Gänsejagd: Ende des Jägerlateins – Interview mit Gänseforscher

Bildzitat: Weser Kurier, Bremen, 03. Februar 2014 (Anmerkung zum Bild: Die Gänse sind nicht im "Anflug", sondern im Abflug, sie haben ihr "Fahrgestell", also ihre Beine, schon eingezogen)

In einigen ostfriesischen Lokalzeitungen wird derzeit die angebliche „Überpopulation“ arktischer und heimischer Gänse diskutiert. Sehr lautstark und sehr falsch argumentieren dabei auch Teil der Jägerschaft. Jäger gehen davon aus, dass Gänse mit der Flinte „reguliert“ werden müssten. Sie versuchen, in Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Lobbyverbänden in mehreren Zusammenkünften mit Politikern darzulegen, dass Jäger unverzichtbar bei der Regulierung sind. weiter »

„Gänseripper“ im EU-Vogelschutzgebiet: dpa berichtet bundesweit – 10 weitere Fälle von „Aasjägerei“ im Rheiderland

Bildzitat: "Die Welt", online, 29. Januar 2014

Der „Gänseripper von Nüttermoor“ erlangte durch die Deutsche Presseagentur (dpa) bundesweite Bekanntheit. Am 27. Januar lief die Meldung über den Ticker und wurde von vielen Zeitungen in unterschiedlicher Länge gedruckt. Laut dpa ist der Gänseschießer von der Ems namentlich bekannt, das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) teilte mit, dass die Gänse das an Gewässern verbotene Bleischrot enthielten. Damit wurden die Vermutungen des Wattenrates bestätigt. weiter »

Graugansmassaker im EU-Vogelschutzgebiet: Es waren die Flinte und das Messer!

Screenshot-Bildzitat: Rheiderland Zeitung, online, 10. Jnuar 2014

 Nun ist es amtlich: Die von der Polizei sichergestellten Grauganskadaver aus dem Deichvorland bei Nüttermoor/LK Leer aus einem EU-Vogelschutzgebiet waren Schrotträger, das Brustfleisch der Gänse wurde jedesmals mit einem Messer entfernt. Das hat das Veterinärinstitut in Oldenburg (LAVES, Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) festgestellt. Noch nicht bekannt ist, ob die Gänse mit Eisenschrot oder mit an Gewässern verbotenem Bleischrot erlegt wurden. Die Rheiderland Zeitung aus Weener/LK Leer berichtete heute ausführlich auf Seite 1. weiter »

Gänseschlafplätze an der Ems: Mitarbeiter der Naturschutzbehörde auf Abwegen

Behördenmitarbeiter W. räumt schlafende Nonnengänse im Schutzgebiet ab

Ausgerechnet der Mitarbeiter W. des „Fachdienstes Umwelt“ (Untere Naturschutzbehörde) der Stadt Emden, zuständig u.a. für die Einhaltung der Naturschutzgesetze, entpuppte sich als vehementer Störer im Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ an der Ems, Teil eines EU-Vogelschutzgebietes. Im Naturschutzgebiet haben derzeit ca. 20.000 arktische Nonnengänse ihre Schlafplätze im Emswatt, wo sie sicher vor Füchsen sind. Durch den Orkan „Xaver“, der das Watt und die Deichvorländereien durch sehr hoch auflaufendes Hochwasser überspülte, zogen sich die Gänse an den Deichfuß, die Deichberme und höhergelegene Flächen am und im Naturschutzgebiet zurück. Der Wasserstand im Schutzgebiet war sehr hoch; allein das Niedrigwasser im Schutzgebiet lief ca. einen halben Meter über dem sonst mittleren Hochwasser auf! Nicht sicher waren die Gänse allerdings vor dem Behördenmitarbeiter W., der am frühen Morgen des 06. Dezembers 2013 mit seinem Fahrzeug die Deichzufahrten und Teile des für die Öffentlichkeit aus Naturschutzgründen gesperrten Betonwegs (Teekabfuhrweg) befuhr. Das Fahrzeug mit den Scheinwerfern, die die Ruheplätze der Gänse ausleuchteten, veranlasste die Vögel zur panikartigen Flucht Richtung „kochender“ Ems. weiter »

NDR-Reportage: „Gänsekrieg in Ostfriesland“- mehr Ente als Gans

Screenshot (Bildzitat), NDR-Gänsekrieg

NDR-Reportage: „Gänsekrieg in Ostfriesland“- mehr Ente als Gans, Schädlingsbekämpfer oder Jäger?

von Manfred Knake

Im November 2012 drehte der Regisseur und Autor Lutz Wetzel der Magnum Mediaproduktion für den NDR-Sendeplatz „N3 Reportage“ einen Fernsehfilm von 30 Minuten Länge. Titel der Reportage: Gänsekrieg in Ostfriesland, ausgestrahlt am 15. März 2013.

Dazu lud er Eilert Voß und mich schriftlich ein, in dem Beitrag mitzumachen und unsere Sicht der Dinge der Zugvogeljagd in die Kamera zu sprechen. Dieses Angebot nahmen wir gerne an, versprachen wir uns doch eine detaillierte Berichterstattung zu den unglaublichen Vorgängen bei der Wasservogel- und Zugvogeljagd im Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“, Teil eines EU-Vogelschutzgebietes. Lutz Wetzel ist selber Jäger, im Mailwechsel versicherte er aber: „Ich stehe der Jagd in vielen Bereichen kritisch gegenüber, vor allem auch den Auswüchsen der Vogeljagd, die mich immer wieder mit Empörung erfüllt.“ weiter »

Wasservogeljagd in Schutzgebieten: Gänsewachtbericht 2009-2013 liegt vor

Eilert Voß hat wieder einmal in der vergangenen Wasservogeljagdsaison jeden Schuss im und am Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ an der Ems, Teil eines EU-Vogelschutzgebietes, dokumentiert. Sein aktuelles Protokoll 2012-2013 und die älteren Protokolle seit 2009 sind auf der WebSeite der Gänsewacht als .pdf-Datei abgelegt. weiter »

„Norwegian Breakaway“: neuer Meyer- Dampfer durch die Ems gequetscht

Norwegian Breakaway: Aufspringen verboten, das Schiff passt mal gerade eben noch in die ausgebaggerte Ems

Sie werden immer größer, nur der kleine Fluss kann nicht mehr mitwachsen: Die Rede ist von den gigantischen Kreuzfahrtschiffen, die im Binnenland auf der Papenburger Meyer Werft an der Ems gebaut werden. Das neueste schwimmende Spaßprodukt, die „Norwegian Breakaway“, gebaut für die US-amerikanische Reederei Norwegian Cruise Line (NCL), wurde am 13. und 14. März 2013 über die enge Ems an das seeschifftiefe Wasser der Nordsee überführt.  Mit 146.600 BRZ (neue Raumvermessungsgröße Bruttoraumzahl, früher Bruttoregistertonnen) ist die „Breakaway“ das größte jemals in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff. Der Heimathafen wird New York sein. weiter »

Wasservogeljagd an der Ems: Aufreger wegen Aufkleber

Die Jagd auf Zugvögel in Schutzgebieten, in diesem Falle die Gänsejagd in den EU-Vogelschutzgebieten an der Ems, sorgte sofort nach Beginn am 01. November für Aufregung.

Unbekannte Gänsejagdgegner hatten einen Aufkleber auf ein Informationsschild, das für die Gänse als Zugvögel wirbt, angebracht. Titel: „Vogelmord ist ihr Hobby“. Im angrenzenden Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ wird seit Jahrzehnten von einer Handvoll Wasservogeljäger Jagd auf diese Zugvögel gemacht. Dabei wurden auch in diesem Gebiet nicht jagdbare Wasservögel getötet oder angeschossen. Durch einen einzigen Jäger werden in diesem Schutzgebiet zudem streng geschützte rastende Watvögel, die keine Jagdzeiten haben, großräumig von ihren Rast und Futterplätzen vertrieben.

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AIDAmar verursacht künstliches Hochwasser in der Ems, vermutlich keine Brutverluste

Bonbonfarbene Spaßmobile auf der Meyer Werft in Papenburg

In der Nacht zum 13. April 2012 wurde der Meyer-Neubau „AIDAmar“ über die aufgestaute Ems von Papenburg nach Emden überführt. Dazu die Pressemitteilung des Wattenrates. Um es vorweg zu sagen: Die befürchteten Überflutungen der Nester durch den Emsstau blieben diesmal aus (s.u.).

Wattenrat Ostfriesland, P R E S S E M I T T E I L U N G, 12. April 2012

Umwelt/Naturschutz/Ems/Überführung AIDAmar

Emsstau für Schiffsüberführung AIDAmar verstößt gegen EU-Vogelschutzrichtlinie

Der Wattenrat Ostfriesland weist auf die erhebliche Gefährdungen von geschützten Wat- und Wasservogelarten durch das Aufstauen der Ems anlässlich der Überführung des Kreuzfahrtschiffes AIDAmar von Papenburg ans seeschifftiefe Wasser hin. Für die Überführung muss die Ems aufgestaut werden. Je nach Höhe des Staus können dann ggf. auch die Brutflächen von Uferschnepfen , Kiebitzen oder Weißwangengänsen sowie andere Bodenbrüter weggespült werden. Diese Vogelarten brüten in den Außendeichsbereichen der Ems oder auf den Emsinseln, deren Flächen als EU-Vogeslchutzgebiet von der “Richtlinie des Rates über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten” seit 1979 geschützt sind. Artikel 5 der in allen EU-Mitgliedstaaten verbindlichen Richtlinie verbietet die Zerstörung oder Beschädigung von Nestern und Eiern und das absichtliche Stören während der Brutzeit. Darüber wurde sich in der Vergangenheit bei Schiffsüberführungen stets hinweggesetzt.

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Meyer Werft: AIDAmar: schwarzer Rauch über der Ems

 

Spaßdampfer AIDAmar, ohne Umweltplakette durch die Ems

Die Papenburger Meyer Werft dockte erneut einen riesigen Luxusdampfer aus, die AIDAmar. Das gigantische Kreuzfahrtschiff wird voraussichtlich in der Nacht am 13. April 2012 durch die viel zu kleine Ems an die Küste überführt werden. Damit das Schiff überhaupt in das Flussbett passt, muss die Ems nicht nur ständig ausgebaggert, sondern wieder mit dem Stauwerk in Gandersum bei Emden aufgestaut werden. Im April hat aber bereits die Brutzeit begonnen. Die Außendeichsbereiche der Ems werden also wieder absaufen, mit Ihnen ungezählte Bruten von geschützten Vogelarten, unter ihnen Blaukehlchen, Kiebitze, Uferschnepfen oder Weißwangengänse. Die so gefluteten Uferbereiche gehören zu einem EU-Vogelschutzgebiet. weiter »