 Klimaschutzlandschaft im EU-Vogelschutzgebiet an der Ems: Im Hintergrund der Windpark "Wybelsumer Polder"
Ulli Kulke schreibt für „Die Welt“, unter anderem. Am 03. März erschien von ihm in der „Welt am Sonntag“ der bemerkenswerte Beitrag „Vogelfrei“ zur Energiewende, zu den Auswirkungen des sog. „Klimaschutzes“, , zur Industrialisierung der Landschaft mit Windkraftwerken, zu Energiemaissteppen, zur Käuflichkeit und der unsäglichen Rolle vieler Naturschutzverbände, zu den Auswirkungen des Erneuerbare Energien Gesetz, zu den faktenresistenten Vorstellung von Politikern und vor allem zum Artenschutz, der unter diesem vorgeblich ökologischen Gemengelage besonders leidet. weiter »
 Strand ohne Strandbrüter: Borkum
Bisher war es ja eigentlich nur der Wattenrat Ostfriesland, der punktgenau die Missstände in diesem „Nationalpark“ Wattenmeer und „Weltnaturerbe“ aufspießte und das UNESCO-Welt(w)erbe-Etikett als bloßes Marketinginstrument der Fremdenverkehrsindustrie bezeichnete. Umso mehr freut es uns, dass nun die renommierte Zeitschrift „Nationalpark“ einen Beitrag veröffentlichte, der genau diese Diskrepanz zwischen hehrem Anspruch und der traurigen Wirklichkeit beleuchtet. weiter »
 Wiesenweihe im Suchflug
Edit: Am 08. Juli 2011 titelt das Hamburger Abendblatt zu diesem Thema zeitgeistig “korrekt” : “Greifvogel stoppt die Energiewende in Ostfriesland”
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Bereits am 30 Mai 2011 berichteten wir über die zeitweilige Abschaltung einer Windkraftanlage wegen der benachbarten Brut einer Wiesenweihe. Inzwischen wurde vom Landkreis die Abschaltung einer zweiten Anlage verfügt, das führte zu erheblichen Protesten und handfesten Gewaltandrohungen durch einzelne Betreiber.
Der Landkreis Aurich hatte in den beiden benachbarten Krummhörner Windparks Groteland und Petjenburg wegen der in direkter Nähe gebauten Nester von Wiesenweihen jeweils eine Windkraftanlage vorübergehend und zeitlich begrenzt stillgelegt. Die Verfügungen gelten bis zum Ablauf der Brutzeit 1. August von 4 bis 22 Uhr. Mit insgesamt drei Brutpaaren im Krummhörner Gemeindegebiet ist der Wiesenweihenbestand in diesem Jahr so niedrig wie zuletzt 2008. Wiesenweihen gehören zu den hochgradig bestandsbedrohten Greifvögeln in Deutschland und sind besonders geschützt.
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 Eine Briefmarke, die es nicht gibt: Auch in Europa gäbe es viel für die Artenvielfalt zu tun
Im japanischen Nagoya fand im Oktober 2010 die „Internationale Biodiversitätskonferenz“ statt, eine Konferenz zum vermeintlichen Schutz der Lebensräume und Arten, und so wurde es in den Mainstream-Medien bis hin zum Kinderkanal des Fernsehens für die Kleinsten transportiert. In Nagoya ging es aber um etwas anderes, um die Ökonomisierung der Artenvielfalt, also das Geschäft.
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 Wind"park" Alpha Ventus vor Borkum, Foto (C): Archiv Alpha Ventus
Neben den ohnehin schon üppigen haushaltsneutralen Subventionen über das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), die mit einer Zwangsumlage auf alle Stromkunden den Windkraftbetreibern in die Taschen fließen, legt der Bundeshaushalt allein für den Wind”park” Alphas Ventus vor Borkum noch etwas drauf: 30 Millionen aus Steuermitteln. Die Stromkunden werden den Zubau der Nordsee mit windabhängigenen Kraftwerken an ihren Stromrechnungen merken. Zuverlässig einspeisende Wärmekraftwerke werden durch den Windkraftausbau nicht überflüssig, sie müssen den unverzichtbaren Regelbetrieb bei Windschwankungen ausgleichen, damit das Stromnetz nicht zuammenbricht.
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 "Nationalpark"platz Bensersiel auf ehemaligen Salzwiesen, Ausschnitt (!), im Hintergrund Langeoog, autofreie Insel
In Büsum feierten sich die Umweltminister von Schleswig-Holstein und Niedersachsen selber, die “weltweite Bedeutung des UNESCO Weltnaturerbes” und eine Urkunde waren Gegenstand ihrer ausschließlich ökonomischen Wattenmeer-Betrachtungen für ihr jeweiliges Bundesland. Weltweite Bedeutung für wen? Für die Tourismusindustrie selbstverständlich, Artenschutz gehört in der Regel nicht zum Repertoire dieser Denkweise.
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 Basstölpel im Fischernetz, bei Sturmflut im Schafzaun hängengeblieben
Das Internationale Jahr der Biodiversität geht in drei Monaten zu Ende. Viel ist diskutiert worden, und dabei ist es geblieben. Am Ende des Jahres 2010 werden Politik und die Umwelt- und Naturschutzverbände damit sicher wieder viel Selbstdarstellung betreiben, ohne auch nur einer Art geholfen zu haben. weiter »
Windenergie Offshore: Bundesamt für Naturschutz (BfN) achtet auf Einhaltung des Artenschutzrecht, Gefährdung von Seevögeln und Schweinswalen
Kathrin Ammermann (BfN): „Es wäre aus unserer Sicht besser, wenn mehr Windparks gebaut würden. Dann wüsste man mehr über die Auswirkungen.”
 Alpha Ventus: Rammarbeiten für 5 MW Repower -Windkraftanlage
Auf den Wattenratseiten wurde schon wiederholt auf Missstände bei Genehmigungsverfahren bei Offshore-Wind“parks“ und Beeinträchtigungen von Seevögeln und Schweinswalen hingewiesen. In Niedersachsen kann man den Eindruck gewinnen, Genehmigungen werden im rechtsfreien Raum ausschließlich nach Investorenwünschen durchgeführt, Beispiel: Nordergründe im Wattenmeer zwischen Cuxhaven und Wangerooge, hart an der Grenze zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Gerade Offshore-Windkraftanlagen gefährden ziehende Vogelarten bei unsichtigem Wetter, Kollisionen sind die Folge, die Opfer werden nie gefunden.
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 Umgehung Bensersiel=Umgehung EU-Vogelschutzrichtlinie, "kommunale Entlastungsstraße" im EU-Vogelschutzgebiet, Anwalt der Stadt Esens: Prof. Stüer
Am 07. und am 08. Mai 2010 fand im westfälischen Hamm mit ca. 600 Teilnehmern der 3. Baugerichtstag statt. Dort wurden im „Arbeitskreis VIII, Öffentliches Recht“ den Naturschutz tangierende weitreichende Empfehlungen „an den Gesetzgeber“ beschlossen: “Empfiehlt es sich, die Umweltprüfung und den Naturschutz im öffentlichen Bau- und Fachplanungsrecht neu zu regeln?“ , u.a. „die Flexibilisierung der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung“. Die „Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen“ hat davon auf ihrer WebSeite im Juni 2010 berichtet. Wegen der möglichen negativen Auswirkungen der Neuordnung des Baurechts auf den Natur- und Artenschutz, nicht nur auf Eulen, übernehmen wir die Stellungnahme auf unserer WebSeite und danken der EGE für die Erlaubnis des Abdrucks: weiter »
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