 Die "Disney Fantasy" verlässt Papenburg, 20. Jan. 2012, Pressefoto (C): Meyer Werft
Und wieder wurde ein Meyer Dampfer die enge Ems hinunter an die offene Nordsee gequält: Diesmal war es die „Disney Fantasy“, für die die Ems auch diesmal mit dem Stauwerk in Gandersum auf Höhe gebracht werden musste, damit das Schiff überhaupt in den Fluss passte.
Und ausgerechnet die “üblichen Verdächtigen” BUND, NABU und WWF, die seit Jahren hinter verschlossenen Türen zusammen mit der Meyer Werft und der niedersächsischen Landesregierung um die Ems kungeln, einen “Generationenvertrag” mit der Meyer Werft über dreißig Jahre Ems-Aufstau in einem EU-Vogelschutzgebiet geschlossen haben (dessen Inhalt niemals vollständig öffentlich gemacht wurde), einen “Ems-Kanal” erfanden und diesen nach vielen Protesten wieder fallen ließen und nun sogar über Ems-Ausgleichsgelder eigene Stellen finanzieren, machen wieder in besorgt.
weiter »
 01. Dez. 2009, Zollhaus in Leer: Verbandsfunktionäre sorgen für Unmut in Ostfriesland bei der Rechtfertigung ihres "Ems-Kanals"
Nun sind BUND, NABU und WWF endlich von der Idee des “Ems-Kanals”(.pdf_Projektmerkmale und Ziele des Emskanal_28082009) abgerückt, die sie Ende 2008 selbst mit Unterstützung des damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Wulff, CDU (heute Bundespräsident) geboren hatten, abgerückt mit Hilfe eines Gutachtens, mit dem wieder viel öffentliches Geld verbrannt wurde. Der Kanal sollte die Ems entlasten und der Meyer Werft die Überführung noch größerer Kreuzfahrtschiffe ermöglichen. Welch´ späte und teure Erkenntnis! Nach Auffassung des Wattenrates und vieler Aktivisten der Region gehört eine Werft, die riesige Luxusliner im Binnenland baut, an die Küste, und nicht nach Papenburg. Noch im April 2011 waren die Verbändespitzen in Leer auf einem Workshop nicht bereit, die Verlegung der Meyer Werft an die Küste überhaupt zu diskutieren.
weiter »
 Schaulustige im EU-Vogelschutzgebiet, im Vordergrund rechts eine vertriebene Rohrweihe über dem Wasser
Am 30. Juni 2011 versanken wieder einmal die Deichvorländereien der Ems in den Fluten, und mit ihnen die Nachgelege oder Zweitbruten der Vögel in diesem EU-Vogelschutzgebiet. Nein, es war keine natürliche Sturmflut, sondern das Ergebnis des Aufstauens der Ems mit Hilfe des Emsstauwerkes (immer noch Emssperrwerk genannt), um den Neubau der Meyer Werft „Celebrity Silhouette“ im binnenländischen Papenburg an das seeschifftiefe Wasser der Nordsee zu überführen. Dieses Spektakel nutzten wieder zahllose Schaulustige, die die Schutzgebiete der Ems-Vorländereien stürmten, um näher an das riesige Kreuzfahrtschiff heranzukommen. Zuvor, am 26. Juni, hatte der Norddeutsche Rundfunk (NDR) mit einer „Megaparty“ die Massen in Papenburg vor der Kulisse des Schiffsneubaus mit lauter Musik angetörnt, noch eine kostenlose PR-Veranstaltung für die Werft mit öffentlichen Mitteln.
weiter »
 Geschundene Ems: Meyer an die Küste!
Am 26. März 2011 fanden in der Nähe von Leer regionale Naturschützer und die Spitzen der Verbände von BUND, NABU und WWF zusammen, um auf Einladung der Verbände in einem Workshop über die Naturschutzziel an der Ems zu diskutieren: „Projekt Lebendige Ems“. Die Projektleiterin für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Niedersachsen (BUND) ist Vera Konermann, die auch freiberuflich für ein Planungsbüro tätig ist.
weiter »
Ja, auch solche beklebten Briefumschläge landen im Posteingang des Wattenrates. Nein, es stimmt nicht, dass die drei abgebildeten Personen langjährige Funktionäre von BUND, NABU oder WWF sind. Dies wurde als Vermutung an den Wattenrat herangetragen, weil sich die Verbändespitzen nach wie vor kategorisch weigern, die notwendige Verlegung der Meyer Werft in Papenburg an die seeschifffahrtstiefe Küste [...]
 Meyer-Schiff "AidaSol" vor dem Naturschutzgebiet "Petkumer Deichvorland"
Da reibt man sich die Augen: Der BUND-Landesverband Niedersachsen mit seinen hauptamtlichen und bezahlten Funktionären in Hannover verdealt die Ems (Klageverzicht gegen die Emsvertiefung, Generationenvertrag mit der Meyer Werft, Sommerstau mit garantiertem Ertrinkungstod von Gelegen und Jungvögeln im EU-Vogelschutzgebiet, Vorschlag eines Ems-Kanals), und der ausschließlich ehrenamtlich arbeitende BUND-Regionalverband in Aurich, der bisher mit dem Pressen von Äpfeln an die Öffentlichkeit trat, übernimmt nun den durchaus berechtigten kritischen Ems- und Meyer-Part.
weiter »
 EU-Vogelschutzgebiet und Musikdampfer "AIDAsol": Gänse auf der Flucht
Das gewohnte Bild: Die Meyer Werft in Papenburg überführte am 11. März ihren Neubau „AIDASol“ über die viel zu enge Ems an die Küste.
Diesmal ohne Feuerwerk wie auf der „Disney Dream“ (es war ja auch noch hell), ohne Musik (die wurde aus „Naturschutzgründen“ vom Landkreis Leer von Bord der Meyer Schiffe ohnehin verboten), aber mit häufigen und völlig unnötigem Gebrauch des Schiffs-Typhons zur Begrüßung der Schaulustigen, die die Emsufer säumten. Diese dem Dickschifffaszinosum erlegenen Gaffer kannten in ihrer maritimen Seh-Geilheit im wahrsten Sinne des Wortes keine Grenzen:
weiter »
 Das Ems-Stauwerk bei Gandersum: Millionen für die Meyer Werft
Die „üblichen Verdächtigen“ wollen an der Ems wieder „lenken“. Fragt sich nur, wohin. Der marode Fluss, der erheblich unter dem Ausbau, dem Ems-Stauwerk (offiziell als „Sperrwerk“ EU-konform deklariert), und den ständigen Baggerungen vor allem für die Meyer Werft im binnenländischen Papenburg leidet, soll mit “alternativen Lösungen für die Region entwickelt“ werden.
weiter »
 Kreuzfahrtschiff "Celebrity Eclipse" passiert des Ems-Stauwerk bei Gandersum
Die Papenburger Meyer Werft GmbH ist eine Tochter der Meyer Neptun GmbH mit Sitz in Rostock. Dort ist Bernard Meyer als alleinvertretungsberichtigter Geschäftsführer der Chef. Als Tochter macht die Meyer Werft davon Gebrauch, die Ergebnisse ihrer eigenen Geschäftsjahre nicht zu veröffentlichen, nach dem Handelgesetzbuch ( HGB) ist das zulässig. Meyer verweist einfach auf die Rostocker Werft.
 Meyer-Dampfer: großes Schiff auf kleinem Fluss
Auf der traditionsreichen Neptun Werft in Rostock/Warnemünde werden in Sektionsfertigung Teile für die Kreuzfahrtschiffe der Meyer Werft in Papenburg gebaut, und Flusskreuzfahrtschiffe! Die Neptun Werft gehört seit 1997 zur Meyer Neptun Gruppe, ein Schwesterunternehmen der Papenburger Meyer Werft. Diese Sektionen werden von der Ostsee durch den Nord-Ostsee-Kanal über die Nordsee mit Hochseeschleppern bis in die Ems ins binnenländische Papenburg geschleppt und dort auf der Meyer Werft zu den riesigen Kreuzfahrtschiffen zusammengeschweißt, an einem Fluss! Aktuell wurde vor zwei Tagen ein Sektionsteil für die “Disney-Fantasy” mit zwei Fairplay-Schleppern von Rostock nach Papenburg auf den Weg gebracht. Gestern wurde die Sektion über die Ems geschleppt. Nach der Fertigstellung werden die Schiffe dann zurück über die viel zu enge Ems wieder an das seeschieftiefe Wasser der Nordsee geschleppt.
weiter »
|
Archiv Ältere Beiträge von 2002 bis 2009 finden Sie ganz oben auf der Leiste im Archiv.
|