Naturschutz in Ostfriesland „hat fertig“

Nichts dokumentiert den Tiefstand des Naturschutzschutzes in Ostfriesland so treffend, wie es auf einer Zusammenkunft zu einem möglichen Biosphärenreservat in der Krummhörn/LK Aurich deutlich wurde. Die Lokalzeitung „Ostfriesischer Kurier“ aus Norden im Landkreis Aurich berichtete über das Treffen am 20. Mai 2017. Aus dem Bericht „Kaum Interesse an Erweiterung des Biosphärenreservats- Informationsveranstaltung in der Krummhörn zum Unesco-Projekt“ stammen die in Anführungsstrichen entnommenen Zitate.

Peter Südbeck, Leiter des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer: „Ausdrücklich gehe es nicht darum, neue Naturschutzgebiete zu installieren. ´Das ist das Letzte, was wir wollen`, stellte Nationalparkverwaltungsleiter Peter Südbeck klar.“ weiter »

BUND-Spitzen im Dornumer Sommerloch: Ausgerechnet Dornum will Biosphärenreservat-Gemeinde des Nationalparks werden

Werbe-Seezeichen am Ortseingang von Dornumersiel- Bedeutung: allgemeine Gefahrenstelle, östlich umfahren

Politiker tun es, und Naturschutzverbandsfunktionäre tun es inzwischen auch: das pressebegleitete Reisen durch das Sommerloch. In diesem Falle bereisten BUND-Spitzenfunktionäre die ostfriesische Küste und gaben so allerlei von sich.

Nachfolgend (ganz unten) also die kostenlose Sommerloch-PR für den BUND und das BUND-Nationalparkhaus Dornumersiel/LK Aurich, eine unglaubliche Nebeltopf-Nummer. Ein Schwerpunkt der neuen Ausstellung im Haus sind die „erneuerbaren“ Energien an der Küste, auf Grundschulniveau. Der Umbau des Nationalparkhauses wurde mit erheblichen Mitteln auch aus der Statoil-Wattenmeerstiftung finanziert. 1994 und 1995 gehörte der BUND noch zu den stärksten Kritikern der Statoil-Erdgasleitung „Europipe“ durch den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, heute erhält der BUND Fördermittel aus der Wattenmeerstiftung. Der niedersächsische BUND-Landesgeschäftsführer und Multifunktionär Bodenstein-Dresler ist auch Mitglied im Beirat der Stiftung, die vom niedersächsischen Umweltministerium verwaltet wird, er arbeitet also sehr regierungsnah. weiter »