Zu wenig Schallschutz für Schweinswale: „was auf die Ohren“ von den Umweltverbänden!

Die erste fertige Anlage im Windturbinenfeld "Alpha Ventus". (C) DOTI, 2009, Matthias Ibeler

Ein fassungsloser Kommentar von Manfred Knake

Die ganze Welt liebt Wale: Whale-Watching ist der Tourismus-Renner, gegen den Walfang in Norwegen oder Japan wird demonstriert, Boote von Greenpeace oder Sea Shepherd fahren zur Anti-Waljagd aus und stören Walfänger auf See. In Deutschland ist alles ganz anders: Da spendet man gerne z.B. für Greenpeace oder die „Umweltverbände“, unterstützt aber damit gleichzeitig die weitgehende Untätigkeit dieser Verbände beim „nachhaltigen“ Schutz  des Kleinen Tümmlers oder Schweinswals vor dem Verletzungs- oder Tötungsrisiko durch eine enorm laute Dauerbeschallung unter Wasser für eine vorgeblich „ökologische“ Energiewende. weiter »

Schweinswale und Windenergie: vereint gegen Schallschutzkonzept

Kleiner Tümmler (Schweinswal), angespült an der Ems, Juni 2012, Foto (C): Eilert Voß/Wattenrat

Willkommen in der Lobbykratie: Die „Stiftung Offshore-Windenergie“ („Sprachrohr der Offshore-Windenergie in Deutschland“), ein Lobbyverband der Windkraftindustrie und der Küstenländer, macht Druck gegen den notwendigen und gesetzlich gebotenen Lärmschutz der Schweinswale beim Bau von Offshore-Wind“parks“. Die Stiftung torpediert derzeit das sog. „Schallschutzkonzept“, das Bundesumweltminister Altmaier (CDU) in der vergangenen Woche zum Schutz des Kleinen Tümmlers oder Schweinswals in Hamburg vorstellen wollte. weiter »

Deutsche Umwelthilfe: viel Lärm für Schweinswale

Toter Schweinswal an der Ems, 28. Juni 2012

„Industrie und Naturschutz“ suchten jetzt „Schallschutzlösungen“ für Kleine Tümmler (Schweinswale) beim Bau von Windkraft-Offshorefeldern („Parks“ sind es ja wohl nicht). Die Fachtagung „Offshore-Windparks: Industrie und Naturschutz suchen Schallschutzlösungen für Schweinswale“ befasste sich jetzt mit diesem Thema in Berlin, obwohl bereits monatelang in der Nordsee Fundamente für Windkraftanlagen mit zeitweise über 190 Dezibel Schallexpositionspegel in den Meeresboden gerammt wurden. Bleibt zu hoffen, dass man die Lösungen auch findet. Der nun für verträglich gehaltene Grenzwert von 160 Dezibel beim Rammen ist immer noch  extrem laut und für Meeressäuger gesundheitsgefährdend, lauter als der Mündungsknall eines Infanteriegewehrs 1m vom Ohr entfernt, und das als Dauerbeschallung für viele Wochen weittragend unter Wasser! Ein Grenzwert also, der sich ausschließlich an den derzeit technischen Möglichkeiten der Offshore-Industrie und nicht am Schutz der Meeressäuger orientiert. Noch immer ist unklar, woran die vielen Schweinswale in der Nordsee in diesem Sommer verendet sind, aufklärende Untersuchungen sind offensichtlich gar nicht beabsichtigt!

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„Energiewende“: gemeinsame Sache von Naturschutzverbänden und Netzbetreibern

"Energiewende" oder Profit für wenige Betreiber? Wind"park" Westerholt, LK Wittmund, im Hintergrund das Turbinenfeld Utgast/LK Wittmund

Die großen  Naturschutzverbände, wenn man sie denn noch so nennen kann, setzen sich inzwischen für den vehementen Ausbau der Windenergie im Lande ein, treten als Ökostromanbieter auf und machen nun auch gemeinsame Sache mit dem Netzbetreiber TenneT aus den Niederlanden und Deutschland. Die „üblichen Verdächtigen“ Umweltverbände wollen erklärtermaßen die „Energiewende“ zusammen TenneT  beschleunigen, so, als ob dies ihre Aufgabe, ihr „Kerngeschäft“ wäre.

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