Wattenmeer-Windpark „Nordergründe“ am Nationalpark Wattenmeer wird von Senvion gebaut, Anlagen mehr als 200 Meter hoch

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Windkraftanlagen in Vogelzuggebieten sind eigentlich nicht genehmigungsfähig, es sei denn, man schreibt die Gutachten „schön“. Bei unsichtigem Wetter verunglücken viele Vögel an Windkraftanlagen. Hier: Nonnengänse an der Ems, Wybelsumer Polder am Dollart, EU-Vogelschutzgebiet. Foto (C): Eilert Voß

Nun wird es ernst im niedersächsischen Wattenmeer: Der Bremer Projektierer „Energiekontor“ verkaufte das Projekt des geplanten Windparks „Nordergründe“ im Wattenmeer der Außenweser zwischen Wangerooge und Cuxhaven bereits 2013 an den Bremer Projektentwickler wpd. Käuferin ist eine Tochtergesellschaft der wpd Offshore GmbH. Der Vertrag über die Windturbinen wurde im Februar 2015 unterzeichnet.

Der Windpark soll nur ca. 570 Meter von den Grenzen des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer (Weltnaturerbe, EU-Vogelschutzgebiet,Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung, Biosphärenreservat) mit 18 Anlagen des Herstellers Senvion, über 200 Meter hoch, errichtet werden, genau in der Flugroute von abertausenden durchziehenden Vögeln. Das Land Niedersachsen hat diese Planungen als Near-Shore-Windpark stets unterstützt.

Das Landesraumordungsprogramm wurde für den Windkraftstandort „Nordergründe“ und die Netzanbindung innerhalb der 12-Seemeilenzone 2006 ergänzt: weiter »

NABU-Hessen: windiger „Kompromiss“ im EU-Vogelschutzgebiet, Geschäftsmodell „Klageverzicht gegen Bares“

NABU: windige Geschäfte für die "Energiewende" und gegen den Artenschutz

Das Geschäftsmodell einiger sog. „Naturschutzverbände“ mit dem Namen „Klageverzicht gegen Bares“ funktioniert mal wieder vorzüglich: Der NABU-Hessen hatte vor dem Verwaltungsgerichtshof Hessen gegen die Inbetriebnahme von Windkraftanlagen in einem EU-Vogelschutzgebiet bereits weitgehend Recht bekommen (Anlage .pdf: VGH Hessen_NABU_Wind). Wegen der Einhaltung des Artenschutzes musste der Betrieb von 5 WKA eingestellt werden. Nun ist wieder alles anders: Die Windkraftbetreiber boten dem NABU eine Zahlung von 500.000 € für einen „Fond“an, gegen einen Klageverzicht. Diesen Deal nennt man dreist einen „Kompromiss“ für den Artenschutz (siehe Presseerklärung des NABU Hessen vom 03. Dezember 2012 ganz unten). Jetzt dürfen die Anlagen weiterlaufen, im EU-Vogelschutzgebiet „Vogelsberg“, für die „Energiewende“, und die Windkraftbetreiber werden zu Artenschützern! weiter »

Ems-Kanal: BUND, NABU und WWF rücken von eigener „Schnapsidee“ ab

01. Dez. 2009, Zollhaus in Leer: Verbandsfunktionäre sorgen für Unmut in Ostfriesland bei der Rechtfertigung ihres "Ems-Kanals"

Nun sind BUND, NABU und WWF endlich von der Idee des „Ems-Kanals“(.pdf_Projektmerkmale und Ziele des Emskanal_28082009) abgerückt, die sie Ende 2008 selbst mit Unterstützung des damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Wulff, CDU (heute Bundespräsident)  geboren hatten, abgerückt mit Hilfe eines Gutachtens, mit dem wieder viel öffentliches Geld verbrannt wurde. Der Kanal sollte die Ems entlasten und der Meyer Werft die Überführung noch größerer Kreuzfahrtschiffe ermöglichen. Welch´ späte und teure Erkenntnis! Nach Auffassung des Wattenrates und vieler Aktivisten der Region gehört eine Werft, die riesige Luxusliner im Binnenland baut, an die Küste, und nicht nach Papenburg. Noch im April 2011 waren die Verbändespitzen in Leer auf einem Workshop nicht bereit, die Verlegung der Meyer Werft an die Küste überhaupt zu diskutieren.

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NDR-Bericht zum Tauschhandel der Naturschutzverbände: BUND und NABU reagieren

Moderner Verbändenaturschutz?

Nach den skandalösen Enthüllungen durch den WDR/SWR-Fernsehfilm über die Kungeleien des World Wide Fund for Nature (WWF) mit der Industrie „Der Pakt mit dem Panda“  zeigte nun der NDR Beispiele für finanzielle Tauschgeschäfte von BUND und NABU bei Industrieprojekten, in denen über Klageverzicht bei Großprojekten gegen Bares für Stiftungen  berichtet wurde (dieser für den WWF sehr unangenehme Film wurde mehrfach wieder aus dem Netz genommen, lässt sich aber auch immer wieder unter neuen URLs finden) . Genau wie damals der WWF wiesen nun auch BUND und NABU die vom NDR erhobenen Vorwürfe zurück. Mit fragwürdigen Argumenten.

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NDR-Fernsehen: Bericht über „Tauschgeschäfte“ bei Naturschutzverbänden, Klageverzicht gegen Bares

Klageverzicht gegen Bares: Naturschutzverbände auf Abwegen

Am 14. August 2011 trafen sich ein NDR-Fernsehteam und Reiner Schopf sowie Manfred Knake vom Wattenrat am Richtenberg See im Landkreis Nordvorpommern, um Aufnahmen und Interviews für einen Beitrag in der Sendung „Menschen und Schlagzeilen“ zu machen. Richtenberg deshalb, weil Reiner Schopf  in der Nähe seinen Ruhesitz nach mehr als 30 Jahren als Inselvogt auf der Vogelinsel Memmert hat. Der Inhalt dieses Beitrages beschäftigte sich mit den „Tauschgeschäften“ der Umweltverbände BUND oder NABU: Abkaufen von Klagen gegen Industrieprojekte gegen Bares für Umweltstiftungen, das dann erst das Projekt sicher und ohne juristische Hemmnisse durchführbar macht. Das ist inzwischen die gängige fragwürdige Praxis. Darüber wurde am Beispiel des Wattenmeer-Wind“parks“ Nordergründe bei Wangerooge schon ausführlich auf den Wattenrat-Seiten berichtet: BUND fällt schon wieder um: Klageverzicht und Vergleich bei Wattenmeerwindpark “Nordergründe”. Schämt Euch!

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BUND fällt schon wieder um: Klageverzicht und Vergleich bei Wattenmeerwindpark „Nordergründe“. Schämt Euch!

Nonnengänse am Wind"park" Wybelsumer Polder/Emden: erhebliches Kollisionsrisiko bei Nebel, Dunkelheit und Starkwind

 

„Auch nach 50 Jahren Verbandsgeschichte steht fest: Der BUND mischt sich ein, er ist Anwalt der Natur!“

Ein Kommentar von Manfred Knake

Vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND)  nichts Neues: Schon wieder umgefallen gegen Bares! Der Wattenrat kennt seine Pappenheimer, wir hatten das Gekungel gegen Geld bereits in unserem Beitrag vom 18. September 2010 vorausgesagt. Der BUND, der mit Hilfe des WWF gegen den Nearshore-Wind“park“-Standort „Nordergründe“ im Wattenmeer zwischen Cuxhaven und Wangerooge beim Verwaltungsgericht Oldenburg Klage eingereicht hatte, zog die Klage nach jahrelanger politischer Massage nun zurück. Im Watt, exakt 560 m entfernt vom Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer können nun 18  ca. 183 m hohe Windkraftanlagen der Herstellerfirma „Repower“ mitten in einem Seevogellebensraum gebaut werden. Die betroffenen Vogelarten unterscheiden nicht zwischen politisch ausgehandelten Nationalpark- oder Weltnaturerbegrenzen und dem großräumigen Lebensraum Wattenmeer. Das Kollisionrisiko für Vögel ist gerade bei Nebel und Dunkelheit erheblich. Und schlimmer noch: Falls ein Tanker mit Ruderschaden in das Windturbinenfeld geraten sollte, könnte das für die Küste eine Ölpest bedeuten. Das alles ist dem BUND (und dem WWF) bekannt. Der BUND als  „Freunde der Erde“  setzt sich nun über seine früheren Bedenken hinweg macht den Weg frei, zu einem renditemotivierten erheblichen Eingriff in das Wattenmeer. weiter »