Neubau der Friesenbrücke in Weener: mehr Platz für die Meyer-Schiffe

Zerstörte Friesenbrücke über die Ems bei Weener, Dez. 2015, Foto (C): Eilert Voß

Die im Dezember 2015 bei einem merkwürdigen und ungewöhnlichen Schiffsunfall zerstörte Friesenbrücke über die Ems bei Weener/LK Leer wird wieder aufgebaut, und nun sogar passend für die riesigen Musikdampfer der Papenburger Meyer Werft auf dem zu kleinen Fluss gemacht. Aber erst im Herbst 2024 soll die neue Brücke fertig sein! Die Verfahren gegen den Lotsen und den Kapitän des ebenfalls in Papenburg bereederten Havaristen „Emsmoon“, der die Brücke zerstörte, wurden eingestellt. Das Schiff wurde nur leicht beschädigt.

Für die riesigen Kreuzfahrtschiffsneubauten der Meyer Werft stellte diese Brücke bisher das letzte Nadelöhr auf dem schmalen Fluss dar. Bei jeder Überführung musste das Mittelteil aufwändig mit einem Schwimmkran herausgehoben werden. Die Havarie hat sich also für die Meyer Werft durchaus als nützlich erwiesen…

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Ems: Schiff zerstört Industriedenkmal „Friesenbrücke“ bei Weener

Wattenrat-Mitarbeiter Walter Bünker an der zerstörten Friesenbrücke, Foto (C): Eilert Voss

Wattenrat-Mitarbeiter Walter Bünker aus Weener an der zerstörten Friesenbrücke, Foto (C): Eilert Voss

Am Abend des 03. Dezember kollidierte auf der Ems der 112 Meter lange Frachter „Emsmoon“, von Papenburg kommend, mit der geschlossenen „Friesenbrücke“ bei Weener im Landkreis Leer. Die Brücke wurde dabei irreparabel zerstört. Verletzt wurde niemand. Der Frachter, bereedert von  der Grona Shipping, Papenburg, und unter der Flagge von Antigua und Barbuda registriert (Büro Oldenburg, Department of Marine Services and Merchant Shipping Antigua and Barbuda W.I.), wurde nach Papenburg zurückgeschleppt. Die Friesenbrücke ist ein Industriedenkmal. Das Vorgängerbauwerk mit einer Drehbrücke aus dem 19. Jahrhundert wurde von 1924 bis 1926 durch einen Neubau mit einer Rollklappbrücke über der Schifffahrtsöffnung ersetzt. 1945, in den letzten Kriegstagen, wurde die Brücke zerstört und dann wieder aufgebaut. weiter »

Sturmtief „Iwan“ macht Mühlenschrott

Havarierte Tacke-TW 600

Havarierte Tacke-TW 600, Foto (C): Manfred Knake

Sturmtief „Iwan“ fegte in der Nacht zum 19. November 2015 eigentlich gar nicht so schrecklich über die niedersächsische Nordseeküste, aber er blies dieser 20 Jahre alten Tacke-TW-600 im Windpark Utgast/Gemeinde Holtgast/NDS das Lebenslicht aus, zwei Rotorflügel brachen ab. Die Flügeltrümmer wurden ca. 200 Meter weit weggeschleudert. Entgegen anderslautenden Meldungen brannte die Anlage nicht ab, so eine Polizeiauskunft. Unter dem Generatorgehäuse sind alte Ölspuren aus dem Getriebe zu sehen. weiter »

BSH: Windkraftbaustellen auf See gefährlich für Schifffahrt

Emden: Offshore-Windkraftfundamente im Bau

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg meldet Bedenken gegen die Windpark-Baustellen in der Nordsee an, „halbfertige Windräder bedrohen die Nordseeschifffahrt“ ließ die Bundesbehörde verlauten. Das BSH ist die Genehmigungsbehörde für die Offshore-Wind“parks“ in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ). Die Bedenken der Behörde sind zweifellos begründet, aber äußerst kurzsichtig und nicht gerade von Logik geprägt:

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Tankerhavarie „Katja“ im Wattenmeer: gerade noch mal gutgegangen

Quelle: Ostfriesen Zeitung, 15. August 2012

In der Nacht zum 14. August 2012 lief der unter der Flagge der Bahamas registrierte Tanker „Katja“ im niedersächsischen Wattenmeer bei der kleinen Insel „Minsener Ooog“ bei Wangerooge auf Grund. An Bord des modernen 232m langen Doppelrumpf-Tankers befanden sich fast 90.000t Rohöl. Es gelang, den Tanker bei ruhiger See mit Schleppern freizubekommen, Öl ist nicht ausgelaufen. Vermutlich hat ein Lotsenfehler zur Havarie geführt, gegen Kapitän und Lotsen wurde ein Verfahren eingeleitet. Vor der ostfriesischen Küste im sog. Verkehrstrennungsgebiet ziehen jedes Jahr mehr als 100.000 Schiffe vorbei, darunter viele Tanker. weiter »

Borkum: Skip up Strand, „Nordland I“ havariert

Gestrandete "Nordland I" vor Loreley/Borkum

Anfang Februar 2011 havarierte das 42 m lange Seeschiff “Nordland I” nach starken auflandigen Winden am Südstrand von Borkum, kam nicht mehr frei  und wurde mit den nachfolgenden Hochwassern vor die Strandpromenade gespült. Die Ironie: Das Schiff hatte ausgerechnet Baustoffe für die Sanierung der Strandpromenade geladen! Inzwischen wurden die Betriebsstoffe vom Schiff entfernt und die Ladung gelöscht.

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