Vortrag: „Artenschutz – öffentliche Aufgabe oder offensichtliches Versagen?“

Am 06. Oktober 2017 hielt der Diplomingenieur und Dozent für Landespflege Wilhelm Breuer einen bemerkenswerten Vortrag mit dem Titel „Artenschutz – öffentliche Aufgabe oder offensichtliches Versagen?“ Darin stehen auch einige treffende Sätze zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, hochgelobt und heftigst touristisch vermarktet als „Weltnaturerbe“, auch mit Unterstützung der Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven. Auszug: […]

Wir sind dann mal weg, aber für immer!

Im Landesmuseum “Natur und Mensch” in Oldenburg gibt es ein sehenswertes “Naturalien-Cabinett”. Vom 17. bis in das 19. Jahrhundert wurde in solchen “Cabinetts” alles gesammelt und zur Schau gestellt, was Beine, Federn oder Flossen hatte, oft völlig unsystematisch und zur Befriedigung der Neugier am Exotischen. Der Oldenburger Nachbau einer solchen Kuriositätensammlung beherbergt auch die letzten ihrer Art, die  unwiederbringlich durch menschliche Nachstellungen ausgerottet wurden.

In dieser Vitrine sieht man den imposanten Riesenalk, den “Pinguin des Nordens” (Alca impennis), der bis in das 19. Jahrhundert auf Felseninseln des Nordatlantiks brütete. 1844 war er ausgerottet, eine leichte Beute für Seeleute, die die flugunfähigen Vögel gerne zur Nahrungsergänzung bunkerten.
Ebenfalls nur noch hinter Glas zu sehen ist die Wandertaube (Ectopistes migratorius), die in riesigen Schwärmen in Nordamerika vorkam. weiter »

Nagoya: Big Business Biodiversität: Der grüne Schleier des Raubtier-Kapitalismus

Eine Briefmarke, die es nicht gibt: Auch in Europa gäbe es viel für die Artenvielfalt zu tun

Im japanischen Nagoya fand im Oktober 2010 die „Internationale Biodiversitätskonferenz“ statt, eine  Konferenz zum vermeintlichen Schutz der Lebensräume und Arten, und so wurde es in den Mainstream-Medien bis hin zum Kinderkanal des Fernsehens für die Kleinsten transportiert. In Nagoya ging es aber um etwas anderes, um die Ökonomisierung der Artenvielfalt, also das Geschäft.

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Keine Seehunde ohne „Management“? Sesselpuper-Naturschutz!

Seehunde im Dollartwatt

Auch Seehunde werden schon von behördlichen Berufsartenschützern „gemanagt“, und merken gar nichts davon. Starke Worte aus dem „Common Waddensea Secretariat“ (CWSS) statt Taten: Der Seehund als Gegenstand der derzeitigen staatlichen „Biodiversitäts“-Propaganda im Jahr der Artenvielfalt.

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Politikersprüche: „Biologische Vielfalt für künftige Generationen bewahren und die natürlichen Lebensgrundlagen sichern“

Artenvielfalt im EU-Vogelschutzgebiet an der Ems: verstümmelte, flügelkupierte Stockenten als lebende Lockenten für Wasservögel, die dann abgeschossen werden.

Während im „Weltnaturerbe“ Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer vielerorts die Salzwiesen durch starke Entwässerungsmaßnahmen verquecken und verkommen, Brut-, Äsungs- oder Rastplätze für verschiedene Vogelarten dadurch verschwinden,  Kitesurfer in eigentlich geschützten und verbotenen Bereichen zugelassen werden, Sand-, Seeregenpfeifer und Zwergseeschwalbenpopulationen unter dem Druck des Massentourismus zusammenbrechen, in EU-Vogelschutzgebieten weiterhin Jagd auf ziehende Wasservögel gemacht wird, tönen Berliner Politiker mit „biologischer Vielfalt für künftige Generationen“ .

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Biodiversität: Das geplante Artensterben in Deutschland

Basstölpel im Fischernetz, bei Sturmflut im Schafzaun hängengeblieben

Das Internationale Jahr der Biodiversität geht in drei Monaten zu Ende. Viel ist diskutiert worden, und dabei ist es geblieben. Am Ende des Jahres 2010 werden Politik und die Umwelt- und Naturschutzverbände damit sicher wieder viel Selbstdarstellung betreiben, ohne auch nur einer Art geholfen zu haben. weiter »