Stromtod an Mittelspannungsmasten: im Schatten der Energiewende

Toter Uhu im Mast

Toter Uhu im Mittelspannungsmast, Foto (C): Lutz Dalbeck/EGE

Mit freundlicher Genehmigung übernommen von der Europäischen Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE), März 2015:

Im Schatten der Energiewende

Mehr als zwei Jahre nach Ablauf der den Netzbetreibern im Bundesnaturschutzgesetz gesetzten Umrüstungsfrist stehen in Deutschland vermutlich noch 100.000 vogelgefährliche Mittelspannungsmasten. Eine tödliche Gefahr für die meisten größeren Vogelarten. Die EGE wird nicht müde, diese massiven Versäumnisse der Netzbetreiber und der Umweltministerien zu thematisieren. In der gerade erschienenen Ausgabe 1/2015 der Zeitschrift „Nationalpark“ hat EGE-Geschäftsführer Wilhelm Breuer die Missstände anschaulich beschrieben. Sein Fazit: „Angesichts des Umstandes, dass Kontrollen nicht stattfinden, die Umrüstungsdefizite nicht aufgedeckt werden und für die Netzbetreiber weitgehend folgenlos bleiben, haben die Netzbetreiber beinahe viel unternommen. Die Deutschen sind mit der ganz großen Energiewende befasst. Daran gemessen ist die gesetzlich verlangte Umrüstung vogelgefährlicher Mittelspannungsmasten offenbar bestenfalls eine Nebensache.“  weiter »

32. Naturschutztag unter Strom: energiegewendet

Folgen der "Energiewende": Windpark Utgast/LK Wittmund/NDS: tote Fledermaus, eine von hundertausenden in Deutschland

Es ist mal wieder „Naturschutztag“  in Deutschland: Im September 2014 findet der 32. dieser Art statt, diesmal in Mainz. Die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V. (EGE) hat dazu etwas zu sagen. Wir danken den Eulenfreunden für die Überlassung ihres Textes und haben nichts zu ergänzen:

Mainzer Hofsänger – Juli 2014

Der 32. Deutsche Naturschutztag findet vom 08. bis zum 12.09.2014 in Mainz statt. Das Treffen steht unter dem viel- wie nichts sagenden Leitwort „Verantwortung für die Zukunft“, mit dem heutzutage auch Parteitage überschrieben sind. Veranstalter sind der Bundesverband Beruflicher Naturschutz, das Bundesamt für Naturschutz, der Deutsche Naturschutzring und das Umweltministerium des Gastlandes Rheinland-Pfalz. weiter »

Stromtod an Mittelspannungsmasten: Wo bleiben die Sanktionen?

Tod am Mittelspannungsmast: Uhu, Foto (C): Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE)

Wieder einmal befasst sich der Wattenrat mit der unzureichenden Entschärfung der Mittelspannungsmasten für Vögel, auch wenn es diese Strommasten im Wattenmeer nicht gibt…. Eigentlich hätten diese oft tödlichen Sitzgelegenheiten schon mit dem Ablauf des Jahres 2012 von den Energieversorgern baulich entschärft werden müssen, so will es das Bundesnaturschutzgesetz. weiter »

Vogeltod an Mittelspannungsmasten, Energieversorger setzen Umrüstung nur schleppend um

Stromtod im Mittelspannungsmast: toter Uhu, Foto (C): EGE

Mittelspannungsmasten sind Freileitungsmasten für den 1kV- bis 50 kV-Bereich. Anders als Hochspannungsmasten sind viele Mittelspannungsmasten gefährliche Todesfallen für größere Vögel, weil durch die Isolatorenkonstruktion leicht ein Erdschluss durch die Berührung mit den Flügeln hergestellt werden kann und die Vögel durch den Stromschlag getötet werden. Betroffen sind überwiegend größere Vögel wie See- oder Fischadler, Bussarde, Falken, Störche oder Eulen bis zur Größe eines Uhus. Das Problem ist seit Jahrzehnten bekannt. Der Gesetzgeber hat daher im Bundesnaturschutzgesetz verfügt:

§ 41 Vogelschutz an Energiefreileitungen

Zum Schutz von Vogelarten sind neu zu errichtende Masten und technische Bauteile von Mittelspannungsleitungen konstruktiv so auszuführen, dass Vögel gegen Stromschlag geschützt sind. An bestehenden Masten und technischen Bauteilen von Mittelspannungsleitungen mit hoher Gefährdung von Vögeln sind bis zum 31. Dezember 2012 die notwendigen Maßnahmen zur Sicherung gegen Stromschlag durchzuführen. Satz 2 gilt nicht für die Oberleitungsanlagen von Eisenbahnen. weiter »

Prof. Weiger (BUND): verloren im Dickkicht der Fakten – eine misslungene Rechtfertigung zum Austritt von Enoch zu Guttenberg

Energiewende oder Naturschutzwende?

Am 12. Mai berichteten wir über den Austritt von Enoch zu Guttenberg aus dem BUND, den er mit gegründet hatte. Anlass war seine Kritik an der Windkraftpolitik des Naturschutzverbandes. Zu Guttenberg begründete seinen Austritt u.a. mit diesen Worten:

“Den letzten Anstoß für meinen Entschluss mich vom BUND endgültig zu trennen, ist der bis heute, trotz aller Recherchen, nicht ausgeräumte Verdacht der Käuflichkeit unserer einmal uns alle einigenden Philosophie. Die Zurücknahme der Klage gegen den Windpark Nordergründe zum Preis von 800.000 € an eine dem BUND nahe stehende Stiftung und der Klageverzicht Ausbau Ems für nicht weniger als 9 Mio. € im gleichen Modell erschrecken mich zutiefst, trotz aller Versuche der zuständigen BUND-Verantwortlichen den jeweiligen Deal zu begründen. Die offensichtlichen Geschäfte mit der Windenergie halte ich erst recht nicht für vertretbar.”

Der BUND in Person seines Vorsitzenden Prof. Hubert Weiger reagierte mit Halb- oder Unwahrheiten, oder vielleicht nur aus reiner Unkenntnis auf diesen spektakulären Austritt des profilierten Naturschützers zu Guttenberg. weiter »