Wasservogeljagd in EU-Vogelschutzgebieten: Pressetermin der Grünen in Petkum an der Ems

Pressekonferenz der Grünen im Sielwärtergebäude von Petkum

Wasservogeljagd in EU-Vogelschutzgebieten: Pressetermin der Grünen in Petkum an der Ems

Mit Naturschutzthemen tut sich die Lokalpresse oft schwer, wie der Pressetermin am 06. Januar 2012 in Petkum bei Emden an der Ems zum Thema Gänsejagd in EU-Vogelschutzgebieten wieder einmal beweist. Eingeladen hatten die Grünen aus Emden, die den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der niedersächsischen Landtagsfraktion und naturschutzpolitischen Sprecher der Grünen, Christian Meyer, nach Petkum geholt hatten, um sich ein Bild vom Ort des Geschehens zu machen.

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Gänsewacht an der Ems: Protokoll November 2011

Das ausführliche und aktuelle Gänsewacht-Protokoll der Jagdbeobachtungen im und am Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ an der Ems  ist optisch ansprechend aufbereitet und abgelegt auf der WebSeite der Gänsewacht, die von Werner Hupperich [...]

EU-Vogelschutzgebiet Ems: Schüsse im Dunkeln, Gänsewacht und Polizei waren Zeugen

"Kollateralschaden": frischtote Blässgans nach der Jagd bei Dunkelheit und Nebel (nicht der Originalfundort, der ist 200 m entfernt!)

„Dunkel war´s, nichts war zu sehen, als die Polizei erschien“… bei den Gänseschießern im Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland”.

Nur ist nichts Lyrisches an den Jagdverstößen im Schutzgebiet, klare Prosa ist angesagt. Es war wieder einmal soweit: Bei Dunkelheit und Nebel waren Wasservogeljäger wie in jedem Jahr im Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ an der Ems, Teil eines EU-Vogelschutzgebietes, unterwegs. Deutlich waren schon zwischen 06.00 Uhr und 07.00 Uhr Schrotschüsse aus dem Schutzgebiet zu hören, bei Dunkelheit und Nebel mit späteren Sichtweiten zwischen 50 und 80 Metern! Sonnenaufgang war erst um 07.46 Uhr, jagdrechtlich darf aber schon 90 Minuten vor Sonnenaufgang bis 90 Minuten nach Sonnenaufgang gejagt werden, zulässiger Jagdbeginn in diesem Falle also ab 06.16 Uhr, aber nur wenn die Sichtverhältnisse dies zulassen; so sagt es der § 1 Absatz 3 der Bundesjagdzeitenverordnung weiter »

“Jagdstörung“ Gänsejagd Ems: Berufung von Eilert Voß vom Landgericht Aurich zurückgewiesen

Eilert Voß im Pressegespräch nach der Urteilsverkündung

Nur wenige Minuten dauerte die Urteilsverkündung im Berufungsverfahren von Eilert Voß am 26. August 2011 vor der 1. Zivilkammer des Landgerichts Aurich gegen die Verurteilung wegen „Jagdstörung“ mit 2.000 Euro Ordnungsgeld, ersatzweise 20 Tage Haft vor dem Amtsgericht in Emden. Voß hatte im Dezember 2010 einen Jäger, der aus einer Deckung am Emsdeich ohne verfügbaren Jagdhund auf Gänse schoss, mit einem Nebelhorn „gestört“. Der Landgerichtspräsident Hans-Otto Bartels verkündete den Tenor des Urteils, die Berufung werde zurückgewiesen, weil sie unbegründet sei. Voß habe die Kosten des Verfahrens und der Anwälte zu tragen. Sowohl der gegnerische Anwalt als auch Voß´ Anwalt waren zum Verkündungstermin nicht erschienen.

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Jagdvergehen an der Ems: wieder Nonnengans angeschossen

Angeschossene Nonnengans, Terborg/Ems, 06.April 2011

#edit: Inzwischen laufen polizeiliche Ermittlungen in der Sache, aber nicht wegen eines Jagdvergehens, das in diesem Falle strafbar wäre, sondern wegen “Tierquälerei”. Das ist zwar auch eine Straftat, hält aber fürs gute Image die Jagdstatistik sauber: .pdf  Zeugenanhörung Nonnengans

Auf diesen Webseiten haben wir schon oft über Jagdverstöße von Hobbyjägern geschrieben, hier ein neuer Fall, der einen Straftatbestand darstellt: Unser Mitarbeiter Eilert Voß fand am 06. April 2011 unweit des Emsdeiches bei Terborg im LK Leer zusammen mit einem  Begleiter eine flugunfähige stark verletzte Nonnengans. Die Gans wurde zur Untersuchung zu einem Tierarzt gebracht, der das Tier wegen des schlechten Allgemeinzustandes und eines offenen Flügelbruches einschläferte. Das Röntgenbild ergab eine Schussverletzung des linken Armflügelknochens mit einer deutlich sichtbaren Schrotkugel.

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Gänsewacht an der Ems: Artikel über Eilert Voß in der Ostfriesen Zeitung

Heute berichtet die Ostfriesen Zeitung (S.12, 13. Mai 2011) ganzseitig über Eilert Voß, der in jahrelanger Kleinarbeit akribisch Jagdverstöße an der Ems dokumentiert hat. Wir danken der OZ-Redaktion für die freundliche Überlassung. Trotz des rechtzeitigen fachlichen  Gegenlesens (shit happens!) ist auch uns ein kleiner Fehler im Beitrag entgangen: Bläss- und Ringelgänse dürfen (abweichend von der nds. Jagdzeitenverordnung) in [...]

**** S P E N D E N A U F R U F ****

Eilert Voß, Interview nach dem Urteil

für Eilert Voß


Konto: XXXX, BLZ XXXX

Konto: XXXX, Kontoinhaber: XXXX

***Wichtig: Stichwort “Gänsewacht/Wattenrat”***

#edit Dezember 2011: Das Spendenkonto wurde geschlossen!

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Die blinde Justitia hat im Emden Recht gesprochen, oder auch nicht.

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Gänsejagd: BUND und NABU solidarisch mit Eilert Voß

Nebeljäger mit Beute im Naturschutzgebiet "Petkumer Deichvorland"/Ems

Spät kommen sie, aber sie kommen! Heute setzten der Naturschutzbund Deutschland (NABU) gleich zwei Mal eine Presseerklärung zur Gänsejagd im Allgemeinen und zum Gerichtsverfahren im Speziellen gegen Eilert Voß zusammen mit dem BUND wegen angeblicher „Jagdstörung“ vor dem Amtsgericht in Emden ab. Darauf haben wir lange gewartet. Seit Jahren veröffentlichen die Gänsewacht und der Wattenrat die Missstände (Jagd bei Dunkelheit, Nebel oder Schneetreiben) bei der Jagd auf Zugvögel in Naturschutz- und EU-Schutzgebieten auf der ihren WebSeiten, ohne dass die „anerkannten“ Naturschutzverbände dieses Thema bisher „nachhaltig“ aufgegriffen hätten. Am 07. März, also vor knapp drei Wochen, kam der NABU zum ersten Mal aus der Deckung.

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Jagd: Ruhe an der Gänsefront

Jagdruhe: 25.000 Nonnengänse im Naturschutzgebiet "Petkumer Deichvorland" (Bracklow Polder)

Ab dem 16. Januar ruht die Gänsejagd auf Grau- und Kanadagänse  in Niedersachsen auf Grund der Jagd- und Schonzeitenverordnung, auch im Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ (Teil eines EU-Vogelschutzgebietes) an der Ems. In den niedersächsischen EU-Vogelschutzgebieten haben Bläss- und Saatgans keine Jagdzeit, die Nonnengans ist kein jagdbares Wild. Unser Mitstreiter Eilert Voß hat über mehrere Wochen bei jedem Wetter das unglaubliche jagdliche Treiben an der Ems fotografiert und dokumentiert und die angeblichen „Waidmänner“ als ausschließliche Beutemacher und Schießer entlarvt, die auch in der Dunkelheit, bei Nebel und Schneetreiben ihrem blutigen Hobby frönten. Durch die Jagd wurden alle Vögel aus dem Schutzgebiet weiträumig vertrieben, auch die streng geschützten Arten.

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Die Internationale der Gänseschießer, oder russisches Roulette am Deich

Screenshot Trimo-Jagdreisen an die Ems (klicken für große Version).

Gänseschießer unter sich: Da bietet der Jagdreisenanbieter Trimo-Jagdreisen in Trier auf seiner WebSeite Jagdreisen an die Ems an. Die Firma wirbt mit Abschuss von u.a. Blessgänsen und Saatgänsen am 05. und 06. Januar 2011, die in EU-Vogelschutzgebieten in Niedersachsen gar nicht bejagt werden dürfen.

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