Wieder Seehundsterben in der Nordsee

Aktueller Seehund-Totfund aus dem Hamburger Wattenmeer, Grenze zu Niedersachsen: Insel Neuwerk, 29. September 2014

Aus Schleswig-Holstein kommt die aktuelle Nachricht, dass an der Nordseeküste täglich tote und schwer kranke Seehunde aufgefunden werden. Seit Anfang Oktober sollen es bisher ca. 150 tote Tiere gewesen sein, zitiert die Tagespresse den Nationalparkamt-Sprecher Hendrik Brunckhorst am heutigen Dienstag in Husum. Totfunde gab es bisher auf den Nordseeinseln Helgoland, Amrum, Föhr und Sylt. Darunter waren auch viele ausgewachsene Tiere. weiter »

Schweinswale und BUND: beim Unterwasserlärm auf einem Ohr taub

Gerammter Monopile als Windkraftanlagen-Fundament im Windpark Borkum-Riffgat, rechts Kranhubschiff "Bold Tern", Foto (C): EWE-Matthias Ibeler, 2013

Schweinswale haben bekanntlich feine Ortungsorgane für den Fischfang, von dem sie leben. Die Kleinen Tümmler, wie sie auch heißen, reagieren daher sehr empfindlich auf Unterwasserlärm aller Art, die Zerstörung der Ortungsorgane führt zum Tod der Tiere. Die BUND Mitarbeiterin Nadja Ziebarth vom BUND-Projektbüro Meeresschutz in Bremen wandte sich daher besorgt an die Presse. Die Nachrichtenagentur dpa/lni berichtet u.a. am 13. August 2014

„[…] Lautstarke Schallkanonen in der niederländischen Nordsee haben Naturschützer in Deutschland alarmiert. Der Einsatz von dröhnenden Knallapparaten zur Erforschung von Gasvorkommen gefährde Schweinswale und Fische, kritisierte der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND). Gesucht wird in einem Gebiet in den Niederlanden, das direkt an das deutsche Schutzgebiet Borkum Riffgrund grenzt […]“ weiter »

Bitte unterzeichnen! Petition gegen die Einleitung von K+S- Kaliabwässern in die Nordsee

Pressefoto (C): K+S: K+S-Kalibergwerke-Lader-Sigmundshall

Wir berichteten im Juni 2014 über die Absicht der K+S AG, Kaliabwässer aus Werra und Weser über eine Pipeline in die Nordsee bei Wilhelmshaven zu entsorgen. Gegen dieses Vorhaben läuft derzeit eine Online-Petition, auf die wir an dieser Stelle hinweisen. Die Petition, deren Wortlaut wir nachfolgend veröffentlichen, können Sie hier unterzeichnen: Petition gegen Kaliabwässer der K+S in die Nordsee

Keine Einleitung von Abwässern der K+S aus Hessen über eine Pipeline in die Nordsee, Werra & Weser!

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K+S-Salzabwässer mit einer Pipeline in das Wattenmeer?

K+S, Diesellader im Grubenbetrieb, Rohsalzförderung für Düngemittel und andere Industrieprodukte, Foto (C): K+S, Presse

Die K+S AG, früher Kali und Salz AG, mit Sitz in Kassel ist ein börsennotiertes Bergbauunternehmen mit den Schwerpunkten Kali- und Salzförderung u.a. zur Düngemittelherstellung für die Landwirtschaft und Streusalzgewinnung für die winterlichen Straßen. Motto auf der WebSeite: „Wir holen das Beste für Sie aus der Erde“. Die salzhaltigen Produktionsabfälle von K+S müssen aber entsorgt werden. Bisher wurden Werra und Weser mit einer enormen Salzfracht durch diese Abwässer belastet, das soll sich ändern. Nun ist eine Pipeline, die die Salzfracht direkt in die Nordsee entleeren soll, im Gespräch. Möglicher Einleitungsort: bei Wilhelmshaven. Genauer: südlich vom Küstenbadeort Hooksiel, haarscharf an der Grenze zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, nur wenige Kilometer entfernt vom Jadebusen. Diese Meeresbucht  gehört größtenteils zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, ist FFH-Gebiet und UNESCO-„Weltnaturerbe“. Das zusätzliche Salz wird aber durch Ebbe und Flut an der Nationalparkgrenze nicht haltmachen. weiter »

Orkan „Xaver“: der Heftige, aber nicht der Stärkste

Im Orkan "Xaver" havarierte Windkraftanlage in Vlatten/Eifel am 05. Dez. 2013 , Abriss des Generatorgehäuses (Foto); am 06. Dez. 2013 havarierte auch eine Enercon-40 in Döhlen/LK Oldenburg ebenfalls durch Abriss des Generators

Am 05. und 06. Dezember 2013 fegte der Orkan „Xaver“, nur wenige Wochen nach dem Sturmtief „Christian“, über weite Teile Europas hinweg. Von vielen Medien wurde „Xaver“ als bevorstehende Apokalypse angekündigt, in seinen Auswirkungen blieb er aber hinter der Gewalt von „Christian“ zurück. Allerdings führte das Sturmtief „Xaver“ durch die Windrichtung und die Springtide nach Neumond zu drei schweren Sturmfluten nacheinander (Kettentiden) an der Nordseeküste. In Emden lief das Hochwasser mit einer Abweichung von 3,52 m über dem mittleren Hochwasser auf. In Hamburg waren es durch den Trichter der Elbe fast 4 m: In Sankt Pauli erreichte das Hochwasser einen Wert von 3,98 m über dem mittleren Hochwasser. Einzelne Böen erreichten Spitzenwerte zwischen 150 und 160 km/h, also Orkanstärke von 12 Beaufort. Auf Norderney wurde am 05. Dezember eine Spitzenböe von 121,7 km/h gemessen. Link: BSH_Xaver_Sturmflut_5-6_12_2013                                                            weiter »

Zu wenig Schallschutz für Schweinswale: „was auf die Ohren“ von den Umweltverbänden!

Die erste fertige Anlage im Windturbinenfeld "Alpha Ventus". (C) DOTI, 2009, Matthias Ibeler

Ein fassungsloser Kommentar von Manfred Knake

Die ganze Welt liebt Wale: Whale-Watching ist der Tourismus-Renner, gegen den Walfang in Norwegen oder Japan wird demonstriert, Boote von Greenpeace oder Sea Shepherd fahren zur Anti-Waljagd aus und stören Walfänger auf See. In Deutschland ist alles ganz anders: Da spendet man gerne z.B. für Greenpeace oder die „Umweltverbände“, unterstützt aber damit gleichzeitig die weitgehende Untätigkeit dieser Verbände beim „nachhaltigen“ Schutz  des Kleinen Tümmlers oder Schweinswals vor dem Verletzungs- oder Tötungsrisiko durch eine enorm laute Dauerbeschallung unter Wasser für eine vorgeblich „ökologische“ Energiewende. weiter »

Die Nordsee-Saubermänner: Propagandamüll

Kegelrobbe mit Netzrest

Im Februar 2013 berichteten wir von der NABU-Aktion „Fishing for Litter“, mit der angeblich das Problem der Nordseevermüllung mit Plastik angegangen werden kann. Mit Hilfe der Kutterfischer soll die Nordsee nun „sauber gemacht“ werden (plattdeutsch: schoon moken). Mit ganzen 60 Kuttern mit sehr begrenzter Ladekapazität – Fische oder Krabben sollen ja auch noch an Bord geholt werden – will man tatsächlich der Öffentlichkeit einreden, man könne so wirksam gegen die unglaublich hohe Plastikvermüllung im Meer vorgehen. Auf den Inseln und an den Badestränden des Festlandes wird der angespülte Plastikmüll ohnehin schon regelmäßig seit Jahrzehnten aufgesammelt und entsorgt. weiter »

Schweinswale und Windenergie: vereint gegen Schallschutzkonzept

Kleiner Tümmler (Schweinswal), angespült an der Ems, Juni 2012, Foto (C): Eilert Voß/Wattenrat

Willkommen in der Lobbykratie: Die „Stiftung Offshore-Windenergie“ („Sprachrohr der Offshore-Windenergie in Deutschland“), ein Lobbyverband der Windkraftindustrie und der Küstenländer, macht Druck gegen den notwendigen und gesetzlich gebotenen Lärmschutz der Schweinswale beim Bau von Offshore-Wind“parks“. Die Stiftung torpediert derzeit das sog. „Schallschutzkonzept“, das Bundesumweltminister Altmaier (CDU) in der vergangenen Woche zum Schutz des Kleinen Tümmlers oder Schweinswals in Hamburg vorstellen wollte. weiter »

Die Grünen und die Offshore-Windenergie: Hirnschmelze im LK Wittmund?

Wind"park" am Dollart bei Emden in den Zugvogelkorridoren

Die Grünen üben sich vor der Landtagswahl in Niedersachsen im Spagat zwischen „Klimaschutz“ und Naturschutz, auch am Beispiel der Offshore- Windenergie und des Schutzes des Kleinen Tümmlers oder Schweinswals und der Zugvögel. Das kann man der Pressemitteilung vom 06. Dezember 2012 (siehe unten) entnehmen. Nur: Die Pressemitteilung zieht ihren Informationsgehalt aus offiziellen Verlautbarungen. Die Grünen beziehen sich auf das Bundesamt für Naturschutz (BfN), das eng an der Leine der Politik und des Umweltministeriums in Berlin liegt und das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) als Genehmigungsbehörde für Offshore-Wind“parks“ in der Ausschließlichen Wirtschaftszone im Geschäftsbereich des Bundesverkehrsministeriums. Zusätzlich wird von den üblichen Verdächtigen der Naturschutzverbände abgeschrieben, die keine ausgeprägte kritische Distanz zum Windenergiewahn in Deutschland pflegen und teilweise sogar als „Ökostromanbieter“ vom Geschäftsmodell Windenergie profitieren. weiter »

Schweinswale und Offshore-Lärm: Wahrnehmungsstörungen der Umweltorganisationen?

Nicht hören, nicht sehen, nicht sprechen: Wahrnehmungsstörungen der Naturschutzorganisationen?

Eigentlich müssten um die Offshore-Baustellen der Wind“parks“ in der Nordsee Greenpeace-Schlauchboote kreisen und sich Aktivisten an die Fundamente ketten. Denn eigentlich und angeblich „kämpft“ Greenpeace seit Jahren spendenwirksam für den Erhalt des stark bedrohten Kleinen Tümmlers oder Schweinswals, aber nur, wenn es um die Bedrohung durch die Fischerei geht. Die „Energiewende“ mit der Industrialisierung der Nordsee mit gigantischen Windkraftwerken führt offenbar zu Wahrnehmungsstörungen nicht nur bei Greenpeace, sondern auch bei den Naturschutzorganisationen wie WWF, BUND oder NABU, um nur einige zu nennen:

In der vergangenen Woche tagten in Brighton/UK die Teilnehmer von ASCOBANS, des Abkommens zum Schutz von Kleinwalen (Engagement on the Conservation of Small Cetaceans of the Baltic, North East Atlantic, Irish and North Sea). Die deutschen Umweltverbände und Greenpeace empörten sich über das Ergebnis der Tagung in einer gemeinsamen Presseerklärung  vom 22. Okt. 2012.

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