Umweltminister Wenzel: misslungene Namenstilgung „Staatliche Vogelschutzwarte“

Stefan Wenzel (Bündnis 90/ Die Grünen), Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Foto: Martina Nolte, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de

Die Staatlichen Vogelschutzwarten der Länder (nicht zu verwechseln mit der wissenschaftlichen Institution „Vogelwarte Helgoland“ in Wilhelmshaven) als weisungsgebundene nachgeordnete Behörden der Landesumweltministerien stehen unter starkem politischem Druck, weil sie z.B. fachlich begründete Abstandsempfehlungen zu Windkraftanlagen formulierten, die der Politik und der Windenergiewirtschaft ein Dorn sowohl im ideologischen als auch im geschäftlichen Auge sind. In Niedersachsen ist die Staatliche Vogelschutzwarte im Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) als Aufgabenbereich 7.1 integriert. weiter »

Windenergie: politischer Druck auf die staatlichen Vogelschutzwarten

Toter Uhu vor dem Windpark Düren/NRW

Fachlicher Natur- und Vogelschutz jenseits von Meisenknödeln und Nistkästen kann Windkraftanlagen verhindern. Das hat sich auch in der Politik und der damit eng verbandelten Windenergiewirtschaft herumgesprochen. Die Fachleute des staatlichen Vogelschutzes sitzen in den Vogelschutzwarten der Bundesländer, nicht zu verwechseln mit den staatlichen Vogelwarten Helgoland oder Radolfzell. Diese Fachleute kommen wegen ihrer Aussagen zu den Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Vogelarten und deren Lebensräume unter politischen Druck, wie die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V (EGE) in einer aktuellen Veröffentlichung dargestellt hat. Naturschutz ist ein wesentliches Genehmigungshemmnis für den weiteren Ausbau der Windenergie im Lande. Naturschutzverbände, die eigentlich Anwälte der Natur sein sollten, machen dagegen oft gemeinsame Sache mit der Politik und der starken Windkraftlobby. Wir veröffentlichen den nachfolgenden Beitrag der Eulenfreunde mit deren freundlicher Genehmigung. weiter »

NABU und BUND als Propagandisten der Windenergie gegen den Vogelschutz

Rechtes Emsufer (Dollart): Wind"park" im faktischen Vogelschutzgebiet an der Ems

Der „mitgliederstärkste“ Naturschutzverband NABU ist an Beliebigkeit kaum noch zu überbieten. Während sich lokale und regionale Naturschützer vehement gegen den weiteren Ausbau der Windkraft und die Industriealisierung ehemals unbebauter Kulturlandschaften wenden, während eine große Zahl von direkt betroffenen Bürgerinnen und Bürgern in zahlreichen Initiativen als Anwohner von lärmenden Windparks gerade in Brandenburg Front machen gegen den völlig überzogenen Ausbau der Windkraft, die nur für die Betreiber und die Kommunen über die Gewerbesteuer lukrativ ist, während sich die „Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten“ für größere Abstände zu Vogelbrut- und Rastgebieten ausspricht, macht sich z.B. der NABU-Brandenburg zusammen mit dem BUND gemein mit den Nutzerinteressen. Der NABU Niedersachsen zieht nach und macht sich ebenfalls zum Windkraft-Propagandisten mit Sowohl-als-auch-Rhetorik.

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