Krabbenfischer erhalten MSC-Zertifizierung, mit Unterstützung des NABU und WWF!

WWF, NABU und die Schutzstation Wattenmeer machen nun gemeinsame Sache mit der Krabbenfischereiindustrie und der Zertifizierung mit dem Zertifikat des „Marine Stewardship Councils (MSC), das vorgeblich die „zertifizierter nachhaltige Fischerei“ bescheinigen soll. Gleichzeitig kritisieren WWF und NABU aber den MSC-Standard. Der MSC wurde 1997 zunächst vom Unilever-Konzern zusammen mit dem World Wide Fund For Nature gegründet. 1999 schied der WWF aus, ist aber im Board des MSC immer noch vertreten. […]

Krabbenfischerei: ostfriesische Bundestagsabgeordnete gegen Verbot in Schutzgebieten

Krabbenkutter: Möwen stürezne sich auf den Beifang, der tot oder verletzt über Bord ging, Foto (C): Eilert Voß

Krabbenkutter: Möwen stürzen sich auf den Beifang, der tot oder verletzt über Bord ging, Foto (C): Eilert Voß

Naturschutz hört bekanntlich unter Wasser nicht auf. Das haben die ostfriesichen Bundestagsabgeordneten Johann Saathoff (SPD, den hatten wir hier schon öfter auf dem Schirm, bitte scrollen) und Gitta Connemann (CDU) noch nicht verinnerlicht. Die Logik dieser ostfriesischen Bundestagsabgeordneten ist einfach umwerfend: Weil das Wattenmeer als UNESCO-Weltnaturerbe mit der Fischerei ausgewiesen wurde, gehe von dieser auch „keine große Gefahr“ aus. Das Weltnaturerbe ist aber nur ein Etikett auf dem Großschutzgebiet Nationalpark (Natura-2000-Gebiet) von Emden bis an die dänische Grenze und wird nur zur Vermarktung benutzt. Ohne Zweifel pflügt die Krabbenfischerei mit ihren Fanggeschirren (Kufen und Rollen) über den Wattenboden und richtet dort Schäden an, zudem wird mit jedem Fang im Verhältnis 1 (Krabben) zu 7 (Beifang) erheblicher Schaden an der Jungfischfauna und an (z.B.) Seesternen angerichtet, für 1 kg Krabben werden also 7 kg Beifang vernichtet; eine Beschränkung der Fischerei in den Nationalparks ist daher dringend geboten. weiter »

Tote Zonen und Krabben in Benzoesäure

Tote Meereszonen in der Deutschen Bucht (C) google earth

„Tote Zonen“ werden bei Google-Earth u.a. im niedersächsischen Wattenmeer angezeigt, das Symbol ist ein Fischskelett. Dazu muss unten links in der „Primären Datenbank“  das Kästchen „Ozean“ und „Tote Zonen“ angeklickt werden. Das hat was: Das Wattenmeer ist als Nationalpark und „Weltnaturerbe“ ausgewiesen, ein schöner Schein. Hier wird intensiv gefischt, mit Muschelkuttern, die mit schweren Ketten Miesmuschelbänke abrasieren oder mit den malerischen Krabbenkuttern, die auch in einigen Küstenbadeorten die touristischen Hingucker sind und zur umsatzfördernden Hafenkulisse gehören. Nur wissen die Touristen in der Regel nichts davon, was sich unter Wasser abspielt. Die Fanggeschirre der Krabbenkutter mit den Kufen und Rollen der Fangnetze radieren über den Wattenboden, ins Netz gelangen nicht nur die begehrten Speisekrabben, sondern im Verhältnis 1:7 auch der Beifang von Jungfischen und anderen Krebstieren. weiter »

Gesucht: die richtige Maschenweite für den Krabbenfang

Crannet-Projekt: Foto (C): Thünen-Institut

Die Küstenfischerei auf Krabben (Garnelen) ist nicht „umweltfreundlich“ oder gar „nachhaltig“, wie oft behauptet wird. Auch im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und „Weltnaturerbe“ werden jährlich tonnenweise Garnelen (Crangon crangon) gefischt. Allein im Jahr 2005 wurden in  Deutschland 35.000 Tonnen Nordseekrabben vermarktet, ungefähr die gleiche Menge kleiner – nicht marktfähiger- Krabben wurde beim Fang oder bei der Verarbeitung getötet und so zu Möwenfutter, ebenso werden tonnenweise Kleinfische, Seesterne oder andere Meerestiere als unerwünschter Beifang verletzt oder getötet. Ursache ist die Maschenweite der Netze. Vor allem auf den „Steert“ kommt es an, das Ende des Netzes, in dem sich der Fang sammelt. Diesen „Steert“ kann man hinsichtlich der Maschenweite und der Maschenform optimieren. weiter »