Enercon: Herr Kettwig und das CO2

Screenshot-Bildzitat: Hans-Dieter Kettwig auf der Hannover-Messe. Quellle: Ostfriesische Nachrichten (ON), Aurich, online, 27. April 2017, https://www.on-online.de/-news/artikel/276905/Windkraft-Enercon-fordert-mehr-Anlagen

Hans-Dieter Kettwig arbeitet beim Windkraftanlagenhersteller Enercon in Aurich. Und er ist dort nicht irgendwer: Er ist der Geschäftsführer der Enercon GmbH. Zu Herrn Kettwigs Aufgaben gehört es daher auch, das Unternehmen am Markt zu positionieren, Kontakte mit der Politik zu pflegen und die Firma positiv in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Das Letztere geschah gerade auf der Hannover-Messe.

Die Boomjahre der Herstellung von Windkraftanlagen neigen sich anscheinend dem Ende zu, der Markt schrumpft, wie die Auricher Tageszeitung „Ostfriesischen Nachrichten“ (ON) am 27. April 2017 aus Hannover berichtete. Nach dem ON-Bericht geht Enercon 2017 von rund 3800 bis 4000 Megawatt (MW ) neuer Windrad-Leistung in Deutschland aus, 2018 von 2900 MW und 2019 nur noch von 2300 MW installierter Leistung. Enercon hat einen Marktanteil,von derzeit ca. 40 Prozent, und den wolle man mindestens halten, lieber aber wieder ausbauen auf bis zu 50 Prozent, so die Zeitung. Da der Markt in Deutschland kaum weiter wachsen wird, will Enercon vor allem im europäischen Ausland weiter expandieren. Dort hat Enercon mit 26 Prozent nach dem dänischen Vestas-Konzern (29 Prozent) den zweithöchsten Marktanteil. Der Weltmarktanteil liege laut Kettwig derzeit bei knapp sieben Prozent; weltweit bedeute das Platz Fünf nach den Herstellerfirmen Vestas, General Electric, Goldwind und Gamesa. Und weil der deutsche Markt absehbar schrumpfen wird, nebelte Herr Kettwig wieder geschäftsfördernd mit dem bösen CO2, das in nicht wenigen Medienberichten sogar schon zum Giftgas umgeschrieben wurde und angeblich für den Klimakollaps sorgen soll. Mit Angstszenarien lassen sich bekanntlich gute Geschäfte machen. So meldete die Auricher Zeitung weiter aus Hannover: weiter »

Enercons Produktionsleiter: ein phantasievoller Windmacher

Teichfrosch_Wikipedia_CC-BY-SA-3.0

Teichfrosch_Wikipedia_CC-BY-SA-3.0, Bildautor: Sebaho

Eine ganz persönliche Betrachtung zu einem professionellen Windmacher

von Manfred Knake

Klaus Peters ist nicht irgendwer, Klaus Peters ist der Gesamtproduktionsleiter des Windkraftanlagenherstellers Enercon mit dem Hauptsitz in Aurich. Und Klaus Peters ist vernetzt – wie man heutige Seilschaften nennt – mit der Politik, in Wirtschaftsgremien bis hinunter auf die Ebene der Gemeinderäte und die „Wittmunder Wirtschaftsrunde“, zu der laut Lokalzeitung „Anzeiger für Harlingerland“ Wittmunder Unternehmer, Schulen (!), die Bundeswehr, das Handwerk und der Tourismus gehören (siehe unten: Zeitungsbericht „Unsere Branche hat Riesenchancen“ vom 10. Oktober 2015). weiter »

Enercon und der Speicher: alles super?

Baron von Münchhausen

Baron von Münchhausen

Der Windkraftanlagenhersteller Enercon macht mal wieder sehr viel Wind um seine „Superbatterie“ – entwickelt von LG in Südkorea -, die jetzt in Feldheim, einer Gemeinde im Bundesland Brandenburg, in Betrieb genommen wurde. Der Ort soll damit vorgeblich „energieautark“ werden. Der Ort hat nach Presseangaben „rund 135 Einwohner“ und verfüge sogar über „ein eigenes Stromnetz“, der Ort „versorge sich über Windmühlen, einen Solarpark und Biogas mit Strom“. Nicht erwähnt wird, dass der Ort auch Zugang zum Stromnetz und einen Vertrag mit dem Energieversorger Vattenfall hat. Enercon will: „[…] mit Hilfe solcher Speicher künftig die konventionellen Kraftwerke als stille Reserve ab…lösen […]“. Nach den veröffentlichten Leistungsdaten kann der gewaltige Lithium-Ionen-Akku bei Volllast ca. 39 Minuten Strom liefern. Die Herstellungskosten belaufen sich auf ca. 13 Millionen Euro, davon sind auch ein beträchtlicher Anteil öffentliche Gelder. Die tatsächlichen Kosten dieses Propagandaspeichers hat Dr. Dr. Winfried Ludwig von der Bürgerinitiative Fichtenwalde “Natürlich gegen Lärm” bereits 2013 unter Zugrundelegung von damals 128 Einwohnern der Gemeinde nachgerechnet und diese Nummer als unbezahlbaren Humbug entlarvt: weiter »

dpa-Bericht: Windkraftprimus aus Aurich – Enercon mit sich zufrieden

Enercon-Anlagen im Wybelsumer Polder an der Ems, Nähe Dollart, EU-Vogelschutzgebiet, Foto (C): Eilert Voß

Enercon-Anlagen im Wybelsumer Polder an der Ems, Nähe Dollart, EU-Vogelschutzgebiet, Foto (C): Eilert Voß

Ab und zu gelingt es einem Journalisten mit Hilfe des „Bundesanzeigers“ , etwas Licht in das verzweigte Dunkel der Geschäftstätigkeiten des Windkraftriesen Enercon zu bringen. Den nachfolgenden Bericht veröffentlichen wir mit freundlicher Genehmigung der dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH, Hamburg:

02. April 2015
Windkraftprimus aus Aurich – Enercon mit sich zufrieden
Inzwischen sind die Ostfriesen die Nummer Drei der Windkraftwelt. Doch das enorme Wachstum fordert offensichtlich Tribut: Seit kurzem werkelt Enercon an einer Reform seiner Konzernstruktur.
Von Heiko Lossie

Aurich Der Windkraft-Branchenriese Enercon ist in der ersten Jahreshälfte 2014 nach eigenen Angaben gut unterwegs gewesen. „Die ersten Monate des laufenden Geschäftsjahres entsprachen den eigenen Erwartungen“, heißt es laut Bundesanzeiger in der jüngsten Bilanz der Enercon-Holding UEE mit Stand Mai 2014. Der deutsche Marktführer aus dem ostfriesischen Aurich gilt als verschwiegen, die Pflicht zur Bekanntgabe von Kennzahlen im Bundesanzeiger ist stets die einzige Informationsquelle über das Stiftungsunternehmen, hinter dem der im Emsland geborene Ingenieur Aloys Wobben (63) steht. weiter »

Windenergie Utgast/Gemeinde Holtgast/NDS: Wie ein Dorf unter die Windräder geraten ist

Schon vor zwanzig Jahren: Protestplakat gegen den Windpark Utgast/Gem. Holtgast/NDS und die damit verbundene Landschaftszerstörung

Von Manfred Knake, Bürger von Holtgast

Am 09. Dezember 2014 fand eine bemerkenswerte Ratssitzung in Holtgast unter der Leitung von Bürgermeister Enno Ihnen statt, es war wieder mal ein Paradebeispiel der Intransparenz und Bürgerferne der sog. „kommunalen Selbstverwaltung“.  Angekündigt wurde die Sitzung in einer Bekanntmachung in der Lokalpresse vier Tage vorher am 06. Dezember, dazwischen lag ein Wochenende. Ein Tagesordnungspunkt, vage formuliert, „verschiedene Anträge nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) zur Errichtung von Windenergieanlagen im Windpark Utgast…“. Genauere Hinweise fehlten. Tatsächlich ging es um das gemeindliche Einvernehmen für sieben weitere neue Windkraftanlagen vom Typ Enercon- 70 mit je einer Nennleistung von 2,3 Megawatt und einer Gesamthöhe von fast 100 m für verschiedene Betreibergesellschaften im Windpark. Die Anträge wurden in Windeseile durchgewunken (diesmal schon mit 2 bzw. 3 Enthaltungen bei 8 bzw. 7 Stimmen, aber immer noch keine Nein-Stimmen!). Eine Ratsfrau, die selbst -und ihre Familienmitglieder- an einer Windpark-Betreibergesellschaft in Utgast beteiligt ist, nahm an der Ratssitzung nicht teil. Nun sollen zehn alte und ohnehin abgängige Anlagen des Typs Tacke TW-600 mit einer Nennleistung von 0,6 Megawatt und ca. 72 m Gesamthöhe abgebaut werden. Das hat mit einem echten „Repowering“ nichts zu tun. Es ist nur eine Modernisierung des Anlagenparks für weitere 20 Jahre mit der Subventionsabgreifung aus dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) für die jeweiligen Betreibergesellschaften. weiter »

Windenergie: Abstand zur Bebauung, Herr Kettwig ist besorgt

Hans-Dieter Kettwig, Geschäftsführer des Windanlagenbauers Enercon in Aurich, ist besorgt. Er ist besorgt um die Mindestabstände seiner gigantischen windabhängigen Stromgeneratoren zur Wohnbebauung. Herr Kettwig sorgt sich aber nicht um die Anwohner, die nervenden Rotorenlärm, ständiges Blinken, rotierenden Schattenwurf und den Wertverlust ihrer Häuser ertragen müssen. Nein, er sorgt sich darum, dass ihm und seinem Geschäftsmodell der Platz zum Aufstellen seiner Riesenrotoren, die angeblich Atomkraftwerke ersetzen sollen, ausgehen könnte.

Die Bundesländer Bayern und Sachsen haben im Bundesrat kürzlich erreicht, dass durch eine sog. „Länderöffnungsklausel“ im Baugesetzbuch die Abstände der Windmonster zur Bebauung auf das Zehnfache der gesamten Anlagenhöhe (bis zur Rotorspitze) festgelegt werden können, „können“, wohlgemerkt. weiter »

Demonstrationen für die Energiewende: nützliche Idioten?

Man kann das ganze Volk eine Zeit lang täuschen und man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen, aber man kann nicht das ganze Volk die ganze Zeit täuschen.“ (Abraham Lincoln)

 

Ein Kommentar von Manfred Knake

Mehr als 20 Jahre Gehirnwäsche durch die Medien wirken: 20.000 Menschen oder mehr demonstrierten nach Medienberichten am heutigen Sonnabend in einigen Städten für die „Energiewende“, für Strom aus Wind- und Solarenergie, für die Beibehaltung der Förderung aus dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Organisatoren und Unterstützer waren u.a. der Bundesverband Windenergie (BWE), die Naturschutzorganisation BUND, campact („Demokratie in Aktion“), der Verein „NaturFreunde Deutschlands“ („Verband für Umweltschutz, sanften Tourismus, Sport und Kultur“), die Parteien Bündnis 90/die Grünen und die Ökologisch Demokratische Partei (ÖDP), die frühere Meeresschutzorganisation Greenpeace, sogar die SPD, die Industriegewerkschaft Metall und, wer hätte das gedacht, der Windkrafthersteller Enercon.

Besonders perfide ist der Auftritt des Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) mit seinem Vorsitzenden Hubert Weiger, der sich zum Sprachrohr dieses aggressiven Wirtschaftszweiges der „erneuerbaren“ Energien macht. Mit Umwelt und Natur hat dieser Verein nichts mehr gemein.

Sie demonstrierten für die Beibehaltung der Gelddruckmaschine und der Subvention EEG, die den Betreibern 20 Jahre lang statte Gewinne garantiert, die jeden Privathaushalt zusätzlich mit mehr als 200 Euro jährlich zur Stromrechnung belastet, aber die Stromversorgung nicht sicherer und verlässlicher macht, sie demonstrierten

-für die Konten weniger Hersteller, Projektierer und Betreiber weiter »

Windkraftanlagen und tote Fledermäuse: das ostfriesische Tal der Ahnungslosen

Screenshot_Bildzitat: NWZ-online, 22. August 2013

 Auch das Verschweigen von bekannten und unangenehmen Tatsachen ist Manipulation. Gemeint ist die Nordwest-Zeitung (NWZ) in Oldenburg/Niedersachsen in Zusammenhang mit der dpa-Berichterstattung über das enorme Tötungsrisiko von Fledermäusen an Windkraftanlagen, festgestellt durch ein Forschungsprojekt der Universitäten Hannover und Erlangen in Zusammenarbeit mit der Herstellerfirma Enercon in Aurich in Ostfriesland. Zur Erinnerung: Bundesweit wurden 84 zufällig ausgewählte Windkraftanlagen – von insgesamt ca. 23.200 – von der Nordsee bis nach Bayern untersucht. weiter »

Windenergie und Fledermäuse: Massentod für das Investitionsklima

Tote Fledermaus unter Windkraftanlage, Foto (C): Archiv EGE

Von Januar 2007 bis Dezember 2009 untersuchten Wissenschaftler der Universität Hannover – Institut für Umweltplanung –  das Tötungsrisiko von Fledermäusen in dem Forschungsprojekt „Entwicklung von Methoden zur Untersuchung und Reduktion des Kollisionsrisikos von Fledermäusen an Onshore-Windenergieanlagen“. Einer der Kooperationspartner des Projektes war der Windkraftanlagenhersteller Enercon aus Aurich.

Gefördert wurde das Vorhaben mit öffentlichen Mitteln des Bundesumweltministeriums mit 1,1 Millionen Euro. An insgesamt 84 (vierundachtzig) bundesweit ausgewählten Windkraftanlagen- von derzeit mehr als 24.000 in Deutschland – wurden Fledermausaktivitäten und -verluste ermittelt weiter »

Enercon intern: „Licht ins Dunkel“ des Windenergieanlagenherstellers

Enercon-40, die erste getriebelose Windkraftanlage

Enercon ist der Marktführer bei Windkraftanlagen. Der Hauptsitz der Firma ist in Aurich/Ostfriesland. Bisher war es nicht einfach, Licht in das Dunkel des weltweit verzweigten Unternehmens zu bekommen. Das hat die Redaktion der „Ostfriesischen Nachrichten“ in Aurich geschafft. Den nachfolgenden Beitrag haben wir im vollen Wortlaut von der ON übernommen, die Bilder sind vom Wattenrat und nicht Teil der Berichterstattung. Wir bedanken uns für die freundliche Genehmigung. Zu ergänzen wäre, dass Enercons Erfolg überwiegend auf dem „Erneuerbare Energie Gesetz“ beruht, das von allen Stromkunden eine Zwangsabgabe zusätzlich zu den Stromkosten fordert. Nur dieses Gesetz ist in Deutschland für den Boom der Wind-, Solar- oder Biogas-Energie verantwortlich. Den Betreibern garantiert das satte Subventionsgewinne zu Lasten aller Stromkunden, Tendenz weiter steigend. weiter »