 Startseite des Niedersächsischen Umweltministeriums
Ja, da lacht er, „unser“ Noch-Umweltminister Hans-Heinrich Sander. Worüber nur?
Über den gelungenen „Scherz“ seines Hauses, mit den schönen Kranichen im Bild Naturschutzwind im Lande zu machen? Wo er die wohl fotografieren ließ? Heimische Kraniche (Grus grus) sind es jedenfalls nicht, die über ihn und Niedersachsen hinwegrauschen. Es sind Mandschurenkraniche (Grus japonensis), sehr seltene Vögel aus Ostasien, die mit Sicherheit ihren Lebensraum nicht in das vermaiste und mit Windpropellern gespickte Niedersachsen verlegen wollen. weiter »
 Nonnengänse am Wind"park" Wybelsumer Polder/Emden: erhebliches Kollisionsrisiko bei Nebel, Dunkelheit und Starkwind
Ein Kommentar von Manfred Knake
Vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) nichts Neues: Schon wieder umgefallen gegen Bares! Der Wattenrat kennt seine Pappenheimer, wir hatten das Gekungel gegen Geld bereits in unserem Beitrag vom 18. September 2010 vorausgesagt. Der BUND, der mit Hilfe des WWF gegen den Nearshore-Wind“park“-Standort „Nordergründe“ im Wattenmeer zwischen Cuxhaven und Wangerooge beim Verwaltungsgericht Oldenburg Klage eingereicht hatte, zog die Klage nach jahrelanger politischer Massage nun zurück. Im Watt, exakt 560 m entfernt vom Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer können nun 18 ca. 183 m hohe Windkraftanlagen der Herstellerfirma “Repower” mitten in einem Seevogellebensraum gebaut werden. Die betroffenen Vogelarten unterscheiden nicht zwischen politisch ausgehandelten Nationalpark- oder Weltnaturerbegrenzen und dem großräumigen Lebensraum Wattenmeer. Das Kollisionrisiko für Vögel ist gerade bei Nebel und Dunkelheit erheblich. Und schlimmer noch: Falls ein Tanker mit Ruderschaden in das Windturbinenfeld geraten sollte, könnte das für die Küste eine Ölpest bedeuten. Das alles ist dem BUND (und dem WWF) bekannt. Der BUND als “Freunde der Erde” setzt sich nun über seine früheren Bedenken hinweg macht den Weg frei, zu einem renditemotivierten erheblichen Eingriff in das Wattenmeer. weiter »
Die Frage nach der wundersamen Vergrößerung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer führte hier zur etwas späten Erkenntnis, dass das Nationalparkgesetz von 2001 im März 2010 wieder novelliert wurde. Anlass war die Anpassung an das Bundesrecht, in diesem Fall an das Bundesnaturschutzgesetz, Wundersames gibt es also nicht mehr zu berichten.
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Ein Jahr UNESCO-„Weltnaturerbe“ kein Grund zum Feiern
Inhaltsleere Sander-Propaganda statt Naturschutz
Auch ein Jahr nach Ausweisung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer als UNESCO-„Weltnaturerbe“ gibt es nichts zu feiern, die vorgeblich „positive Bilanz“ [ganz unten] des niedersächsischen Umweltministers Sander ist keine. Das Weltnaturerbe-Etikett wurde ausschließlich von der Tourismusindustrie ausgeschlachtet, um noch mehr Touristen an die Küste zu locken, hat aber für die Tier- und Pflanzenarten im Großschutzgebiet Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer keine messbaren Verbesserungen gebracht.
Tourismus und Vogelschutzgebiete vertragen sich in der Regel schlecht. Schon ein einziger Mensch kann bei Annäherung zu erheblicher Unruhe in Brutgebieten sorgen; geschieht dies öfter, werden Bruten auch verlassen. Auf der niederländischen Insel Ameland kann man erleben, dass es auch anders geht. Hier waren Profis am Werk, um eine Lachmöwen- und Brandseeschwalbenkolonie wirkungsvoll vor Mensch und Fuchs zu schützen und die ungestörte Brut dieser Arten zu gewährleisten.
 Die niederländische Insel Ameland im Wattenmeer
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 Rechtes Emsufer (Dollart): Wind"park" im faktischen Vogelschutzgebiet an der Ems
Der „mitgliederstärkste“ Naturschutzverband NABU ist an Beliebigkeit kaum noch zu überbieten. Während sich lokale und regionale Naturschützer vehement gegen den weiteren Ausbau der Windkraft und die Industriealisierung ehemals unbebauter Kulturlandschaften wenden, während eine große Zahl von direkt betroffenen Bürgerinnen und Bürgern in zahlreichen Initiativen als Anwohner von lärmenden Windparks gerade in Brandenburg Front machen gegen den völlig überzogenen Ausbau der Windkraft, die nur für die Betreiber und die Kommunen über die Gewerbesteuer lukrativ ist, während sich die “Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten” für größere Abstände zu Vogelbrut- und Rastgebieten ausspricht, macht sich z.B. der NABU-Brandenburg zusammen mit dem BUND gemein mit den Nutzerinteressen. Der NABU Niedersachsen zieht nach und macht sich ebenfalls zum Windkraft-Propagandisten mit Sowohl-als-auch-Rhetorik.
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Bis vor kurzem war es der “Sanfte Tourismus”, der durch die Gazetten geisterte und dem knallharten Massentourismus einen “weichen” Anstrich geben sollte, nun ist es der “Naturtourismus”: Nach 24 Jahren Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer (eingerichtet 1986) tritt nun genau das ein, vor dem ausschließlich der Wattenrat (nicht etwa der WWF oder die Naturschutzverbände BUND, NABU etc.!) im Vorfeld der Ausweisung des Wattenmeeres als “UNESCO-Weltnaturerbe” im Jahr 2009 gewarnt hatte (siehe unser Beitrag: Ein politisch inszenierter Etikettenschwindel – Bärendienst der IUCN)
 Massentourismus: Naturschutz als Zielscheibe
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