Bensersiel: die „kommunale Entlastungsstraße“ – Chronologie des Versagens der kommunalen Selbstverwaltung

Umgehungsstraße Bensersiel/LK Wittmund/NDS, nach dem Baubeginn, August 2009

Bitte das Edit ganz unten vom 08. Oktober 2104 zur Neuabgrenzung des Vogelschutzgebietes V63 zur vermeintlichen „Rettung“ der Umgehungsstraße beachten!

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Bensersiel: die „kommunale Entlastungsstraße“ – Chronologie des Versagens der kommunalen Selbstverwaltung

von Manfred Knake

Hier lesen Sie die Chronologie eines Küstenkrimis, in dem gefährdete Vogelarten, die Steuerzahler und die Glaubwürdigkeit der Kommunalpolitik die Opfer sind. Ohne Rechtsgrundlage wurde eine Umgehungstraße in einem „faktischen“, also nicht nach Brüssel gemeldeten Vogelschutzgebiet gebaut. Versagt haben das Land Niedersachsen, die damalige Bezirksregierung Weser-Ems als Aufsichtsbehörde, der Landkreis Wittmund und der Hauptverwaltungsbeamte der Stadt Esens mit dem Rat. Getäuscht haben das damals FDP-geführte Niedersächsische Umweltministerium unter Minister Hans-Heinrich Sander und die nachgeordnete Staatliche Vogelschutzwarte. Die Versäumnisse und bewussten Täuschungen werfen ein Schlaglicht auf den tatsächlichen katastrophalen Umgang mit dem nationalen und europäischen Natur- und Artenschutzrecht. Nerven gelassen haben nicht nur der Kläger, sondern auch einige Mitarbeiter des ehrenamtlichen Naturschutzes und der Chronist selbst. weiter »

Aus dem Archiv: Zwergwal bei Langeoog geborgen

Zwergwal, 1989 im Fahrwasser zwischen Langeoog und Bensersiel geborgen

Beim Aufräumen fiel aus einer alten Fototüte dieses Bild heraus, es wollte wohl ins digitale Zeitalter herübergerettet werden: Am 24. Juli 1989 trieb der Kadaver eines Zwergwals im Fahrwasser zwischen Langeoog und Bensersiel. Die Mannschaft eines Transportschiffes, das die Insel Langeoog vom Festland aus versorgt, barg den Wal mit der Bugklappe des Schiffes. weiter »

Ölunfall im Hafen von Bensersiel

Screenshot_Bildzitat_Anzeiger für Harlingerland/Wittmund/NDS, online, 02.Dez.2103

In der Nacht vom 01. auf den 2. Dezember 2013 liefen größere Mengen Öl, vermutlich Dieseltreibstoff aus einem Langeoog-Versorgungsschiff, in den Bensersieler Hafen aus. Seewärts entwickelte sich daraus ein größerer Ölfleck. Verölte Küstenvögel wurden bisher nicht gefunden. Mit einem Ölabschöpfgerät (Kordelskimmer) des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) wurde das Öl oberflächlich abgeschöpft. Unterstützt wurde der Einsatz von der Esenser Feuerwehr, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), der Wasserschutzpolizei und der Polizei in Esens. Am Abend war der Einsatz beendet. Die Wasserschutzpolizei ermittelt inzwischen nach dem Verursacher. Die Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven forderte die Leiter der Nationalpark-Informationshäuser in der Umgebung auf, die Augen nach verölten Vögeln offen zu halten und die Spülsäume zu kontrollieren. Ausreichend qualifizierte Ranger (sechs hauptamtliche Dünenwärter auf den Inseln, ohne hoheitliche Befugnisse) gibt es nicht im Nationalpark, die diese Aufgabe wahrnehmen könnten. weiter »

Wieder Feuerwerk in Bensersiel

Wie wenig der seit 1986 bestehende Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer („Weltnaturerbe“) in den Köpfen der Tourismusmacher angekommen ist, zeigt die folgende Bekanntmachung der TouristInformation des Kurvereins Nordseeheilbad Esens-Bensersiel e.V. im Internet weiter »

Coli-Bakterien: Badeverbot in Bensersiel

Screenshot_Bildzitat: Anzeiger für Harlingerland, online, 02. Aug. 2013

 Am Badestrand des Küstenbadeortes Bensersiel im Landkreis Wittmund (Erholungszone des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer und „Weltnaturerbe“) gilt seit gestern ein vorübergehendes Badeverbot. Das Niedersächsischem Landesgesundheitsamt hatte erhöhte E-Colibakterienwerte gemessen. Colibakterien können Darmkrankheiten auslösen. weiter »

Bensersiel: Blechlemminge auf dem Nationalpark-Platz

Bensersiel: Blechlawinen auf ehemaliger Salzwiese, Langeoog-Parkplatz (Ausschnitt)

Kaum scheint mal für ein paar Tage die Sonne mit angenehmen Temperaturen, zieht es Mensch an die Küste. Auf den Ostfriesischen Inseln locken der Strand und das Meer. Zurück zur Natur geht es aber nicht zu Fuß, sondern überwiegend mit dem Auto, und nicht nur mit einem, sondern mit abertausenden. weiter »

Die „Zeiger“ Mühle in Bensersiel: Wer entsorgt das Fundament?

Das alte Fundament der versetzten Mühle (Hintergrund) rottet seit 1998 immer noch vor sich hin

Diese Mail erhielt heute der Wattenrat:

… am Mittwoch war ich bei Hermann Zeiger, um das Fundament der alten „Zeiger-Mühle“ zu fotografieren. Das Fundament ist auch jetzt (ca. 10 Jahre nach Versetzen der Anlage) immer noch da. Wenn jemand von Rückbau-Verpflichtung spricht, zeige ich immer gern auf dieses Fundament. Beim Bauamt der Stadt Esens sagte man mir, daß Esens nicht zuständig sei der Kreis sei Genehmigungsbehörde. Beim Kreis Wittmund (Bauamt Herr Janßen) ist man der Meinung, daß auch der Kreis keine Handhabe hat, das Fundament beseitigen zu lassen. Genehmigt worden sei diese „Altanlage“ durch das Gewerbeaufsichtsamt. Also – keiner zuständig. […]

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Bensersiel: Höhenfeuerwerk über dem Nationalpark Wattenmeer

Feuerwerk über dem Nationalpark Wattenmeer, hier Juist, 24.07.2010

Am 01. August 2010 berichteten wir über ein Höhenfeuerwerk auf der Insel Juist, zur Belustigung der Touristen, zum Schrecken und Schaden der durchziehenden Wat- und  Wasservögel, die gerade im Wattenmeer Station machen und sich Fettreserven für ihren Weiterzug in die Überwinterungsgebiet anfressen. Nun krachte es auch nächtens in Bensersiel.

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