 Rushhour im Rheiderland: morgendlicher Einflug überwinternder Gänse aus dem Dollart
Über die unglaublichen Jagdszenen im Nebel und der Dunkelheit im EU-Vogelschutz- und Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ an der Ems bei Emden haben wir ausführlich berichtet. Die Jagdzeit auf Gänse (die zahlreich vorkommenden Bläss- oder auch Saatgänse dürfen wegen des Vogelschutzgebietes ohnehin nicht geschossen werden, Nonnengänse haben keine Jagdzeit) ist nun eigentlich ab dem 16. Januar vorbei, eigentlich. Im Rheiderland westlich der Ems im Landkreis Leer wird unüberhörbar weitergeschossen, auch mit schneller Schussfolge mit mehr als den erlaubten drei Patronen in halbautomatischen Waffen. Die Schüsse wurden gerade beim morgendlichen Gänseeinflug gehört. Wie dem Wattenrat berichtet wurde, stehen Bauern versteckt in der Deckung ihrer Höfe und schießen in Gänsepulks, ein eindeutiger Jagd- und Jagdzeitenverstoß.
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 Landrat Bramlage (SPD), Landkreis Leer, Foto: Voß
Presseinfo:
Umwelt/Naturschutz/Ems/Meyer Werft/Schiffsüberführung/Feuerwerk im Naturschutzgebiet
Meyer-Schiff „Disney Dream“: Feuerwerk auf der Ems im Naturschutzgebiet
Untätigkeit des Landkreises Leer
Wattenrat erwägt Strafanzeige gegen Landrat Bramlage (SPD) wegen Rechtsbeugung
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 Eingepferchte flugunfähige Stockenten sollen Wasservögel anlocken
Vor drei Tagen berichteten wir von der skandalösen Lockentenjagd mit kupierten Enten an der Ems. Der “Wecker” hat mit einem zweiten Artikel zur Entenjagd mit den verstümmelten Vögeln nachgelegt. Aus München meldete sich ein Jäger und Tierfotograf mit einem geharnischten Leserbrief an die Gänsewacht, den wir hier auch abdrucken (ganz unten). In anderen Zeitungen der Region wurde über diesen Skandal nicht berichtet. weiter »
 Verbotene Lockentenjagd mit verstümmelten Enten
Im Vorlandbereich der Ems wird seit Jahrzehnten stark auf Enten und Gänse gejagt, die hier auf ihrem Zug rasten und sich Fett für ihre weiten Luftreisen anfressen. Dabei sind die Jäger nicht zimperlich: Sogar im Nebel und Schneetreiben wird auf die Tiere geschossen, also auch dann, wenn man die Arten gar nicht unterscheiden kann. Eine besondere Form der Jagd im Wattenmeer stellte die Pooljagd dar, bei der der Jäger in einem holzverschalten Loch oder in einer Tonne hockte, vor sich flugunfähige Lockenten angebunden hatte und dann auf Beute vor der Flinte wartete. Im Wattenmeer ist die Wattenjagd seit fast 25 Jahren durch die Einrichtung des Nationalparks verboten, an der Ems wird allerdings weiter auf Zugvögel geballert.
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Aus Ostfriesland nichts Neues: Die Staatsanwaltschaft Aurich stellte mal wieder ein Verfahren gegen Verstöße gegen Umwelt- und Naturschutzauflagen ein, das erleben wir seit Jahren. Ein Skandal ist es trotzdem. Am 03. Mai 2010 berichteten wir über einen Landwirt, der im Vorlandbereich der Ems, Naturschutzgebiet und EU-Vogelschutzgebiet, große Mengen Gülle ausbrachte, in unmittelbarer Gewässernähe.

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Am 17. April 2010 berichteten wir über “zu viel Nitrat im Fluss” und über einen Landwirt, der entgegen der “guten fachlichen Praxis” und die Düngeverordnung direkt am Emsufer Gülle ausbrachte, die wenig später bei einem Emshochwasser in den Fluss gespült wurde.
 Ems bei Rohrichum: Begüllung des Außendeichbereiches
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