NABU zu Windenergiegutachten: „Gefälligkeitsplanungen in nie dagewesenem Umfang“

Windpark Wybelsumer Polder bei Emden, Blick vom Dollart, "Weltnaturerbe Wattenmeer"

Der NABU S-H macht aufmerksam auf Zitat „Gefälligkeitsplanungen in nie dagewesenem Umfang im Zusammenhang mit dem fortschreitenden Ausbau der Windenergienutzung“ in Bezug auf die naturschutzfachlichen Datenerhebungen für Windenergieprojekte. Veröffentlicht wurde der Beitrag im „europaticker/Magazin Umweltruf“ am 19. Nov. 2014 (s.u.). Der NABU spricht in diesem Falle für das Bundesland Schleswig-Holstein, das über eine enorm hohe Dichte von Windkraftanlagen verfügt. Es ist also nicht auszuschließen, dass auch in anderen Bundesländern ähnlich begutachtet wird. Bei so viel Fachgutachten, die von den Projektierern oder Investoren der Windenergievorhaben in Auftrag gegeben und bezahlt werden und die nicht selten zu Unbedenklichkeitsergebnissen bei Standortplanungen für z.B. betroffenen Fledermäuse und Vogelarten kommen, dürfte es eigentlich nicht zu den bekannten massenhaften Tötung von Fledermäusen oder Vögeln an Windenergiestandorten kommen  (siehe auch „Fledermäuse und Windkraftanlagen: Sterben für den Klimaschutz“, Wattenrat, 05. April 2013). weiter »

BUND und Windenergie: ein Januskopf

Kein Eingriff in die Landschaft? Windpark Utgast, Gemeinde Holtgast, LK Wittmund/NDS

Zweimal der BUND-Bayern: einmal zur „enormen Landschaftseingriffen“ durch Straßen und ein Gewerbegebiet, und ein anderes Mal zur Energiewende, die ausdrücklich befürwortet wird. Nur ist die „Energiewende“ zweifellos ebenfalls mit Landschaftseingriffen durch monströse Windkraftanlagen in vorher unbebauten Landschaftsteilen verbunden, zusätzlich sollen mehrere tausend Kilometer neue Höchstspannungsleitungen in Deutschland errichtet werden. weiter »

Windkraftprojektierer und Artenschutz: Was nicht passt, wird passend gemacht

Screenshot (Bildzitat): EnerPlan GmbH, http://www.enerplangmbh.com/WEA_Artenschutz.html,  18. Okt. 2013

 In der Zeitung „Neue Energie“ vom Oktober 2013 erschien auf S.14 die bemerkenswerte Anzeige eines Planungsbüros für Windenergie-Projektentwicklung.

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Hauskatzen im Nationalpark Wattenmeer: Proteststurm gegen Tötung verwilderter Hauskatzen

Miezie will nur spielen: Hauskatze erlegt Mönchsgrasmücke im Garten in der Brutzeit. Damit ist die gesamte Brut verloren.

 Ein Sturm der besonderen Art rast derzeit über die ostfriesische Insel Borkum, ausgelöst von Hauskatzenliebhabern. Ein Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung hatte in der Presse auf das ungelöste Hauskatzenproblem auf der Insel aufmerksam gemacht und auf den Fang bzw. auf den legalen Abschuss nach dem Niedersächsischen Jagdgesetz zum Schutz von Wiesenvögeln verwiesen. weiter »

Hauskatzen auf Borkum: Wer wird erschossen?

Screenshot-Bildzitat, Ostfriesen Zeitung_Online_27.Sept. 2013

Wer wird erschossen?

Ein unsachlicher Kommentar für den Wattenrat von

Thomas Schumacher

„Borkum: Katzen zum Abschuss frei“ titelt die Ostfriesen Zeitung, sprachlich holprig aber diesmal immerhin orthografisch korrekt. Allerdings: Später korrigiert sie. Hauskatzen würden auf Borkum nicht abgeschossen. Das wäre auch was, Ballermann im Wohnzimmer. Igel würden aber nicht abgeschossen, so die OZ, die stünden unter Naturschutz. Als hätte das jemals gestört, wenn es ums Schießen geht. Igel würden eingesammelt und aufs Festland verbracht. Und warum das Ganze? Wegen der Uferschnepfen. Katzen und Igel fressen die Uferschnepfen, und die sterben aus. Oh je, würden alle die abgeschossen, die gefährdete Tiere töten oder ihren Lebensraum zerstören, es gäbe ein Massaker in Ostfriesland. Jäger zu Gejagten. weiter »

„Vogelfrei“ durch Energiewende und Klimaschutz, eine Pflichtlektüre

Klimaschutzlandschaft im EU-Vogelschutzgebiet an der Ems: Im Hintergrund der Windpark "Wybelsumer Polder"

Ulli Kulke schreibt für „Die Welt“, unter anderem. Am 03. März erschien von ihm in der „Welt am Sonntag“ der bemerkenswerte Beitrag „Vogelfrei“ zur Energiewende, zu den Auswirkungen des sog. „Klimaschutzes“, zur Industrialisierung der Landschaft mit Windkraftwerken, zu Energiemaissteppen, zur Käuflichkeit und der unsäglichen Rolle vieler Naturschutzverbände, zu den Auswirkungen des Erneuerbare Energien Gesetz, zu den faktenresistenten Vorstellung von Politikern und vor allem zum Artenschutz, der unter diesem vorgeblich ökologischen Gemengelage besonders leidet. weiter »

Schöpfung oder Wertschöpfung? Artenschutz im „Weltnaturerbe“ Wattenmeer, oder „Das Ende vom Lied“

Strand ohne Strandbrüter: Borkum

Bisher war es ja eigentlich nur der Wattenrat Ostfriesland, der punktgenau die Missstände in diesem „Nationalpark“ Wattenmeer und „Weltnaturerbe“ aufspießte und das UNESCO-Welt(w)erbe-Etikett als bloßes Marketinginstrument der Fremdenverkehrsindustrie bezeichnete. Umso mehr freut es uns, dass nun die renommierte Zeitschrift „Nationalpark“ einen Beitrag veröffentlichte, der genau diese Diskrepanz zwischen hehrem Anspruch und der traurigen Wirklichkeit beleuchtet. weiter »

Wiesenweihen vs. Windenergie: Abschaltung von zwei Anlagen: Gewaltandrohung gegen Mensch und Tier

Wiesenweihe im Suchflug

Edit: Am 08. Juli 2011 titelt das Hamburger Abendblatt zu diesem Thema zeitgeistig „korrekt“ : „Greifvogel stoppt die Energiewende in Ostfriesland“

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Bereits am 30 Mai 2011 berichteten wir über die zeitweilige Abschaltung einer Windkraftanlage wegen der benachbarten Brut einer Wiesenweihe. Inzwischen wurde vom Landkreis die Abschaltung einer zweiten Anlage verfügt, das führte zu erheblichen Protesten und handfesten Gewaltandrohungen durch einzelne Betreiber.

Der Landkreis Aurich hatte in den beiden benachbarten Krummhörner Windparks Groteland und Petjenburg wegen der in direkter Nähe gebauten Nester von Wiesenweihen jeweils eine Windkraftanlage vorübergehend und zeitlich begrenzt stillgelegt. Die Verfügungen gelten bis zum Ablauf der Brutzeit 1. August von 4 bis 22 Uhr. Mit insgesamt drei Brutpaaren im Krummhörner Gemeindegebiet ist der Wiesenweihenbestand in diesem Jahr so niedrig wie zuletzt 2008. Wiesenweihen gehören zu den hochgradig bestandsbedrohten Greifvögeln in Deutschland und sind besonders geschützt.

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Nagoya: Big Business Biodiversität: Der grüne Schleier des Raubtier-Kapitalismus

Eine Briefmarke, die es nicht gibt: Auch in Europa gäbe es viel für die Artenvielfalt zu tun

Im japanischen Nagoya fand im Oktober 2010 die „Internationale Biodiversitätskonferenz“ statt, eine  Konferenz zum vermeintlichen Schutz der Lebensräume und Arten, und so wurde es in den Mainstream-Medien bis hin zum Kinderkanal des Fernsehens für die Kleinsten transportiert. In Nagoya ging es aber um etwas anderes, um die Ökonomisierung der Artenvielfalt, also das Geschäft.

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Wind“park“ Alpha Ventus: 30 Millionen Euro Subvention aus dem Bundeshaushalt, EU verabschiedet Leitlinien für den Artenschutz

Wind"park" Alpha Ventus vor Borkum, Foto (C): Archiv Alpha Ventus

Neben den ohnehin schon üppigen haushaltsneutralen Subventionen über das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), die mit einer Zwangsumlage auf alle Stromkunden den Windkraftbetreibern in die Taschen fließen, legt der Bundeshaushalt allein für den Wind“park“ Alphas Ventus vor Borkum noch etwas drauf: 30 Millionen aus  Steuermitteln. Die Stromkunden werden den Zubau der Nordsee mit windabhängigenen Kraftwerken an ihren Stromrechnungen merken. Zuverlässig einspeisende Wärmekraftwerke werden durch den Windkraftausbau nicht überflüssig, sie müssen den unverzichtbaren Regelbetrieb bei Windschwankungen ausgleichen, damit das Stromnetz nicht zuammenbricht.

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