 Thomas Gelder(l.), Betriebsratsvorsitzender der Meyer Werft, im Gespräch mit einem Teilnehmer des Aktionstages
Am vergangenen Samstag, 14. April 2012,veranstalteten die Bürgerinitiative „Rettet die Ems“ zusammen mit regionalen NABU-Mitarbeitern, den “Dyklopers“, Funktionären der Stiftung WWF und dem Naturschutzverband BUND ab 11.00 Uhr eine Informations-Aktion in der Innenstadt von Leer. Der Wattenrat war auch dabei. Gemeinsam machten die Gruppen auf den schlechten Zustand der Ems aufmerksam.
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 Bonbonfarbene Spaßmobile auf der Meyer Werft in Papenburg
In der Nacht zum 13. April 2012 wurde der Meyer-Neubau “AIDAmar” über die aufgestaute Ems von Papenburg nach Emden überführt. Dazu die Pressemitteilung des Wattenrates. Um es vorweg zu sagen: Die befürchteten Überflutungen der Nester durch den Emsstau blieben diesmal aus (s.u.).
Wattenrat Ostfriesland, P R E S S E M I T T E I L U N G, 12. April 2012
Umwelt/Naturschutz/Ems/Überführung AIDAmar
Emsstau für Schiffsüberführung AIDAmar verstößt gegen EU-Vogelschutzrichtlinie
Der Wattenrat Ostfriesland weist auf die erhebliche Gefährdungen von geschützten Wat- und Wasservogelarten durch das Aufstauen der Ems anlässlich der Überführung des Kreuzfahrtschiffes AIDAmar von Papenburg ans seeschifftiefe Wasser hin. Für die Überführung muss die Ems aufgestaut werden. Je nach Höhe des Staus können dann ggf. auch die Brutflächen von Uferschnepfen , Kiebitzen oder Weißwangengänsen sowie andere Bodenbrüter weggespült werden. Diese Vogelarten brüten in den Außendeichsbereichen der Ems oder auf den Emsinseln, deren Flächen als EU-Vogeslchutzgebiet von der “Richtlinie des Rates über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten” seit 1979 geschützt sind. Artikel 5 der in allen EU-Mitgliedstaaten verbindlichen Richtlinie verbietet die Zerstörung oder Beschädigung von Nestern und Eiern und das absichtliche Stören während der Brutzeit. Darüber wurde sich in der Vergangenheit bei Schiffsüberführungen stets hinweggesetzt.
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 Gerold Janssen + 18. März 2012
Nachruf auf den „Rebellen“ Gerold Janssen
von Eilert Voß
Die Horner Kirche in Bremen war bis zur Empore auf den letzten Platz gefüllt.
Im Herzen traurig machten sich Bremer und einige Ostfriesen auf den Weg, eine Galionsfigur des Bremer Widerstandes gegen die geplante Landschaftszerstörung im Hollerland, zu Grabe zu tragen. Ein schlichter Sarg, beleuchtet von der Nachmittagssonne, daneben ein Bild aus Tagen des Kampfes um 400 Hektar Bremer Feuchtwiesen machte allen Trauergästen klar: Gerold Janssen ist tot. Gestorben am 18. März 2012 nach 40 erfolgreichen Jahren des Kleinkrieges um Schwanenblumen, Krebsscheren, Schlammpeizgern, Rotschenkeln und Kiebitzen. Seine Schlitzohrigkeit und vor Aktivität sprühende Lebensart, sein unbeharrliches Wirken für den Schutz der Natur gilt vielen Bremern und Ostfriesen als beispielhaft.
Menschen die ihn begleiteten, geht dieser plötzliche Tod des 88 jährigen Mitstreiters an die Seele.
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 Leben im Park, im Wind"park": Langenhorn-Nissenhörn/SH, Foto (C): Korthaus
Warte, warte nur ein Weilchen, dann kommt das Windrad auch zu Dir….
So hatten sich viele ihr Leben auf dem Lande nicht vorgestellt; und noch mehr Landbewohner werden in Zukunft dank der „Energiewende“, dem Konjunkturprogramm für Windkraft-, Gaskraft- und Kohlekraftwerke, auch diese „schöne Aussicht“, den Schattenwurf und die Dauerbeschallung mit dem gesundheitsschädlichen Infraschall ertragen müssen. Ist ja „öko“, oder was? weiter »
 Spaßdampfer AIDAmar, ohne Umweltplakette durch die Ems
Die Papenburger Meyer Werft dockte erneut einen riesigen Luxusdampfer aus, die AIDAmar. Das gigantische Kreuzfahrtschiff wird voraussichtlich in der Nacht am 13. April 2012 durch die viel zu kleine Ems an die Küste überführt werden. Damit das Schiff überhaupt in das Flussbett passt, muss die Ems nicht nur ständig ausgebaggert, sondern wieder mit dem Stauwerk in Gandersum bei Emden aufgestaut werden. Im April hat aber bereits die Brutzeit begonnen. Die Außendeichsbereiche der Ems werden also wieder absaufen, mit Ihnen ungezählte Bruten von geschützten Vogelarten, unter ihnen Blaukehlchen, Kiebitze, Uferschnepfen oder Weißwangengänse. Die so gefluteten Uferbereiche gehören zu einem EU-Vogelschutzgebiet. weiter »
Das ist DONG: „DONG Energy ist einer der führenden Energiekonzerne in Nordeuropa mit Hauptsitz in Dänemark. Unsere Geschäftstätigkeit gründet sich auf Beschaffung, Produktion sowie Distribution von und Handel mit Energie und energienahen Produkten in Nordeuropa.“[…] „Wir sind auf dem Weg, die CO2-Emissionen aus unserer Strom- und Wärmeproduktion bis 2020
 Pressefoto, (C) Alpha Ventus, 2009
im Vergleich zu 2006 um 50 % pro produzierter kWh zu senken. Die Umsetzung erfolgt unter anderem, indem wir unsere Kraftwerkskapazitäten auf Erdgas und Biogas umstellen, sowie kontinuierlich den Ausbau unserer Windkraftkapazitäten auf voraussichtliche 3.000 MW bis 2020 vorantreiben. In Deutschland planen wir z.B. 2013 mit dem Bau des Windparks Borkum Riffgrund 1 zu beginnen, der eine Kapazität von 277 MW haben wird. […] Es ist nicht zu spät, den Prozess des Klimawandels zu verlangsamen. Wir möchten Teil einer Entwicklung zum Besseren sein.“
DONGs “besseres” Geschäftsmodell basiert aber keinesfalls auf der Reduzierung von „CO2-Emissionen“, sondern auf den Vorgaben des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG), dass eine garantierte üppige Einspeisesubventionen von 18 Cent je Kilowattstunde vorsieht; ohne dass EEG würde sich der Bau und Betrieb von Offshore-Wind“parks“ nicht lohnen; der umweltbelastende Boom, der Meeressäuger vertreibt und Zugvögel gefährdet, fände nicht statt. Und der „Klimawandel“ lässt sich auch mit Windkraftwerken nicht „verlangsamen“, das ist zeitgeistiges hohles PR-Geschwätz, verfängt aber bei schlagzeilenlesenden Gutmenschen. Der Klimawandel findet unbeeindruckt von Kraftwerken jeglicher Art seit Äonen statt; „Klima“ ist das statistische Ergebnis von 30 Jahren Wetteraufzeichnung für eine bestimmte Region. Windkraftwerke sind wetterabhängig, vom Wind, und beeinflussen diesen nicht. Auch mit DONGs Windkraftwerken in der Nordsee entscheidet sich der weitere Klimaverlauf in Europa nicht. DONG will nichts anderes, als sich ein großes Stück vom Kuchen des EEGs abschneiden, alle Stromkunden bezahlen dies mit höheren Stromrechnungen.
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 Kitersurfer mit angelockten robusten Silbermöwen
Die Pressestelle der Verwaltung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer kündigte einen besonderen Leckerbissen für die umworbene Zielgruppe der Kitesurfer im Nationalpark an: Ab April 2012 sollen geführte Kitesurfexkursionen von Juist zur Insel Memmert veranstaltet werden, um den Kitern auch diese Insel mit dem Surfbrett nahe zu bringen. weiter »
 Verletzte flügellahme Blässgänse, nicht jagdbare Art in EU-Vogelschutzgebieten, hier NSG "Petkumer Deichvorland"/Ems, 25. Januar 2009
„Strafvereitelung im Amt“ war die vorsichtige Vermutung ausgerechnet eines Jägers zu den ständigen Jagdverstößen im Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ an der Ems, hier auf den Wattenratseiten oft mit Bildern von Eilert Voß dokumentiert. Auf Antrag der Grünen wurde der Vorsitzende des Ökologischen Jagdverbandes Niedersachsen/Bremen (ÖJV), Jürgen Oppermann (Forstdirektor i.R), als Experte zum Thema Jagdaufsicht im Emder Ratsausschuss „für öffentliche Sicherheit, Ordnung und Bürgerservice“ am 21. März angehört. Nicht so sehr die fachlich begründete vorgetragenen Bedenken von Oppermann gegen die Jagd auf Wasservögel in einem Schutzgebiet, sondern der gute Eindruck beschäftigte die Stadtoberen und veranlasste sie zu Drohungen: „Ich fand das unverschämt”, wird der Erste Stadtrat von Emden von der Emder Zeitung zitiert. weiter »
 Quelle: Ostfriesen Zeitung, Seite 9, 27. MÄrz 2012
Der Hauptprofiteur des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) ist Aloys Wobben mit seiner Windkraftfirma Enercon in Aurich. Wobben erdiente sich, beflügelt durch das EEG und die garantierte hochsubventionierte Windstromeinspeisung für WKA-Betreiber, in zwanzig Jahren ein Milliardenvermögen mit der Herstellung und dem Verkauf von Windkraftanlagen. Bräche dieser strompreistreibende Stützpfeiler seines Wirtschaftens weg, müsste er kleinere Brötchen backen.
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 Kegelrobbe mit Netzrest, Wunde am Hals
In den Weltmeeren treiben riesige Mengen Müll, vor allem Plastikabfälle, die Tieren von Walen über Vögel bis zu Seehunden zum Verhängnis werden können. Auch vor unserer Haustür in der Nordsee werden jedes Jahr schätzungsweise 20.000 t nicht verrottende Abfälle eingebracht. Sehr gefährlich für Delfine oder Seehunde sind feine bis feinste Kunststoffnetze der Fischerei, wenn sie sich losreißen oder gekappt werden. Die nachfolgenden Bilder zeigen Kegelrobben, die sich in diesen Netzresten verfangen haben. Kegelrobben wandern von der Nordsee und in den angrenzenden Atlantik. Wattenrat-Mitarbeiter John de Boer, Kapitän und ehemaliger Umweltpolizist des niederländischen Landbauministeriums, der jetzt im Ruhestand in Frankreich lebt, schickte uns seine Bilder aus dem Wattenästuar der Somme am Ärmelkanal. weiter »
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