BWE und BUND: …bis dass der Tod euch scheidet – bei Auflösung des BWE „erbt“ der BUND

Naturschutz oder Windenergie? Wofür steht der BUND? Windpark Utgast/LK Wittmund/NDS inmitten des EU-Vogelschutzgebietes Norden-Esens, Foto (C): Manfred Knake

Naturschutz oder Windenergie? Wofür steht der BUND? Windpark Utgast/LK Wittmund/NDS inmitten des EU-Vogelschutzgebietes V63 Norden-Esens am Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, Foto (C): Manfred Knake

Der 1996 gegründete Bundesverband Windenergie (BWE) ist eine Lobbyorganisation der Windenergiewirtschaft. Der BWE veranstaltet z.B. „Akzeptanz-Seminare“, in denen die Teilnehmer lernen sollen, wie man Windkraftprojekte auch gegen den Widerstand von Betroffenen durchsetzen kann: „Experten zeigen Ihnen anhand von Beispielen praktische Methoden und Werkzeuge von der Bürgerversammlung bis zur Online-Kommunikation zur Erhöhung der Akzeptanz Ihres Windkraftprojekts“. Der BWE suggeriert der Öffentlichkeit, mit Windkraftanlagen könne man Einfluss auf „das Klima“ nehmen und gibt vor: „Negative Umwelteinflüsse werden durch sorgfältige Standortplanung weitgehend vermieden“. Das ist alles nachweislich nicht wahr: Weder können die windabhängigen Windkraftanlagen (deshalb heißen sie so!) das Wetter noch in der Folge das Klima beeinflussen – Klima ist die statistische Auswertung von 30 Jahren Wetteraufzeichnung für eine bestimmte Region, erst kommt also Wetter, dann Klima – noch werden die Standortplanungen „sorgfältig“ vorgenommen. Konflikte mit den Anwohnern und dem Artenschutz treten häufig schon in den Planungsphasen für Windparkstandorte auf. Die Verquickung des BWE mit Kommunalpolitikern, die Flächennutzungspläne für die Windenergiestandorte zur Verfügung stellen, ist eng. weiter »

ARD-Fernsehbericht: Naturschutz und Energiewende: Der BUND vor der Zerreißprobe?

DAs -noch - windkraftfreie Gebiet "Nordergründe am Nationalpark Niedersächcisches Wattenmeer, im Hintergrund der Leuchtturm "Roter Sand", Foto (C): Manfred Knake

Das -noch – windkraftfreie Gebiet „Nordergründe“ am Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, im Hintergrund der Leuchtturm „Roter Sand“, Foto (C): Manfred Knake

ARD-Fernsehbericht:
Naturschutz und Energiewende: Der BUND vor der Zerreißprobe? Ein Kommentar

Auf den Seiten des Wattenrates wird seit Jahren die Nähe einiger Naturschutzverbände zur Windenergiewirtschaft beschrieben und beklagt. BUND, NABU oder Greenpeace geben sich als Schützer der Natur und Umwelt aus, sind aber auch gleichzeitig Ökostromanbieter und eng mit der Windenergiewirtschaft verbandelt. Sie versuchen der Öffentlichkeit seit Jahren einzureden, Windkraftwerke trügen zum „Klimaschutz“ bei, hätten also irgendwelche Auswirkungen auf ein nicht näher definiertes „Klima“ (welches?). Das ist ausgemachter ideologisch motivierter Unsinn. Windkraftwerke, und deshalb heißen sie so, speisen nur Strom in das Stromnetz ein, wenn der Wind eine anlagenspezifische Geschwindigkeit erreicht hat; Wind gehört zum Wetter, und „Klima“ ist der statistische Wert von 30 Jahren Wetteraufzeichnung für eine bestimmte Region. Und ohne ein vorhandenes stabiles Stromnetz, das nur grundlastfähige Wärmekraftwerke vorhalten, können auch eine Million Windkraftwerke nicht ins Netz einspeisen, sie sind wegen ihrer nur unregelmäßigen windabhängigen Einspeisung auf die netzstabilisierenden Regelkraftwerke angewiesen.
Die Auswirkungen der Windmonster auf Natur und Mensch sind seit Jahren bekannt: weiträumige Scheucheffekte bei bestimmten Vogelarten mit dem damit verbundenen Lebensraumverlust, tödlicher Anflug von Vögeln oder Fledermäusen (oder Tod durch Organimplosionen durch den Druckunterschied vor und hinter dem Rotor, das Barotrauma) mit z.T. schon bestandsbedrohenden Dimensionen, gesundheitliche Beeinträchtigungen der Anwohner durch Dauerlärm, unhörbarer tieffrequenter Infraschall mit Schlaflosigkeit oder Übelkeit. Das ARD-Magazin „Plusminus“ hat den seit Jahren schwelenden Konflikt zwischen der starken Energiefraktion und der schwächeren Naturschutzfraktion im BUND gestern thematisiert und berichtete von verschiedenen Mitgliedern, die dem Verband den Rücken gekehrt haben. weiter »

Ministerpräsident Weil (SPD) als Sprachrohr der Windenergiewirtschaft – 1. Branchentag des BWE

Die neue Niedersächsische Landesflagge? Ministerpräsident Weil: „Das Windrad hat sich zum heimlichen Landessymbol entwickelt."

Heute, am 26. November 2014, wurde die Öffentlichkeit mal wieder hinter das windige Licht geführt: Einige Zeitungen an der Küste – die Region mit einer sehr hohen Windkraftdichte – berichteten im (Deck?-) Mantel der Nordwest-Zeitung/Oldenburg verspätet und arg verkürzt über den „1. Branchentag der Windenergie in Hannover“ am 20. Nov. 2014 (Textauszug ganz unten). Schlagzeile: „Niedersachsens Rohstoff: Wind“. Auftritt: u.a. Ministerpräsident Weil (SPD), Enercon-Geschäftsführer Kettwig, Froböse (Geschäftsführer Sevion), Pieper (Landesvorstand Bundesverband Windenergie, BWE), und last but not least Hermann Albers (Vorsitzender BWE). Kein Wort erfährt die Leserschaft darüber, dass diese Lobbyistenveranstaltung vom Bundesverband Windenergie für die geneigte Politik ausgerichtet wurde: „BWE Branchentag Niedersachsen bringt die Windbranche und Vertreter aus der Politik zum anstehenden ´Windenergieerlass´ zusammen“. Der Ministerpräsident des Bundeslandes Niedersachsen macht sich also zum Sprachrohr eines Lobbyverbandes. Er setzt damit die „Tradition“ des ehemaligen Ministerpräsidenten und gescheiterten Bundespräsidenten Christian Wulff fort, der Mitglied im BWE war (oder noch ist?)

In welcher windigen Bananenrepublik leben wir eigentlich? weiter »

Windenergie und Vogelschutz: „Wer schützt hier wen?“

Nonnenganseinflug am Dollart; Nationalpark Nds. Wattenmeer, "Weltnaturerbe ", EU-Vogelschutzgebiet- im Hintergrund der Windpark Wybelsumer Polder

In verschiedenen Beiträgen hat der Wattenrat auf die skandalöse Einflussnahme der Windenergiewirtschaft auf fachliche Empfehlungen der Landesvogelschutzwarten und die Länderpolitik auf die Abstandsempfehlungen von Windenergieanlagen zu Vogellebensräumen hingewiesen. Dabei haben wir auch die Beiträge der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE) berücksichtigt. Aktuell verweist die EGE auf einen Beitrag der Zeitschrift Naturschutz und Landschaftsplanung, Heft 46 (10), 2014. Prof. Eckard Jedicke ist der Schriftleiter dieser Zeitschrift und stellt in seinem Editorial die Frage „Wer schützt hier wen?“. Wir übernehmen den Beitrag der EGE mit freundlicher Genehmigung der Eulenfreunde: weiter »

Nicht mehr unter Verschluss: Fachkonvention “Abstandsregelungen für Windenergieanlagen zu bedeutsamen Vogellebensräumen sowie Brutplätzen ausgewählter Vogelarten” liegt als .pdf vor

Windpark Utgast, Holtgast/LK Wittmund/NDS: vom WKA-Rotor zerteilte Silbermöwe

Um es vorweg zu sagen: Die bisher unveröffentlichte und unzensierte Fachkonvention „Abstandsregelung für Windenergieanlagen“ (das sog. „Helgoländer Papier“) der Länder-Arbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten ist beim Wattenrat als .pdf abrufbar (ganz unten).

Am 09. September berichtete der Wattenrat in seinem Beitrag Windenergie und Vogelschutz: staatliche Vogelschutzwarten als Marionetten der Windenergie-Lobby über die gescheitere Veröffentlichung der bereits vor zwei Jahren von der Länder-Arbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten (LAG VSW) erarbeiteten Fachbeitrages “Abstandsregelungen für Windenergieanlagen zu bedeutsamen Vogellebensräumen sowie Brutplätzen ausgewählter Vogelarten”. Die Länderumweltminister haben die Veröffentlichung mit großer Mehrheit und ohne Gegenstimmen faktisch untersagt. Die Leiter der deutschen Vogelschutzwarten sind in Mainz am Rande des 32. Deutschen Naturschutztages verpflichtet worden, das vorbereitete Papier vor der Veröffentlichung mit dem Bundesverband Windenergie (BWE) abzustimmen. Erst wenn sich beide Seiten über die Aussagen des Papiers geeinigt hätten, könne an eine Veröffentlichung gedacht werden. Diese Einflussnahme eines Wirtschaftsverbandes auf Fachempfehlungen ist ein Skandal. Der BWE ist offensichtlich bemüht, alle genehmigungshemmenden Fachveröffentlichungen durch seine besten Verbindungen in die Ministerialbürokratie zu beeinflussen oder ggf. auch zu verhindern. Zu bestimmten Gebieten fordert die Konvention nämlich Abstände von der „10-fachen Anlagenhöhe oder mindestens 1200m“, das schränkt die Stellflächen für Windkraftanlagen erheblich ein. Zu berücksichtigen ist auch, dass die Fachkonvention schon mehrfach im Sinne der Windenergiewirtschaft bearbeitet wurde (siehe alte Entwurfsfassung von 2007, z.B. waren damals die Abstände für den Rotmilan und den Kranich noch deutlich größer!) und die neue Anlagengeneration ca. 200m hoch ist, also noch weiter in die Fläche hineinwirkt.  Das geforderte Freihalten von Flugkorridoren ist an der Küste schon längst Geschichte, hier wurden seit zwei Jahrzehnten die küstenparallelen Zugrouten und Rastvogellebensräume mit großen Windparks überbaut. weiter »

Niedersachsen: windige Lobbykratie

Windpark Wybelsumer Polder an der Ems bei Emden, EU-Vogelschutzgebiet: Neue "repowerte" Monsteranlagen wachsen in den Himmel. Die Vorgaben des §1a des Baugesetzbuches zur Berücksichtung von Natura-2000-Gebieten werden bei der Genehmigung in der Regel missachtet oder im Betreibergutachten "passend"gemacht!

Niedersachsen arbeitet mit Hochdruck an einem neuen Windenergieerlass, der weitere Flächen für die Wind-Investoren freischaufeln soll. Damit soll die lästige Arbeitshilfe „Naturschutz und Windenergie“ des Niedersächsischen Landkreistages ausgehebelt werden, in der seit Jahren Naturschutzrichtlinien für die Landkreise erarbeitet werden (NLT-Papier). Diese Empfehlungen haben sich auch schon vor Gerichten bewährt.

Eine bemerkenswerte Rolle übernimmt dabei der Bundesverband Windenergie (BWE) als Lobbyverband, der zu Seminaren einlädt, in denen es zur Sache geht: weiter »

Windenergie und Vogelschutz: staatliche Vogelschutzwarten als Marionetten der Windenergie-Lobby

Wir bedanken uns bei der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V. (EGE)  für die Überlassung dieses Beitrages, der ein bezeichnendes Licht auf den Verfall der politischen Kultur mit der immer größer werdenden Einflussnahme von Wirtschaftsverbänden, in diesem Falle durch den Bundesverband Windenergie, auf fachliche Entscheidungen im Lande wirft:

Vogelschutzwarten mundtot, Naturschutzverbände schweigen

Die Veröffentlichung der bereits vor zwei Jahren von der Länder-Arbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten (LAG VSW) erarbeiteten Fachkonvention „Abstandsregelungen für Windenergieanlagen zu bedeutsamen Vogellebensräumen sowie Brutplätzen ausgewählter Vogelarten“ ist bis auf weiteres gescheitert. Die Länderumweltminister haben die Veröffentlichung mit großer Mehrheit und ohne Gegenstimmen faktisch untersagt. Ort des Geschehens: Mainz, am Rande des 32. Deutschen Naturschutztages. Die ausführendenden Organe: Die Marionettenbürokraten aus den Länderumweltministerien am Faden ihrer Umweltminister. weiter »

Bundesverband Windenergie: Blasphemie im Dienste des Profits

Windpark Utgast/LK Wittmund/NDS: Ganz profan von einer Windkraftanlage (Enercon-70) halbierter Mäusebussard. Fundzeit: 18. Mai 2014. Wenn der Bussard Brutvogel war (und darauf deutet einiges hin), ist die Brut verloren.

Wer es noch nicht gemerkt haben sollte: Die Nutzung der Windenergie wird zur Religion erhoben. Als deren Priester geriert sich Weltenretter Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes Windenergie (BWE), der mit seiner profitablen Branche sogar um nichts weniger als den „Erhalt der Erde“ kämpft. Die „Erneuerbaren“- Akt- und Profiteure des BWE fühlen sich derzeit, so Hermann Albers, wie weiland die von den Römern verfolgten Juden. Ursache dieser Anmaßung ist die aktuelle Politik der Bundesregierung – die „Römer“ – zur Eindämmung der horrenden Kosten der „Energiewende“ und des „Erneuerbare Energien Gesetzes“ (EEG). Das EEG ist die Grundlage des windigen Profits – die Akteure fühlen sich von der aktuellen Politik verfolgt und wähnen sich gar auf dem Weg „in Richtung Golgatha“, wo die Energiewende „gekreuzigt“ werden soll. Geht´s auch ein paar Nummern kleiner, Herr Albers? Man muss nicht einmal Christ sein, um Hermann Albers Wortwahl als grotesk zu empfinden. Wer das alles nicht glauben mag, lese doch einfach das Editorial des besagten Herrn aus Schleswig-Holstein in der Verkündigungsschrift „neue energie“, Ausgabe Mai 2014. weiter »

Windkraft intern: Beispiel eines kommunalen Netzwerkes in Esens/Ostfriesland

Ostfriesland: Mais und Windkraftanlagen

Bemerkenswert, welche kommunalen Netzwerke für die Installierung von Windkraftanlagen sogar in Landschaftsschutzgebieten tätig sind, nicht wegen „Klima“ oder „Atom“, sondern aus reinem Renditedenken, also aus Profitgier. Ein kurzer Blick in die Samtgemeinde Esens im Landkreis Wittmund/NDS, die Mitgliedsgemeinde Dunum und in die Kommanditistenliste einer dortigen Betreibergesellschaft lassen am unabhängigen Handeln von gewählten Ratsmitgliedern oder von Verwaltungsbeamten zweifeln. weiter »

Demonstrationen für die Energiewende: nützliche Idioten?

Man kann das ganze Volk eine Zeit lang täuschen und man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen, aber man kann nicht das ganze Volk die ganze Zeit täuschen.“ (Abraham Lincoln)

 

Ein Kommentar von Manfred Knake

Mehr als 20 Jahre Gehirnwäsche durch die Medien wirken: 20.000 Menschen oder mehr demonstrierten nach Medienberichten am heutigen Sonnabend in einigen Städten für die „Energiewende“, für Strom aus Wind- und Solarenergie, für die Beibehaltung der Förderung aus dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Organisatoren und Unterstützer waren u.a. der Bundesverband Windenergie (BWE), die Naturschutzorganisation BUND, campact („Demokratie in Aktion“), der Verein „NaturFreunde Deutschlands“ („Verband für Umweltschutz, sanften Tourismus, Sport und Kultur“), die Parteien Bündnis 90/die Grünen und die Ökologisch Demokratische Partei (ÖDP), die frühere Meeresschutzorganisation Greenpeace, sogar die SPD, die Industriegewerkschaft Metall und, wer hätte das gedacht, der Windkrafthersteller Enercon.

Besonders perfide ist der Auftritt des Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) mit seinem Vorsitzenden Hubert Weiger, der sich zum Sprachrohr dieses aggressiven Wirtschaftszweiges der „erneuerbaren“ Energien macht. Mit Umwelt und Natur hat dieser Verein nichts mehr gemein.

Sie demonstrierten für die Beibehaltung der Gelddruckmaschine und der Subvention EEG, die den Betreibern 20 Jahre lang statte Gewinne garantiert, die jeden Privathaushalt zusätzlich mit mehr als 200 Euro jährlich zur Stromrechnung belastet, aber die Stromversorgung nicht sicherer und verlässlicher macht, sie demonstrierten

-für die Konten weniger Hersteller, Projektierer und Betreiber weiter »