Nationalparkwacht auf Norderney: Halbwahres von der Nationalparkverwaltung

Einer von abertausenden: Radler an den Salzwiesen von Norderney

„Nationalpark-Wacht Norderney ist gut aufgestellt 12 Haupt- und Ehrenamtliche behüten die Natur und ihre Besucher“, meldet die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer: Klingt gut, ist aber nur halbwahr, verbunden mit einer Absichtserklärung: „Unser Ziel bleibt es, die Zahl der hauptamtlichen Ranger zu erhöhen, also die entsprechenden Stellenzuweisungen beim Land Niedersachsen zu erwirken“, sagte Nationalpark-Leiter Peter Südbeck. Fakt ist jedoch, dass es immer noch lediglich sechs hauptamtliche Nationalparkwarte, die gleichzeitig auch als Dünenwärter arbeiten, im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer auf 3.500 qkm Fläche gibt, alle ohne Kompetenzen, Boote oder Fahrzeuge. weiter »

Ehrenamtliche Landschaftswarte werden Nationalparkwarte

Die ehrenamtliche Landschaftswacht der Landkreise Friesland und Aurich hat umfirmiert: Die Landschaftswarte wurden Nationalparkwarte der Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven und sollen die sechs hauptamtlichen Nationalparkwarte unterstützen. Im Landkreis Friesland fand die Umgliederung der Kreis-Landschaftswacht bereits 2012 statt, die ehrenamtlichen Nationalparkwächter sind dort fast alle über siebzig Jahre alt. Im Landkreis Wittmund wurde die Landschaftswacht schon vor Jahren ersatzlos aufgelöst. Im Landkreis Aurich fand die Übernahme der Ehrenamtlichen jetzt, Ende Januar 2014, während einer kleinen Feierstunde in Norddeich statt. Viele dieser neuen Nationalparkwarte der Nationalparkverwaltung sind schon seit Jahrzehnten als Landschaftswarte im Landkreis Aurich unterwegs gewesen, die Altersstruktur ist entsprechend. Auch bei den Nationalparkwarten im Landkreis Aurich sind viele um die siebzig Jahre alt oder älter. weiter »

Der niedersächsische Umweltminister und der Nationalpark Wattenmeer: „Wenzel, in die Ecke!“

Der nachfolgende Beitrag erschien zuerst in der Zeitschrift „Waterkant“, Ausgabe 4/2013  und bei http://filapper.de/. Der Autor ist Onno K. Gent aus Norden in Ostfriesland. Onno hat jahrelang die Wattenrat-Seiten gepflegt, bis zur Umstellung auf WordPress.

Wir danken ihm für die Überlassung des Artikels, das Bild wurde zusätzlich aus Wikipedia eingefügt.

Der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel, (C) Martina Nolte, Creative Commons by-sa-3.0 de

Wenzel, in die Ecke!

Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer umfasst eine Fläche von rund 3500 Quadratkilometern und wird von politischer Seite gewöhnlich mit hehren Worten bedacht: “einzigartig”, “höchster Schutzstatus” und “globale Bedeutung des Ökosystems” sind häufig genannte Begriffe, die aber in der Realität vor Ort — “dank” zunehmender Industrialisierung und “dank” Massentourismus — kaum ihre Entsprechung finden. Der aktuelle niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) brachte es kürzlich in einem Interview mit dem NDR [1] auf den Punkt: “Es muss nicht an jeder Ecke jemand stehen, der den Menschen sagt, was sie tun und was sie nicht tun sollen. Die meisten Menschen, die Urlaub in der Natur machen, die wissen ganz genau, auf was man zu achten hat.” Eine derartige Aussage zeugt von so gründlicher Nichtkenntnis der alltäglichen Geschehnisse vor Ort, dass sie betroffen macht.

Dennoch gibt es Hoffnung: Die Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven ist jetzt bemüht, die Präsenz in der Fläche zu verstärken. Ende Oktober trafen sich in Norddeich die im Landkreis Aurich tätigen Landschaftswarte mit Vertretern der Nationalparkverwaltung zum gegenseitigen Informationsaustausch. weiter »