NABU rettet die Weltmeere: “Fishing for Litter”

Kegelrobbe im Netzrest eines Fischereifahrzeugs

#edit 01. März 2013: Ganz unten, nach der Pressemitteilung der Nationalparkverwaltung, finden Sie eindrucksvolle Müllbilder aus dem Wattenmeer und der Ems. Die Bilder stammen aus dem Archiv von Eilert Voß. Wie der NABU Müll in diesen Mengen und mit ehrenamtlich arbeitenden Mitgliedern händeln will , bleibt das Geheimnis des Naturschutzverbandes. Das Sammeln, Lagern und Entsorgen kann nur professionell mit schwerem Gerät erfolgen, und das kann der NABU nicht leisten.

Es gibt viel zu tun, sehen wir uns in den Nachbarländern um und machen daraus eine PR-Aktion! Gemeint ist diesmal eine Müllsammelaktion in der Nordsee, gemeinsam vorgestellt vom Land Niedersachsen mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und der Verwaltung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Die Küstenfischer und der „anerkannte“ Naturschutzverband Naturschutzbund Deutschland (NABU) sind auch dabei, der NABU ganz besonders.

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Meyer-Neubau „Celebrity Reflection“. Ein bisschen DDR-Nostalgie…

Die Idylle trügt: ausgedockte "Celebrity Reflection" am Meyer-Pier im Papenburger Hafen

…kam doch bei der Überführung des neuen Schiffes der Meyer Werft „Celebrity Reflection“ auf. Aber nur ein ganz kleines satirisches Bisschen, wie einige der nachfolgenden Bilder zeigen.

Am 12. August wurde der neue Musikdampfer in der binnenländischen Papenburger Meyer Werft aus der riesigen Werfthalle ausgedockt und am 16. und 17. September über die eigentlich viel zu enge Ems an die Nordsee nach Eemshaven/NL überführt, wieder mit einer Sondergenehmigung des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), wobei der Naturschutz beim NLWKN wohl nicht nur im Namen an letzter Stelle rangiert (Gehobene Erlaubnis zur Überführung von zwei Kreuzfahrtschiffen in Verbindung mit zwei Probestaus September 2012 und September 2014, Antragsteller: Landkreis Emsland).

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Salzwiese zwischen Dornumersiel und Bensersiel hat sich erholt, aber wie lange?

Salzwiese bei Dornumersiel (LK Aurich): links Quecke, rechts Strandaster

Diese Salzwiese vor dem Seedeich östlich von Dornumersiel im LK Aurich hat sich  innerhalb nur eines Jahres prächtig entwickelt, auf einem Teilbereich.  Große Flächen des oberen Teils der Salzwiese waren und sind nach wie vor mit der Strandquecke ((Agropyron litorale) überwachsen und verdienen den Namen „Salzwiese“ gar nicht mehr, weil die typischen Pflanzen der Salzwiese weitgehend fehlen. Ursache ist die starke Entwässerung durch senkrecht zum Seedeich in Richtung  Watt verlaufende Gräben („Grüppen“) und die fehlende extensive Beweidung als „Pflegeschnitt“.

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Küstenschutz: “So wenig Sturmfluten wie nie in 100 Jahren”

Sturmflut November 2007, Bensersiel, Hafen

Das Meer vor unserer Haustür, die Nordsee, verhält sich mal wieder politisch nicht korrekt und macht den Klimaalarmismus nicht mit. Weder steigt der Meeresspiegel dramatisch an (die Pegel in Norderney und Cuxhaven lügen nicht), noch gibt es häufigere Sturmfluten, wie uns die Apokalyptiker über die geneigten Katastrophenmedien mit Dauerfeuer einzuhämmern versuchen. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Norden/Ostfriesland bestätigt in seiner aktuellen Pressemitteilung eigentlich das, was seit Jahrzehnten bekannt ist: Es gibt keinen Trend zu häufigeren Sturmfluten, im Gegenteil, derzeit gibt es eine geringe Sturmfluthäufigkeit.

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Integrierter Bewirtschaftungsplan Ems (IBP): Kreisjägermeister und Krähentöter als ständiger Vertreter der Jagd vorgeschlagen

Flugunfähige Blässgänse an der Ems. Es liegt nahe, dass die Tiere durch die intensive Bejagung angeschossen wurden. Blässgänse dürfen in diesem EU-Vogelschutzgebiet nicht bejagt werden. Die Gans links im Bild sieht nach einem Hybriden zwischen Bläss- und Graugans aus, mit hellerem Gefieder, aber mit Blässe, sie ist flugfähig und vermutlich mit einer der verkrüppelten Blässgänse verpaart.

Am 09. Dezember 2010 berichteten wir über den „integrierten Bewirtschaftungsplan Emsästuar (IBP Ems)“, an dem alle Akteure an der Ems mitwirken sollen. Die Federführung hat der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutzschutz (NLWKN). Der Wattenrat hatte an der Auftaktveranstaltung teilgenommen und dabei ein Positionspapier zur Jagd vorgelegt. Dieses Papier erschien nicht im späteren Protokoll der Veranstaltung. Vor zwei Tagen benannte der zuständige Geschäftsführer des NLWKN einen Vorschlag zur ständigen Vertretung für den Bereich Jagd in der Planungsgruppe Ems mit einer Mail an die Landesjägerschaft in Niedersachsen, die als sog. „anerkannter Naturschutzverband“ gilt.

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Ems: integrierter Bewirtschaftungsplan: keine Jagd in Schutzgebieten!

Graugans (Anser anser), jagdbares Wasserwild, auch in Vogelschutzgebieten, Foto (C): Knake

Heute findet in Leer/Ostfriesland die „Auftaktveranstaltung für die Erstellung eines integrierten Bewirtschaftungsplanes Emsästuar (IBP Ems)“ statt, durchgeführt vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).

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Küstenschutz: Kleientnahme aus geschützten Salzwiesen

Degenerierte Salzwiese bei Dornumersiel, strengste Schutzzone, aber verqueckt

Nun bohren sie wieder, die Küstenschützer, und wollen im Deichvorland in den geschützten Salzwiesen des Nationalparks Wattenmeer und des vielgepriesenen “Weltnaturerbe” Kleiboden abgraben „wie es früher üblich war“, um Deiche zu verstärken. Begründet wird dies damit, dass sich die so entstandenen Löcher wieder von selber füllen, was auch zutrifft. „Kreislaufwirtschaft“ nennen das die Küstenschützer. weiter »

Ems-Stauwerk, das Loch: 4,1 Millionen Euro für die Verfüllung

Ems: schweres Gerät zum Verfüllen des Loches

Am 16. September 2010 berichteten wir zuletzt vom gescheiterten Versuch der “Schlickfalle” mit dem Ems-Stauwerk in der Ems. Dabei war ein 14m tiefes Loch, ein Kolk, direkt am Ems-Stauwerk entstanden. Durch die gewaltige Strömung der Ems, hervorgerufen durch die ständigen Baggerungen für die Meyer Werft in Papenburg und deren riesige Kreufahrtschiffe war sogar ein tonnenschwerer Stahldalben einfach weggerissen worden und liegt noch heute auf dem Grund der Ems. Das Loch vor dem Emstauwerk musste wegen der Standsicherheit sofort geschlossen werden. Herma Heyken, Pressesprecherin des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) am11. August 2010 in einer Pressemitteilung des NLWKN:

[...] “Das nahe gelegene Sperrwerk steht auf sicherem Grund, nur wenn wir jetzt nicht handeln, könnte es gefährlich werden“. […]

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Ems-Stauwerk: Das Loch…

…in der Ems am Ems-Stauwerk ist fast wieder geschlossen. Es entstand durch eine krasse Fehleinschätzung bei dem Versuch einer „Schlickbremse“,  ausgetüftelt von ausgebildeten Wasserbauingenieuren des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Das Loch war bei dem Versuch entstanden, das Stauwerk als Schlickbremse zu testen.

Der "gelbe Fluss": menschengemachte Schlickfracht in der Ems

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Ems: Zauberlehrlinge mit Schlickfalle gescheitert, Umweltverbände maulen wegen Geld für Studie

Schilda könnte an der Ems liegen:

Im binnenländischen Papenburg werden auf der Meyer Werft riesige Kreuzfahrtschiff gebaut, die jedesmal aufwändig an das seeschifffahrttiefe Wasser der Nordsee gelotst werden müssen. Dafür wurde für fast 300 Millionen ein Stauwerk bei Gandersum gebaut, das im offiziellen Sprachgebrauch  „Sperrwerk“ genannt wird, angeblich um die Fluten der Nordsee zu bremsen. Das Küstenschutzetikett  stellte die EU-Kommission ruhig, die sonst beim Bau des Sperrwerks in einem EU-Vogelschutzgebiet eingegriffen hätte. Trotz des Stauwerks muss die Ems immer noch ständig ausgebaggert werden, damit die Meyer-Schiffe durch den Fluss passen, auch das bezahlt der Steuerzahler.

Ems-Stauwerk

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