 Bodenerosion auf einem Maisacker im Borssumer Hammrich/ Emden
Auch das ist die “Energiewende”: Abgeerntete Maisäcker werden vom Winde verweht, Mutterboden weggeblasen. Eine hochtechnisierte Landwirtschaft verdichtet die Böden, sorgt mit der Gülleflut für Trinkwasserbelastungen und vermaist für hochsubventionierte Biogasbrüter ganze Landstriche. Grünland wird in Ackerland umgebrochen, Wiesenbrüter verlieren ihren Lebensraum, in dramatischer Schnelligkeit. Der Mais wird mit dieselfressenden Lastwagen und Treckern zu den Biogasanlagen z.T. weit über Land gekarrt. weiter »
 Postwufsendung
Nein, dieser Beitrag ist keine Wahlhilfe für die CDU im niedersächsischen Landtagswahlkampf, im Gegenteil. Dieser läuft auf Hochtouren, oder liegt in den letzten Zügen, je nach Betrachtungsweise. Wesentliche politische Unterschiede gibt es zwischen den Kandidaten der verschiedenen Parteien nicht, abgesehen von der Bildungspolitik. Umwelt- oder Naturschutzpolitik, in den Achtzigern und Neunzigern noch ein zentrales politisches Thema, kommt gar nicht mehr vor. Viel Auswahl, also tatsächliche Alternativen zu wählen, hat das Wahlvolk nicht. Besonders deutlich wird das beim Thema „Energie“, oder besser den sog. „Erneuerbaren Energien“, wie Wind- oder Solarenergie oder den maissteppenfördernden und grundwasserbelastenden Biogasanlagen. Der Begriff “Erneuerbare Energie” ist zwar nach dem Ersten Hauptsatz der Thermodynamik physikalischer Unsinn, wird aber immer wieder gerne genommen. Die „Erneuerbaren“ mit dem „Erneuerbare Energien Gesetz“ (EEG) sind ein Geschäftsmodell und Konjunkturprogramm, das von allen politischen Parteien gehätschelt wird. Nur aus der FDP wird neuerdings vereinzelt verhaltener Zweifel am EEG angemeldet. weiter »
 Verfehlte kommunale Selbstverwaltung- das EEG macht´s möglich: kaputte Landschaften, hier Heide/Schleswig-Holstein
Die „Lizenz zum Gelddrucken“, wie das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) auch spöttisch genannt wird, spült satte Renditen für Windkraft, Solar- und Biogasbetreiber auf die Konten. Bezahlt wird das von allen Stromkunden über zwangsweise erhöhte Stromkosten, eine haushaltsneutrale Subvention. Das spricht sich langsam herum. Energiefachmann und Dipl. Ing. Wilfried Heck, Betreiber der Internetseite „Naturstrom- und Windkrafteuphorie in Deutschland und ihre Folgen“ hat den teuren Naturstromwahn auf den Punkt gebracht:
29. Dez. 2012: Erneuerbare Energien sollten eigentlich das Klima schützen und herkömmlich betriebene Wärmekraftwerke ersetzten. EEG § 1: “(1) Zweck dieses Gesetzes ist es, insbesondere im Interesse des Klima- und Umweltschutzes eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen, die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung auch durch die Einbeziehung langfristiger externer Effekte zu verringern, fossile Energieressourcen zu schonen und die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien zu fördern. (2) Um den Zweck des Absatzes 1 zu erreichen, verfolgt dieses Gesetz das Ziel, den Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2020 auf mindestens 30 Prozent und danach kontinuierlich weiter zu erhöhen”. weiter »
 Energiewende: Langenhorn-Nissenhörn/SH, Foto (C): Korthaus
Langsam, aber sehr langsam, spricht es sich bis in den Mainstream herum, dass die Energiewende vor allem Abzocke der Stromkunden bedeutet, an denen sich wenige Betreiber der Wind-, Solar- oder Biogasbranche üppigst mästen. Eines der seit Jahren gepflegten Lieblingsthemen des Wattenrates kommt nun endlich auch in der Financial Times Deutschland an, die bestimmt kein Verlautbarungsorgan des Naturschutzes ist! Aber auch hier wieder leider ein Rechenfehler. Zitat: “2007 zahlte jeder Haushalt im Schnitt 35 Euro für alternative Energien. Ab 2013, wenn die Umlage von 3,5 Cent auf über 5 Cent steigt, werden es 185 Euro sein.” Der FTD-Kommentator Horst von Buttlar zitiert die “offiziellen” heruntergerechneten Regierungszahlen, ohne Mehrwertsteuer. Inzwischen bezahlt ein Durchschnittshaushalt bei 5000 kWh/a mehr als 200 Euro EEG-Umlage im Jahr, Tendenz steigend! Ein “Geheimnis” ist dies für den Wattenrat seit langem nicht mehr. Den Redakteuren der ostfriesischen Lokalpresse ist da “Geheimnis” ebenfalls seit langem bekannt. Üppige Anzeigenaufträge eines regionalen Windkraftherstellers aus Aurich und eines regionalen “Naturstrom”-Anbieters aus Oldenburg verhindern aber wohl, dass dieses inzwischen offene Geheimnis in aller Deutlichkeit an die Leserschaft weitergegeben wird. weiter »
 Wind"park" Alpha Ventus vor Borkum, Foto (C): Archiv Alpha Ventus
Neben den ohnehin schon üppigen haushaltsneutralen Subventionen über das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), die mit einer Zwangsumlage auf alle Stromkunden den Windkraftbetreibern in die Taschen fließen, legt der Bundeshaushalt allein für den Wind”park” Alphas Ventus vor Borkum noch etwas drauf: 30 Millionen aus Steuermitteln. Die Stromkunden werden den Zubau der Nordsee mit windabhängigenen Kraftwerken an ihren Stromrechnungen merken. Zuverlässig einspeisende Wärmekraftwerke werden durch den Windkraftausbau nicht überflüssig, sie müssen den unverzichtbaren Regelbetrieb bei Windschwankungen ausgleichen, damit das Stromnetz nicht zuammenbricht.
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 Screenshot NDR
Gestern Abend im NDR-Fernsehen:
Die Küsten des Nordens (2): Von Hamburg zu den Halligen
“Im Simonsberger Koog hat Hermann Albers gelernt, mit dem Wind umzugehen. Er nutzt die Kraft des Windes und erzeugt mit 13 Windmühlen Strom für das öffentliche Netz – für sein Elektrofahrrad bleibt da auch noch immer etwas übrig.”
Vorgestellt wurde Hermann Albers als biederer Landwirt, Familienmensch und Windmüller, der mit seinen zahlreichen Riesenpropellern die “Landschaft erhält” und dafür sorgt, dass die Nordsee nicht weiter ansteigt, das Klima schützt er mit seinen Anlagen sowieso. Dafür sind seine Kinder stolz auf ihn. Und dann lädt er auch noch sein Elektrofahrrad fürs weitgehend uninformierte Fernsehvolk an der Steckdose in seiner Windkraftanlage auf, aus der aber stabiler Netzstrom von überwiegend Wärmekraftwerken kommt.
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Die konzertierte Aktion von Politik und einem Lobbyisten der Windenergie soll der stark subventionierten Windbranche neue Flächen in Süddeutschland zu erschließen. Der niedersächsische Ministerpräsident Wulff (CDU), sein Landtagspräsident Hermann Dinkla (CDU) aus dem ostfriesischen Westerholt und Alois Wobben, Chef des Windkraftherstellers Enercon aus dem ostfriesischen Aurich machen öffentlich vor, wie man Klientelpolitik betreibt.
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