Niedersachsen: Jäger und Sportangler verlieren Anerkennung als Naturschutzverband

Tote Nonnengans: Naturschutzgebiet "Petkumer Deichvorland"/Ems

Endlich wird gehandelt: Der neue niedersächsische Landwirtschaftsminister Stefan Wenzel (Grüne) griff nach seinem Amtsantritt die jahrelange Forderung des Wattenrates Ostfriesland auf und entzog der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) per Erlass den Status „anerkannter Naturschutzverband“, die Aberkennung beim „Landessportfischerverband“ werde vorbereitet und stehe bevor. In Niedersachsen gibt es derzeit 14 „anerkannte Naturschutzverbände“, die in bestimmten Verfahren beteiligt werden müssen und auch Klagebefugnis haben.

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Ems/Meyer Werft nach der Landtagswahl: Auch die Grünen lassen alles beim Alten

 

"Norwegian Breakaway" passiert Jann-Berghaus-Brücke in Leer, März 2013

Vor einem Jahr war noch alles anders, da wollte die Grünen-Abgeordnete im Niedersächsischen Landtag, Meta Janssen-Kucz aus Leer, die Papenburger Meyer Werft noch an den Rysumer Nacken bei Emden verlegen (siehe ganz unten). Nun, in der Regierungsverantwortung, soll alles so bleiben wie es ist. Frau Janssen-Kucz ist jetzt stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Niedersächsischen Landtag. Und der neue grüne Umweltminister Stefan Wenzel sagt in der taz: „Der Standort der Papenburger Meyer Werft wird akzeptiert“. Wie sagte doch schon Konrad Adenauer: “Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.” weiter »

BUND-Hessen: Beim Ausbau der Windenergie müssen Naturschutzbelange zurückstehen

Schöne neue Energiewendewelt: Klimarettung oder Profit? Der BUND als hilfreicher Partner!

Der Landes-Arbeitskreis Energie im BUND Hessen hat sich wortreich und mit vielen verbalen Pirouetten für den Ausbau der Windkraft und gegen den Vorrang des Naturschutz positioniert. Eigentlich ist der BUND ein „anerkannter“ Naturschutzverband und kein Energieverband, macht aber in seinen Zielen gemeinsame Sache mit dem Lobbyverband „Bundesverband Windenergie“ (BWE). Der BUND Hessen unterstützt die politischen Ziele des Landesentwicklungsprogrammes Hessen (LEP) und den Windkrafterlass des hessischen Umweltministeriums zum weiteren Ausbau der Windenergie im Lande, auch zu Lasten des Naturschutzes! Fachliche Stellungnahmen werden zu Meinungen degradiert. Die “Energiewende” wird zur Glaubenssache, in Jahrzehnten erkämpfte Naturschutzpositionen werden preisgegeben. weiter »

Schweinswale und Offshore-Lärm: Wahrnehmungsstörungen der Umweltorganisationen?

Nicht hören, nicht sehen, nicht sprechen: Wahrnehmungsstörungen der Naturschutzorganisationen?

Eigentlich müssten um die Offshore-Baustellen der Wind“parks“ in der Nordsee Greenpeace-Schlauchboote kreisen und sich Aktivisten an die Fundamente ketten. Denn eigentlich und angeblich „kämpft“ Greenpeace seit Jahren spendenwirksam für den Erhalt des stark bedrohten Kleinen Tümmlers oder Schweinswals, aber nur, wenn es um die Bedrohung durch die Fischerei geht. Die „Energiewende“ mit der Industrialisierung der Nordsee mit gigantischen Windkraftwerken führt offenbar zu Wahrnehmungsstörungen nicht nur bei Greenpeace, sondern auch bei den Naturschutzorganisationen wie WWF, BUND oder NABU, um nur einige zu nennen:

In der vergangenen Woche tagten in Brighton/UK die Teilnehmer von ASCOBANS, des Abkommens zum Schutz von Kleinwalen (Engagement on the Conservation of Small Cetaceans of the Baltic, North East Atlantic, Irish and North Sea). Die deutschen Umweltverbände und Greenpeace empörten sich über das Ergebnis der Tagung in einer gemeinsamen Presseerklärung  vom 22. Okt. 2012.

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Meyer-Neubau „Celebrity Reflection“. Ein bisschen DDR-Nostalgie…

Die Idylle trügt: ausgedockte "Celebrity Reflection" am Meyer-Pier im Papenburger Hafen

…kam doch bei der Überführung des neuen Schiffes der Meyer Werft „Celebrity Reflection“ auf. Aber nur ein ganz kleines satirisches Bisschen, wie einige der nachfolgenden Bilder zeigen.

Am 12. August wurde der neue Musikdampfer in der binnenländischen Papenburger Meyer Werft aus der riesigen Werfthalle ausgedockt und am 16. und 17. September über die eigentlich viel zu enge Ems an die Nordsee nach Eemshaven/NL überführt, wieder mit einer Sondergenehmigung des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), wobei der Naturschutz beim NLWKN wohl nicht nur im Namen an letzter Stelle rangiert (Gehobene Erlaubnis zur Überführung von zwei Kreuzfahrtschiffen in Verbindung mit zwei Probestaus September 2012 und September 2014, Antragsteller: Landkreis Emsland).

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Tankerhavarie „Katja“ im Wattenmeer: gerade noch mal gutgegangen

Quelle: Ostfriesen Zeitung, 15. August 2012

In der Nacht zum 14. August 2012 lief der unter der Flagge der Bahamas registrierte Tanker „Katja“ im niedersächsischen Wattenmeer bei der kleinen Insel „Minsener Ooog“ bei Wangerooge auf Grund. An Bord des modernen 232m langen Doppelrumpf-Tankers befanden sich fast 90.000t Rohöl. Es gelang, den Tanker bei ruhiger See mit Schleppern freizubekommen, Öl ist nicht ausgelaufen. Vermutlich hat ein Lotsenfehler zur Havarie geführt, gegen Kapitän und Lotsen wurde ein Verfahren eingeleitet. Vor der ostfriesischen Küste im sog. Verkehrstrennungsgebiet ziehen jedes Jahr mehr als 100.000 Schiffe vorbei, darunter viele Tanker. weiter »

Prof. Weiger (BUND): verloren im Dickkicht der Fakten – eine misslungene Rechtfertigung zum Austritt von Enoch zu Guttenberg

Energiewende oder Naturschutzwende?

Am 12. Mai berichteten wir über den Austritt von Enoch zu Guttenberg aus dem BUND, den er mit gegründet hatte. Anlass war seine Kritik an der Windkraftpolitik des Naturschutzverbandes. Zu Guttenberg begründete seinen Austritt u.a. mit diesen Worten:

“Den letzten Anstoß für meinen Entschluss mich vom BUND endgültig zu trennen, ist der bis heute, trotz aller Recherchen, nicht ausgeräumte Verdacht der Käuflichkeit unserer einmal uns alle einigenden Philosophie. Die Zurücknahme der Klage gegen den Windpark Nordergründe zum Preis von 800.000 € an eine dem BUND nahe stehende Stiftung und der Klageverzicht Ausbau Ems für nicht weniger als 9 Mio. € im gleichen Modell erschrecken mich zutiefst, trotz aller Versuche der zuständigen BUND-Verantwortlichen den jeweiligen Deal zu begründen. Die offensichtlichen Geschäfte mit der Windenergie halte ich erst recht nicht für vertretbar.”

Der BUND in Person seines Vorsitzenden Prof. Hubert Weiger reagierte mit Halb- oder Unwahrheiten, oder vielleicht nur aus reiner Unkenntnis auf diesen spektakulären Austritt des profilierten Naturschützers zu Guttenberg. weiter »

BUND-Gründungsmitglied Freiherr zu Guttenberg tritt aus dem Verband aus: “Mir reicht es!”

 

Enoch zu Guttenberg

Der Mitbegründer des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Komponist und Dirigent Freiherr Enoch zu Guttenberg (*1946), trat am 11. Mai aus dem BUND aus. Ins einem Schreiben an den BUND-Vorsitzenden Prof. Hubert Weiger begründete er seinen Schritt mit der aktiven Duldung und Unterstützung des BUND zur weitgehenden Zerstörung der deutschen Landschaftsschutzgebiete und Naturparks durch riesige Windkraft- aber auch Photovoltaikanlagen. In seinem Austrittsschreiben führt er u.a. aus:

“Den letzten Anstoß für meinen Entschluss mich vom BUND endgültig zu trennen, ist der bis heute, trotz aller Recherchen, nicht ausgeräumte Verdacht der Käuflichkeit unserer einmal uns alle einigenden Philosophie. Die Zurücknahme der Klage gegen den Windpark Nordergründe zum Preis von 800.000 € an eine dem BUND nahe stehende Stiftung und der Klageverzicht Ausbau Ems für nicht weniger als 9 Mio. € im gleichen Modell erschrecken mich zutiefst, trotz aller Versuche der zuständigen BUND-Verantwortlichen den jeweiligen Deal zu begründen. Die offensichtlichen Geschäfte mit der Windenergie halte ich erst recht nicht für vertretbar.”
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AIDAmar verursacht künstliches Hochwasser in der Ems, vermutlich keine Brutverluste

Bonbonfarbene Spaßmobile auf der Meyer Werft in Papenburg

In der Nacht zum 13. April 2012 wurde der Meyer-Neubau “AIDAmar” über die aufgestaute Ems von Papenburg nach Emden überführt. Dazu die Pressemitteilung des Wattenrates. Um es vorweg zu sagen: Die befürchteten Überflutungen der Nester durch den Emsstau blieben diesmal aus (s.u.).

Wattenrat Ostfriesland, P R E S S E M I T T E I L U N G, 12. April 2012

Umwelt/Naturschutz/Ems/Überführung AIDAmar

Emsstau für Schiffsüberführung AIDAmar verstößt gegen EU-Vogelschutzrichtlinie

Der Wattenrat Ostfriesland weist auf die erhebliche Gefährdungen von geschützten Wat- und Wasservogelarten durch das Aufstauen der Ems anlässlich der Überführung des Kreuzfahrtschiffes AIDAmar von Papenburg ans seeschifftiefe Wasser hin. Für die Überführung muss die Ems aufgestaut werden. Je nach Höhe des Staus können dann ggf. auch die Brutflächen von Uferschnepfen , Kiebitzen oder Weißwangengänsen sowie andere Bodenbrüter weggespült werden. Diese Vogelarten brüten in den Außendeichsbereichen der Ems oder auf den Emsinseln, deren Flächen als EU-Vogeslchutzgebiet von der “Richtlinie des Rates über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten” seit 1979 geschützt sind. Artikel 5 der in allen EU-Mitgliedstaaten verbindlichen Richtlinie verbietet die Zerstörung oder Beschädigung von Nestern und Eiern und das absichtliche Stören während der Brutzeit. Darüber wurde sich in der Vergangenheit bei Schiffsüberführungen stets hinweggesetzt.

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Meyer Werft: AIDAmar: schwarzer Rauch über der Ems

 

Spaßdampfer AIDAmar, ohne Umweltplakette durch die Ems

Die Papenburger Meyer Werft dockte erneut einen riesigen Luxusdampfer aus, die AIDAmar. Das gigantische Kreuzfahrtschiff wird voraussichtlich in der Nacht am 13. April 2012 durch die viel zu kleine Ems an die Küste überführt werden. Damit das Schiff überhaupt in das Flussbett passt, muss die Ems nicht nur ständig ausgebaggert, sondern wieder mit dem Stauwerk in Gandersum bei Emden aufgestaut werden. Im April hat aber bereits die Brutzeit begonnen. Die Außendeichsbereiche der Ems werden also wieder absaufen, mit Ihnen ungezählte Bruten von geschützten Vogelarten, unter ihnen Blaukehlchen, Kiebitze, Uferschnepfen oder Weißwangengänse. Die so gefluteten Uferbereiche gehören zu einem EU-Vogelschutzgebiet. weiter »