der Schutz des sensiblen Nationalparks sei mit inzwischen 23 genehmigten oder ungenehmigt genutzten Gebieten «aufgeweicht wie ein Schweizer Käse», sagte Onno Gent vom Arbeitskreis Umweltschutz am Donnerstag im ostfriesischen Norden (Kreis Aurich). Die Nationalparkverwaltung betreibe mit der Genehmigung von Kite-Zonen von Cuxhaven bis Emden Rechtsbeugung, kritisierte Manfred Knake vom Wattenrat.[...]</strong></p></blockquote>
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		<title>Keine Fatamorgana: &#8220;AIDAmar&#8221; in Emden</title>
		<link>http://www.wattenrat.de/2012/04/keine-fatamorgana-aidamar-in-emden/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Apr 2012 08:03:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ems]]></category>
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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Nach der Überführung von Papenburg über die enge Ems liegt die AIDAmar nun im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6159" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/AIDAmar_Emden_Marinekai_April2012.jpg"><img class="size-full wp-image-6159" title="AIDAmar_Emden_Marinekai_April2012,,Foto (C): Eilert Voß" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/AIDAmar_Emden_Marinekai_April2012.jpg" alt="" width="600" height="399" /></a><p class="wp-caption-text">Nach der Überführung von Papenburg über die enge Ems liegt die AIDAmar nun im Emder Hafen</p></div>
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		<title>Andreas Kieling: der mit dem Wolf täuscht</title>
		<link>http://www.wattenrat.de/2012/04/andreas-kieling-der-mit-dem-wolf-tauscht/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Apr 2012 18:14:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Andreas Kieling dreht Tierfilme fürs Fernsehen. Er selbst nennt sich „Abenteurer und Tierfilmer“. Gestern kam es ganz dicke für ihn: Die Bild-Zeitung titelte online: „Kieling ließ statt echter Wölfe Hunde jaulen- Schummelt er sich seine Dokus schön?“ Hintergrund: Kieling filmte angeblich wildlebende Wölfe in der Lausitz, der Film ging bereits über den Sender. Fachleute kamen ihm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Andreas Kieling dreht Tierfilme fürs Fernsehen. Er selbst nennt sich „Abenteurer und Tierfilmer“. Gestern kam es ganz<a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/Andreas-Kieling_Wikipedia.jpg"><img class="size-full wp-image-6152 alignright" title="Andreas Kieling, © Superbass / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/Andreas-Kieling_Wikipedia.jpg" alt="" width="220" height="270" /></a> dicke für ihn: Die Bild-Zeitung titelte online:<strong> <a title="Bild_Kieling" href="http://www.bild.de/unterhaltung/tv/schummel-tv/sender-benutzte-hunde-fuer-wolfs-film-23763494.bild.html" target="_blank"><em>„Kieling ließ statt echter Wölfe Hunde jaulen- Schummelt er sich seine Dokus schön?“</em></a></strong> Hintergrund: Kieling filmte angeblich wildlebende Wölfe in der Lausitz, der Film ging bereits über den Sender. Fachleute kamen ihm auf die Schliche, diese „Wölfe“ sahen den echten zwar ähnlich, waren aber in Wirklichkeit zahme Wolfshunde. Gegenüber BILD.de bereute Kieling: <strong><em>„Ich sehe mein Vorgehen nicht als Schummel, sehe aber ein, dass ich die nachgestellte Szene hätte kennzeichnen können. Bei den Tieren handelt es sich um Wolfshybride. Wir wollten ein positives Bild des Wolfes übermitteln, keine Angst machen.&#8221;</em></strong>  Nein, Angst vorm „bösen Wolf“ muss man nicht haben, der hält von selbst Distanz zu Menschen. Aber Mensch sollte auf Distanz zu Selbstdarstellen und-vermarktern wie Kieling aufbauen. Auf seiner Webseite lässt er für die naturentfremdeten Fernsehkonsumenten sogar die deutsche Restnatur schön schreiben. Zu seinen Sendungen „Kielings wildes Deutschland“  im April 2012 <a title="Kieling_ZDF" href="http://www.andreas-kieling.de/" target="_blank">schreibt das ZDF so falsch</a>: <em><strong>„Es ist die Geschichte von vielen Gewinnern im Tierreich, aber auch einigen Verlieren; eine bewegende und aufregende Inventur der deutschen Natur.“</strong></em> Umgekehrt wäre es richtig, die „Roten Listen“ belegen, dass es sehr viele Verlierer bei den Tieren und Pflanzen in deutschen Landen gibt, aber nur sehr wenige Gewinner; das sollte das müde Fernsehvolk eigentlich aufregen und bewegen. Was also tun: einfach die Glotze ausschalten, den Rest erledigt die Quote!</p>
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		<title>Ems: Brunnenvergifter am Werk!</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 14:20:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manfred Knake</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ems]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Der braune Fluss: Baggerschiff am Ems-Stauwerk</p>
<p align="LEFT">Es ist soweit, das Emswasser taugt noch nicht mal mehr zum Tränken des Viehs! Nun sollten eigentlich die verantwortlichen Politiker, Wirtschaftsmacher der Industrie- und Handelskammer an der Ems und Schönschreiber aus ihrem Wachstumswahn aufwachen und erkennen, dass es so mit der Ems nicht weitergehen kann, aber sie werden es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6130" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/Ems_Baggerschiff_am_Stauwerk.jpg"><img class="size-full wp-image-6130" title="Ems_Baggerschiff_am_Stauwerk, Foto (C): Voß" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/Ems_Baggerschiff_am_Stauwerk.jpg" alt="" width="600" height="399" /></a><p class="wp-caption-text">Der braune Fluss: Baggerschiff am Ems-Stauwerk</p></div>
<p align="LEFT"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Es ist soweit, das Emswasser taugt noch nicht mal mehr zum Tränken des Viehs! Nun sollten eigentlich die verantwortlichen Politiker, Wirtschaftsmacher der Industrie- und Handelskammer an der Ems und Schönschreiber aus ihrem Wachstumswahn aufwachen und erkennen, dass es so mit der Ems nicht weitergehen kann, aber sie werden es nicht. Alle haben bei dieser &#8220;Entwicklung&#8221; mitgemacht, nicht nur die Politik und die Macher, auch Behörden, Landwirte und Fischer, die Spitzen von BUND, NABU und WWF, und dafür kassiert. Nun versalzt der Fluss,ein Tränken des Viehs wird bald nicht mehr möglich sein. Und da der Fluss auch mit dem Grundwasser verbunden ist, wird es absehbar auch die menschliche Versorgung beeinträchtigen. Über die Ursache wird in den Lokalzeitungen verschämt geschwiegen. Die Ems ist zu einem <a title="Horst Stern: Es war einmal ein Fluss" href="http://www.wattenrat.de/horst-stern/meyer-kanal/" target="_blank">Industriekanal</a> verkommen, ständig muss sie so auf Tiefe gehalten werden, dass auch die riesigen Schiffe der Meyer Werft vom binnenländischen Papenburg bis an die Nordsee überführt werden können. <span id="more-6120"></span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Dafür wurde extra ein Stauwerk bei Gandersum gebaut, beschönigend &#8220;Sperrwerk&#8221; genannt, um den Flusspegel ausreichend anheben zu können, vom Steuerzahler spendiert. Die Folge ist eine enorme Fließgeschwindigkeit des Flusses. Durch die Tiden gelangt nicht nur sehr viel Schlick, sondern auch vermehrt Salz in das Flusssystem. Zusätzliche Schäden entstehen durch Deichsackungen und Beschädigungen an Häusern. Seit 2009 werden durch Aussolung für <a title="Salzkavernen Rheiderland" href="http://www.wattenrat.de/aktuell/aktuell253.htm" target="_blank">Salzkavernen</a>  beträchtliche Mengen an Salzsole in die Ems geleitet, die mit der Tide auch in die oberen Bereiche des Flusses gelangen können. Der Fluss ist kaputt, kaputtgemacht von einem raffgierigen Zeitgeist, dem Namen von Politikern und Politikerinnen zuzuordnen sind, für eine kleine Nutzerklientel, überwiegend bezahlt aus Steuermitteln. Nicht nur der Fluss, nein auch das lobbygesteuerte politische System ist krank, das diese Zerstörungen ständig mit den Totschlagargumenten &#8220;Wachstum&#8221; oder &#8220;Arbeitsplätze&#8221; unterstützt; die Folgekosten, wieder dem Steuerzahler aufgedrückt, bleiben stets unerwähnt.Und der völlig ahnungslose Fernsehkonsument oder die Sehleute an den Deichen bekommen bei jeder Schiffsüberführung nur die glitzernde Kreuzfahrtwelt und das Faszinosum von einem riesigen Schiff auf einem viel zu kleinen Fluss präsentiert; auch die öffentlich-rechtliche <a title="Die Seeschwäche des NDR, FAZ-Blog" href="http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/2010/08/16/see-schwaeche-auf-allen-kanaelen-wie-das-fernsehen-der-kreuzfahrtindustrie-verfiel.aspx" target="_blank">Unterhaltungsindustrie hat es bisher nicht vermocht, den Preis dieses Wahns zu benennen</a>.<br />
</span></span></p>
<div id="attachment_6131" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/Ems_Baggerschiff_vor_Stauwerk_13April2012.jpg"><img class="size-full wp-image-6131" title="Ems_Baggerschiff_vor_Stauwerk_13April2012, Foto (C): Eilert Voß" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/Ems_Baggerschiff_vor_Stauwerk_13April2012.jpg" alt="" width="600" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Baggerschiff am Ems-Stauwerk: Baggern ist Dauerzustand!</p></div>
<blockquote>
<p align="LEFT"><strong><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Rheiderland Zeitung, Weener, 14. April 2012</span></span></strong></p>
<p align="LEFT"><strong><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Kein Emswasser mehr für das liebe Vieh</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Gräben versalzen: Kreisbehörde erwägt Stilllegung der Deichpumpen</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">hsz WESTOVERLEDINGEN.</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Der Salzgehalt der Ems ist derart hoch, dass Landwirte aus Westoverledingen ihr Vieh womöglich bald nicht mehr aus den Gräben in der Nähe des Flusses tränken dür­fen. Das Amt für Wasserwirt­schaft des Landkreises Leer hat deshalb eine »Wasser­behördliche Anhörung« an die Muhder Sielacht gerichtet. »Die Landwirte hier sind in heller Aufregung«, sagt Ober­sielrichter Hermann Doeden aus Völlen. Betroffen sei ein 1500 Hektar großes Gebiet zwischen dem Emsdeich und dem Wallschloot.</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Dieter Backer, Sprecher der Kreisbehörde, bestätigt das Schreiben an die Sielacht. »Wir erwägen diese Schritte«, sagt Backer zu der schriftli­chen Ankündigung, »die dau­erhafte Stilllegung der Deich­pumpen anzuordnen«. Die Sielachten hätten aber noch die Möglichkeit, die Sorgen zu entkräften oder andere Vor­schläge zu machen.</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">[...] Auch die weiterführenden Ge­wässer seien stark beeinträch­tigt. Die gemessenen Werte lä­gen »weit über dem Richt­wert« von 1000 mikroSie­mens. Aus Gründen des Ge­wässer- und Naturschutzes könne »eine zukünftige Zuwässerung nicht mehr tole­riert werden«. Als Ursache wird der hohe Salzgehalt der Ems genannt. [...] »Es gibt keine Alternative zur Ems. Wir können nirgends Wasser hernehmen.«</span></span></strong></p></blockquote>
<div id="attachment_6144" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/Ems_Baggern_Meyer-Schiff._2009.jpg"><img class="size-full wp-image-6144" title="Ems_Baggern_Meyer-Schiff._2009, Foto (C): Eilert Voß" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/Ems_Baggern_Meyer-Schiff._2009.jpg" alt="" width="600" height="399" /></a><p class="wp-caption-text">Baggern für die Meyer Werft: Trotz des Ems-Stauwerks muss der Fluss ständig auf Tiefe gehalten werden</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<table width="603" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td width="10"></td>
<td width="595">
<blockquote>
<p align="LEFT"><strong>General-Anzeiger, Rhauderfehn, 14. April 2012</strong></p>
<p align="LEFT"><strong>&#8220;Dyklopers&#8221; kritisieren Versalzung<span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;"><br style="font-size: small;" /> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Es sei nur eine Frage der Zeit, bis auch das Grundwasser ungenießbar sei, meinen die Naturschützer. Statt die Ursache zu beheben, werde nur an den Symptomen &#8220;herumgedoktert&#8221;.</span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;"> Ostfriesland &#8211; Der Zustand der Ems nehme &#8220;katastrophale Ausmaße&#8221; an: Verschlickung, Tide-Abnormalität, zu hohe Fließgeschwindigkeit, Sauerstoffarmut &#8211; und jetzt auch die Versalzung, kritisiert der Verein &#8220;De Dyklopers&#8221;, die sich dem Motto &#8220;Rettet die Ems&#8221; verschrieben haben. Statt die Ursache zu beheben, werde nur an den Symptomen &#8220;herumgedoktert&#8221;, schreibt die Vorsitzende Heidi Beekmann in einer Pressemitteilung. Jetzt werde durch das Emswasser, mit dem &#8220;über Generationen zur Bewässerung und zum Tränken der Tiere genutzt wurde&#8221;, die Gräben im Binnenland zwischen Esklum und Mark versalzen. Die Gesundheit des Viehs sei dadurch gefährdet. Die Umweltschützer glauben auch, dass es nur eine Frage der Zeit sei, dass auch das Grundwasser versalzen werde. Deshalb fordert der Verein &#8220;keine Vertröstungen mit finanziellen Entschädigungen, sondern dass die hierfür verantwortlichen Verursacher zu Verantwortung gezogen werden und die zuständigen Behörden und Politiker Entscheidungen treffen, die nicht nur den wirtschaftlichen Interessen einer Werft im Emsland dienen, sondern auch den Bürgern.&#8221;</span></span></span></strong></p>
<p align="LEFT">
</blockquote>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div id="attachment_6135" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/Ems-Deichsch%C3%BCttung_2008.jpg"><img class="size-full wp-image-6135" title="Ems-Steinschüttung_2008_ Foto (C): Manfred Knake" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/Ems-Deichsch%C3%BCttung_2008.jpg" alt="" width="600" height="450" /></a><p class="wp-caption-text">Steinschüttung zur Stabilisierung des Deiches</p></div>
<blockquote><p><strong><span style="font-size: small;"><strong>Leserbrief von Eilert Voß, 14. April 2012</strong></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-size: small;">Salz in Ems, Wiesen und Brunnen</span></strong></p>
<p><strong> <span style="font-size: small;">Was haben Ems, Binnenlandwiesen und Brunnen miteinander zu tun?</span></strong><strong> <span style="font-size: small;">Sehr viel, sagt jemand, der das Prinzip kommunizierender Gefäße versteht, denn über das Grundwasser ist Wasser vernetzt.</span> <span style="font-size: small;">Flüsse, Wiesen und Brunnen sind Lebenselixier für Mensch, Tier und Pflanze! </span></strong></p>
<p><strong><span style="font-size: small;">Geschriebene und ungeschriebene Gesetze sorgten in früheren Jahrhunderten selbst in Papenburg dafür, dass Brunnenvergifter hart bestraft wurden.</span></strong><strong><span style="font-size: small;">Anno 2012 soll, man höre und staune, das sprichwörtliche Kind in einen versalzten Brunnen gefallen sein!Ganz nach dem Motto: „Haltet den Dieb“ sieht man sie betroffen am Ufer stehen: die Bauern, die Emsanwohner, die Brunnenvergifter aus Wirtschaft und Politik, die Beamten und Gutachter der Genehmigungsbehörden und Schönschreiber aus der Medienlandschaft!</span></strong><strong><span style="font-size: small;">Niemand will wahrhaben, dass das hineingeschüttete Salz den einst vitalen Brunnen ungenießbar machte. </span></strong></p>
<p><strong><span style="font-size: small;">Warum nur wagt keiner auszusprechen, was als Ursache des Desasters Spatzen von den Dächern pfeifen? Ja, da geht` s um Arbeitsplätze, um „angeblichen Fortschritt“ und dass derselbe nur im „Wandel“ liegen soll. (So steht` s in Granit gehauen in Simonswolde und anderswo zum Gedenken an „Flurbereiniger“, die Wüsten schufen.)</span> </strong><br />
<strong><span style="font-size: small;">Bauern sagten in Ihrhove „JA“ zu Spülfeldern auf ehemaligen Feuchtwiesen, in die Hopperbagger ihre Salzfracht spülen und lauter „JA“ beim Versilbern von Ländereien im Rheiderland, die samt Salzstock bis zum Erdmittelpunkt reichen.</span></strong><strong><span style="font-size: small;">Fischer zogen ihre Klagen zurück, damit „IHR“ Fluss auf sieben und mehr Meter vertieft werde und wurden abgespeist mit schicken Großraumkuttern. Politiker, Beamte, selbst Bosse der Naturschutzverbände gaben nachträglichen Segen, erteilten Werftausbau und Infrastruktur die Absolution; mit einem Generationenvertrag der den Safe nicht verlassen darf.</span></strong><br />
<strong><span style="font-size: small;">Da stehen sie, die Zauberlehrlinge und blicken erschrocken in die salzig braune Brühe und keiner kommt auf die Idee, der Ems den geraubten Sand zurückzugeben, die vergötterte Werft an die Küste zu verlagern und endlich ein Tabu zu brechen.</span> </strong><br />
<strong><span style="font-size: small;">Nur so hat die Ems eine Chance!</span></strong></p></blockquote>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/Ems_Baggerschiff_vor_Stauwehr_Nonnengaense_13April2012-.jpg"><img title="Ems_Baggerschiff_vor_Stauwerk_Nonnengaense_13April2012, Foto (C): Eilert Voß" src="http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2012/04/Ems_Baggerschiff_vor_Stauwehr_Nonnengaense_13April2012-.jpg" alt="" width="600" height="399" /></a><p class="wp-caption-text">Baggerschiff vor dem Naturschutzgebiet &quot;Petkumer Deichvorland&quot;, fliehende Nonnengänse</p></div>
<p>Heute berichtet die taz in einem ausführlichen Artikel &#8220;<a title="taz Ems" href="http://www.taz.de/Die-Ems-ertrinkt-oder-erstickt/!91664/" target="_blank">Die Ems ertrinkt oder erstickt-Die einfachste Lösung bleibt außen vor</a>&#8221; über den Zustand der Ems und der Naturschutzverbände:</p>
<blockquote><p><strong>taz Nord, 17. April 2012: </strong><strong>[...]Die Aufrechterhaltung des Schiffsbetriebes nach dem Ausbau der Ems für die Meyer-Werft hat allein den Bund in 20 Jahren fast eine halbe Milliarde Euro gekostet, wie das Bundesverkehrsministerium vorrechnet. 165 Millionen Kubikmeter Sand mussten aus dem Fluss gebaggert und entweder an Land deponiert oder im Meer verklappt werden. Allein für dieses Jahr rechnet der Bund mit Baggerkosten von 32 Millionen Euro für Außen- und Unterems. Dabei sollte mit dem Bau des Sperrwerkes bei Gandersum das Baggern wegfallen. Tut es aber nicht.</strong></p></blockquote>
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