Windenergie: Wider die Gier und Rücksichtslosigkeit

»Und es mag am deutschen Wesen einmal noch die Welt genesen.«

Wir danken der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V. (EGE) für die Überlassung des Textbeitrages:

Zweifel an Windenergiewirtschaft wachsen – Februar 2014

Der massive Ausbau der Windenergiewirtschaft in Deutschland wäre nicht möglich, würde diese Branche nicht auf das Interesse der Kommunen stoßen. Das Interesse gründet sich zweifellos auf legitimen Erwägungen, vor allem auf die Aussicht auf die Sanierung kommunaler Haushalte und die Hoffnung, mit der planvollen Flächenbereitstellung andere Teile des Gemeinde- oder Kreisgebietes vor einem planlosen Aufstellen von Anlagen schützen zu können. Nicht selten war und ist allerdings Gier im Spiel. Gier scheint in Deutschland – auch ohne Verweis auf die jüngst bekanntgewordenen Fälle von Steuerhinterziehung oder das PROKON-Debakel – gesellschaftsbestimmende Dominante zu sein. Das fortwährende Verfügbarmachen von Landschaften für die Windenergiewirtschaft war zudem bisher ein Leichtes, weil es sich als Beitrag zum Klimaschutz ausgab und Medien und Öffentlichkeit der Branche einen solchen Beitrag gutgläubig abgenommen haben. weiter »

Die Sache mit der Dose: Geocaching und Naturschutz

Geocaching, das Verstecken und Finden von kleinen oder großen „Schätzen“ mit Hilfe eines GPS-Gerätes und des Internets, erfreut sich großer Beliebtheit. Das Spiel führt oft in die entlegensten Bereiche, auch in Naturschutzgebiete oder Nationalparks, und kann so empfindliche Tiere stören oder gar töten. Auch seltene und geschützte Pflanzen geraten an viel frequentierten Geocacher-“Autobahnen“ unter […]

Stromtod an Mittelspannungsmasten: Wo bleiben die Sanktionen?

Tod am Mittelspannungsmast: Uhu, Foto (C): Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE)

Wieder einmal befasst sich der Wattenrat mit der unzureichenden Entschärfung der Mittelspannungsmasten für Vögel, auch wenn es diese Strommasten im Wattenmeer nicht gibt…. Eigentlich hätten diese oft tödlichen Sitzgelegenheiten schon mit dem Ablauf des Jahres 2012 von den Energieversorgern baulich entschärft werden müssen, so will es das Bundesnaturschutzgesetz. weiter »

Fledermäuse und Windkraftanlagen: Sterben für den Klimaschutz

Windpark Utgast, Gem. Holtgast, LK Wittmund/NDS: nicht identifizierte Fledermausart unter einer Windkraftanlage

Es gibt ca. 23.000 Windkraftanlagen in Deutschland, Tendenz weiter rasant steigend. An den Windkonvertern sterben nicht nur abertausende Vögel, sondern auch Fledermäuse, entweder durch direkten Anflug oder das Barotrauma. Beim Barotrauma geraten Vögel oder Fledermäuse in die Luftdruckunterschiede vor und hinter dem Rotor, dadurch werden die inneren Organe zerfetzt. Ein Großteil der Kadaver wird wegen der geringen Größe der Fledermäuse gar nicht gefunden, die Fundrate entspricht nicht annähernd der tatsächlichen Todesrate. weiter »

Vogeltod an Mittelspannungsmasten, Energieversorger setzen Umrüstung nur schleppend um

Stromtod im Mittelspannungsmast: toter Uhu, Foto (C): EGE

Mittelspannungsmasten sind Freileitungsmasten für den 1kV- bis 50 kV-Bereich. Anders als Hochspannungsmasten sind viele Mittelspannungsmasten gefährliche Todesfallen für größere Vögel, weil durch die Isolatorenkonstruktion leicht ein Erdschluss durch die Berührung mit den Flügeln hergestellt werden kann und die Vögel durch den Stromschlag getötet werden. Betroffen sind überwiegend größere Vögel wie See- oder Fischadler, Bussarde, Falken, Störche oder Eulen bis zur Größe eines Uhus. Das Problem ist seit Jahrzehnten bekannt. Der Gesetzgeber hat daher im Bundesnaturschutzgesetz verfügt:

§ 41 Vogelschutz an Energiefreileitungen

Zum Schutz von Vogelarten sind neu zu errichtende Masten und technische Bauteile von Mittelspannungsleitungen konstruktiv so auszuführen, dass Vögel gegen Stromschlag geschützt sind. An bestehenden Masten und technischen Bauteilen von Mittelspannungsleitungen mit hoher Gefährdung von Vögeln sind bis zum 31. Dezember 2012 die notwendigen Maßnahmen zur Sicherung gegen Stromschlag durchzuführen. Satz 2 gilt nicht für die Oberleitungsanlagen von Eisenbahnen. weiter »

Deutscher Naturschutztag in Erfurt 2012: Energiewendehälse?

Wendehals, Foto (C): Rosl Rößner, www.birdpictures.de

Morgen, am 17. Sept. 2012, beginnt der 31. Deutsche Naturschutztag (DNT) in Erfurt. Das Leitthema heißt „Neue Energien – neue Herausforderungen, Naturschutz in Zeiten der Energiewende“. Einer der Veranstalter ist der „Deutsche Naturschutzring“ (DNR), der sich als „Dachverband der im Natur-, Tier- und Umweltschutz tätigen Verbände in Deutschland“ bezeichnet. Die „großen“ Naturschutzverbände wie BUND oder NABU haben sich in der Vergangenheit wenig kritisch zum Zubau der Republik mit Windkraftanlagen, derzeit ca. 23.000, befasst. Im Gegenteil: NABU und BUND sind auch Ökostrom-Vermittler und verdienen daran. weiter »

Die staatlichen Vogelschützer und die Windenergie: politischer Anpassungsdruck

Windkraftanlagen an Limikolenrastplätzen

Die Windenergie und der Vogelschutz vertragen sich nicht, vor allem bei bestimmten Arten, die durch Scheucheffekte weiträumig vertrieben werden oder durch Anflug oder mit zerfetzten inneren Organen durch das Barotrauma zu Tode kommen. Umso mehr sind fachliche Beurteilungen von Abstandsregelungen zu Vogellebensräumen wichtig, auch vor Gericht. Die Länder-Arbeitsgemeinschaft der (staatlichen) Vogelschutzwarten hat dazu bereits 2007 als Empfehlung Abstandsregelungen für bestimmte Arten und Flächen festgelegt, die bemerkenswerter Weise nun wieder geändert wurden, zum Nachteil von vielen Greifvogelarten im Allgemeinen und Milanen, Weihen, Schwarzstörchen (Windenergie im Wald!) und Uhus im Speziellen. Die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE) hat sich dieser Merkwürdigkeiten angenommen. Mit freundlicher Genehmigung der Eulenfreunde übernehmen wird deren Beitrag hier ungekürzt. Nur die Bilder sind von Eilert Voß/Wattenrat. weiter »

Schöpfung oder Wertschöpfung? Artenschutz im „Weltnaturerbe“ Wattenmeer, oder „Das Ende vom Lied“

Strand ohne Strandbrüter: Borkum

Bisher war es ja eigentlich nur der Wattenrat Ostfriesland, der punktgenau die Missstände in diesem „Nationalpark“ Wattenmeer und „Weltnaturerbe“ aufspießte und das UNESCO-Welt(w)erbe-Etikett als bloßes Marketinginstrument der Fremdenverkehrsindustrie bezeichnete. Umso mehr freut es uns, dass nun die renommierte Zeitschrift „Nationalpark“ einen Beitrag veröffentlichte, der genau diese Diskrepanz zwischen hehrem Anspruch und der traurigen Wirklichkeit beleuchtet. weiter »

Deutscher Naturschutztag 2012: Lebenslüge Ökoenergie

Kathedralen des Glaubens: Arle/Ostfriesland, LK Aurich

Den nachfolgenden Beitrag haben wir ungekürzt von der Gesellschaft zu Erhaltung der Eulen e.V. (EGE) übernommen, mit deren freundlicher Genehmigung. Nur das Titelfoto ist vom Wattenrat.

Das Dutzend ist voll – September 2012

Die Strompreise werden steigen. Das ist sicher. Die Ökostromindustrie hat es dank tatkräftiger Unterstützung von Medien und Umweltverbänden vermocht, der Gewinnung von Strom aus Wind, Biomasse, Wasser und Sonne ein sauberes Image zu verschaffen wie dies Jahrzehnte zuvor nur der Atomenergie gelungen war. Dabei hat jede Form der Energieerzeugung ihren Preis, der sich allerdings für die meisten Stromkunden auf einen Rechnungsbetrag beschränkt. Natur und Landschaft zahlen hingegen einen Preis, den im Fall des vermeintlich sauberen Stroms aus regenerativen Quellen Politik, Medien und Öffentlichkeit nicht auf der Rechnung haben. weiter »

Prof. Weiger (BUND): verloren im Dickkicht der Fakten – eine misslungene Rechtfertigung zum Austritt von Enoch zu Guttenberg

Energiewende oder Naturschutzwende?

Am 12. Mai berichteten wir über den Austritt von Enoch zu Guttenberg aus dem BUND, den er mit gegründet hatte. Anlass war seine Kritik an der Windkraftpolitik des Naturschutzverbandes. Zu Guttenberg begründete seinen Austritt u.a. mit diesen Worten:

“Den letzten Anstoß für meinen Entschluss mich vom BUND endgültig zu trennen, ist der bis heute, trotz aller Recherchen, nicht ausgeräumte Verdacht der Käuflichkeit unserer einmal uns alle einigenden Philosophie. Die Zurücknahme der Klage gegen den Windpark Nordergründe zum Preis von 800.000 € an eine dem BUND nahe stehende Stiftung und der Klageverzicht Ausbau Ems für nicht weniger als 9 Mio. € im gleichen Modell erschrecken mich zutiefst, trotz aller Versuche der zuständigen BUND-Verantwortlichen den jeweiligen Deal zu begründen. Die offensichtlichen Geschäfte mit der Windenergie halte ich erst recht nicht für vertretbar.”

Der BUND in Person seines Vorsitzenden Prof. Hubert Weiger reagierte mit Halb- oder Unwahrheiten, oder vielleicht nur aus reiner Unkenntnis auf diesen spektakulären Austritt des profilierten Naturschützers zu Guttenberg. weiter »