 Pressetermin zur Wasservogeljagd in Schutzgebieten, Januar 2012: Eilert Voß (Bildmitte) im Gespräch mit Christian Meyer (rechts am Tisch)
Vor etwas mehr als einem Jahr luden die Grünen der Stadt Emden den damaligen landwirtschaftlichen Sprecher der niedersächsischen Landtagsfraktion der Grünen zu einer Informationsveranstaltung zur Wasservogeljagd in Schutzgebieten an der Ems ein. Der Wattenrat berichtet seit Jahren über die Jagd auf Zugvögel in Natur- und EU-Vogelschutzgebieten an Ems, wo auch bei Nacht, Nebel und Schneetreiben mit an Gewässern verbotener Bleischrotmunition geschossen wird. Damals, bei dem Pressetermin in Petkum an der Ems, hatten alle Beteiligten den Eindruck, Christian Meyer würde sich für die Abschaffung der Jagd in Naturschutzgebieten einsetzen. Nun ist Christian Meyer Landwirtschaftsminister in Niedersachsen. Umso überraschender war daher die Nachricht in der Hannoverschen Allgemeinden Zeitung, Meyer sei kein Gegner der Jagd in Naturschutzgebieten. Diese Äußerungen fielen bei seinem Antrittsbesuch bei der Niedersächsischen Landesjägerschaft am 03. März 2013 in Bergen bei Celle. weiter »
 Postwufsendung
Nein, dieser Beitrag ist keine Wahlhilfe für die CDU im niedersächsischen Landtagswahlkampf, im Gegenteil. Dieser läuft auf Hochtouren, oder liegt in den letzten Zügen, je nach Betrachtungsweise. Wesentliche politische Unterschiede gibt es zwischen den Kandidaten der verschiedenen Parteien nicht, abgesehen von der Bildungspolitik. Umwelt- oder Naturschutzpolitik, in den Achtzigern und Neunzigern noch ein zentrales politisches Thema, kommt gar nicht mehr vor. Viel Auswahl, also tatsächliche Alternativen zu wählen, hat das Wahlvolk nicht. Besonders deutlich wird das beim Thema „Energie“, oder besser den sog. „Erneuerbaren Energien“, wie Wind- oder Solarenergie oder den maissteppenfördernden und grundwasserbelastenden Biogasanlagen. Der Begriff “Erneuerbare Energie” ist zwar nach dem Ersten Hauptsatz der Thermodynamik physikalischer Unsinn, wird aber immer wieder gerne genommen. Die „Erneuerbaren“ mit dem „Erneuerbare Energien Gesetz“ (EEG) sind ein Geschäftsmodell und Konjunkturprogramm, das von allen politischen Parteien gehätschelt wird. Nur aus der FDP wird neuerdings vereinzelt verhaltener Zweifel am EEG angemeldet. weiter »
 Spaßtourismus im "Weltnaturerbe" Wattenmeer - Norderney, Sommer 2012
Die nachfolgende Meldung aus der Niedersächsischen Staatskanzlei zur Erweiterung des “Weltnaturerbes” Wattenmeer kommt rechtzeitig in der Endphase des Landtagswahlkampfes als vorgeblicher Naturschutz-Bonbon der sonst überaus naturschutzträgen Landesregierung. Es ist ein reiner Wahlkampf- und Propagandacoup von Ministerpräsident David McAllister. Inhaltlich ändert sich damit nichts im Großschutzgebiet “Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer”, der zur Gänze Teil des “Weltnaturerbes” ist. weiter »
Die niedersächsische CDU macht im Internet Wahlwerbung für die Landtagswahl im Januar 2013: Auftritt David McAllister, Ministerpräsident mit halbem Migrationshintergrund, ein halber Schotte und damit auch Brite als Kind eines Militär-Besatzungsbeamten in Berlin und einer deutschen Mutter. Völlig andere Halbheiten sieht man im aktuellen schwarzen Wahlkampf-”Bekennervideo” auf YouTube: http://www.youtube.com/watch?v=qZdK4sMcLaQ
Hier lässt McAllister den Kilt herunter: “So machen wir das. Für Niedersachsen!” Vorgestellt werden der Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven, die subventionierte boden- und landschaftszerstörende Industrielandwirtschaft mit der noch höher subventionierten und ebenso landschaftszerstörenden Windenergie. Gezeigt wird ausgerechnet der Skandal-Windpark „Wybelsumer Polder“, errichtet in einem Vogelschutzgebiet an der Ems. Es folgen Bilder mit Strandsitzmöbeln des Nordsee-Massentourismus im Wattenmeer und der emszerstörenden Meyer-Werft. Die Ems wurde mit Steuermitteln zu einer Überführungsfahrrinne für die riesigen Kreuzfahrtschiffe ans Meer verhunzt, ständige Baggerarbeiten und hoher Schlickeintrag haben ihr das Leben genommen. Und dann noch der Volkswagenwerk in Emden, mit niedersächsischer Beteiligung. Monokulturen und Technolandschaften: Nur das ist Niedersachsen?
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 Graugans (Anser anser)
Die ostfriesischen Jäger der Landesjägerschaft Niedersachsen und die im Bezirksfischereiverband für Ostfriesland (BVO) organisierten Sportangler machen mobil gegen die Graugans.
Am 16. Mai 2012 fand eine Bereisung mit dem Präsidenten der Landesjägerschaft Helmut Dammann-Tamke (CDU, MdL) statt, die die Jäger und Sportangler zwar ohne Waffen und Angelrute auch auf eine Brutinsel der Graugänse im „Kleinen Meer“ (Hieve) bei Emden führte. Hier brüten, relativ sicher vor Fuchs und Marder, ca. 260-280 Grauganspaare. Nicht sicher aber waren die Gänse vor den per Boot angereisten Jägern und Fischern, die ihren eigenen Berichterstatter der Ostfriesen Zeitung (OZ), den Redakteur Fritz Harders mitgebracht hatten, der ebenfalls Jäger ist. weiter »
 Hochsubventionierte Energielandschaft im LK Wittmund/Ostfriesland
Die europäische Agrarpolitik stellt Dauergrünland unter ihren besonderen Schutz, zumindest auf dem Papier. Die EU-Vorgaben untersagen bzw. stellen weitere Grünlandumbrüche unter Genehmigungsvorbehalt, wenn der Rückgang der Dauergrünlandflächen auf Mitgliedsländerebene 5 % gegenüber dem Referenzjahr 2003 übersteigt. 2009 überstieg der Grünlandumbruch in Niedersachsen die vorgegebene 5 %-Grenze. In der Folge erließ die niedersächsische Landesregierung die Verordnung zur Erhaltung von Dauergrünland. Diese Verordnung verhinderte allerdings nicht den weiteren Verlust von artenreichem Dauergrünland: Seit 2010 wurden in Niedersachsen weitere 5.500 Hektar (55 Quadratkilometer!) Grünland in Ackerland umgebrochen, der vorgeschriebene qualitative Flächenausgleich ist in der Umsetzung fragwürdig. Die Verordnung verlangt von den Landwirtschaftskammern die Prüfung der Anträge auch nach den Maßstäben der gesetzlich vorgeschriebenen Eingriffsregelung und des Artenschutzrechts. Nur diese Rechtsvorschriften können die ausreichende Qualität des Dauergrünlands sicherstellen.
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 Startseite des Niedersächsischen Umweltministeriums
Ja, da lacht er, „unser“ Noch-Umweltminister Hans-Heinrich Sander. Worüber nur?
Über den gelungenen „Scherz“ seines Hauses, mit den schönen Kranichen im Bild Naturschutzwind im Lande zu machen? Wo er die wohl fotografieren ließ? Heimische Kraniche (Grus grus) sind es jedenfalls nicht, die über ihn und Niedersachsen hinwegrauschen. Es sind Mandschurenkraniche (Grus japonensis), sehr seltene Vögel aus Ostasien, die mit Sicherheit ihren Lebensraum nicht in das vermaiste und mit Windpropellern gespickte Niedersachsen verlegen wollen. weiter »
 Nonnengänse am Wind"park" Wybelsumer Polder/Emden: erhebliches Kollisionsrisiko bei Nebel, Dunkelheit und Starkwind
Ein Kommentar von Manfred Knake
Vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) nichts Neues: Schon wieder umgefallen gegen Bares! Der Wattenrat kennt seine Pappenheimer, wir hatten das Gekungel gegen Geld bereits in unserem Beitrag vom 18. September 2010 vorausgesagt. Der BUND, der mit Hilfe des WWF gegen den Nearshore-Wind“park“-Standort „Nordergründe“ im Wattenmeer zwischen Cuxhaven und Wangerooge beim Verwaltungsgericht Oldenburg Klage eingereicht hatte, zog die Klage nach jahrelanger politischer Massage nun zurück. Im Watt, exakt 560 m entfernt vom Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer können nun 18 ca. 183 m hohe Windkraftanlagen der Herstellerfirma “Repower” mitten in einem Seevogellebensraum gebaut werden. Die betroffenen Vogelarten unterscheiden nicht zwischen politisch ausgehandelten Nationalpark- oder Weltnaturerbegrenzen und dem großräumigen Lebensraum Wattenmeer. Das Kollisionrisiko für Vögel ist gerade bei Nebel und Dunkelheit erheblich. Und schlimmer noch: Falls ein Tanker mit Ruderschaden in das Windturbinenfeld geraten sollte, könnte das für die Küste eine Ölpest bedeuten. Das alles ist dem BUND (und dem WWF) bekannt. Der BUND als “Freunde der Erde” setzt sich nun über seine früheren Bedenken hinweg macht den Weg frei, zu einem renditemotivierten erheblichen Eingriff in das Wattenmeer. weiter »
Die Frage nach der wundersamen Vergrößerung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer führte hier zur etwas späten Erkenntnis, dass das Nationalparkgesetz von 2001 im März 2010 wieder novelliert wurde. Anlass war die Anpassung an das Bundesrecht, in diesem Fall an das Bundesnaturschutzgesetz, Wundersames gibt es also nicht mehr zu berichten.
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Ein Jahr UNESCO-„Weltnaturerbe“ kein Grund zum Feiern
Inhaltsleere Sander-Propaganda statt Naturschutz
Auch ein Jahr nach Ausweisung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer als UNESCO-„Weltnaturerbe“ gibt es nichts zu feiern, die vorgeblich „positive Bilanz“ [ganz unten] des niedersächsischen Umweltministers Sander ist keine. Das Weltnaturerbe-Etikett wurde ausschließlich von der Tourismusindustrie ausgeschlachtet, um noch mehr Touristen an die Küste zu locken, hat aber für die Tier- und Pflanzenarten im Großschutzgebiet Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer keine messbaren Verbesserungen gebracht.
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