Veröffentlichung: „Zum Einfluss von Kitesurfern auf Wasser- und Watvögel – eine Übersicht“

Kitespot Sahlenburg/Cuxhaven, Zwischenzone des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, Foto (C): Eilert Voß/Wattenrat Ostfriesland

Kitespot Sahlenburg/Cuxhaven, Zwischenzone des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, Foto (C): Eilert Voß/Wattenrat Ostfriesland

Heft 1/2016 des „Informationsdienstes Naturschutz Niedersachsen“, herausgegeben vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), erschien mit dem Titel „Zum Einfluss von Kitesurfern auf Wasser- und Watvögel – eine Übersicht“. Der Autor ist Thorsten Krüger, Mitarbeiter der Staatlichen Vogelschutzwarte im NLWKN. Das Heft enthält eine umfangreiche Literaturliste zu anthropogenen Störungen und deren Auswirkungen auf  Vögel. Dazu kommen Einzeluntersuchungen an bestimmten Küstenstandorten, auch im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, zu Störungen durch Kitesurfer von verschiedenen Autoren. Überwiegend kommen die Untersuchungen, wenn auch z.T. vorsichtig formuliert, zum Ergebnis, dass das Kitesurfen für bestimmte Arten zu erheblichen Störungen führt. weiter »

NABU zu Windenergiegutachten: „Gefälligkeitsplanungen in nie dagewesenem Umfang“

Windpark Wybelsumer Polder bei Emden, Blick vom Dollart, "Weltnaturerbe Wattenmeer"

Der NABU S-H macht aufmerksam auf Zitat „Gefälligkeitsplanungen in nie dagewesenem Umfang im Zusammenhang mit dem fortschreitenden Ausbau der Windenergienutzung“ in Bezug auf die naturschutzfachlichen Datenerhebungen für Windenergieprojekte. Veröffentlicht wurde der Beitrag im „europaticker/Magazin Umweltruf“ am 19. Nov. 2014 (s.u.). Der NABU spricht in diesem Falle für das Bundesland Schleswig-Holstein, das über eine enorm hohe Dichte von Windkraftanlagen verfügt. Es ist also nicht auszuschließen, dass auch in anderen Bundesländern ähnlich begutachtet wird. Bei so viel Fachgutachten, die von den Projektierern oder Investoren der Windenergievorhaben in Auftrag gegeben und bezahlt werden und die nicht selten zu Unbedenklichkeitsergebnissen bei Standortplanungen für z.B. betroffenen Fledermäuse und Vogelarten kommen, dürfte es eigentlich nicht zu den bekannten massenhaften Tötung von Fledermäusen oder Vögeln an Windenergiestandorten kommen  (siehe auch „Fledermäuse und Windkraftanlagen: Sterben für den Klimaschutz“, Wattenrat, 05. April 2013). weiter »

Offshore-Windpark „Butendiek“: zweimal NABU

Feuerschiff Amrumbank vor dem Windpark Wybelsumer Polder an der Ems/NDS, EU-Vogelschutzgebiet

 Der NABU will weiter gegen den Offshorewindpark Butendiek vor Sylt in Schleswig-Holstein vorgehen, meldete der Landesdienst Nord der Nachrichtenagentur dpa mit Berufung auf den „Spiegel“ Anfang Februar 2014. Das Bemerkenswerte an der Offshore-Planung von „Butendiek“, die vom NABU-Bundesverband schon längere Zeit bemängelt wird: Der Gutachter für „Butendiek“ war die Bio-Consult SH mit dem Geschäftsführer Dr. Georg Nehls, der damals auch der stellvertretende Vorsitzende des NABU-SH war. weiter »

Schutzzonen für Kitesurfer: Rechtsbeugung im „Weltnaturerbe“ Wattenmeer

Kitespot Upleward/LK Aurich: fliehende Pfeifenten, 03. Okt. 2009

Ein Kommentar von Manfred Knake zu den Genehmigungen von Kitesurfflächen in den Schutzzonen des Nationalparks durch die Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven:

So steht es auf der WebSeite der Nationalparkverwaltung:

Weitere Regelungen

Kitesurfer üben durch ihre Zugdrachen eine besondere Störwirkung auf Brut- und Rastvögel aus. Die Vögel nehmen die Drachen, die sich am Himmel bewegen, als Greifvögel wahr und ergreifen die Flucht. Deshalb ist das Kitesurfen – wie alle Drachensportarten – in der Ruhe- und Zwischenzone des Nationalparks grundsätzlich verboten. Erkundigen Sie sich bei den Gemeinden nach speziell zugelassenen Kitesurf-Flächen.“

Nun ist alles anders; es gibt auf einmal, gutachterlich festgestellt, keine negativen Auswirkungen durch Kiter mehr:

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Ems-Kanal: WWF, BUND und NABU wollen eigenes Gutachten und neues Geld verbrennen

Unverdrossen basteln die Umweltverbände BUND und NABU sowie die Stiftung WWF weiter an ihrem irrwitzigen Emskanalprojekt parallel zur Ems, und wollen dafür weitere hundertausende Euro allein für ein Gutachten verbrennen. Erst wollten die Verbände gegen den „Sommerstau“ der Ems für die Riesenschiffe der Meyer Werft klagen, dann zogen sie die Klage zurück und unterzeichneten mit Werft-Chef-Meyer einen „Generationenvertrag“ für 30 Jahre Sommerstau (mit garantiertem Ertrinkungstod von Jungvögeln im EU-Vogelschutzgebiet) und gebaren dann die  Kanalidee. Nun soll damit die Ems, die seit Jahren für die Meyer Werft in Papenburg durch ständige Baggerungen für riesige Kreuzfahrtschiffe missbraucht wird, renaturiert werden.

Meyer-Kreuzfahrtschiff auf der Ems (2007)

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