Windkraftboom im Landkreis Aurich – Kommt der Seeadler unter die Windräder?

Fahrwasser Langeoog, Nationalpark Nieders. Wattenmeer: Blick auf das Festland zwischen Bensersiel und Dornumersiel (Ausschnitt), Foto (C): Manfred Knake

Die Genehmigung für noch mehr Windkraftanlagen im Landkreis Aurich boomt, die Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag vom 30. März 2017 brachte Klarheit:

Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung mit Antwort der Landesregierung – Drucksache 17/7754 –

Anfrage der Abgeordneten Dr. Gero Hocker, Hillgriet Eilers und Dr. Stefan Birkner (FDP) an die Landesregierung, eingegangen am 30.03.2017, an die Staatskanzlei übersandt am 05.04.2017
Wie viele Windräder wurden im letzten Jahr [2016] im Landkreis Aurich genehmigt?

[…] 1. Wie viele Windkraftanlagen wurden im Landkreis Aurich in den Jahren 2015 und 2016 genehmigt?
Im Jahr 2015 wurde 1 Antrag für 1 Windkraftanlage positiv beschieden.
Im Jahr 2016 wurden 51 Anträge für 101 Windkraftanlagen positiv beschieden. […]

6. Gab es Windkraftprojekte im Landkreis Aurich, die 2016 aufgrund von Einsprüchen nicht genehmigt werden konnten, und, wenn ja, welche?
Aufgrund von Einwendungen aus der Öffentlichkeit wurden nach den hier vorliegenden Erkenntnissen keine Genehmigungsanträge abgelehnt. […]

Nein, kein Druckfehler! 2016 wurden also weitere einhundertundeins (!) Anlagen genehmigt, davon allein im Dezember 2016 noch 57 Anlagen. weiter »

Umweltverhinderungsminister Birkner und Rösler: liberale Windmacher und Rechtsbeuger im Sommerloch

Windkraft als Feigenblatt: Ohne Wärmekraftwerke läuft nichts! Gaskraftwerk Eemshaven/NL am "Weltnaturerbe" Wattenmeer

Die Herren Minister Philipp Rösler (Bundeswirtschaftsminister) und Stefan Birkner (niedersächsischer Umweltminister, beide FDP) treiben den Liberalismus in die Rechtsbeugung: Anlässlich eines Besuches in Norddeich und der wetterbedingt fehlgeschlagenen Propaganda-Schiffsreise im Sommerloch zum Offshore-Windindustriegebiet „Alpha Ventus“ vor Borkum ließen sie wieder einmal die umweltpolitischen Hosen herunter: weiter »

Ministerpräsident McAllister „liebt“ die Windkraft, Spatengang bei Enercon

Quelle: Ostfriesen Zeitung, Seite 9, 27. MÄrz 2012

Der Hauptprofiteur des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) ist Aloys Wobben mit seiner Windkraftfirma Enercon in Aurich. Wobben erdiente sich, beflügelt durch das EEG und die garantierte hochsubventionierte Windstromeinspeisung für WKA-Betreiber,  in zwanzig Jahren ein Milliardenvermögen mit der Herstellung und dem Verkauf von Windkraftanlagen. Bräche dieser strompreistreibende Stützpfeiler seines Wirtschaftens weg, müsste er kleinere Brötchen backen.

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„Weltnaturerbe“ Wattenmeer: Niedersächsischer Landtag beschließt weitere Tourismusförderung

Weltnaturerbe Wattenmeeer: Vermarktung im "Strandportal" Bensersiel/LK Wittmund

Eigentlich ist der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer ein Großschutzgebiet für Tiere und Pflanzen, er unterliegt dem Schutzregime der FFH- und EU-Vogelschutzrichtlinie und ist als „Feuchtgebiet internationaler Bedeutung“ von der Ramsar-Konvention geschützt. In Wirklichkeit ist der Nationalpark nur ein Werbeetikett für den Massentourismus, zusätzlich aufgepeppt mit dem Label  „UNESCO- Weltnaturerbe“, das den Touristen „Abenteuer“ verspricht. Am 12. Oktober 2011 beschloss die schwarz-gelbe Regierungsmehrheit im Niedersächsischen Landtag die weitere Förderung des Tourismus am Wattenmeer, zusätzliche Naturschutzmaßnahmen, wie von der SPD und den Bündnisgrünen gefordert, lehnte die CDU/FDP-Koalition ab. Bereits  2010 hatte der Wattenrat auf diesen Etikettenschwindel mit „Naturtourismus“ öffentlich aufmerksam gemacht

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„Ehre, wem Ehre gebührt“: Orden für Erich Bolinius (FDP)

Erich Bolinius bekam das Bundesverdienstkreuz: Beim Wattenrat kennt man Erich Bolinius (FDP) aus Petkum bei Emden gut. Ein streitbarer Kämpfer gegen den Naturschutz und das Naturschutzrecht, wenn es um die Nutzung eines illegal gebauten Betonweges in einem Naturschutzgebiet an der Ems geht (NSG Petkumer Deichvorland). Das kostete die Stadt Emden und den Steuerzahler satte Gutachterkosten und einen verlorenen Prozess vor dem OVG Lüneburg um die Nutzung des Weges. Unseren hartnäckigen Mitstreiter Eilert Voß kostete das den Lack seines Autos, der mehrfach zerkratzt wurde.

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Ems: Meyer Werft muss für landwirtschaftliche Schäden durch Schiffsüberführungen zahlen

Im Juni 2009 berichtete der Wattenrat über die Schiffsüberführung  der „Celebrity Equinox“ und dem damit verbundenen schiffstechnisch notwendigen Sommerstau der Ems. Die Dokumentation finden Sie hier.

"Celebrity Equinox" auf gestauter Ems gegen Rohrweihe

Durch das Aufstauen der Ems ertranken ungezählte Jungvögel in diesem EU-Vogelschutzgebiet, oder deren bodennahen Nester wurden weggespült. Landwirte beklagten Schäden auf  ihren Grünlandbereichen. Nun soll die Meyer Werft für die angerichteten Schäden auf landwirtschaftlichen Flächen  aufkommen.

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„Welt(w)erbe“-Etikett Wattenmeer: Vermarktung mit „Naturtourismus“

Bis vor kurzem war es der „Sanfte Tourismus“, der durch die Gazetten geisterte und dem knallharten Massentourismus einen „weichen“ Anstrich geben sollte, nun ist es der „Naturtourismus“: Nach 24 Jahren Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer (eingerichtet 1986) tritt nun genau das ein,  vor dem ausschließlich der Wattenrat (nicht etwa der WWF oder die Naturschutzverbände BUND, NABU etc.!) im Vorfeld der Ausweisung des Wattenmeeres als „UNESCO-Weltnaturerbe“ im Jahr 2009 gewarnt hatte (siehe unser Beitrag:  Ein politisch inszenierter Etikettenschwindel – Bärendienst der IUCN)

Tourismusindustrie: Naturschutz auf der Abschussliste

Massentourismus: Naturschutz als Zielscheibe

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