NDR-Fernsehen: Naturschutzverbände und Mitgliederwerbung: optische Täuschung!

Screenshot: NDR_Panorama3_21. August 2012

Das NDR-Fernsehen startete gestern Abend seine neues Politikmagazin „Panorama 3“. Darin wurden in einem Beitrag des NDR-Reportes Jörg Hilbert u.a. die fragwürdigen Mitgliederwerbemethoden auch vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und am Schluss auch des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) aufgezeigt. Die Agentur Wesser engagiert Studentinnen und Studenten, schult diese gründlich und schickt sie als Drückerkolonnen an die Haustüren, um neue Mitglieder für diese Naturschutzverbände zu werben. Die Werber tragen dazu ein T-Shirt der jeweiligen Organisation, für die sie werben. weiter »

“Gedrückte” Naturschützer: Zeit für eine Naturschutzwende

Screenshot der Agentur Wesser GmbH: Drückerkolonne für den NABU

Naturschutz ohne engagierte Naturschützer geht nicht. „Engagiert“ heißt aber auch, dass man sich fachlich einbringt, Belastbarkeit und Durchhaltevermögen mitbringt, also auch mit dem Herzen dabei ist. Allerdings:  Man macht sich überwiegend keine Freunde mit diesem „Hobby“. Einen ganz besonderen Weg der Mitgliederwerbung haben die großen Naturschutzverbände NABU und BUND eingeschlagen, sie haben dazu die Agentur Wesser GmbH   in Stuttgart mit der Mitgliederwerbung engagiert. Wesser heuert Studenten an, die Naturschützer mimen und Klinken putzen müssen.

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NABU: Falscher Amsel-Alarm(?)

Amsel, Foto: Andreas Trepte, www.photo-natur.de

#edit, 15. Sept.2011: Der Amsel-Alarm ist ist offensichtlich doch nicht so unbegründet, wie eine Meldung des  Bernhard-Nocht Instituts für Tropenmedizin am 14. Sept. 2011 nahelegt. In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg  seien in den letzten zwei Monaten viele tote Amseln gefunden wurden. In einer aus Hessen stammenden Amsel fanden die Wissenschaftler des Instituts das Usutu-Virus, das von Stechmücken übertragen wird. „Dass das Massensterben der Vögel durch das Usutu-Virus bedingt ist, bleibt jedoch noch zu beweisen“, sagte ein Institutsmitarbeiter. Die vollständige  Pressemitteilung des Instituts und eine Anmerkung finden Sie ganz unten.

#edit, 16. Sept. 2011: Der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) schreibt dazu am 16.09. 2001 sehr informativ Usutu-Virus: Amselsterben oder Panikmache?

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Dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) kommen die Vögel abhanden. Zuerst war es die Brandgans, die man für Gewinnchancen einer Verlosung zählen sollte, nun ist es gar die ungleich häufigere Amsel, die „rückläufig“ oder gar „verschwunden“ sein soll. Wie das? Der NABU ließ interessierte Vogelfreunde Vögel zählen, „Die Stunde der Gartenvögel“ heißt diese in jedem Jahr neu aufgelegte Marketingnummer. Im Mai 2011 ließ der NABU auch über Agenturen verlauten: „Bei der diesjährigen Aktion ‘Stunde der Gartenvögel’ zählten Vogelfreunde etwa 101.000 Amseln, wie der Naturschutzbund NABU am Dienstag in Berlin mitteilte. Das seien sieben Prozent weniger Sichtungen als im Vorjahr.“ Die exakten Prozentzahlen suggerieren gar einen wissenschaftlichen Anspruch, der aber nicht annähernd erfüllt ist. weiter »

Wenn der NABU an der Haustür klingelt: Mitgliederwerbung mit Drückerkolonnen

Nun klingeln sie wieder, die Drückerkolonnen, die bundesweit, nicht nur in Ostfriesland, neue Mitglieder für den NABU werben sollen. Ob mit solchen Neu-Mitgliedern tatsächlich vor Ort ein engagierter, fachlich orientierter Naturschutz ermöglich wird, ist höchst fraglich; es werden eher Mitglieder sein, die mit Ökotainment unterhalten werden wollen, zahlende Karteileichen eben. Diese Art der Mitgliederwerbung und der Spendenbuchhaltung, nicht nur beim NABU,  steht seit Jahren in der Kritik. Das einfache Mitglied vor Ort weiß  kaum etwas davon, wie die Funktionäre in den Geschäftsstellen mit den Vereinsfinanzen jonglieren.

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