Verbrennung von Plastikabfall in Emden: alles Öko, oder was?

Biomasse-Kraftwerk "Statkraft" in Emden

Am 22. Juni 2014 befuhr der Wattenrat-Mitarbeiter und Fotograf Eilert Voß den Emder Hafen und machte eine bemerkenswerte Entdeckung: Am Emder Biomasse-Kraftwerk „Statkraft“ lag an der Löscheinrichtung (Entladestation) ein niederländisches Binnenschiff mit geschnitzelten Holzresten. Im Gegenlicht der Sonne glitzerte die gesamte Fracht des Schiffes, wie mit Spinnenfäden überzogen. Aus der Nähe stellte er fest, dass sich in dem Holzabfall große Mengen Videobänder befanden, die sich im starken Wind bewegten. Ebenfalls waren in der gesamten Fracht zerschnipselte Plastiktüten und anderes Kunststoffmaterial verteilt. Auf ihrer Internetseite wirbt die Firma mit dem Slogan: „Nachhaltigkeit bei Statkraft – Statkraft kann zwar die Klimaprobleme nicht allein lösen, doch wir zeigen auf, dass es auch anders geht. So sind wir ein Teil der Lösung. Die Zeit ist reif für saubere Energie.“ weiter »

Wasservogeljagd: Eklat im Emder Ratsausschuss

 

Verletzte flügellahme Blässgänse, nicht jagdbare Art in EU-Vogelschutzgebieten, hier NSG "Petkumer Deichvorland"/Ems, 25. Januar 2009

„Strafvereitelung im Amt“ war die vorsichtige Vermutung ausgerechnet eines Jägers zu den ständigen Jagdverstößen  im Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ an der Ems, hier auf den Wattenratseiten oft mit Bildern von Eilert Voß dokumentiert. Auf Antrag der Grünen wurde der Vorsitzende des Ökologischen Jagdverbandes Niedersachsen/Bremen (ÖJV), Jürgen Oppermann (Forstdirektor i.R), als Experte zum Thema Jagdaufsicht im Emder Ratsausschuss „für öffentliche Sicherheit, Ordnung und Bürgerservice“ am 21. März angehört. Nicht so sehr die fachlich begründete vorgetragenen Bedenken von Oppermann gegen die Jagd auf Wasservögel in einem Schutzgebiet, sondern der gute Eindruck beschäftigte die Stadtoberen und veranlasste sie zu Drohungen: „Ich fand das unverschämt”, wird der Erste Stadtrat von Emden von der Emder Zeitung zitiert. weiter »

Viel Wind um wenig: Wind“park“ Wybelsumer Polder an der Ems

Wind"park" Wybelsumer Polder am Dollart/Ems (Ausschnitt)

Der Wind“park“ Wybelsumer Polder bei Emden wurde in einem EU-Vogelschutzgebiet politisch durchgesetzt und gebaut, die trickreiche Entstehungsgeschichte kann man hier nachlesen: http://www.wattenrat.de/wind/wind55.htm

Mit diesem Wind“park“ will Emden erklärtermaßen „CO2-frei“ werden. Die Auslastung, gemessen an den 8760 Jahresstunden, liegt aber bei lächerlichen 21,24 Prozent, d.h. an nur 1.860 Stunden des Jahres wurde die erzeugte Volllast dieser Anlagen ins Netz eingespeist, aber völlig unregelmäßig und nicht bedarfsgerecht über das Jahr verteilt, für eine „Versorgung“ völlig ungeeignet. Auch in der Industriestadt Emden wird die Stromversorgung weiterhin von Wärmekraftwerken abhängig sein, entgegen aller medialen Mainstream-Propaganda.

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Gänsejagd an der Ems: ein Regenschirm als „Jagdstörung“, erneut Anzeige gegen Eilert Voß

Die Emder Nacht- und Nebeljäger haben nachgeladen und machen weiter Jagd auf Eilert Voß. Erneut liegt eine Anzeige gegen ihn vor. Er soll am 16. Dezember 2010 mit einem „roten Regenschirm das Jagdwild aufgeschreckt“ haben (.pdf: Jagd_Emden_Anzeige_Schirm). Daraus wurde erneut eine „Jagdstörung“ konstruiert, wegen der Voß schon am 29. März 2011 von der Richterin Angelika Brüggemann des Amtsgerichts Emden zu 2.000 Euro Geldstrafe, ersatzweise 20 Tage Haft, verurteilt wurde.

Fakt ist, dass es an dem Tag im Dezember genieselt hat, Voß am Deichfuß des Emsdeiches binnendeichs auf einem öffentlichen Weg gelaufen ist und bei einsetzendem Regen sich und seine Kameraausrüstung durch die Benutzung eines handelsüblichen braunen Regenschirms  vor Nasse geschützt hat, dafür wurden Regenschirme erfunden.

Der Emder Jagdklüngel ist offensichtlich fest entschlossen, Voß mit abstrusesten Vorwürfen und Hilfe einer Behörde zur Strecke zu bringen.

Wer allerdings noch nicht einmal rote von braunen Regenschirmen sicher unterscheiden kann, sollte auf keinen Fall Jagd bei Dunkelheit, Nebel oder Schneetreiben auf  Gänse machen.  Geschützte Wasservogelarten sind von den nicht geschützten Arten wesentlich schwerer zu unterscheiden als farbige Regenschirme, vor allem bei schlechter Sicht. Solchen Jägern sollte man mangels Eignung den Jagdschein entziehen!

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Eine Nachlese: Urteil wegen „Jagdstörung“ gegen Eilert Voß

Nachlese zum Gerichtsurteil gegen Eilert Voß wegen „Jagdstörung“

Von Manfred Knake

Die Presseschlacht nach dem Skandalurteil der Richterin Angelika Brüggemann des Amtsgerichtes Emden im Beisein ihres Gerichtsdirektors  Otto Hüfken gegen Eilert Voß wegen „Jagdstörung“ von illegal jagenden Jägern bei Dunkelheit, Nebel oder Schneetreiben im Naturschutz- und EU-Vogelschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“  ist erst einmal vorüber. Auf allen Kanälen war die fragwürdige Jagd auf Gänse und das verhängte Ordnungsgeld von 2000 Euro oder ersatzweise 20 Tage Haft DAS Thema. Zusätzlich muss Voß die Gerichts- und Anwaltskosten tragen. Der Anwalt der Jäger Weerda aus Emden ist selber Jäger und Jagdpächter im Naturschutzgebiet. Bemerkenswerter Weise wurde die Berichterstattung umso genauer, je weiter die Medien vom Ort des Geschehens berichteten.

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Windkraft: BARD: Monopoly an der Ems, der Bekker-Clan steigt aus

BARD_Offshore 1, Foto (C): Bard Gruppe

Die Bard-Holding und Bard-Engineering sind Gesellschaften mit beschränkter Haftung in Emden. Bard investiert in das Offshore-Windenergie-Geschäft. Der Gründer und Gesellschafter ist Dr. Arngolt Bekker (Jahrgang 1935), ehemaliger russischer Funktionär im Gasministerium, protegierter Oligarch unter Boris Jelzin und später Inhaber der Stroytransgaz-Pipelinebaufirma, die für die russische Gazprom tätig war.

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„Ehre, wem Ehre gebührt“: Orden für Erich Bolinius (FDP)

Erich Bolinius bekam das Bundesverdienstkreuz: Beim Wattenrat kennt man Erich Bolinius (FDP) aus Petkum bei Emden gut. Ein streitbarer Kämpfer gegen den Naturschutz und das Naturschutzrecht, wenn es um die Nutzung eines illegal gebauten Betonweges in einem Naturschutzgebiet an der Ems geht (NSG Petkumer Deichvorland). Das kostete die Stadt Emden und den Steuerzahler satte Gutachterkosten und einen verlorenen Prozess vor dem OVG Lüneburg um die Nutzung des Weges. Unseren hartnäckigen Mitstreiter Eilert Voß kostete das den Lack seines Autos, der mehrfach zerkratzt wurde.

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Ems: Klage gegen Aufnahme von Schutzgebieten abgewiesen

Säbelschnäbler an der Ems

Die Ems mit ihren Uferbereichen ist ein wichtiger Vogellebensraum für Brut- und Rastvögel. Daher gab es schon früh Bestrebungen, Bereiche der Ems als EU-Vogelschutzgebiet innerhalb des europäischen Natura-2000-Schutzregimes (Flora-Fauna-Habitat- und Vogelschutzgebiet) auszuweisen. Als „Besonderes Schutzgebiet“ von Deutschland gemeldet wurden bereits unzusammenhängende Bereiche von Rhede bis Emden, dazwischen liegen „faktische Vogelschutzgebiete“ mit einer hohen Wertigkeit als Vogellebensräume, die aber noch nicht gemeldet wurden. Als Bremser haben sich besonders die Landkreise Emsland, Leer und die Städte Papenburg und Emden hervorgetan.

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Wettlauf um neue Industrieflächen an der Ems: Präsident der IHK Ostfriesland/Papenburg auch Geschäftsführer der Baufirma Johann Bunte

Emsmündung mit Rysumer Nacken

Der Rysumer Nacken westlich von  Emden ist ein durch Fahrwasserlegung und Aufschüttung entstandene Fläche an der Ems, auf der derzeit ein Gasterminal und einzelne Windkraftanlegen von BARD und Enercon stehen, sonst liegt die Fläche weitgehend brach. Im Norden grenzt der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer unmittelbar an. Wie aus der Ostfriesen Zeitung vom 10. September 2010 zu erfahren war, „mahnt“ der der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) für Ostfriesland und Papenburg, Manfred Wendt, „in Sachen Rysumer Nacken zur Eile“ an.

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Emder Hafen: Enercon „E-Ship 1“ und Schlickkonditionierer „Meerwal“ rühren Sediment auf

Schlicktrübungen durch Enercon „E-Ship 1“ und Schlickkonditionierer „Meerwal“ im Emder Hafen

von Eilert Voß

Am 01. Juli 2010 lag das neu gebaute Flaggschiff des Windanlagenherstellers Enercon, die „E- Ship 1“ mit den markanten Flettner-Rotoren am westlichen Teil des Nordkais im Emder Hafen, fest vertäut an Pollern. Die Dieselmotoren haben eine Leistung von  2 x 4766 PS. Die Maschine lief, trotz des festgemachten Schiffes, es fand eine „Standprobe statt“.

E-Ship 1: Standprobe: Mehrere tausend PS rühren den Hafenboden auf

Über Stunden wurde die Hauptmaschine des Seeschiffes so unter voller Last getestet, bevor das mit Flettner- Rotoren (eine Konstruktion aus den 1920er- Jahren) ausgerüstete Schiff zu seiner ersten Reise den Emder Hafen verlassen und seine Werbefahrten für die umweltfreundliche Alternative zu konventionellen Schiffsdieselantrieben auf PR- Reisen weltweit beginnen kann.

Standproben sind keine ungewöhnlichen Vorgänge im Emder Hafen. Die Nordseewerke testete ihre Neubauten wahrend der gesamten Firmengeschichte auf die gleiche Art, nur nicht am Nordkai, sondern direkt am westlichen Teil des Zungenkais am Liegeplatz Nr.1 der ehemaligen Traditions- Werft. weiter »