 Landunter im EU-Vogelschutzgebiet an der Ems: Überführung der "Norwegian Breakaway", März 2013
Am 17. April 2013 erlebten die Meyer Werft in Papenburg, die Stadt Papenburg, die Landkreise Emsland und Leer ihr Waterloo vor dem Oberverwaltungsgericht in Lüneburg. Die Kläger wollten gegen die Bundesrepublik Deutschland erreichen, dass die beabsichtigte Erteilung eines Einvernehmens durch die Beklagte (BRD) zum Entwurf der Europäischen Kommission erstellten Liste der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) für das Gebiet “Unterems und Außenems” verhindert wird. weiter »
 "Norwegian Breakaway" passiert Jann-Berghaus-Brücke in Leer, März 2013
Vor einem Jahr war noch alles anders, da wollte die Grünen-Abgeordnete im Niedersächsischen Landtag, Meta Janssen-Kucz aus Leer, die Papenburger Meyer Werft noch an den Rysumer Nacken bei Emden verlegen (siehe ganz unten). Nun, in der Regierungsverantwortung, soll alles so bleiben wie es ist. Frau Janssen-Kucz ist jetzt stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Niedersächsischen Landtag. Und der neue grüne Umweltminister Stefan Wenzel sagt in der taz: „Der Standort der Papenburger Meyer Werft wird akzeptiert“. Wie sagte doch schon Konrad Adenauer: “Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.” weiter »
 Norwegian Breakaway: Aufspringen verboten, das Schiff passt mal gerade eben noch in die ausgebaggerte Ems
Sie werden immer größer, nur der kleine Fluss kann nicht mehr mitwachsen: Die Rede ist von den gigantischen Kreuzfahrtschiffen, die im Binnenland auf der Papenburger Meyer Werft an der Ems gebaut werden. Das neueste schwimmende Spaßprodukt, die „Norwegian Breakaway“, gebaut für die US-amerikanische Reederei Norwegian Cruise Line (NCL), wurde am 13. und 14. März 2013 über die enge Ems an das seeschifftiefe Wasser der Nordsee überführt. Mit 146.600 BRZ (neue Raumvermessungsgröße Bruttoraumzahl, früher Bruttoregistertonnen) ist die „Breakaway“ das größte jemals in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff. Der Heimathafen wird New York sein. weiter »
 Die Idylle trügt: ausgedockte "Celebrity Reflection" am Meyer-Pier im Papenburger Hafen
…kam doch bei der Überführung des neuen Schiffes der Meyer Werft „Celebrity Reflection“ auf. Aber nur ein ganz kleines satirisches Bisschen, wie einige der nachfolgenden Bilder zeigen.
Am 12. August wurde der neue Musikdampfer in der binnenländischen Papenburger Meyer Werft aus der riesigen Werfthalle ausgedockt und am 16. und 17. September über die eigentlich viel zu enge Ems an die Nordsee nach Eemshaven/NL überführt, wieder mit einer Sondergenehmigung des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), wobei der Naturschutz beim NLWKN wohl nicht nur im Namen an letzter Stelle rangiert (Gehobene Erlaubnis zur Überführung von zwei Kreuzfahrtschiffen in Verbindung mit zwei Probestaus September 2012 und September 2014, Antragsteller: Landkreis Emsland).
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 Teure Schnapsidee: Werftstandort für Kreuzfahrtsschiffe im Binnenland
Politik funktioniert genau so, wie klein Fritzchen sich das vorstellt. Aktuelles Beispiel: die Ems, die Meyer Werft in Papenburg und eine CDU-Politikerin.
Durch die geplante Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) wurde in einem Entwurf des Bundesverkehrsministeriums die Ems zunächst neu kategorisiert. Der Emsabschnitt zwischen Emden und Papenburg wurde lediglich in die Kategorie C herabgestuft. Damit wären zukünftig lediglich reine Unterhaltungsmaßnahmen, aber keine Ausbaumaßnahmen mehr finanzierbar. weiter »
 Zu große Schiffe auf zu kleinem Fluss: Überführung eines Meyer-Musikdampfers, Gelegeverluste von Nonnengänsen durch Aufstau, Hatzumer Sand/Ems, EU-Vogelschutzgebiet
Werftchef Meyer in Papenburg macht offensichtlich,was er will, und wird dabei vom willfährigen Landrat des Landkreises Emsland unterstützt. Die Rede ist vom
Antrag des Landkreises Emsland auf Erteilung einer gehobenen Stauerlaubnis gem. § 10 Abs.1 i. V. m. § 15 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) zur Überführung von zwei Kreuzfahrtschiffen der Meyer Werft über die Ems in Verbindung mit zwei Probestaus in der zweiten Septemberhälfte 2012 sowie der zweiten Septemberhälfte 2014 (Den detaillierten Einspruch gegen diesen Antrag von Wattenrat-Mitarbeiter Eilert Voß können Sie hier nachlesen: Ems: Einspruch gegen Sommerstau.pdf)
Für diese Stauerlaubnis gibt es keine rechtliche Grundlage, der geltende Planfeststellungsbeschluss sieht das mehrfache Aufstauen in den Sommermonaten zur Überführung von Schiffen nicht vor, das weiß auch Werftchef Meyer; nur der beantragt den zusätzlichen Stau der Ems auch nicht, sondern lässt beantragen, vom Landrat des Landkreises Emsland. Bereits 2009 wich der Niedersächsisches Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) von der geltenden Rechtslage ab und genehmigte lange Stauphasen im Juni für die Überführung der “Celebrity Equinox”. Dadurch ertranken viele Bruten im EU-Vogelschutzgebiet der Ems. Meyer konnte sich bisher immer auf staatliche Unterstützung verlassen, geltendes Recht wurde in seinem Sinne verbogen. weiter »
 AIDAmar: unten hui, oben pfui, Image: verbesserungsbedürftig, Lösung: Monika Griefahn?
Da ist sie wieder: Das Medienprodukt Monika Griefahn (SPD) hat einen neuen Job und schwimmt mal wieder oben. Erst bei Greenpeace-Deutschland, dann ihre Berufung als niedersächsische Vorzeige-Umweltministerin im Kabinett Gerhard Schröder von 1990 bis 1998, einem anschließenden Bundestagsmandat von 1998 bis 2009 geht sie nun an Bord der Reederei „Aida Cruises“ als “Direktorin für Umwelt- und Gesellschaft”. Hier soll sie vermutlich das rußschwarze Schornsteinabgasimgage der Kreuzfahrtschiffe weißfiltern und umsatzfördernd optimieren. Ein Blick in ihre politische Vergangenheit zeigt aber, dass Frau Griefahn Meisterin der Selbstdarstellung ist, die nur mit medialer Begleitung funktioniert. Von „Umwelt“ dagegen ist weniger zu berichten. weiter »
Nach der Überführung von Papenburg über die enge Ems liegt die AIDAmar nun im [...]
 Der braune Fluss: Baggerschiff am Ems-Stauwerk
Es ist soweit, das Emswasser taugt noch nicht mal mehr zum Tränken des Viehs! Nun sollten eigentlich die verantwortlichen Politiker, Wirtschaftsmacher der Industrie- und Handelskammer an der Ems und Schönschreiber aus ihrem Wachstumswahn aufwachen und erkennen, dass es so mit der Ems nicht weitergehen kann, aber sie werden es nicht. Alle haben bei dieser “Entwicklung” mitgemacht, nicht nur die Politik und die Macher, auch Behörden, Landwirte und Fischer, die Spitzen von BUND, NABU und WWF, und dafür kassiert. Nun versalzt der Fluss,ein Tränken des Viehs wird bald nicht mehr möglich sein. Und da der Fluss auch mit dem Grundwasser verbunden ist, wird es absehbar auch die menschliche Versorgung beeinträchtigen. Über die Ursache wird in den Lokalzeitungen verschämt geschwiegen. Die Ems ist zu einem Industriekanal verkommen, ständig muss sie so auf Tiefe gehalten werden, dass auch die riesigen Schiffe der Meyer Werft vom binnenländischen Papenburg bis an die Nordsee überführt werden können. weiter »
 Thomas Gelder(l.), Betriebsratsvorsitzender der Meyer Werft, im Gespräch mit einem Teilnehmer des Aktionstages
Am vergangenen Samstag, 14. April 2012,veranstalteten die Bürgerinitiative „Rettet die Ems“ zusammen mit regionalen NABU-Mitarbeitern, den “Dyklopers“, Funktionären der Stiftung WWF und dem Naturschutzverband BUND ab 11.00 Uhr eine Informations-Aktion in der Innenstadt von Leer. Der Wattenrat war auch dabei. Gemeinsam machten die Gruppen auf den schlechten Zustand der Ems aufmerksam.
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