Ministerpräsident Weil (SPD) wohnt an einem Windrad und hat „keine Probleme“, andere schon

Screenshot, Bildzitat, 16. Mai 2016

Screenshot, Bildzitat, 16. Mai 2016, www.stephanweil.de

„Unser“ niedersächsischer Ministerpräsident Stephan Weil ist nach seinem Parteienetikett ein sozialer Demokrat. Von Beruf ist er Anwalt, Staatsanwalt und Richter. Im Nebenberuf ist er augenscheinlich Zyniker, ein Kind unserer Zeit, in der es nur noch um den Profit geht, egal ob andere Menschen darunter leiden. Der Windenergiewirtschaft und den damit verbandelten örtlichen Betreibern, nicht selten auch aus der Politik, steht er wohlwollend gegenüber, egal mit welchen Machenschaften die Windparks aus dem Boden wachsen und egal, ob den Anliegern das Leben mit den lärmenden Anlagen zur Hölle gemacht wird. Weil, und auch sein Wirtschaftsminister Olaf Lies, sind zweifellos Sprachrohre der Windenergiewirtschaft. weiter »

Norderney und der Nationalpark Wattenmeer: Ministerpräsident Weil im Sommerloch

Screenshot (Bildzitat): Nordwest Zeitung Oldenburg, online, 23. Juli 2015, http://www.nwzonline.de/politik/niedersachsen/politikerbesuch-zwischen-duenen_a_30,0,1230626129.html, v.l.: Ministerpräsident Weil (SPD), Peter Südbeck, Nationalparkleiter

 

Da ist sie wieder, die deutliche Diskrepanz zwischen der Medienwirklichkeit und dem tatsächlichen Zustand: vulgo „Lügenpresse“ – ohne verallgemeinern zu wollen – diesmal am Beispiel der Sommerlochtour „unseres“ Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD), der sich auf der Insel Norderney im „Weltnaturerbe“ die sommerliche Ehre gab.

Fangen wir mit dem „eingebetteten“ Hofberichterstatter der Nordwest Zeitung aus Oldenburg an:

„In der Hochsaison leben in Spitzenzeiten bis zu 55 000 Menschen auf Norderney, dessen Einwohnerzahl je nach Jahreszeit zwischen 3500 und fast 6000 schwankt. Zu den Massen kommen an manchen Tagen noch bis zu 15 000 Tagestouristen hinzu. Das Weltnaturerbe Wattenmeer verkraftet es. Die riesigen Sand- und Dünenflächen wirken einsam. Nichts mehr zu ahnen von den 140 Seehunden im vergangenen Jahr, die, von einer Seuche dahingerafft, tot am Strand lagen.“ (NWZ, 23. Juli 2015)

Ja, das werbewirksame Etikett „Weltnaturerbe“ verkraftet das Großschutzgebiet Nationalpark schon, aber nicht die Bewohner und Strandbrüter wie Zwergseeschwalben, Sand- und Seeregenpfeifer, die langsam aber sicher in diesem Welterbe durch den Massentourismus aussterben. weiter »