Windenergie: BUND-Klage gegen Freiherr zu Guttenberg zurückgezogen

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Wo Naturschutz draufsteht, muss kein Naturschutz drin sein. Auch mit Windenergie kann man Havarien erleiden. Foto (C): Manfred Knake

Am 05. August 2015 sendete das ARD-Magazin „plusminus“ einen kritischen Beitrag zur Verflechtung des Umweltverbandes Bund Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mit der Windenergiewirtschaft, in dem u.a. auch BUND-Mitbegründer Freiherr Enoch zu Guttenberg interviewt wurde. In der Sendung dabei waren u.a. Harry Neumann, ehemaliger Vorsitzender des BUND Rheinland-Pfalz und Manfred Knake vom Wattenrat Ostfriesland. Zu Guttenberg und Neumann sind inzwischen aus dem BUND ausgetreten. Knake hat den BUND schon vor zwanzig Jahren verlassen. Das war nach einer Landesdelegiertenversammlung in Delmenhorst, wo der mit wechselnden Etiketten auftretende damalige energiepolitische Sprecher des BUND und gleichzeitiger Leiter der Niedersächsischen Energieagentur Stephan Kohler (später Leiter der Deutschen Energieagentur, ab 2015 Vorsitzender im GETEC-Fachbeirat. GETEC ist ein Energiedienstleister mit Schwerpunkt „Erneuerbare Energie“) Knakes kritische Wortbeiträge zur Windenergienutzung mit den absehbaren Auswirkungen auf Mensch, Natur und Landschaft zu unterbinden versuchte.

Der BUND-Bundesvorsitzende Prof. Hubert Weiger kündigte nach der plusminus-Sendung eine Klage gegen zu Guttenberg wegen seiner Äußerungen der engen Verflechtung des BUND mit der Windenergiewirtschaft und der damit verbundenen unzureichenden Verfolgung von Naturschutzinteressen an. weiter »

BUND-Spitzen im Dornumer Sommerloch: Ausgerechnet Dornum will Biosphärenreservat-Gemeinde des Nationalparks werden

Werbe-Seezeichen am Ortseingang von Dornumersiel- Bedeutung: allgemeine Gefahrenstelle, östlich umfahren

Politiker tun es, und Naturschutzverbandsfunktionäre tun es inzwischen auch: das pressebegleitete Reisen durch das Sommerloch. In diesem Falle bereisten BUND-Spitzenfunktionäre die ostfriesische Küste und gaben so allerlei von sich.

Nachfolgend (ganz unten) also die kostenlose Sommerloch-PR für den BUND und das BUND-Nationalparkhaus Dornumersiel/LK Aurich, eine unglaubliche Nebeltopf-Nummer. Ein Schwerpunkt der neuen Ausstellung im Haus sind die „erneuerbaren“ Energien an der Küste, auf Grundschulniveau. Der Umbau des Nationalparkhauses wurde mit erheblichen Mitteln auch aus der Statoil-Wattenmeerstiftung finanziert. 1994 und 1995 gehörte der BUND noch zu den stärksten Kritikern der Statoil-Erdgasleitung „Europipe“ durch den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, heute erhält der BUND Fördermittel aus der Wattenmeerstiftung. Der niedersächsische BUND-Landesgeschäftsführer und Multifunktionär Bodenstein-Dresler ist auch Mitglied im Beirat der Stiftung, die vom niedersächsischen Umweltministerium verwaltet wird, er arbeitet also sehr regierungsnah. weiter »