Wie kommt die künstliche Fahrrinne in das Juister Watt? „Bürger fragen, Behörden antworten nicht“

Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, Zwischenzone im „Weltnaturerbe“, EU-Vogelschutz- und FFH-Gebiet: Zwischen den beiden gelben Markierungen verläuft eine schnurgerade Linie, aus 18km Höhe gut zu erkennen. Das sagt etwas über die Dimension dieses Eingriffs aus: Es  ist eine künstliche Fahrrinne, die wie ein Kanal zwei natürliche Fahrwasser im Watt verbindet und die Fahrtzeiten verkürzt. Wie kommt diese Fahrrinne ins Watt? Foto (C): Google Earth, Markierung durch den Wattenrat Ostfriesland

Bei Google Earth ist sie deutlich zu sehen: Wie mit dem Lineal gezogen zieht sich eine gerade Linie durch das Wattenmeer und „Weltnaturerbe“ hinter der Nordseeinsel Juist, aus 18 Kilometer Höhe gut zu erkennen, ca. 3 Kilometer lang, Aufnahmedatum 25. September 2016.

Das sagt etwas über die tatsächlichen Ausmaße aus. Der Wattenrat erhielt Hinweise von der Insel, dass diese Linie eine künstlich geschaffene Fahrrinne in der Zwischenzone des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer sei (nicht wie ursprünglich angenommen in der Ruhezone!). Das Wattenmeer ist zudem FFH-Gebiet und EU-Vogelschutzgebiet und unterliegt daher dem europäischen Schutzregime „Natura-2000“. Hier gilt ein Verschlechterungsgebot.

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