Silvester an der Küste: Norddeich, die mit dem Knall

Sreenshot, Bildzitat: http://www.norddeich.de/familienurlaub-in-norddeich-an-der-nordsee/veranstaltungen-in-norddeich/silvester-am-deich/ – 30.Dez. 2016

Es ist mal wieder soweit: Im und am „Weltnaturerbe“ Wattenmeer – der ganz nebenbei ein Nationalpark und EU-Vogelschutzgebiet ist – wird es zu Silvester wieder rund gehen. Böller und Raketen werden die hier rastenden Zugvögel in Panik versetzen und weiträumig vertreiben. Das ist eigentlich verboten, wird aber von der Tourismusindustrie gefördert. In Norddeich z.B. ruft die Kurverwaltung zusammen mit dem aus öffentlichen Geldern finanzierten NDR (Radiosender NDR2) zu einer „Silvesterparty am Strand“ auf. Zitat: „Wie schon im Vorjahr bitten der Tourismus-Service Norden-Norddeich und der Veranstalter iventos die Besucher, auf das Mitbringen von Feuerwerk zum Schutz von Mensch und Tier im Deichvorland zu verzichten und weisen darauf hin, dass im Veranstaltungsbereich Feuerwerk untersagt ist.“
Es möge nützen, aber das klappte schon im letzten Jahr nicht und wird auch in diesem Jahr mangels ausreichender Kontrollen nicht funktionieren. Es ist doch mindestens naiv anzunehmen, die Besucher des Spektakels, angetrunken oder nüchtern, würden ausgerechnet zu Silvester keine Feuerwerkskörper zünden. weiter »

Staatsanwaltschaft Aurich: laute Großveranstaltung und Silvesterfeuerwerk am Nationalpark Wattenmeer-Verfahren eingestellt

Screenshot (Bildzitat), 27. Dez. 2015, www.norddeich.de

Screenshot (Bildzitat), www.norddeich.de, 27. Dez. 2015

Der Wattenrat Ostfriesland hatte im Januar 2016 Strafanzeige gegen die Veranstalter NDR2 (Norddeutscher Rundfunk, 2. Hörfunkprogramm) und den Geschäftsführer und Kurdirektor der Kurverwaltung Norddeich, Armin Korok, wegen der lärmintensiven Silvestergroßveranstaltung am Strand von Norddeich direkt am Großschutzgebiet Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer erstattet. Zu dieser Veranstaltung erschienen laut Presseberichten ca. 5000-7000 Teilnehmer. Bei der lautstarken Musikveranstaltung wurden auch große Mengen Feuerwerkskörper gezündet, die weit in das Schutzgebiet hineinwirkten. Die Auswirkungen auf wildlebende Vögel und deren panisches Fluchtverhalten ist wissenschaftlich gut untersucht. Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet die mutwillige Beunruhigung der Tiere als Ordnungswidrigkeit; eine gewerbsmäßige Beunruhigung kann als Straftat geahndet werden. Die Nationalparkverwaltung appelliert in jedem Jahr vor Silvester in den Tageszeitungen, auf Feuerwerke im und am Nationalpark wegen der enormen Störanfälligkeit der Zugvögel zu verzichten, aber immer vergeblich. weiter »

Neuer zündender „Nationalparkpartner“

Bildzitat: Ostfriesischer Kurier, Norden, 08. März 2016

Bildzitat: Ostfriesischer Kurier, Norden, 08. März 2016

Die Nationalparkverwaltungen in Wilhelmshaven und in Schleswig-Holstein denken sich immer neue PR-Aktiönchen aus, um öffentliche Aufmerksamkeit zu erlangen, kleine PR-Shows, die mit der Kernaufgabe Naturschutz gar nichts zu tun haben. So werden z.B. „Nationalparkpartner“ aus der Gastronomie, den Beherbergungsbetrieben oder der Tourismuswirtschaft geworben, die auf Antrag eine entsprechende Urkunde bekommen. Damit ist man dann Mitglied im „Nationalpark-Netzwerk“.  Als Krönung gibt es ein buntes Bild mit dem neuen „Partner“ in der Lokalzeitung, auf dem der entsprechende Betrieb erwähnt wird. Sekundiert wird von einem Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung und einem Ranger. Das hilft zwar nicht den vom Aussterben bedrohten Zwergseeschwalben oder Seeregenpfeifern an den touristisch übernutzten Stränden, aber es trägt zum positiven Image des neuen Urkundeninhabers bei. weiter »

Wasserschutzpolizei in Norddeich reaktiviert

Foto (C): Eilert Voß

Mehrfach hatten wir über die desolate Aufsichtssituation im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer („Weltnaturerbe“) berichtet, auch über die 2010 bekannt gewordene Auflösung des Standortes der Wasserschutzpolizei in Norddeich.

Das soll nun endlich wieder besser werden, ein bisschen: In Norddeich soll wieder eine Außenstelle der Wasserschutzpolizei eingerichtet werden, dem Vernehmen nach besetzt mit drei Beamten und einem Boot. Vor der Auflösung waren hier acht Beamte im Dienst. weiter »

Zündende NDR2-Silvesterparty in Norddeich: Strafanzeige

Bildzitat: Ostfriesischer Kurier, Norden/NDS, S. 3, 02. Dezember 2015

Bildzitat: Ostfriesischer Kurier, Norden/NDS, S. 3, 02. Januar 2016, Foto: Strohmann [Feuerwerk vor dem Deich direkt an der Grenze des Nationalparks]

Nein, es war nicht das Feuerwerk zum 30-jährigen Geburtstag des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer und „Weltnaturerbe“, das in der Silvesternacht der NDR2-Party am Strand von Norddeich im Landkreis Aurich mit viel Getöse den Himmel über dem Nationalpark Wattenmeer und „Weltnatuerbe“ beschallte. Es sollten eigentlich nur „Lichtspiele“ und laute Musik sein, mit denen der Radiosender NDR2 zusammen mit  der Kurverwaltung das neue Jahr begrüßen wollte. Diplom-Kaufmann und geschäftsführender Kurdirektor Korok noch am 23. Dezember 2015 in der Lokalzeitung „Ostfriesischer Kurier“: „Feuerwerkskörper selbst mitzubringen ist vor dem Hintergrund, dass dort viele Familien mit Kindern den Jahreswechsel verbringen werden, nicht verboten“. Nein verboten ist das Mitbringen nicht, aber das Abbrennen, wenn es in den Nationalpark mit seinen Rastvögeln hineinwirkt. Die Besucher („Der Deich war schwarz von Menschen“) brachten denn auch die Feuerwerkskörper in Mengen mit zur NDR2-Party und zündeten sie sogar, wer hätte das gedacht. Um Mitternacht brach der Höllenlärm los, der zusammen mit den Lichtblitzen der Raketen weit in das direkt angrenzende Großschutzgebiet hineinwirkte. Hier halten sich derzeit tausende Gänse und Watvögel – alles besonders geschützte Arten – auf, die in ihrem Schutzgebiet auf Nahrungssuche waren. Erfahrungsgemäß – das ist gut untersucht – reagieren die Vögel panisch auf plötzlich einsetzenden Lärm und ungewohnte Lichteffekte. weiter »

Doch kein Silvesterfeuerwerk in Norddeich, sondern „Lichtspiele“

Screenshot (Bildzitat), 27. Dez. 2015, www.norddeich.de

Screenshot (Bildzitat), www.norddeich.de, 27. Dez. 2015

Nun also doch kein Silvesterfeuerwerk anlässlich der NDR2-Silvesterparty in Norden-Norddeich direkt am Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und „Weltnaturerbe“: Der Kurdirektor von Norddeich fühlt sich missverstanden „Ich habe nie gesagt, dass wir ein Feuerwerk organisieren, sondern, dass wir ,etwas in die Luft schießen’, womit ich Lichtspiele meinte“, zitiert in die Lokalzeitung (s.u.). Am 27. Dezember wurde allerdings, möglicherweise fälschlich, von einem geplanten „Feuerwerk“ berichtet. Jedoch sind auch „Lichtspiele“, wenn sie über dem direkt angrenzenden Nationalpark in den Nachthimmel projiziert werden, wenig entspannend für die abertausenden Rastvögel im Watt und lösen ebenfalls Fluchtreflexe aus. Zudem zeigt das Ankündigungsplakat „Große Open-Air Silvesterparty am Strand mit NDR2“ in einer Fotomontage ein Feuerwerk im Hintergrund. Eine zunächst vorgesehene Strafanzeige des Wattenrates gegen die Veranstalter wird es nun also nicht geben können. weiter »

Paketdrohnen über dem „Weltnaturerbe“ Wattenmeer

Screenshot/Bildzitat: DHL-Paketdrohne-http://www.dhl.de/paketkopter_18.Nov.2014

Seit September 2014 testet die DHL zusammen mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH) den Einsatz des Paketkopters. Schon wieder eine neue, wenn auch zeitlich begrenzte, Nutzung im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und „Weltnaturerbe“, EU-Vogelschutzgebiet und FFH-Gebiet: Nun wird das Großschutzgebiet zum Versuchslabor für Drohnenflüge zur Inselversorgung, zunächst mit dringend benötigtenMedikamenten, der „gute Zweck“ der PR-Strategen, da kann man doch eigentlich nichts gegen einwenden, oder doch? weiter »

„Weltnaturerbe“ Wattenmeer in Norddeich: Hunde links, Drachen rechts

Norddeich/LK Aurich: Ordnung muss sein: Hunde links, Drachen rechts

Hunde links, Drachen rechts. So sieht´s im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und „Weltnaturerbe“ in Norddeich im Landkreis Aurich aus, Erholung muss ja schließlich auch sein. weiter »

Seehunde: die ersten Heuler der Saison im „Weltnaturerbe“

Seehundbank auf Borkum, ständige Störungen

*Bitte #edit ganz unten beachten!*: Luftmine am Seehundswurfplatz gesprengt

Alle Jahre wieder werden junge Seehunde oder „Heuler“, benannt nach ihrem durchdringenden Verlassenheitsruf, in die Seehundaufzuchtstation der Landesjägerschaft in Norden eingeliefert. Nr. 1 in diesem Jahr war der Junghund „Greta“, der von seiner Mutter getrennt von Borkum aus nach Norden gebracht wurde. Warum wurde der Heuler „Greta“ von seiner Mutter getrennt und fristet nun als Wildtier sein Dasein in einer Aufzuchtstation? Es liegt nahe, das Greta ein Opfer des Massentourismus im „Weltnaturerbe“ und Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer wurde. weiter »

Norddeich: „Badepolder“ im Nationalpark geplant, mit EU-Mitteln!

Willkommen im Weltnaturerbe, Foto (C): Eilert Voß

Weltnaturerbe Wattenmeer: nur für die Ausweitung des Tourismus, Foto (C): Voß

Ein ca. zehn Hektar großer „Badepolder“ soll als zusätzliches Tourismusangebot in Norddeich, LK Aurich,  in der Zwischenzone (Schutzzone!) des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer entstehen, und da sind laut Nationalparkgesetz Nutzungen wie das Kitesurfen ausdrücklich verboten, was aber bisher das Umweltministerium und den Nationalparkleiter Südbeck als „Stimme seines Herrn“, Umweltminister Sander, nicht daran gehindert hat, zahlreiche Flächen in der Zwischenzone des Nationalparks für Kiter zu öffnen, ohne die vorher vorgeschriebene Verträglichkeitsprüfung!

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