Windenergie und Vogelschutz: „Wer schützt hier wen?“

Nonnenganseinflug am Dollart; Nationalpark Nds. Wattenmeer, "Weltnaturerbe ", EU-Vogelschutzgebiet- im Hintergrund der Windpark Wybelsumer Polder

In verschiedenen Beiträgen hat der Wattenrat auf die skandalöse Einflussnahme der Windenergiewirtschaft auf fachliche Empfehlungen der Landesvogelschutzwarten und die Länderpolitik auf die Abstandsempfehlungen von Windenergieanlagen zu Vogellebensräumen hingewiesen. Dabei haben wir auch die Beiträge der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE) berücksichtigt. Aktuell verweist die EGE auf einen Beitrag der Zeitschrift Naturschutz und Landschaftsplanung, Heft 46 (10), 2014. Prof. Eckard Jedicke ist der Schriftleiter dieser Zeitschrift und stellt in seinem Editorial die Frage „Wer schützt hier wen?“. Wir übernehmen den Beitrag der EGE mit freundlicher Genehmigung der Eulenfreunde: weiter »

Windenergie: politischer Druck auf die staatlichen Vogelschutzwarten

Toter Uhu vor dem Windpark Düren/NRW

Fachlicher Natur- und Vogelschutz jenseits von Meisenknödeln und Nistkästen kann Windkraftanlagen verhindern. Das hat sich auch in der Politik und der damit eng verbandelten Windenergiewirtschaft herumgesprochen. Die Fachleute des staatlichen Vogelschutzes sitzen in den Vogelschutzwarten der Bundesländer, nicht zu verwechseln mit den staatlichen Vogelwarten Helgoland oder Radolfzell. Diese Fachleute kommen wegen ihrer Aussagen zu den Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Vogelarten und deren Lebensräume unter politischen Druck, wie die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V (EGE) in einer aktuellen Veröffentlichung dargestellt hat. Naturschutz ist ein wesentliches Genehmigungshemmnis für den weiteren Ausbau der Windenergie im Lande. Naturschutzverbände, die eigentlich Anwälte der Natur sein sollten, machen dagegen oft gemeinsame Sache mit der Politik und der starken Windkraftlobby. Wir veröffentlichen den nachfolgenden Beitrag der Eulenfreunde mit deren freundlicher Genehmigung. weiter »

32. Naturschutztag unter Strom: energiegewendet

Folgen der "Energiewende": Windpark Utgast/LK Wittmund/NDS: tote Fledermaus, eine von hundertausenden in Deutschland

Es ist mal wieder „Naturschutztag“  in Deutschland: Im September 2014 findet der 32. dieser Art statt, diesmal in Mainz. Die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V. (EGE) hat dazu etwas zu sagen. Wir danken den Eulenfreunden für die Überlassung ihres Textes und haben nichts zu ergänzen:

Mainzer Hofsänger – Juli 2014

Der 32. Deutsche Naturschutztag findet vom 08. bis zum 12.09.2014 in Mainz statt. Das Treffen steht unter dem viel- wie nichts sagenden Leitwort „Verantwortung für die Zukunft“, mit dem heutzutage auch Parteitage überschrieben sind. Veranstalter sind der Bundesverband Beruflicher Naturschutz, das Bundesamt für Naturschutz, der Deutsche Naturschutzring und das Umweltministerium des Gastlandes Rheinland-Pfalz. weiter »

Schmetterlinge im Kopf? Naturschutz banal!

Admiral

Der Präsident des Deutschen Rates für Vogelschutz (DRV), Dr. von Lindeiner, schickte Anfang Mai eine Mail des NABU-Mitarbeiters Lars Lachmann (Referent für Ornithologie und Vogelschutz, Bird Conservation Officer) aus der Bundesgeschäftsstelle in Berlin in die Welt. Seine Post erreichte auch den Wattenrat:

Liebe DRV-Kollegen und Mitgliedsverbände, weiter »

Horst Sterns röhrende Weihnacht 1971

Ja, auch beim Wattenrat ist bekannt, dass Rothirsche nicht zu den Tierarten des Wattenmeeres gehören. Ja, und trotz unserer häufigen jagdkritischen Beiträge sind wir, und das mag einige erstaunen, keine absoluten Jagdgegner. Wir wollen in diesem Zusammenhang eine denkwürdige Fernsehsendung am Heiligen Abend vor 40 Jahren in Erinnerung rufen. Der Fernsehjournalist und Publizist Horst Stern, der hier beim Wattenrat einen besonderen Platz einnimmt, hat an diesem bemerkenswerten Fernsehtag vielen Freizeit- und Trophäenjägern die Laune verdorben, als er mit seinen beißenden „Bemerkungen über den Rothirsch“ den unzureichenden Abschuss dieses Sinnbildes des deutschen Waldes beklagte.

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Der Bundesverband Windenergie und die Greifvögel: audiatur et altera pars

Rotierende "Kulturlandschaft" am Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, Brut- und Jagdgebiet von Weihen

Es ist immer wieder eine Freude, die WebSeiten der „Europäischen Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen“ (EGE) zu lesen. Sachkundig, nüchtern, manchmal beißend und witzig werden hier auch Naturschutzthemen vorgestellt, die sich nicht „nur“ um die Nachtgreife drehen. Diesmal haben die Eulenfreunde wieder die Windkraftindustrie in den Fängen. Es geht um Einkommensverluste der Windkraftbetreiber durch Greifvögel, die gar nicht so selten mit den Riesenpropellern kollidieren und so zu Tode kommen. Der „Bundesverband Windenergie“ (BWE), höchst aggressive Lobbyorganisation mit Weltklimarettungsanspruch mittels geflügelter Dynamos, will diese Tötungsdelikte nun am 17. November 2011 in Hannover  „interdisziplinär analysieren“. Es geht dem Verband immerhin um nichts Geringeres als das eigene Geld, wenn die Windkonverter für die geschützten, aber weitgehend unbekannten Greifvogelarten vorübergehend abgeschaltet werden müssen und der „Ertrag“,  die gesetzlich verfügte Zwangsabgabe aller Stromkunden aus dem Erneuerbaren Energien Gesetz, damit geringer ausfällt. Als Analyst und Referent ist wieder dabei Günter Ratzbor, gleichzeitig als Inhaber eines Planungsbüros Auftragnehmer der windigen Betreiberlobby und Kampagnenleiter des Deutschen Naturschutzringes (DNR) für mehr gesellschaftliche Akzeptanz  der Windenergienutzung, der auch schon auf den Wattenratseiten , wenn auch unfreiwillig, zu Wort kam (O-Ton beim eigentlich dem Naturschutz verpflichteten DNR: „In diesem Zusammenhang gilt es, unnötige Kosten in Form von Abschaltzeiten zu vermeiden“.)

Für die Nichtlateiner, oder die es inzwischen vergessen haben (auch der Autor musste nachschlagen): „audiatur et altera pars“ heiß nichts anderes als „man höre auch die andere Seite“ und ist ein Rechtsgrundsatz!

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„Energiepflanzen“: alles gelogen, Pino-Preis an Agentur für Erneuerbare Energien e.V.

"Energiepflanze" Mais: hoher Energieeinsatz für Anbau und Ernte

Die „Achse des Guten“ ist eine WebSeite, die mit verschiedenen Autoren und Autorinnen auch politisch inkorrekt zubeißt. „Die Themen des Weblogs reichen von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft bis zu Populärkultur, Reiseberichten und den Abenteuern des Alltags“, so die Selbstdarstellung.

Nun langte die „Achse des Guten erneut zu und verlieh sogar einen Preis, den „Pino-Preis“, benannt nach der Marionette Pinocchio, deren Nase beim Lügen immer länger wird. Der Negativ-Preis ging an die staatlich durchwirkte „Agentur für Erneuerbare Energien e.V.“, die im Netz auch mit „Unendlich viel Energie“ firmiert, dabei aber verschweigt, dass diese Energie eben nicht bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt werden kann und für den Verbraucher über die Zwangsabgabe aus dem „Erneuerbaren Energien Gesetz“ mit jeder verbrauchten Kilowattstunde hoch subventioniert wird. Die Liste der „Unterstützer“ dieser Agentur ist lang, sie reicht über die Bundesministerien für Umwelt und Landwirtschaft, Banken und Hersteller von Windenergieanlagen. Damit deren windige Nachrichten auch unters Volk kommen, wird sogar ein Journalistenpreis von der Agentur ausgelobt.

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Windkraft im Wald: auf dem Holzweg

Kraniche an Windkraftanlagen

Im April berichteten wir über die gnadenlosen Bestrebungen der Windenergielobby, PR-Wind für den weiteren Ausbau von Windkraftwerken ausgerechnet in Wäldern zu machen. Exponent dieser Bestrebungen war damals Günter Ratzbor vom Planungsbüro Schmal und Ratzbor in Lehrte, der auch für den Deutschen Naturschutzring im In- und Ausland über Land reist und diese „frohe Botschaft“ entweder als ein für die Windkraft „enagagierter“ Standort-„Gutachter“ oder als „Naturschützer“ verkündet. Nun ist die Entwicklung schon wieder einen Schritt weiter. Auch das politisch nicht unabhängige „Bundesamt für den Naturschutz“ ist auf den rasenden Zug der „Energiewende“ mit Windkraftanlagen aufgesprungen und hat ein Positionspapier zu „Wind über Wald“ verfasst, aber ein durchaus kritisches.

Der BUND als „anerkannter Naturschutzverband“  indes spricht sich für Windkraftanlagen im Wald aus. weiter »

Erneuerbare Energien: Alles öko, oder was? Botulismus aus der Biogasanlage?

Neue deutsche Landwirtschaft, alles subventioniert: Ackerbau, Solar- und Windkraftanlagen, Biogasanlage

In Deutschland wird immer mehr Dauergrünland in Ackerland umgebrochen: „Energiepflanzen“ statt Ernährung  heißt offenbar die gegenwärtige Parole der industrialisierten Landwirtschaft. Biogasanlagen schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden, üppig und zinsgünstig gefördert von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

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Windenergie: die Naturschutzverbände und das Schiff Petri

Seeschiff für WKA-Rotoren: Naturschutzverbände auf dem falschen Dampfer

Am 19. Februar berichteten wir über eine unzureichende Leitlinie der EU zu Windenergieanlagen in EU-Vogelschutzgebieten. Auch die Europäische Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE) hat dieses Thema aufgegriffen und in diesem Zusammenhang den überwiegend untätigen oder mit der Windenergiewirtschaft verbandelten großen Naturschutzverbänden Wind von vorne gegeben.  Den bemerkenswerten EGE-Beitrag drucken wir nachfolgend mit freundlicher Genehmigung der Eulenfreunde nach:

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